Fühle mich nur noch als absolute Versagerin ... (etwas länger)

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Beitrag von basti-79 21.05.10 - 22:56 Uhr

Hallo zusammen ...

vor 10 Wochen hat meine 2. Tochter das Licht der Welt erblickt. Und vor exakt genau 2 Jahren vorher meine 1. Tochter. Die beiden sind auf den Tag genau 2 Jahre auseinander.

Wir haben uns sehr über meine 2. Schwangerschaft (geplant) gefreut und konnte es kaum erwarten unsere kleine Familie zu vergrößern.

Aber seitdem die Kleine nun bei uns ist, bekomme ich einfach mal GAR NICHTS mehr hin#schmoll

Es fängt schon morgens an: wen mache ich zuerst fertig? Unkomplizierter ist es bei der Großen. Ich schleiche mich also morgens immer heimlich aus dem Schlafzimmer (die Kleine schläft bei uns) und mache die Große fertig. Danach dann ab zur Kleinen.

Dann stille ich im knappen 2 Stunden-Takt (manchmal sind es auch 3 Stunden), aber das Problem: in der Still-freien-Zeit kann ich die Kleine GAR NICHT WEGLEGEN, weil sie sonst sofort anfängt zu weinen #schrei

Das wiederum macht sich langsam bei der Großen bemerkbar, weil ich einfach kaum noch Zeit finde, mich intensiv mit ihr zu beschäftigen.
Alle meinte noch "Ach, das 2. Kind das läuft so nebenher!"

FEHLANZEIGE!! Ich kann mich noch nicht mal mit der Kleinen auf dem Arm zu der Großen auf den Boden setzen, weil die Kleine dann wieder anfängt zu #schrei und erst aufhört, wenn Mutter schön ihre Runden im Wohnzimmer mit ihr dreht.
Sie ab und zu mal in die Wippe setzen?? #schrei#schrei

Wenn die Große dann ihren Mittagsschlaf macht und ich das Essen vorbereiten muss, packe ich die Kleine - aus lauter Verzweiflung - in den Kinderwagen und nimm sie mit in die Küche, schmeiss die Abzugshaube an und dann habe ich für ca. 30 min Ruhe, weil die Kleine vom gleichmäßigen Lüfen einschläft.

Meine Nerven liegen total blank. Heute war wieder so ein Tag. Wir sind zusammen ZUM ERSTEN MAL zu Viert zum Wocheneinkauf gestartet. Schön nach dem Stillen, versteht sich. KATASTROPHE!! #heul Beide Kinder nur am Schreien. Die Eine hat die Andere angesteckt#heul#heul Ich hätte bei Aldi an der Kasse fast einen Nervenzusammenbruch gehabt. Mein Mann ist da viel gelassener, na der verbringt auch nicht den ganzen Tag mit den Beiden.
Seitdem die Kleine da ist, mag die Große auch keine Treppe mehr laufen und lässt sich nur noch von mir hochtragen. Dann schleppe ich also auf der einen Seite die Große (12kg) und auf der anderen die Kleine (5kg).

Durch die ständige Schreierei der Kleinen, bin ich zudem total gereizt und vergesse darüber immer wieder, das meine "Große" ja auch noch klein ist. Gerade mal 2 Jahre.

Oft denke ich jetzt, dass ich einfach nur für 1 Kind geschaffen bin. Das ich das mit 2 Kindern einfach nicht packe. Ich fühle mich einfach nur als Versagerin.
Keinem Kind kann ich es wirklich Recht machen. Meinen Mann schnauze ich nur noch an, vor allem, wenn er wieder mal erst um 18 Uhr nach Hause kommt.
Wenn dann die Große um 20h im Bett ist (was seit 2 Wochen nicht mehr ohne mega Geschrei geht), dann mach ich hier noch n bissl Haushalt und um 23h fall ich dann tot ins Bett und habe schon wieder Bammel vor dem nächsten Tag.

Geht es jemandem genauso wie mir??
Oder hat jemand auch zwei Kleine mit demselben Altersabstand und kann mir vielleicht ein paar "Tipps" geben??

Ich verzweifel total. Jetzt gerade läuft mein Mann z.b. mit der Kleinen aufm Arm seine Runden im Wohnzimmer ab, weil sie anders nicht einschlafen will. Und WEHE er setzt sich auch nur mal kurz hin!!!! Dann meckert die junge Dame direkt los.
Das schöne Beistellbett (das mittlerweile im Wohnzi. steht), hat sie nur die ersten 2 Wochen angenommen, jetzt wird sie direkt wach, wenn man sie vom Arm ins Bettchen legt. Und WACH reinlegen, geht mal gar nicht.

Ich freu mich über Antworten ...#stern

Beitrag von woelkchen1 21.05.10 - 23:03 Uhr

Ohje, laß dich mal #liebdrueck!

Du machst mir ja Angst!

Hast du dir mal überlegt, ein Tragetuch oder eine andere Tragehilfe zu nehmen? Dann hast du zumindest die Arme frei und Baby klebt an dir!

Sicher ist es anstrengend, aber schau mal- irgendwannn ist auch die kleine Maus ein glückliches, ausgeglichenes Kindchen, die durch die Wohnung krabbelt und euch anstrahlt! Dann wirst du sehr sehr glücklich sein, 2 Mäuse zu haben!

Was ich nachvollziehen kann, ist das schlechte Gewissen gegenüber der "Großen". Das ist auch meine größte Angst!

Hast du vielleicht jemanden, der dir etwas helfen kann? Omas? Die dann mal mit dem Baby im Arm durch die Gegend laufen, damit du Zeit für die Große hast?

Was spricht dagegen, die Kleine öfter bei Lüftung in die Küche zu stellen, wenn es ihr doch gefällt?

Beitrag von basti-79 21.05.10 - 23:11 Uhr

Danke fürs #liebdrueck ...

Ich habe sowohl ein Tragetuch, als auch eine Tragehilfe zum umschnallen. Das Problem ist jedoch:
- entweder spuckt die Kleine sofort und schreit dann natürlich wieder volle Lotte
- oder sie bekommt schlecht Luft, weil Mutter so viel "Holz vor der Hütte" hat und die Milchbar dann direkt vor der Nase und nicht rankommen ist ja auch blöd
- oder aber ich habe wieder mal soviel Milch (damit habe ich leider schon beim ersten Mal Probleme gehabt), dass ich die Kleine da nicht "vorschnallen" kann,weil ich dann direkt nen Milchstau bekomme (was leider auch zum Alltag bei mir gehört).

Meine Mutter ist gesundheitlich angeschlagen, so dass ich da nicht so oft auflaufen kann und meine Schwiegermutter wohnt leider zu weit weg.

Aber selbst wenn das anders wäre: ich kann doch nicht ein zweites Kind bekommen und dann ständig bei Anderen auflaufen, weil ich es alleine nicht packe.

Das ist ja auch son Punkt, weswegen ich mich als Versagerin fühle.

An manchen Tagen könnte ich hier einfach alles hinschmeissen, Tasche packen und weg.....

Ja, ständig dieses grässlich, schlechte Gewissen der Großen gegenüber. Das macht mich fertig.

Mein Mann sagt auch immer, dass sich das bald alles bessern wird, aber soweit kann ich noch nicht gucken. Mir graut einfach nur immer vor dem nächsten Tag, an dem ich mir abends wieder mal eingestehen muss, dass es einfach zuviel für mich ist ...#heul#heul

Beitrag von elistra 21.05.10 - 23:23 Uhr

wegen dem tt problem. du könntest die kleine auch auf dem rücken tragen. dann wäre sie nicht direkt vor der milchbar.

und wegen dem zu anderen laufen und um hilfe bitten. früher bestanden familien aus mehreren generationen, es war ganz normal, das man sich gegenseitlig hilft. leider ist das heute nicht mehr so. trotzdem brauchen familien dieses umfeld. wie heißt es so schön "um ein kind groß zu ziehen, braucht man ein ganzes dorf".

ich denke es ist nicht nur für die mütter wichtig, erwachsene ansprechpartner zu haben, menschen um sich zu haben, die einen unterstützen können, sondern eben auch für die kinder, damit sie ein größeres sozialesnetzwerk haben, was sie auffangen kann, vorallem wenn sie älter werden.

also hohl dir ruhig ein bischen unterstützung, wenn die omas zu weit weg sind, vielleicht gibt es ja freunde/paten/verwandte die einspringen können. oder guck dochmal ob es bei euch so eine leih-großeltern vermittlung gibt. hier z.b. wird sowas von der caritas angeboten, das sind dann menschen im großeltern-alter die ehrenamtlich zu familien kommen und dort eben großeltern-funktionen übernehmen. gedacht für familien wo die großeltern eben weit weg wohnen, zu alt/krank oder tot sind.

und wegen der großen, versuch mit deinem mann zusammen zeiten zu finden in der ihr nur was mit der großen macht. also entweder er oder eben du, einer kümmert sich um die kleine und der andere nimmt sich zeit nur für die große. ob man dann was unternimmt mit ihr oder zu hause etwas macht, was ihr spaß macht ist doch egal. hauptsache sie hat ein bischen exklusive zeit mit mama oder papa und dann kommt sie auch nicht zu kurz.

Beitrag von juliocesar 22.05.10 - 03:32 Uhr

hallo Basti


**Aber selbst wenn das anders wäre: ich kann doch nicht ein zweites Kind bekommen und dann ständig bei Anderen auflaufen, weil ich es alleine nicht packe.**
Es gibt ein afrikanisches Sprichwort: "Um ein Kind aufzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf" oder so ähnlich.
Wenn du dich überfordert fühlst, such dir bitte Hilfe. Wenn du sie innerhalb der Familie nicht findest, gibt es andere Anlaufstellen. Und die sind dazu da, benutzt zu werden.
Für deine Grosse ist es ganz wichtig, dass sie sinnvoll beschäftigt wird und Kontakt mit anderen Kindern hat. Gibt es bei euch Gemeinschaftszentren, Mutter-Kind-Zentren, wo du mit beiden hingehen kannst. So kann die Grosse mit anderen Kinder rumtoben und du dich intensiv um das Baby kümmern, ohne ein schlechtes Gewissen der Grossen gegenüber zu haben. Und ganz nebenbei lernst du Mütter kennen, denen es ähnlich geht wie Dir. Der Kontakt zur Aussenwelt ist ganz wichtig, damit Du Dich nicht als Versagerin fühlst, denn das bist Du definitiv NICHT. Du bist eine ganz normale Mutter in einer leider sehr individualistischen, leistungsorientierten Gesellschaft. Und so wie es Dir geht, geht es wohl den meisten Müttern, von denen immer mehr erwartet wird und denen immer weniger geholfen wird. Also, stell dich auf die Hinterbeine und klopf an den Stellen an, wo Dir gerne geholfen wird.
Was das Stillen und Tragen des Babys betrifft, ist die La Leche League wohl die ideale Stelle: Die Beratungen sind unentgeltlich und die Stilltreffen geben dir die Möglichkeit zum Austausch mit Müttern in ähnlichen Situationen.
Was das Weinen betrifft: Ich habe damals die Schreiambulanz aufgesucht, die mir sehr geholfen hat, einerseits mich nicht mehr als Versagerin zu fühlen, andererseits mich nicht weiter zu isolieren und weiter nicht jedes Bedürfnis zu weinen unterdrücken zu wollen. Vielleicht hast du ein Baby mit besonderen Bedürfnissen. Ein zweites Kind läuft nicht einfach so nebenher. Wo das erste die ungeteilte Aufmerksamkeit genoss, muss das zweite darum kämpfen und die einzige Kommunikationsmöglichkeit ist weinen und klammern. Es will dich damit nicht terrorisieren, es braucht einfach deine Nähe und Körperkontakt, um sich zu regulieren.
Was die Eifersucht der Erstgeborenen betrifft, es gibt das zwei schöne Bücher:
- "Busi, sagte Henriette" (wo ein Junge ein Geschwisterchen bekommt, dass anscheinend dauernd gestillt und getragen werden will). In Fotoalben entdeckt er, dass seine Mutter sich damals genau so intensiv um ihn gekümmert hat, etc
Ich musste dieses Buch meiner Tochter xxx mal am Tag vorlesen.
http://www.ichstille.de/produkte/stillkinderbuch/_busi.htm- "Runas Geburt". Vielleicht als Nachbereitung zur Geburt des kleinen Geschisterchen.
http://www.amazon.de/Runas-Geburt-Meine-Schwester-kommt/dp/3000075518
Und was den Haushalt betrifft: Wer hat da die höheren Ansprüche, du oder dein Mann? Müssen Kleider gebügelt werden? Muss das Bett immer schön gebettet sein oder verleitet euch ein offenes Bett nicht eher dazu, zwischendurch mal ein Schläfchen zu machen? Ich habe mir damals den Kleinen oft ins Tragetuch gebunden und die Kleine in den Buggy, dann ein Paar Runden gedreht und wenn beide eingeschlafen sind, beide hochgetragen und dann haben wir alle drei geschlafen oder zumindest gedöst. In dieser Zeit bitte keinen Haushalt erledigen.
Was das Tragetuch betrifft, mit 10 Wochen können die meisten Babys das Köfchen schon relativ gut halten, so dass ein Tragen auf dem Rücken möglich sein sollte. Es könnte wichtig sein, dass du dir die korrekte Bindetechnik zeigen lassen musst, damit das Baby auch wirklich optimal gestützt ist. Dann hast du beide Hände frei für deine Grosse und für den Haushalt. Gibt es etwas, was deine Grosse besonders mag? Z.B. Backen? Dann könnte sie dies tun, während dem du mit dem Baby auf dem Rücken kochst? So fühlt sie sich gebraucht, nicht gelangweilt und du brauchst ihr gegenüber kein schlechtes Gewissen zu haben. Du gibst ihr so die Gelegenheit, sich sinnvoll einzubringen und jede Menge Möglichkeiten, sie zu loben. Macht es ihr Spass, die Kleine zu "wickeln", einzucremen, Socken und Hosen auszuziehen? Oder könnte sie neben dir eine Puppe "pflegen"? Oder wie wärs, wenn sie ein Bad geniessen könntest, während du auf nem Stuhl neben der Badewanne stillst? Oder ihr ein Buch vorliest, während du stillst?
Zum Familienalltag: Vereinfache dein Leben so sehr es geht. Versuch etliche Vorgänge in unterschiedlicher Reihenfolge aus und bleib bei der, die sich am meisten bewährt? Mir z.b. hat geholfen die Wohnung morgens erst durchzulüften, alle Betten zu machen, den Abwasch vom Vorabend zu versorgen und die Kids anzuziehen. Erst dann haben wir gefrühstückt, das Baby wurde noch im Bett gestillt, eh ich aufgestanden bin. Was immer wieder zu Chaos geführt hat, wenn die Kinder nicht als erstes angezogen worden sind. Duschen, v.a. Arme und Beine kalt abduschen und ein Kaffee sind ein Must, andererseits werde ich den ganzen Tag nicht mehr wach.
Was mir von der Schreiambulanz geblieben ist, dass die Gemeinschaftszeiten eingeplant werden müssten: Zeit, wo du dich nur ums Baby und dein Mann sich um die Grosse kümmmert und umgekehrt (quality time). Eine Zeit, wo ihr die Partnerschaft leben könnt, auch wenns nur 15 Minuten Mahlzeit bei Kerzenlicht sind. Eine Zeit, die nur dir gehört, ev einen Artikel lesen, ein Bad nehmen, ein Paar Übungen zur Rückbildungsgymnastik machen, etc. Dann hast du auch wieder Energie für den nächsten Tag.
Bitte lass dir helfen und sieh dich selbst nicht weiterhin als Versagerin. du bist eine ganz normale Mutter, die sich am liebsten vierteilen möchte, um allen Bedürfnisse aller beteiligten gerecht werden möchte und ganz nebenher noch den Haushalt auf Vordermann bringen möchte. Und das geht einfach nicht, schraube deine Ansprüche herunter, das ist am wichtigsten von all den genannten Punkten. Mach dich selbst nicht verrückt, wenn sogar dein Mann dies nicht von dir verlangt ;-)
Und deinen Selbstvorwürfen einen Tritt in den Hintern und dann #winke

lg gabriela und Kids

Beitrag von juliocesar 22.05.10 - 03:49 Uhr

Da kommt mir noch in den Sinn. Gibt es bei Euch im Quartier Aktivitäten, die du mit beiden Kindern machen kannst? z.b. Babysingen? Oder Basteln; meiner grossen hat das super gut getan, dass ich meine Aktivitäten nach ihr richte und das Baby während der Zeit auf der Krabbeldecke lag. Der Tageslauf wird sonst eher vom Baby bestimmt und das Grosse Kind läuft nebenher. Da ist es wichtig, sich auch mal nach der Tochter zu richten, damit sie sinnvoll beschäftigt wird.
Zum Schreien, habe ich den Kleinen damals bei der Osteopatie angemeldet, weil er von 10 bis 13 Uhr regelmässig durch geschrieen hat, und mein Sohn hat von Geburt an ein starkes Stimmorgan #zitter. Das war eben genau die aktivste Zeit meiner Tochter, die mich dann besonders stark brauchte. Und ich war nur damit beschäftigt, sie ruhig zu halten und Julian nonstop zu stillen und zu schaukeln. Bis ich gemerkt habe, dass es für ihn wichtig ist, sich zwischendurch (1-2 mal am Tag im Weinen zu entlasten). Tönt grausam, ist es aber nicht. Es hat nichts mit Schreien lassen zu tun, sondern damit, das Weinen des Babys zu begleiten, statt zu unterdrücken. Danach war er entspannt und anschmiegsam und seit den zwei Osteopatiesitzungen wie ausgewechselt. Was er im ersten Monat geschrien hat, hat er danach gelächelt. Wichtig ist, der grossen genau zu erklären, was du machst, damit es dich nicht als grausame Mutter sieht. Wichtig ist, dass du erst alle Bedürfnisse stillst (Hunger, Müdigkeit oder volle Windeln müssen ausgeschlossen werden). Mir hat es geholfen, mich mit dem Kleinen hinzusetzen und ihn einfach zu halten, Ihm gut zuzureden, zwischendurch herumtragen und auf meine eigene Atmung zu achten. Und ihn nach dem Weinen umso intensiver zu stillen, evtl massieren und baden.
Es kann wichtig sein, dass du das Weinen deines Babys akzeptierst und es begleitest, statt nur unterdrückst. Denn sonst kann es dazu führen, dass du dich unzulänglich oder unfähig fühlst und deine Grosse unter der Anspannung leidet. Ich wurde in solchen Situationen oft ganz kribbelig und habe meinen Frust leider oft bei der Grossen ausgelassen #schmoll

lg gabriela.

Beitrag von haruka80 21.05.10 - 23:08 Uhr

Hallo!

Ich stell mir das sehr schwierig vor mit Kleinkind und Baby, aber was mir gleich einfiel: kannst du sie nicht z.B. in der Manduca oder sonst ner Tragehilfe vorm Bauch haben? das beruhigt ja die meisten Kinder und man kann wirklich viel machen mit Kind vorm Bauch.

Ich kann dir sonst leider keine Tipps geben, habe "nur" ein Kind und dsa ist teilweise schon echt anstrengend wo ich denke: jetzt noch n 2. und das Chaos wäre komplett.

Alles Liebe!

Haruka


Beitrag von elistra 21.05.10 - 23:09 Uhr

wenn nein, besorg dir doch eins, so hättest du die arme frei für die große und müßtest die kleine nicht weglegen.

ich denke dein baby verhält sich ganz normal, wie babys eben sind und vermutlich ist auch deine große ein ganz normales kleinkind, für das es eine riesen veränderung im leben gab.

vielleicht braucht ihr einfach noch ein bischen zeit, euch in den alltag zu finden, 10 wochen ist ja nun noch nicht soo lange und bis sich alles eingespielt hat, man einen rythmus für sich und seine familie gefunden hat, dauert einfach ein bischen.

ich würde es wie gesagt mit einem tragetuch/tragehilfe versuchen, so das die kleine immer dabei sein kann, aber dich eben nicht so behindert. dann würde ich versuchen mich erstmal hauptsächlich auf die kinder zu konzentrieren und nicht versuchen auch noch den perfekten haushalt zu erreichen. das macht einem erstmal zuviel stress.

wegen des schlafens bei der kleinen, kannst du sie nicht im bett stillen und dann leise aufstehen wenn sie schläft? wird sie dann relativ schnell wieder wach?

bei uns schlafen beide kinder im schlafzimmer, so das ich mich mit beiden hinlegen kann und sie gleichzeitig beim einschlafen begleiten kann. das hat gut funktioniert, beim zweiten kind. ich werde das jetzt auch bei baby 3 so machen, weil der mittlere halt noch einschlafbegleitung braucht. die große (6) schläft überwiegend im kinderzimmer und braucht auch keine einschlafbegleitung mehr.

achso wegen dem geschrei beim einschlafen deiner großen, kann es vielleicht sein, das sie sich zurück gesetzt fühlt, vermutlich ist das baby dann noch/wieder wach, wenn sie ins bett gehen soll oder?

das du abends froh bist, wenn dein mann endlich da ist und du auch mal ein paar minuten pause hast, find ich total verständlich.

Beitrag von basti-79 21.05.10 - 23:19 Uhr

Bzgl. Tragetuch, habe ich gerade einer anderen Mami etwas geschrieben. Das Klappt leider auch nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe.

Beim Stillen schläft sie leider nicht mehr ein und WENN, dann ist sie beim kleinsten Mucks direkt wieder wach und weint. Ich habe morgens manchmal gerade nur so die Zeit, die Große schnell zu waschen, anzuziehen und ihr ein Brot zu machen, um dann Alarmmäßig nach oben zu hechten, um die kleine - schreiende - Maus zu holen.

Ich weiß - 10 Wochen sind noch nicht lange, aber für mich fühlt es sich schon wie 10 Jahre an.

Thema: Geschrei am Abend: Manchmal ist die Kleine noch wach, manchmal schläft sie, so dass ich das bei der Großen jetzt nicht genau ausmachen kann, woran es liegt. Manchmal nehmen wir die Kleine mit nach oben ins kinderzimmer, damit die Große sich von ihrer Schwester für die Nacht verabschieden kann, aber auch danach ist das Geschreie groß. Auch wenn wir die Kleine NICHT mit nach oben nehmen, das gleiche Resultat.

Heute habe ich meine Mann wieder heulend empfangen und gesagt, dass ich das einfach mit 2 Kindern nicht packe.

Ich versuche ja schon gar nicht mehr es "perfekt" zu machen, nur eben einfach nur "richtig".#schmoll

Beitrag von elistra 21.05.10 - 23:25 Uhr

was mir grad noch so durch den kopf geht, hast du mal checken lassen ob du eventuell wochenbettdepressionen hast?

schläft eure große alleine ein?

Beitrag von basti-79 21.05.10 - 23:36 Uhr

Die Große schläft von alleine ein. Schon seit ihrem 1. Geburstag#huepf Alles total easy bei ihr gewesen.

Ich wollte das mit der "Wochenbettdepression" hier nicht reinschreiben, aber ja, ich strauchel da wohl rum. Bin im Momemt auf der Suche nach einem Therapieplatz. Aber ich wüßte gar nicht, wann ich mir die Zeit nehmen sollte, um da noch hinzugehen ...

Beitrag von juliocesar 22.05.10 - 03:57 Uhr

**Aber ich wüßte gar nicht, wann ich mir die Zeit nehmen sollte, um da noch hinzugehen ...**
Wenn du sieh nicht hast, nimm sie dir. Mir hat mal jemand gesagt; wenn du selbst keinen Halt hast, kannst du deinen Kinder auch keinen Halt vermitteln. Lass deine Tränen zu, wein dich aus, sei's bei deinem Mann oder einer guten Freundin. Unterdrück deine Gefühle nicht, Weinen reinigt und befreit. Ich hatte damals oft den Eindruck, dass der Kleine für mich stellvertretend geweint hat, wenn ich dann meine Trauer zugelassen und ebenfalls weinte, schaute er mich mit grossen Augen an und war entspannt.
Wärs möglich, dass dein Mann in der Zeit, wo du die Therapie hast, früher nach Hause kommt und sich um die Kinder kümmert? Vielleicht brauchst du ja nicht so viele Sitzungen, wichtig ist, dass du dich überhaupt um dich und deine Bedürfnisse kümmerst und die sind genau so wichtig wie die deiner Kinder. Entspannte Mutter, entspannte Kinder. Eine Investition die sich auf jeden Fall bezahlt macht. Nimm eine Wochenbett-Depression nicht auf die leichte Schulter.

Beitrag von haci83 21.05.10 - 23:18 Uhr

Hallo meine Liebe,

als ich das von dir gelesen habe, dachte ich du hättest uns in den ersten 3 Monaten ausspioniert:-p

Meine Mädels sind auch genau 2 Jahre auseinander und genauso wie du war ich total fertig mit den Nerven.

Bei mir hat der Manduca wahre Wunder bewirkt. Die Kleine nah am Körper und beide Hände frei für die Große#schwitz

Meine Große war sehr pflegeleicht, die Kleine war die erste Zeit nur am Schreien- von wegen läuft so nebenbei.

Einen besseren Tipp kann ich dir nicht geben, aber etwas Mut machen. Bei uns ist es mit genau 12 Wochen schlagartig besser geworden. Die Kleine nimmt ihre Umgebung besser war und strahlt die Große Schwester an und sie kann sieh,wenn auch für kurze Zeit mit einer Rassel oder so selbst beschäftigen.Ich setze sie beim Spielen mit der Großen einfach in die Wippe zu uns und sie schaut uns mit großen Augen zu.Gib der Maus noch etwas zeit hier anzukommen. ich weiß es ist leichter gesagt aber es wird besser, glaub mir und es dauert auch nicht mehr so lange, vllt noch 3-4 Wochen.

In dem Sinne schicke ich dir ganz lieb Grüße und wünsche dir noch etwas Durchhaltevermögen.

Beitrag von mama0102 21.05.10 - 23:23 Uhr

Huhu!!

Also erstmal lass Dich mal #liebdrueck, das ist ja wirklich nicht gerade einfach!!
Ich kann Dir aber aus meiner Erfahrung sagen, dass es ganz bestimmt besser wird, nicht von heute auf morgen und auch nicht in der nächsten Woche, aber Schritt für Schritt wird es so sein.
Meine beiden Mädels sind 13 Monate auseinander, die Kleine war ein Schreikind, das nur bei Papa mal für ein paar Minuten ruhig war und die Große war irgendwann auch nur noch am Heulen, weil sie völlig genervt war von ihrer Schwester......
Ja, ich hatte damals auch die Vorstellung, alles würde einfacher werden und so mitlaufen, Pustekuchen :-p....es war katastrophal!!!! Aber weißt Du, mir hat die Erkenntnis am meisten geholfen, dass es eben nicht perfekt sein muss. Die Kleine hat nachts durchgeschrien?? Dann stand das Geschirr eben mal bis mittags aufm Tisch und ich hab mich mit den beiden morgens hingelegt, zusammen ins große Bett und noch ne Stunde mitgeschlafen..... Das beruhigt und bessert die Laune, was auch die Kinder ruhiger werden lässt. Die Anspannung und Deine Müdigkeit projezieren sich auf die Kleinen und dann schaukelt sich die Situation hoch. Versuch Dir ganz gezielt Zeit zu gönnen, abends wenn Papa da ist eine halbe Stunde spazieren, alleine Einkaufen, noch nen schnellen Kaffee irgendwo, da machen oft 10 Minuten schon viel aus, mir hat das immer geholfen.
Die Sache mit dem Tragetuch/ Tragehilfe ist super. Meine Kleine war auch ständig in der Trage, somit hatte ich die Hände frei und sie war trotzdem bei mir. Auch wenn sie trotzdem schrie, es war eine Erleichterung.
Und zu guter Letzt darfst Du nicht vergessen, dass 10 Wochen noch eine sehr kurze Zeit sind. Ihr müsst alle erstmal wieder einen Alltag "lernen", der für Euch gemeinsam in der neuen Konstellation passt und in dem jeder, auch Du, zu seinem Recht kommt. Und das geschieht wie ich finde meist von ganz allein, wenn man seine eigenen Erwartungen daran etwas runterschraubt und gelassener bleibt. Ist sicher nicht einfach, aber wie gesagt, das wird schon werden, nur Mut. Meine beiden sind jetzt 9 und fast 8 und heute frage ich mich oft, ob es wirklich so schlimm, wirklich jeden Nervenkoller und jede Träne wert war........man vergisst das komplett :-)

Kopf hoch und durchhalten, alles wird besser!!

LG, Sandra

Beitrag von smurfine 22.05.10 - 08:28 Uhr

Hallo,

ich hab zwar nur ein Kind, aber ich antworte mal trotzdem :-) Ich hab nämlich auch so ein nicht-pflegeleichtes Kindle erwischt..

Abzugshaube.... es gibt mp3 mit allen möglichen Geräuschen. Damit kannst Du sie dann vielleicht auch mal im Kinderzimmer oder Schlafzimmer zum Schlafen brigen. Gibt´s zum Runterladen oder auf CD.

Tragen und laufen, tragen und laufen :-). Kenn ich auch. Geholfen haben zwei Sachen: eine Trage damit ich die Hände frei hatte (wir hatten Manduca) und ein Gymnastikball auf dem ich dann sogar fernsehend hopsen konnte. Die Kleinen finden die auf-ab-Bewegung am besten wenn sie getragen werden, deswegen lieben viele auch diese Federwiegen. So ein Gymnastikball kostet jetzt nicht die Welt, einen Versuch isses wert.

Einschlafen: Nachdem Du stillst würd ich mal einschlafstillen versuchen. Was macht sie denn wenn Du sie bei Euch ins Bett auf die Seite legst und Dich nebendran, so dass sie stillen kann. Ich hab mir dann dazu noch den TV angemacht (kenn die Arbeitslosensendungen jetzt alles in und auswendig..) und konnt mich dann nach max. einer halben Stunde rausschleichen. Aber das Abdocken mußte ruckartig passieren, nix langsam, da wär sie aufgewacht.

Einkaufen und Co: Ich hab wie gesagt nur EIN Kind, aber das eine war die ersten 5 Monate nicht Publikumstauglich, ich bin nur aus dem Haus wenn unbedingt nötig.. Kinderwagen ging auch garnicht, nur tragen.
Deswegen hätte ich an Deiner Stelle keine Hemmungen den Einkauf meinem Mann auf´s Auge zu drücken. Und das größere Kind kann er dazu gleich mitnehmen, dann hat das auch noch Unterhaltung und Papa weiß mal wie es Dir den ganzen Tag geht :-)

Letztlich wird wohl nur durchhalten helfen. Ich sag heute noch oft, dass ich mir mal besser ein Laufband ins Wohnzimmer gestellt hätte mit unserer Kleinen.

Mich hat im Nachhinein das Stillen so richtig kaputt gemacht, als meine 7 Monate alt war (trank nicht aus der Flasche...) hab ich tagsüber von jetzt auf sofort abgestillt. Danach ging´s mir um Welten besser, hätte nicht gedacht, dass das so schlaucht.



LG und gute Nerven,
smurfine

Beitrag von nisivogel2604 22.05.10 - 08:30 Uhr

Guck mal, dein Baby ist erst 10 Wochen alt und du meckerst schon an dir selber rum das nicht zu packen. Du bist doch eigentlich grad erst aus dem Wochenbett raus, euer Alltag muss sich doch erstmal einpendeln. Das dauert. Ein baby krempelt das Leben einfach um und jedes mal muss sich die Familie umstellen. Da muss jeder erstmal wieder seinen Platz im Gefüge finden.

Sei nicht so streng mit dir.

Ich habe 3 Kinder (4 Jahre, 2,5 Jahre, 5 Monate) und ich stand auch nach den geburten die ersten 4 Monate wie Ochs vorm Berg da, hatte Angst den Tag allein zu verbringen, ohne Hilfe ( Mann ist ausser Haus von 5-19 Uhr im Schnitt, oft länger). Ich wusste am Anfang gar nichtw ie ich das machen soll. 3 Kinder anziehen und um 8 im Kindergarten sein? davor auch noch Duschen?
Das klang wie: rennen sie mit 30km/h eine Strecke von 20km mit einer Steigung von 12%, binden sie sich dabei im laufen die Schuhe zu, bügeln Wäsche und drehen sich Lockwenwickler ein.
Das war einfach absolut unmöglich.

Ich habs aber irgendwann geschafft. Die Übung macht den Meister. Auch bei sowas. Hast du mal versucht auf dem Rücken zu tragen?

Mittlerweile hab ich nur noch die beiden kleinen Vormittags zu Hause, arbeite dafür aber auch von hier. Und glaub mal nicht das hier jeden Tag pünktlich das Essen auf dem Tisch steht oder die Wäsche zusammengelegt ist oder so. Hier regiert an manchen Tagen das Haushaltschaos. Na und? Ich habe 3 Kinder + Job. Deswegen wachsen mir aber nicht 5 Arme mehr sondern ich muss einfach irgendwo Abstriche machen.

LG Denise

Beitrag von kuebi 22.05.10 - 10:30 Uhr

Hallo

also mir ging es damals genauso. Eigentlich ganz genauso. Die Kleine ein extremes Schreikind (hat die Familienpflegerin auch gemeint). Bei ihr hat auch nur ständiges rumtragen mit schaukeln oder im Maxi Cosi schaukeln geholfen. Sie war bei allem empfindlich.

Tja die Große hat angefangen ihren eigenen Willen zu entdecken und wollte natürlich auch Aufmerksamkeit.

Aber so im Nachhin weiß ich, dass es ein Teufelskreis ist. Ich bin in die Wochenbettdepressionen abgerutsch, wurde krank und nichts hat mehr funktioniert. Aber ich habe erkannt, dass es so nicht weiter geht. Da hab ich erstmal einen kurzfristigen Termin beim Psychiater gemacht. Der hat grob geschaut und entschieden, dass nicht mit Medikamenten behandelt werden muss. Dazu hab ich mir eine Haushaltshilfe verschreiben lassen. Ja das geht und sollte auch genehmigt werden. Das war für mich eigentlich die größte Hilfe. Ich konnte endlich mal schlafen und etwas Verantwortung ohne zu großes schlechtes Gewissen abzugeben.

Ach ja und mit der Therapie. Eine beim Psychologen ist normalerweise wirklich sehr schwer bzw. mit langer Wartezeit zu bekommen. Aber bitte gleich beim anrufen sagen, dass es um Wochenbettdepression o.ä. geht. Also auf jedenfall das du ein 10 Wochen altes Baby hast. Eigentlich sind sie verpflichtet soetwas anzunehmen. Die haben normalerweise noch Notfallplätze. Sie wollten mich auch erst damals auf die Liste setzen und als ich sagte das ich ein Säugling habe und noch im Wochenbett bin, kam ich gleich dran (2 Tage später).

Aber so richtige Tips kann ich dir gar nicht geben. Viele meinten ja mit Tragetuch o.ä. Kann sein das es was bringt. Meine hat da nur noch mehr geschrien. Als einzigstes kann ich dir nur den Trost geben, es wird besser. Wichtig ist, dass du etwas abgeben kannst. Als ich selber ruhiger wurde und etwas entspannen konnte wurde es besser.

Wir waren bei allen möglichen Ärzten. Aber niemand hat was gefunden. Sie hatte wahrscheinlich Anpassungsschwierigkeiten. Einfach gesagt Einschlafschwierigkeiten. Dazu wurde gemeint, dass es wohl der Charakter des Kindes wäre (so als sie 1 Jahr war).

Heute ist sie immernoch nicht ganz einfach. Aber siehe da, wir kommen gut klar und es kam noch ein Brüderchen dazu. Und nein du bist keine Versagerin.

LG kuebi