Ich habe seitdem Tod meines geliebten Opas immer Panik vorm sterben...

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von jessie78 22.05.10 - 08:31 Uhr

es ist wirklich verrückt ich habe immer und überall diese PAnik Angst in mir das ich sterben könnte, das ich zu früh sterbe, das ich eine Krankheit bekomme, das ich einen Schlaganfall kriege...immer diese Gedanken ich werde wirklich verrückt!

Ich leide ja schon lange an einer generalisierten Angststörung aber seitdem vor einem Jahr mein Opa gestorben ist, er war mir sehr wichtig eine Vetrauensperson mehr als mein Papa!!!Ist es sehr schlimm ich bekomme diese Gedanken nicht weg!Immer wenns ziept denke ich oh je jetzt hast Du eine Blutung und bist gleich tot...

Es beeinträchtigt mich total..mein Hausarzt meinte ach sie brauchen keine Therapie sie wissen doch das es quatsch ist...

Gibt es hier Menschen denen es ähnlich ergeht?

Für alle geliebten Menschen zünde ich #kerze an...sie werden unvergessen sein...

LG Jessie

Beitrag von mezo31080 22.05.10 - 09:12 Uhr

Hallo,

kann dich wirklich sehr gut verstehen. Letztes Jahr im April ist mein Opa Müttlerlicherseits verstorben dann im Mai die Nachricht, dass ein guter Bekannter mit 30 Jahren bei einem Motorradunfall ums Leben kam und zu guter Letzt ist im August meine Oma und mein Opa Väterlicherseits im Abstand von gerade mal 2 Tagen verstorben. Seit dem geht es mir auch so, dass ich mir viele Gedanken um den Tod mache, ich weiss aber auch, dass ich aus diesem Loch raus muss, muss mich dann immer wieder ablenken. Sterben muss ich doch eh irgendwann. Wenn ich dann so ein Tief habe unternehme ich mit meinen Kindern was das gibt mir unheimlich viel Kraft. Es ist leichter gesagt, mach dir nicht so einen Kopf geniess das jetzt, dass hier und heute denn nur so funktioniert das Leben eben.
Eine Kerze für alle die, die letztes Jahr verstorben sind und mir nahe standen#kerze#kerze#kerze#kerze

LG Meli

Beitrag von jessie78 22.05.10 - 10:24 Uhr

Hallo Meli #liebdrueck!Und eine #kerze für Deine Lieben!

Du hast recht man muss sterben!Das weiss ich auch...nur leider habe ich angst vor dem WIE ich sterbe...ich lenke mich meistens auch ab mit meinen Kiddies...und dann wenn ich zur ruhe komme oder wenn ich zum Friedhof fahre dann kommt es eben hoch!Und Panik steigt auf...

Aber gerade deshalb habe ich es mir zur Aufgabe gemacht immer zum Friedhof zu fahren sein Grab schön zu gestalten...damit ich etwas für ihn machen kann und mich auch mit dem Tod auseinander setze!

Das meine Oma sie ist 83 bald 84 auch bald sterben wird ist auch nicht leicht sie leidet sowieso sehr nachdem Tod meines Opas!Immerhin hatten sie 53 Jahre Ehe auf dem Buckel...Auch ihr versuche ich zu helfen wo es geht!

Ich werde immer wieder versuchen mich hochzuziehen hatte ja schonmal 3 Jahre therapie...Bisher geht es auch also ich kann ein normales Leben führen...

LG Jessie danke fürs zuhören..das tut gut!

Beitrag von sunny-1984 22.05.10 - 10:01 Uhr

Hallo,

ich kann dich sehr gut verstehen.
Ich hatte schon immer Angst vor dem Tod. Mein Opa ist im September 2008 gestroben. Für mich ist eine Welt zusammen gebrochen. Ich bin auch die einzige in unserer Familie die das anscheinend noch nicht ganz verkraftet hat und manchmal immer noch Tränen fließen lässt.

Ganz schlimm ist auch die Angst, dass es meine Oma bald nicht mehr gibt oder meinem Dad was passiert. Er ist nämlich auch schon 62 und beruflich jede Woche mit dem Auto unterwegs. Mir fällt immer ein Stein vom Herzen wenn er wieder heile daheim bei meiner Mum angekommen ist.

Ich glaub selbst bei einer Therapie kann uns keiner die Angst nehmen...

#kerze

#liebdrueck Sunny

Beitrag von jessie78 22.05.10 - 10:28 Uhr

Hallo Sunny und #liebdrueck und eine #Kerze auch für Deine Lieben!

Danke für Deine Worte das tut gut zu wissen man ist nicht alleine!Ja da hast Du wahrscheinlich recht...eine Therapie kann die Grundangst nicht nehmen...Aber man kann (ich hatte bereits 3 Jahre Therapie) lernen damit umzugehen...

Ach ich habe den Tod meines Opas auch noch nicht verkraftet..es tut zu weh er war so ein lebenslustiger Mensch...und wir haben ihn auch zuhause gepflegt er hatte Dramkrebs...war schwer...

Diese Bilder blieben hängen vielleicht auch deshalb Angst das man sich so quälen muss wie er...denn der Tod war eine echte Erleichterung für ihn!!

LG Jessie

Beitrag von honolulumieze 22.05.10 - 20:17 Uhr

Hallo,

ich denke, dass deine Probleme in erster Linie von deiner Angsterkrankung kommen. Diese solltest du unbedingt behandeln lassen. Egal, was dein Hausarzt sagt.

Ich kann diese Angst nicht nachvollziehen. Mein Opa ist vergangene Woche gestorben und ich habe keine Angst zu sterben. Ganz im Gegenteil. Ich weiß, wie sehr er gelitten hat und dass es für ihn eine Erlösung war. Warum sollte ich Angst vor dem Tod an sich haben? Ich habe nur Angst vor dem WIE. Denn DAS kann erbärmlich und schrecklich sein. Der Tod ist für mich eine Erlösung. Ich sehe das recht locker.