Sommerexem beim Pferd was hilft?

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Beitrag von motte21 22.05.10 - 09:16 Uhr

Hallo...

bei meinem Tinka Wallach habe ich ein Sommer exsem festgestellt.
Kennt sich jemand damit aus gibt es was ...was gut hilft?

Über Antwort würde ich mich freuen..

LG Juliane#blume

Beitrag von glaeta 22.05.10 - 09:39 Uhr

Gibt leider kein Allheilmittel, jedes Pferd reagiert unterschiedlich auf die Mittel.
Decke ist empfehlenswert.
Schmeiss doch mal google an, da gibts ne Menge Infos.
Und auch spezielle Foren zum Thema Sommerekzem.

Beitrag von doucefrance 22.05.10 - 09:50 Uhr

Hallo,
die Islandpferdstute meiner Tochter hat auch Sommerezkem.

Sie wird grundsätzlich mit ihrem "Schlafanzug" bestückt (also eingedeckt), der auch ein Kopfteil hat, weil man da dem Schubbern, weil es juckt, ein wenig gegensteuern kann. Sie schubbern sich zwar, aber die aufgeschubberten Stellen halten sich in Grenzen und die Stechviecher können nicht so schnell drankommen.

Die Schubberstellen schmiert meine Tochter jeden Tag ein. Erst hatten wir son teures Zeugs extra für Pferde (ich glaube, es heißt Equisan??) mittlerweile kauft sie stinknormale Penatenbodylotion für babys oder auch die eigenmarke vom Schlecker - damit kommt Pferdchen am besten zurecht.

Reiterfreunde lassen auch Cortison spritzen, wenn es ganz übel ist.
Es gibt auch ein anderes pflanzliches Mittel gegen Sommerekzem, ich schau mal ob ich es finde. Hatten wir auch mal, aber damit stinkt das Pferd 10 Meilen gegen den Wind ;-) Falls ja, schreibe ich nochmal.

Bei uns in der Gegend gibt es auch eine Tierheilpraktikerin, die haben wir aber noch nicht kontaktiert, weil es sich bisher immer in Grenzen hielt.

Vorerst liebe Grüße

Beitrag von doucefrance 22.05.10 - 09:54 Uhr

Ja, ich hab's gefunden:

hier der Link
http://www.masterhorse.de/lshop,showrub,,d,,masterhorse.stallapotheke_dr_schaette,,,,.htm?gclid=CNOq16Kh5aECFQ4EZgodOQP_Ig

"Bremsenfrei"-Spray

Das Wundpflegespray ist auch genial.
Haben wir mal vom Tierarzt bekommen, allerdings damals für unseren Zwergpapageien, der sich am Füßchen verletzt hatte.

Beitrag von -tinkerbellchen- 22.05.10 - 10:01 Uhr

Wo denn genau?

Beitrag von cherymuffin80 22.05.10 - 10:33 Uhr

Hat denn schonmal ein TA raufgeschaut?

Meine Freundin dachte auch 2 Jahre lang ihr Friese hat nen Ekzem, aber ich war immer der meinung es sei kains und dann hat sie mal nen TA geholt und der bestätigte das es KEIN Ekzem ist, der war allergisch!
Es sah schon sehr nach Ekzem aus, war es ebend nicht.

Sonst hilft eine Ekzemerdecke wirklich sehr gut, am besten auch nicht den ganzen Tag draußen lassen sondern ehr morgens und abends raustellen.

Cortison kann helfen wenn es ganz schlimm ist, kann aber auch Hufreheschübe auslösen, muss daher auch ganz genau überlegt werden welchem Pferd man Cortison spritzen lässt und welchem nicht.

Sprich am besten wirklich mal mit einem TA.

LG

Beitrag von doucefrance 22.05.10 - 14:52 Uhr

Hallo,


Zitat:
Wissenschaftler und Tierärzte sind sich einig, dass es sich bei dem Sommerekzem um eine sehr komplexe Erkrankung handelt, d.h., es kommt nicht nur eine Ursache dafür in Frage, denn ...

... sowohl endogene (innerliche) als auch exogene (äußerliche) Faktoren spielen eine entscheidende Rolle.

Endogene Faktoren sind die Gegebenheiten, die jedes einzelne Pferd mitbringt. Sie können beispielsweise eine Stoffwechsel-Störung, der Mangel an Vitaminen und Spurenelementen, Allergien, also eine Überempfindlichkeit gegen bestimmte Stoffe (Allergene), oder Noxen (Schädlichkeiten) sein.

Zu den exogenen Faktoren zählen die Stiche der Kriebelmücke - die der Auslöser für eine Allergie sein können - aber auch andere Umwelteinflüsse wie klimatische Veränderungen oder steigende Ozonwerte.


Symptome:
Die Symptome der Krankheit "Sommerekzem" sind in der Regel leicht zu erkennen. Das Pferd hat einen ständigen Juckreiz, der im Körper des Tieres entsteht (siehe hierzu bitte die Rubrik "Ursache"). Besonders bei warmen Temperaturen, in den vermehrten Flugzeiten der Kriebelmücken oder wenn der Vierbeiner schwitzt, wird das Pferd "juckig".

Das geplagte Pferd oder Pony läßt sich keine Gelegenheit entgehen, um den Juckreiz zu lindern. Es macht genau das, was wir bei einem Schnakenstich machen: es kratzt sich. Obwohl Menschen wissen, dass alles nur noch schlimmer wird, hören viele nicht auf und kratzen immer weiter. Tiere finden immer eine Möglichkeit, um sich zu schubbern - ist kein Baum, Pfahl, Boxenwand oder Selbsttränke vorhanden, wird gewälzt, mit den Hinterhufen zwischen den Ohren gekratzt oder gegen die juckende Bauchnaht getreten.

Das Pferd scheuert sich durch den starken Juckreiz an Mähne und Schweif, in mehreren Fällen auch an der Bauchnaht, auf der Kruppe und am Rücken. Ein Teufelskreis entsteht: Der Drang sich zu kratzen wird nicht verringert sondern größer. Zu Beginn brechen die Langhaare an Mähne und Schweif ab. Schnell verwandeln sie sich in kahle, häßliche Stellen, die sich rasch zu nässenden, blutenden Wunden entwickeln. Fliegen und andere Insekten bringen Bakterien, Schmutz und Keime in die offene, verletzte Haut. Eine Entzündung entsteht. Der gesamte Mähnenkamm bis hin zum Widerrist und die Schweifrübe weisen die typischen "Rillen" des Sommerekzems auf. Die Stellen sind geschwollen.

Die Krankheit tritt in der Regel zwischen April und Oktober auf, daher auch der Name "Sommerekzem", und verläuft zum Teil phasenweise. Meist ist im Mai/Juni sowie im September eine Hochzeit des Sommerekzems. Das Auftreten der Symptome ist jedoch davon abhängig, wann die ersten Kriebelmücken unterwegs sind (und das ist wetterabhängig, etwa ab einer konstansten Temperatur um 8-10 Grad). Viele Erstekzemer zeigen erstmalig im September Sommerekzem-Symptome.

Die Veranlagung zur Allergie lässt sich mit Hilfe des funktionale in vitro (FIT) -Tests der TiHO Hannover erkennen.


Schaut mal hier, da finden sich Behandlungsmöglichkeiten
http://www.das-sommerekzem.de/index.php?option=com_content&task=view&id=30&Itemid=62

Liebe Grüße
Quelle: http://www.das-sommerekzem.de/index.php?option=com_content&task=view&id=16&Itemid=43