Kündigung AG -> Schreiben von Anwalt / Arbeitsgericht

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von stefika1982 22.05.10 - 11:55 Uhr

Hallo meine Lieben!

Also....die Sache mit meiner Kündigung geht weiter und scheint nicht wirklich "gut" weiter zu gehen
( mir ist vor 3Wo die Kündigung ohne Grund zugegangen von meinem AG, obwohl dieser von der SS wusste ).

Erst einmal ist für den 1.6. eine Verhandlung angesetzt, zu der bisher nur der Anwalt erscheinen muss.

Des Weiteren bittet der Anwalt meines AG das Arbeitsverhältnis einvernehmlich aus betriebsbedingten Gründen zu kündigen.

UND NUN????
Das heisst, ich bin ab 1.6. arbeitslos und es wird einfach so hingenommen, dass mir in der Schwangerschaft gekündigt wurde?????????????????????

Bin fassungs- und sprachlos.



Beitrag von angeleye1983 22.05.10 - 11:58 Uhr

Hallo,

also so einfach geht das auch nicht. Der gegnerische RA kann zwar den Antrag stellen, dass das Arbeitsverhältnis einvernähmlich gekündigt wird, aber zustimmen musst du dem noch lange nicht und da in der SS der Kündigungsschutz gilt, wird auch der Richter nicht zustimmen, außer die Firma geht pleite, wenn sie dich weiterbeschäftigt *gg*

Sonst wird dir evtl. ein Vorschlag mit Abfindung gemacht und ein Aufhebungsvertrag vorgelegt.

Was sagt denn dein Rechtsanwalt dazu??

LG
angeleye 35. SSW (Studienschwerpunkt: Wirtschaftsjura und Arbeitsrecht)

Beitrag von stefika1982 22.05.10 - 12:00 Uhr

...ich hatte das Schreiben meines Anwalts heute in der Post, dh ich kann ihn erst am Dienstag anrufen.
Mein AG will mir eine Abfindung von 1500,00 Euro zahlen.
Und Arbeitsverh. soll zum 31.5. einvernehmlich beendet werden.
Aber somit wird doch die Kündigung, die nicht rechtens war, akzeptiert?!

Ich mein, ich will da auch nich mehr hin ( MOBBING!!! ), aber ich will auch nich arbeitslos sein!!!!!!

Beitrag von angeleye1983 22.05.10 - 12:04 Uhr

also ne Abfindung von 1500 EUR ist absolut lächerlich. Ich würde nicht akzeptieren. Die Kündigung, wird vor dem Gesetz nicht wirklich akzeptiert, da es sich dann um eine Aufhebungsvereinbarung handelt, das is wieder was anderes. Das würde nämlich bedeuten, dass du ne Sperre vom Arbeitsamt für 3 Monate bekommst etc... Da würde ich keinesfalls drauf eingehen. Da müsste er bei der Abfindung mind. 3 Monatsgehälter + eine Aufwandsentschädigung + Anwaltskosten anbieten...

Vom Elterngeld her ändert sich ja dann auch was, das wird ja dann auch weniger. Versuch wegen dem Mobbing ein BV zu bekommen, ich denke hier ist das wirklich berechtigt, da die Stimmung in der Firma mit Sicherheit nicht gut ist, wenns schon vor Gericht geht...

Eine Rechtsgrundlage hat dein Chef auf keinen Fall. Kurz gesagt, er müsste - aus betrieblichen Gründen - zuerst alle anderen kündigen, bevor er dich kündigen darf.

LG

Beitrag von stefika1982 22.05.10 - 12:08 Uhr

Danke!!!

Also mein Anwalt hatte einen Streitwert von 5700,00 Euro angesetzt!
Anscheinden wurde nicht drauf eingegangen.
Nein, einen Aufhebungsvertrag möchte ich auch nicht. Weil ich ja dann eben auch geperrt werde. Und das kann ich mir mom echt nicht leisten. :(
Es ist doch alles Käse.
:(

Habe am Mi einen Termin bei meiner Gyn. Mal sehen, was die sagt und ich hoffe auf ein BV. Und bis zum Mutterschutz möchte ich auch eig. weiter angestellt sein w/ nicht arbeitslos sein.

Und wenn ich ein BV hab, dann bekommt er ja auch mein Gehalt zurück!!!

Beitrag von angeleye1983 22.05.10 - 12:11 Uhr

Eben, mit einem BV kann er sich dein Gehalt von der Kasse zurückholen, vielleicht gibt er dann Ruhe. Auch wenns viel Stress is - gerade in der Schwangerschaft - aber gib hier nicht auf!!! Selbst 5700 EUR find ich fast noch zu wenig *gg*

Geh auf keinen Fall auf die Kündigung ein bzw. stimme dieser unter keinen Umständen zu, denn wie schon gesagt, hast du dann eine Sperre vom Arbeitsamt und am besten bestehst du gleich noch auf ein Qualifizierendes Zwischenzeugnis *gg*

Ich kenn den ganzen Stress, wäre mit meinem Chef auch fast vor dem Arbeitsgericht gelandet und glaub mir, das war wirklich kein Zuckerschlecken, denn er als promovierter Anwalt wollte sich natürlich auch nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Bin aber hart geblieben. Naja, ich werde in die Kanzlei wohl nie wieder zurückkehren, aber wenigstens war ich während meines BV´s und bin während der Elternzeit abgesichert *gg*

LG

Beitrag von stefika1982 22.05.10 - 12:15 Uhr

VIELEN DANK für deine Antworten!!!!!!

Beitrag von wiona77 22.05.10 - 12:07 Uhr

Hallo,

meiner Freundin ging es vor ein paar Jahren fast genauso, Kündigung innerhalb der Probezeit zum Beginn der Schwangerschaft. Sie hat auf Wiedereinstellung geklagt und den Prozess auch gewonnen.

Sollte es dennoch zu einer Kündigung kommen würde ich auf keinen Fall eine "Einvernehmliche Kündigung" hinnehmen. Bin mir nicht ganz sicher ob eine einvernehmliche Kündigung mit einem Aufhebungsvertrag gleichgestellt ist (immerhin bedeutet einvernehmlich das Du damit einverstanden bist), dieses wiederum würde dann bedeuten das Du eine Sperre von 3 Monaten beim Arbeitslosengeld hättest.

VG und alles Gute

Beitrag von babylove05 22.05.10 - 14:18 Uhr

Hallo

-Des Weiteren bittet der Anwalt meines AG das Arbeitsverhältnis einvernehmlich aus betriebsbedingten Gründen zu kündigen.-

was du auf keinen fall tun solltest... den du stehst im Recht...

Also wenn du jetz dann zum 1.6 arbeitslos bist solltest du dich trotzdem schonmal bei der Arge melden ...

Dann bleibt dir erstmal nix anderes übrig als abzuwarten .... aber mit der Kündigung wird er nicht durchkommen bei Gericht... leg dich zurück und geniesse die ss auch wenn es echt schwer ist..



Lg Martina

Beitrag von stefika1982 22.05.10 - 14:40 Uhr

Arbeitssuchend habe ich mich schon gleich gemeldet bei der ARGE, nachdem ich die Kündigung bekommen hatte.
In weiser Voraussicht.
Was sich des weiteren ergibt - keine Ahnung.

Ich werde weder einen Aufhebungsvertrag unterschreiben ( ich hatte ihm diese Möglichkeit gegeben damals! ), noch werd ich unterschreiben, das Arbeitsverhältnis einvernehmlich zu beenden.
Ne ne.
Nicht mit mir.

Nur es strengt echt an.

Versteh nich, wie man so sein kann.

Und dann fragt er mich doch tatsächlich letzten Sa ( hatte ihn an der Tankstelle getroffen ), ob ich dann wieder jetzt am Mittwoch arbeiten kommen würde.

Beitrag von babylove05 22.05.10 - 14:52 Uhr

Hallo

Ja ich hatte in der ss auch sehr viel stres mit meinen damalsigen AG .. zum glück hat er mir nicht gekündigt aber hab dann auch von meiner FA ein BV bekommen wegen Mobbin ....

Drück dir ganz ganz ganz fest die Daumen das du ein bissel ruhe bald bekommst ...

Meine Freundin hat das auch durch gemacht .... und hat gewonnen ... nur leider ist der Betrieb kurz später in Inzolvents , aber sie hat trotzdem noch ihr gehalt bekommen bis zum Mutterschutz und Elterngeld ... kurz nachdem sie in Elternzeit ist ist der laden Insoulvent gegangen ....


Also halt durch es lohnt sich , du wirst recht bekommen



Lg Martina