Ich bin so unzufrieden momentan. Könnt ihr mir Tipps geben?

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von beefree07 22.05.10 - 16:14 Uhr

Hallo,

ich brauche mal Tipps zur Erziehung meines Sohnes.
Er ist fünf und irgendwie komme ich jeden Tag mehr als einmal an meine
Grenzen.
Ich habe momentan das Gefühl ALLES falsch gemacht zu haben.
Auf jeden FAll würde ich sagen, ich hab ihm zu viel durchgehen lassen. Er hört auch mich, auch auf andere, ABER er probiert nix (Essen), er probiert nix aus (mal ohne Stützräder fahren), er macht nix, was ihm nicht gefällt (Schwimmkurs).
Mich regt das richtig auf! Wie kann ich das ändern? Wo setze ich an?
Am Freitag nach dem Schwimmkurs war ich so angenervt, dass ich meine innere Einstellung geändert habe, was Essen angeht. Ich habe Kartoffeln gemacht, und Schnitzel mit Sahnesoße. Er isst bei mir keine Kartoffeln. Doch am Freitag hatte er keine Wahl. Und er hat gegessen und es hat ihm lecker geschmeckt. Ich will ihn nicht zum Soldaten erziehen, der nur noch tut was man ihm sagt, aber er hat noch ein Jahr zur SChule und da kann er dann auch nicht mehr sagen, "nee mach ich nicht!"
Wenn er die Dinge wenigstens mal probieren würde?! Aber er gibt auf, bevor er angefangen hat. Und ich bin jeden Tag nur noch am motzen, weil ich merke, dass etwas schief läuft und ich etwas ändern muss.
Soll ich (wieder) mit Konsequenzen anfangen und wenn ja, was sage ich ohne mich auch zu bestrafen?
Also das mit dem Fahrrad fahren. Ich hab kein Auto wir machen viel mit dem RAd, und bislang war er bei mir hinten drauf, aber es geht nicht mehr, er ist mir zu schwer, das wird zu gefährlich, ich wackel mit dem Rad sobald ich noch Einkäufe im Korb vorne hab. Jetzt hab ich ihm schon gesagt, wenn wir ins Schwimmbad wollen im Sommer, dann muss er Rad fahren können, weil er sonst läuft und ich mit dem Fahrrad fahre. Trotzdem will er es nicht versuchen. HAb ihn heute gezwungen wenigstens 10 min mit mir zu üben. Er weiß dass ich konsequent bin, nur bei solchen Dingen gebe ich wohl nach weil ich ja auch ins Bad will und sein Genörgel nicht aushalte und ihn dann doch auf den Sitz nehmen würde. Aber diesmal muss ich es durchhalten und ihn laufen lassen. Und wenn er noch so jammert und weint.

Wie ist das bei euren Kids und welche Tipps habt ihr noch?

LG
beefree

Beitrag von lilli1983 22.05.10 - 17:10 Uhr

Hallo,

mein Sohn wird im Juni 5. Ich kenne das Gefühl, wenn man denkt alles falsch gemacht zu haben. Das sind nur Phasen. Er ist auch ein schlechter Esser, ihn kann man mit Eis und Joghurt als Nachtisch locken. Aber was er wirklich nicht will, das braucht er dann auch nicht essen, aber dann gibts eben auch keinen Nachtisch, bzw was gesundes danach. Aber ich weiß, da können die Nerven schonmal blank liegen, wenn man sich so viel Mühe gibt und immer wird das Essen weggeschoben.
Thema Fahrrad: Meiner ist Laufrad gefahren und danach Fahrrad mit Stützrädern. Er wollte nicht ohne, das fand ich auch nicht schlimm. Vor 4 Wochen hat er selbst den Wunsch geäußert, ohne zu fahren, da seine Freunde fast alle ohne Stützräder auf den Spielplatz kommen. Und üben mussten wir eigentlich gar nicht. Helm auf, Sonntags auf nen leeren Parkplatz gefahren, aufsteigen und da fuhr er los. Und ich war sooooo stolz, dass hat ihn dann ermutigt weiter zu machen. Lass ihn die Stützräder und frag ab und zu ob er mal ohne versuchen will und sag das Du das Fahrrad festhälst!
Und Schwimmen: Warum geht er denn in einen Schwimmkurs wenn er gar nicht schwimmen will? Hätte ihn da gar nicht angemeldet wenn er nicht will. Jedes Kind ist anders, vielleicht will er wenn er 6 ist.Hobbys sollten Spaß machen! Wir fahren Sonntags mal so zum planschen ins Schwimmbad, aber ich würde nie erwarten das er jetzt schon schwimmen lernt. Aber fördern würde ich es schon, wenn er richtig interesse daran hätte. Hat meiner aber nicht ;-)


Kopf hoch!

LG K.

Beitrag von beefree07 22.05.10 - 19:32 Uhr

Hi,

also er muss schwimmen lernen, weil ich Angst habe, dass er mal ertrinkt. Meine Eltern haben einen Gartenteich und bei seinem Papa ist ein ebenerdiger Pool im Garten, zwar eingezäunt aber da ist er schnell drüber!

Es ist aber gut zu hören, dass bei anderen in dem Alter auch Stress angesagt ist. ich habe mir auch überlegt ihn mit Eis zu locken, aber ich möchte nicht, dass er nur isst, weil er Eis möchte. Sonst vergisst er noch sein natürliches Hunger/SAtt Gefühl.
Er soll die Speisen wenigstens mal probieren und wenn er dann nicht mag ok.
Zudem hat er bei der Tagesmutter fast alles gegessen, bei mir fast nix. Im Kiga isst er jetzt auch fast nix, nur Nudeln mit Soße oder mal blanke Nudeln oder auch gar nix und dann aus seiner Tasche. Wobei seine Tasche auch so ein Problem ist.
Alle paar Wochen muss ich mir was neues aus den Fingern zaubern, damit er überhaupt mal isst. Denn wenn ich ihn abhole und er hat totalen Hunger, dann jammert er und heult und das ertragen meine Nerven gar nicht.
Momentan steht er auf Brezeln. BAcke morgens eine auf, dann gibts noch ein Brot mit Wurst und Jogurt oder Obst/Gemüse. Ich zähle die Tage bis das wieder out ist und ich was neues suchen muss!

Ich danke dir für deine ANtwort, vielleicht habe ich ja doch noch nicht ganz versagt ;-)

beefree

Beitrag von janamausi 23.05.10 - 10:28 Uhr

Hallo!

Würde ich meiner Tochter jeden Tag eine Brezel mitgeben, würde sie auch bald keine Brezeln mehr essen, weil sie ihr "zum Hals raushängen".

Warum soll denn dein Sohn überhaupt probieren, wenn er doch weiß, dass wenn er rumnörgelt Mama schon das macht was er will.

Bleib da Konsequenz. Achte ein bißchen drauf, dass es Sachen gibt die Dein Sohn will, aber richte dich nicht ausschließlich nach ihm und pack ihm wochenlang Brezeln ein. Wenn er hunger hat wird er essen wenn er weiß das es nichts anderes gibt. Aber momentan braucht er es ja nicht essen, weil er weiß es gibt was anderes wenn er nur lang genug rumnörgelt.

Sicherlich ist ein Pool und Teich eine Gefahrenquelle für Kinder, aber auch Kinder die Schwimmen können, können darin ertrinken. Somit ist das Schwimmen können kein hundertprozentiger Schutz. Und zwingen kannst Du dein Kind nicht, dass es schwimmen lernt. Dadurch erreichst Du eher das Gegenteil. Ich würde dir eher empfehlen, dass Schwimmen abzubrechen und in paar Monaten noch mal anzufangen. Dann hat er evtl. selber daran Interesse und es macht im Spaß.

LG janamausi

Beitrag von jazzbassist 22.05.10 - 17:46 Uhr

Also essen war bei uns eine Zeit lang - ich würde sagen - grenzwertig. Es gab ein paar Gerichte, die er mochte, Tiefkühl-Thunfischpizza, wonach er süchtig war/ist und alles andere dann eher „ihhh - schmeckt nicht“, ohne es jemals probiert zu haben. Irgendwann haben wir einfach aufgehört, Rücksicht auf seine „Essgewohnheiten“ zu nehmen; die Regel war dann ziemlich leicht: Wir entscheiden, was und wann gegessen wird, er entscheidet, ob und wie viel er essen will. Wenn er was nicht essen wollte, haben wir den Teller einfach im Kühlschrank gestellt. Wenn er dann im laufe des Tages doch noch Hunger bekommen hat, haben wir ihm Obst oder halt den Teller im Kühlschrank angeboten. Ein paar mal haben wir ihn Abends auch noch schnell Nudeln gemacht, wenn er etwas überhaupt nicht mochte und Hunger hatte.

Theater gab es eigentlich nur die ersten 2-3 Tage, dann hatte sich das so langsam eingespielt und er hat auch einfach mal Sachen probiert, die er nicht kannte oder die halt nicht so gut wie Thunfischpizza schmeckten. Was auch gut funktionieren kann, ist, ein Kind einfach mitkochen zu lassen. Lassen Sie ihn alles, was er (mit Ihrer Hilfe und Anleitung) selbst machen kann, selbst machen. Auch wenn es dann dreimal solange dauert. Nehmen Sie sich die Zeit einfach, denn, Kinder sind dann i.d.R. ganz stolz darauf, dass geschafft zu haben und dann viel eher motiviert, dass selbst gekochte dann auch mal selbst zu probieren. So gibt’s dann immer mehr, was ein Kind schon mal gegessen hat, dann essen die das manchmal auch noch ein 2. Mal.

Beim Radfahren ohne Stützräder (rückblickend würde ich Eltern hier raten, die gar nicht erst dranzumontieren) hat bei uns auch nur geholfen, die einfach abzuschrauben und ihm mit viel Ruhe und Zeit zu helfen, nun ohne Stützräder zu radeln. Das ging so gesehen ziemlich schnell, man musste halt nur die ersten Tränen trösten, die dem „Ich will meine Stützräder zurück“ galten. Von der Motorik her ist das für Kinder nämlich kein großes Problem mehr. Natürlich sollten Sie ihm hier ein „Ziel“ schmackhaft machen, wo er dann mit der Mama gemeinsam hinfahren wird, sobald er sicher ohne Stützräder fahren kann. Ich würde ihm natürlich auch erklären, warum er nicht mehr bei Ihnen hinten sitzen kann. Meiner ließ sich da ziemlich leicht über die „Du bist doch schon ein großer Junge“-Schiene locken.

Schwimmen war hingegen ziemlich einfach. Wir haben unserem Spatz einfach gesagt, dass er erst alleine (zumindest ohne Rundumaufsicht) im Garten darf, wenn er das Seepferdchen hat, da wir im Garten ebenerdig einen Pool haben und ein Kind, dem die Tatsache, dass es nicht schwimmen konnte, nicht gestört hatte, diesen Pool sehr sehr interessant zu finden. Den Schwimmkurs selbst fand er aber auch total doof. War damals in einer Schwimmhalle mit lauter kleinen, kreischenden Kindern und - das war ihm schlechtweg zu laut/hektisch. Aber, da haben wir ihm erklärt, dass er da durch muss, wenn er jemals alleine im Garten spielen will. Das ihm schwimmen selbst Spass gemacht hat, kam bei unserem aber erst später. Auch hier würde ich also versuchen, ihm irgendein „Ziel“ als „Bestechung“ anzubieten, wenn er diesen Schwimmkurs bewältigt. Vielleicht reicht ja eine Taucherbrille und Schnorchel oder eine Wasserpistole für den Sommer. Vielleicht sich auch einfach mal mit den Mamis seiner Freunde absprechen. Oftmals sind Kinder mutiger und es macht auch gleich viel mehr Spass, wenn da nicht nur fremde Kinder sind, sondern auch sein bester Freund o.ä. Wenn er sich aber Partu nicht will, vielleicht auch einfach mal ein Gang zurückschalten und ihm etwas Zeit geben; man muss mit 5 nicht schon unbedingt schwimmen lernen.

Beitrag von beefree07 22.05.10 - 19:26 Uhr

Danke für die Antwort.

Er soll eben schwimmen lernen, weil beim Papa im Garten auch ein ebenerdiger Pool ist und er hier langsam anfängt alleine rauszugehn. Und das wird er beim Papa dann auch irgendwann mal machen. Zudem ist bei meinen Eltern im Garten ein Teich, in dem er nicht stehen kann, sollte er reinfallen.
Von daher MUSS er auch da durch. Die letzten Male durfte er TV gucken nach dem schwimmen, wenn er sich gut angestellt hat. Ich weiss auch, dass er sich sehr einen SChnorchel wünscht und werde morgen mit ihm nochmal darüber reden.

Beim Radfahren habe ich heute auch gemerkt, dass er es kann. Teilweise könnte ich ihn loslassen, er sagt ich darf nicht. Werde ich auch nicht tun, aber im Grunde berühre ich ihn nur und halte ihn ja gar nicht fest! Er kann es also, er hat einfach noch bissi Angst umzukippen.

Und beim Essen werde ich jetzt auch einfach mal konsequent bleiben. Er kocht auch oft und gerne mit, nur mit der Zeit das ist so eine Sache :-) bin alleine und arbeite noch und da ist Zeit etwas, das ich gerne im Supermarkt kaufen würde ;-)

beefree

Beitrag von jazzbassist 23.05.10 - 11:54 Uhr

Unfälle mit Pools/Gartenteichen passieren glücklicherweise ziemlich selten. Trotzdem konnten wir auch ein bisschen besser schlafen, als wir wussten, dass er vom Beckenrand reinspringen, selbstständig wieder hoch und zur Leiter schwimmen konnte. Wiefern das bei einem Unfall oder in einer Paniksituation funktioniert hätte, weiß man natürlich nicht.

Als er älter war und der Pool dann im Sommer interessanter wurde - vor allem, wenn er mit seinem besten Freund im Garten war - hatten wir die beiden Kids dann mal bei einem DLRG Kurs angemeldet. Da haben die so Sachen wie Schwimmen mit Kleidung, Rettungsschwimmen und Erstehilfemaßnahmen gelernt. Sind mit verbundenen Augen eine Rettungsleine entlanggeschwommen und allerlei andere solche Spiele oder Übungen. Das war dann was, was nicht nur uns ein ruhigeres Gewissen bereitet hat, sondern dann auch mal den Kids unheimlich viel Spass bereitet hat. Die beiden sind dann auch etwas verantwortungsvoller mit dem Thema umgegangen und hatten die Sicherheitsregeln, die wir aufgestellt hatten, dann auch ohne nörgeln akzeptiert.

Das mit dem Radfahren - genießen Sie das einfach noch. Meine Nichte hat vor einigen Monaten den Autoführerschein mitgemacht; da war es dann genau andersrum. Die Mama wollte nicht loslassen :-p Wenn sich Ihr Spatz aber sicher fühlt auf zwei Rädern, würde ich ihm einfach sagen, dass sie ihm bei nächsten Mal loslassen und er dann alleine radeln muss. Man kann das „Die Stützräder sind Weg“ sicherlich auch mal mit Mami und Papi feiern. Backen Sie einen kleinen Kuchen mit einem Fahrrad ohne Stützräder als Glasur drauf oder irgendwas was anderes als „Ritual“. Oder kaufen Sie ihn ein kleines Glücksbringer-Stofftier, dass er in seiner Hosentasche dranklippen dran. Irgendwas, was ihm diese „letzte Angst, umzukippen“ nimmt. Der physikalische Ablauf, warum das Rad, wenn es rollt, nicht umkippt, ist für ihrem Kleinen nämlich ein Rätsel, dass er noch ein paar Jahre nicht wird lösen können.

Das mit der Zeit ist natürlich so eine Sache. Um so mehr man davon, desto einfacher wird Erziehung und generell der Umgang mit Kindern. Meine Frau war die letzten Sommerferien über im Ausland, so dass ich mal ein paar Wochen mit meinem Spatz alleine verbringen konnte. Trotz der Tatsache, dass er da schon Schwimmen, Radfahren und Essen konnte, ich eine Haushaltshilfe eingestellt hatte und es eigentlich nur Mikrowellen-Fertiggerichte oder Thunfischpizza zum essen gar (ich war der coolste Dad der Welt :-p), war Zeit aber auch Mangelware. Ich hab stellenweise um 2 Uhr morgens noch mal die Espressomaschine angeschaltet, weil sich die Arbeit auf meinem Schreibtisch einfach gestapelt hatte und noch abgearbeitet werden musste. Ich ziehe also gerne meinen Hut vor Mamis/Papis, die das als Dauerzustand meistern.

Beitrag von janamausi 23.05.10 - 10:17 Uhr

Hallo!

Bau den Sitz doch einfach von deinem Rad runter und lass ihn selber fahren. Wo ist das Problem? Er kann ja am Anfang noch mit Stützräder fahren oder mit dem Laufrad etc.

So lange der Sitz auf deinem Rad ist, weiß er ja, dass er nicht selber fahren muß (Du nimmst ihn ja dann doch immer hinten drauf).

Auch würde ich ihn nicht zum schwimmen zwingen. Wenn er keine Lust auf das Hobby hat, dann such ein anderes. Besprecht gemeinsam was er machen will, schaut euch paar Sachen an und lass ihn entscheiden.

LG janamausi

Beitrag von bi_di 24.05.10 - 08:09 Uhr

a) Mach' Dir jetzt noch keine Sorgen wegen der Schule - erstens ist das was komplett anderes als das häusliche Umfeld, zweitens machen die Kurzen zwischen 5 und 6 noch einen Schub, was das Durchhalten nicht-spassiger-Dinge angeht.

b) Führe keine Machtkämpfe, die Du nicht gewinnen kannst. Ihm beim Essen keine Extrawürste vorzusetzen, kannst Du gewinnen, weil es sein Hunger ist. Allerdings kann es sein, das er dann z.B. nur Kartoffeln isst und den leckeren Rest mit 'eklig' kommentiert. Finde ich aber ok, macht mein Jüngster (5) auch. Damit kann ich gut leben - nur extra kochen für den ollen Essensverweigerer mache ich nicht (im KiGa isst er übrigens auch fast alles).
Fahrradfahren ohne Stützräder kannst Du nicht gewinnen - ihn nicht mehr auf dem Kindersitz mitzunehmen schon. Aber wo ist das Problem, ihn mit Stützrädern fahren zu lassen? Doch nur darin, das andere Kinder es auch mit 5 können. Aber andere Kinder sind nicht Deins.
'Schwimmkurs machen' kannst Du nicht gewinnen - ok, Du kannst ihn zwangsweise hinverfrachten. Aber wenn er sich weigert zu schwimmen, ist das rausgeworfenes Geld. Will mein 6jähriger übrigens auch nicht. Aber ich bin sehr optimistisch, das er, in ein paar Monaten, wenn alle seine Freunde (und sein kleiner Bruder) ohne Schwimmflügel ins Wasser dürfen, seine Meinung ändert.

c) Mein 6jähriger ist wie Deiner - wenn er was nicht kann, probiert er es nicht. Wenn er es denn endlich probiert, kann er es aber sehr schnell sehr gut - nur über den Zeitpunkt entscheidet er selber, mache ich Druck, macht er dicht. Was die Schule angeht, bin ich da aber (mittlerweile) sehr entspannt - im Vorschulunterricht sind alle voll des Lobes. Wie ich schon schrieb: Das ist was anderes als zuhause.

Grüsse
BiDi

Beitrag von 2suessejungs 24.05.10 - 12:28 Uhr

Also, mein großer ist 4 1/2 ... essen .. oh ja ... das kenn ich.
Oft ist es so das er nicht richtig Frühstückt und sich teilweise nur von Joghurts ernährt.
Wenn kein Jogurth mehr da ist, hat er pech gehabt :o)
Irgendwann hat er hunger und isst.
Hauptsache er trinkt viel, grade auch bei dem Wetter.

Es gibt zwischendurch auch so richtige Fress-Attacken.. dann hört er nicht mehr auf, isst 1 1/2 Brote und noch nen Joghurt oder irgendwas anderes als "Nachtisch"

Fahrrad fahren .. naja .. er traut sich aufs Fahrrad drauf .. ich halte ihn hintem am Sattel fest..
Er fähr lieber mit dem Roller oder manchmal auch noch mit dem Laufrad.
Aber egal ..
ich habe auch erst mit 5 oder 6 Fahrrad fahren gelernt.

Ich finde einfach, das viele Kinder viel zu sehr unter Druck gesetzt werden, nur weil andere Kinder in dem Alter das alles schon können.
Man sollte den Kindern einfach mal die Zeit geben, die sie brauchen.
Mit Fahrrad fahren, schwimmen ...
irgendwann machen die das schon von ganz allein.

So, das war mal meine Meinung dazu #bla


#sonne ... Wünsche euch allen noch einen sonnigen Tag ... #sonne

Beitrag von wort75 25.05.10 - 13:12 Uhr

mein sohn bekam ein laufrad mit zwei. tolles teil. alle hatten so eins.
er fuhr nie. hats nicht mal ausprobieren wollen. nur die klingel betätigte er gelegentlich.

dan nhab ich das ding weggestellt und irgendwann wieder gebracht - und er sass rauf und probierte bis ers konnte.

er bekam mit 3.3/4 ein fahrrad. interessierte ihn nicht. wollte nicht rauf. wollte es - um ehrlich zu sein - auch nicht so doll dringend haben... dann plötzlich wochen später: er wolle schon fahren, aber ohne die stützräder, die habe sein freund nicht und ausserdem wäre das rad zu gross er käme nicht rauf. also ein kleines hingestellt.... er sass drauf und übte bis ers konnte.

ich meine damit: manchmal stimmt der zeitpunkt einfach nicht. mein sohn hat phasen, da wächst er zB fast zusehendlich schnell - und in der zeit lernt er motorisch gar ncihts und lehnt alles neue ab. dito wenn er gerade einen sprach- oder empathie-schub hat.

es gibt halt phasen... die sind wichtig aber zum wegrennen.