Habt ihr auch einen Michel aus Lönneberga zu Hause?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von pinkgirly79 22.05.10 - 22:22 Uhr

Also falls dieser Junge für Astrid Lindgren eine Inspiration in wahrer Form durch den Nachbarsjungen oder so war, ist seine Seele definitiv in unseren Mittleren gelangt.

Hallo erstmal!

Ich verzweifle langsam an unserer Mitte des Sandwiches. Heute z. B. war er mit seinem großen Bruder im Garten. Haben ihnen eine Babywanne rausgestellt mit ein wenig Wasser drin, damit sie "Böotchen" fahren lassen konnten und was macht er? Klettert samt Montur in die Wanne (der Große war wenigstens so schlau und hat sich bis auf Unterhose ausgezogen). Dann hat er heute ein Actimel zu trinken bekommen. Hat super geklappt - aus der kleinen Flasche. Dann ging plötzlich ein kleiner Tropfen daneben und schon gibt er - bewußt - alles auf seine Hose #schock. Oder beim Essen - zunächst ißt er super mit Gabel/Löffel - dann manscht er im Essen oder verteilt es um sich herum. Dann hat er einen heiden Spaß daran, Sachen zu schmeißen oder seinen großen Bruder zu hauen, beißen, schlagen - tlw. Grundlos. Er liebt es Sachen im Klo zu versenken oder mit der Klobürste Erforschungen zu betreiben und Mülleimer sind wissenschaftlich auch nicht zu verachten. Und, nützt Schimpfen? Nein, dann lacht er, macht weiter oder schlimmeres oder er schmeißt sich auf den Boden kreischt wie eine Säge und haut mit den Kopf auf den Boden. Was auch schlimm ist, er grinst einen an und beißt dann ...
Ja, er ist der Mittlere und nein, er wird nicht benachteiligt. Das wurde er nie, da er herzkrank ist (aber kerngesund - laut Herzzentrum und das merkt man auch). Wir versuchen - so gut wie möglich - allen dreien gerecht zu werden. Gucken auch, dass wir nur mal was mit ihm machen - dann ist er lieb. Oder wenn der Große im KiGa ist und nur der Kleine da - ist er lieb. Aber sobald der Große da ist oder am WE, wenn alle - also auch der Papa - quasi nonstop da sind - totales Chaos.
Was können wir da machen? Manchmal hilft nur noch lautes Sprechen (tlw. Schreien) und am Arm packen und ihm dann vernünftig auf Augenhöhe zu erklären, was nicht okay ist, er guckt dann schuldig - aber tagsdrauf ist er wieder ein Michel.
Noch was: er liebt seinen Babybruder abgöttisch und er war vorher nie so der Babytyp - verfällt also nicht in dieses Muster: Baby da - ich auch Baby.
Habt ihr einen Tipp?
Ändert er sich im KiGa? Er kommt im August rein. Sein großer Bruder ist ruhiger geworden - aber auch frecher #zitter

LG
Nadine mit Pierre (4), André (2) und Vincent (4 Monate)

Beitrag von mioo 23.05.10 - 08:28 Uhr

Hört sich alles ganz normal an:-D
Unser Kleiner hat die Pumpe am Teich seiner Grosseltern blockiert und so den Garten unter Wasser gesetzt..

Isst den Kaninchen das trockene Brot weg ...

Setzt sich mit 3 Jahren immer noch in voller Montur ins Wasser ( Mit Gummistiefel die natürlich vollaufen...)

Benutzt die Toilettenbürste um das ganze Bad sauber zu machen oder sich zu bürsten...

Dafür wird es nicht langweilig...:-p

Beitrag von emeliza 23.05.10 - 11:10 Uhr

Ich habe auch einen Michel! Bei uns heißt er zwar Felix aber er sieht ihm sogar etwas ähnlich. Er macht, genau wie Michel, viel Quatsch und -genau wie Michel- will er die Dinge eigentlich nur erforschen.

Er hat uns z.B. schon einen großen Wandspiegel von der Wand gerissen, weil er wissen wollte, was dahinter steckt. Zum Glück ist nichts passiert (außer dem Spiegel natürlich), wir hatten den Spiegel die ersten 3 Jahre extra abgehangen, dann aber gedacht, jetzt ist er groß genug, dass wir ihn wieder aufhängen können - falsch gedacht.

Letzens hat er jede Menge Klopapier ins Klo gestopft und als es bei Abziehen verstopfte, hielt er es für ne gute Idee mit der Klobürste nachzuhelfen. - Das Bad stand unter Wasser (er hatte nochmal abgezogen, obwohl die Kloschüssel noch voll Wasser war) und wie die Klobürste aussah, kannst Du dir sicher vorstellen.

Das waren jetzt nur einige Beispiele - ich hätte noch hunderte. Jeden Tag ist was neues los - in der Notfallstation des Krankenhauses kennen sie uns auch schon recht gut.

Ich habe schon mal darüber nachgedacht, einen Schuppen (wie bei Michel) in den Garten zu bauen - aber dort hilft das ja auch nicht ;-)

Im Ernst, da hilft nur durchhalten und immer wieder beobachten und versuchen es von der humorvollen Seite zu sehen.

LG Sandra

Beitrag von cherry19.. 23.05.10 - 21:19 Uhr

ich hab auch so nen michel daheim. jedoch nur vom aussehen :-) ansonsten is er NOCH total brav :-)

Beitrag von maggelan 23.05.10 - 22:38 Uhr

Oh ja, ich sage auch öfters mal Michel aus Lönneberga zu ihm *g*

Es ist echt tierisch anstrengend, denn es vergeht kein Tag, an dem er nicht irgend einen Blödsinn macht.
Dann ist er auch noch stellenweise total stolz auf das was er gepraxt hat und freut sich, so das man ihm nicht böse sein kann. Im Grunde genommen wie bei Michel, denn er hat ja nix böses im Sinn, aber das was rauskommt ist nicht immer positiv.

Eigentlich müsste ich auch mal anfangen und das ganze mal aufschreiben, denn so etwas ist immer mal wieder ein Brüller wert in späteren Jahren.

Wenn man sich hier dann mal mit anderen darüber humorvoll austauschen kann ist ja noch witzig, aber so genrell ist es eher so, das anderen nur die Augenbrauen hochziehen, tadelnd schauen oder dann auch noch ein paar Sätze loslasen wie:
"Sowas würde meiner nie machen." "Wie kommt der denn auf solche Ideen."
"Zum Glück habe ich nicht so ein antrengendes Kind"

Ist ja alles schon besser geworden und man trifft ja auch irgendwann auf andere Mütter, deren Kinder auch "annormal" sind und die trotzdem nicht alles schönreden wollen.

Beitrag von leonie110 23.05.10 - 23:21 Uhr

Schööön, dass es anderen auch so geht!
Unser Michel, der eigentlich Jonah heisst, entdeckt auch gerade die Welt.
Schimpfen hilft eh nicht. Erklären nur manchmal. Den Rest muss man irgendwie schlucken und das beste daraus machen.
Wobei ich erstaunt bin, WIEVIEL Erklärung tatächlich schon hängen bleibt!
Also nicht verzweifeln, immer wieder nett erklären, warum dieses oder jenes nicht als Spielgerät dient. Und bestenfalls eine Alternative anbieten...funzt nicht immer, ich weiss ;-)
Aber mehr als dran arbeiten und rumprobieren ist nicht.
Und experimentieren fördert ja bekanntlich schlaue Köpfe!
Schade halt, wenn Mama danach das Badezimmer wischen oder die Blumenbeete neu ordnen muss...#aerger