Tochter vom Hund gebissen

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Beitrag von happy1520 23.05.10 - 11:00 Uhr

Hallo, meine 8jährige Tochter wurde gestern abend auf dem Nachhauseweg von einem Hund in die linke Wade gebissen.
Der Hund lief da frei rum, meine Tochter hat ihn nicht geärgert, nicht streicheln wollen oder sonstwie auf sich aufmerksam gemacht.
Der Besitzer hat auf der anderen Strassenseite in seinem Garten Rasen gemäht und das Gartentürchen aufgelassen, so dass der Hund entwischen konnte.
In meinen Augen hat da der Hundebsitzer fahrlässig gehandelt und ich will gar nicht dran denken was da alles hätte passieren können. Ist ja so schon genug passiert. Meine Tochter muss das ganze Pfingstwochenende liegend auf dem Sofa verbringen, weil sie ca 4-5 Bisswunden am Bein hat, 2 davon ziemlich tief. Sie ist total verängstigt und hat Schmerzen. Ausserdem fiel unser geplanter Ausflug ins Wasser, bei dem wir schon was angezahlt hatten. Das gibt uns auch keiner zurück. Was würdet ihr tun? Anzeigen?
Wir waren gestern abend gleich noch in der Notaufnahme, da wurde die Wunde gesäubert und verbunden. Geimpft ist der Hund wohl, da es der Hund vom ortsansässigen Tierarzt ist, bzw. von seinem Sohn.
So wie ich zwischenzeitlich gehört habe, läuft der Hund wohl öfters mal frei im Ort rum.
Muss das der Besitzer jetzt seiner Versicherung melden oder wir unserer? Was ist mit Spätfolgen? Wie sichern wir uns ab? Ich hab kein Plan...Hilfe bitte!

Danke fürs lesen
Gruss Olivia

Beitrag von hexenwesen25 23.05.10 - 11:08 Uhr

Hallo Olivia,

ohje deine arme Tochter. Ihr habt auf jeden Fall das recht den Besitzer anzuzeigen, ob ihr es macht müsst ihr selber entscheiden.
Die Versicherrung (so fern denn eine besteht) des Hundes muss für die Behandlung aufkommen und normalerweise ist auch noch ein Schmerzensgeld für deine Tochter drin. Wenn euer Ausflug aufgrund der Verletzung deines Kindes geplatz ist und euch dadurch ein finazieller Schaden entstanden ist hat auch das die Versicherrung zu begleichen. Ich würde mir einen Anwalt suchen.
Lg nicole

Beitrag von happy1520 23.05.10 - 11:25 Uhr

Hi Nicole, danke für deine schnelle Antwort. Momentan steht unser Telefon unter Dauerstress. Ständig Anrufe wie es unserer Lena geht. Sie fühlt sich schon wie ein kleiner Star. Ich freu mich über die doch recht große Anteilnahme. Mein Mann wird mal unseren Anwalt anrufen, zu was haben wir denn den Rechtsschutz. Der wird sich dann schon auskennen. Ist es nicht so das der Hund eingeschläfert werden muss wenn er einen Menschen anfällt? Das würde mir auch leid tun, denn meiner Meinung hat hier der Besitzer mehr Schuld als der Hund. Aber wer weiss was sonst beim nächsten Mal passiert.
Im übrigen ist der Hund wohl ein Jagdhund und Lena lag auch kurzzeitig am Boden. Zum Glück kamen da drei Jungs vom Skateboardplatz und haben Lena schreien hören. Die sind gleich hingefetzt und einer hat dem Hund mit dem Skateboard eine drübergehauen, so dass er von ihr abließ.
Als er sich dann aufgerappelt hat, hätte er fast nochmal den 12 jährigen Sohn einer Nachbarin gebissen. Dann kam erst der Besitzer und die Jungs schrien er soll seinen Hund jetzt halten, während sie Lena zu uns heimtragen wollten. Jeder der hier anruft weiss es bisschen anders zu berichten, aber richtig gesehen hat`s wohl keiner.

Gruss Olivia

Beitrag von juniglueck 23.05.10 - 11:44 Uhr

Hallo,


erstmal hoffe ich geht es deiner Tochter bald besser.


Aber zu Deinen Berichten.....Bin ehrlich gesagt etwas geschockt.

Du fragst ob du Anzeige erstatten sollst. Also, das wäre bei mir und ich bin absoluter Tierfreund keine Frage, sonder klar wie Kloßbrühe.

Dann zu dem hier "Ist es nicht so das der Hund eingeschläfert werden muss wenn er einen Menschen anfällt? Das würde mir auch leid tun, denn meiner Meinung hat hier der Besitzer mehr Schuld als der Hund. Aber wer weiss was sonst beim nächsten Mal passiert."

Wir wollen mal nicht übertreiben. Nur weil es momentan in den Medien breitgetreten wird. Ich erinnere nur an die Schweinegrippe!! Da sollte sich am Besten auch jeder im Keller sperren.


Dann dazu. "Jeder der hier anruft weiss es bisschen anders zu berichten, aber richtig gesehen hat`s wohl keiner."

Von daher, eine Gegenfrage. Hat der Hund wirklich, "einfach so" angegriffen? So aus dem Nichts?

Und das auch "Im übrigen ist der Hund wohl ein Jagdhund und Lena lag auch kurzzeitig am Boden".

Hat mit Jagdhund überhaupt nicht das Geringste am Hut, ob ein Hund agressiv, o.Ä. ist. Das ist völliger Quatsch.

Und was ich für mich nun nicht ganz verstehe ist diese Aussage. Vielleicht kannst du mir das kurz erklären. "Meine Tochter muss das ganze Pfingstwochenende liegend auf dem Sofa verbringen, weil sie ca 4-5 Bisswunden am Bein hat, 2 davon ziemlich tief. Sie ist total verängstigt und hat Schmerzen."

Hat deine Tochter 4? Oder 5 Bisswunden?? Ganz ehrlich, sowas weis man aber doch als Mutter, oder?

Ich finde einfach nun dieses ganze Drumherum, wie böse doch manche Tiere sind...und ständig die Erwähnung, es sei ja schon genug passiert in der letzten Zeit, einfach nur grausam.

Es ist nicht nur seit kurzem SO, sondern es gibt regelmäßig solche Vorfälle. Doch die Presse brauch einfach neuen "Stoff" um die Menschen verrückt zu machen und gegenseitig zu puschen.

Wie geschrieben, deiner Tochter wünsche ich alles Gute und baldige Genesung.

Gruß,
JG

Beitrag von happy1520 23.05.10 - 12:18 Uhr

Ja, der Hund hat einfach so angegriffen. Sie war schon auf ihrem Fahrrad und wollte heimfahren. Da tauchte der Hund neben ihr auf und biss sie ins Bein. Die Anzahl der Bisswunden konnte ich deshalb nicht so genau erkennen, weil erstens alles voller Blut war und ich da nicht rumwischen wollte, zweitens ja nicht alles exakte Bissspuren sind die man zählen kann und drittens das doch völlig wurscht ist. Ich hab das nicht so genau dokumentiert. Bin ich deswegen eine schlechte Mutter? Gehts noch?
Ich hab auch nirgendwo erwähnt das in letzter Zeit schon soviel passiert sei. Wenn du dich auf diese Aussage beziehst:

...und ich will gar nicht dran denken was da alles hätte passieren können. Ist ja so schon genug passiert.

Damit meinte ich die Verletzung meiner Tochter. Hätte auch schlimmer ausgehen können meinte ich. Sie hat "Glück" gehabt. Ich beziehe das auf keine anderen Fälle.

Beitrag von juniglueck 23.05.10 - 12:26 Uhr

Du musst dich nicht angergriffen fühlen.

Ich habe gefragt, was mir nicht ganz klar war und gibst Antwort. Ist doch gut.

Das du eine schlechte Mutter bist, habe ich in keinster Weise geschrieben, das würde ich auch nicht.

Nur, wenn ich ständig lese, der Hund soll eingeschläfert werde...und dies und jenes....da bekomm ich ein Horn. Wozu sind denn Halter der Tiere da? Sie sind in meinen Augen die absolut Verantwortlichen und müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Und das würde ich an Eurer Stelle auch direkt machen.

Anzeigen!!! Definitiv! Egal, was der Halter erzählt. Wir haben Ähnliches hier erlebt, ist aber schon ein Weilchen her. Der Nachbar meinte gut reden zu müssen und alles wäre ok. Meine Mutter war damals so "dumm", in meinen Augen....oder Gutherzig, wie man meint. Jedoch hat Sie Ihn erst nach dem 4. Angriff angezeigt. Und siehe da, der Hund lebt noch immer, der Garten ist gesichert und der Hund konnte nicht wieder ausbüchsen.

Ich würde da nicht lange fackeln. Der Halter ist in meinen Augen der, der den Großen Fehler gemacht hat.

Alles Gute,
Junig.

Beitrag von happy1520 23.05.10 - 12:32 Uhr

Der Vorschlag den Hund "wegzubringen" kam übrigens vor paar Minuten vom Besitzer persönlich. Er fragt uns? Mein Mann hat ihn angerufen.
Der macht sich`s ja einfach. Hund weg, neuer Hund her. Genauso wird der Besitzer hier eingeschätzt. Ne Freundin von mir sagte, dass sie ihn so einschätzt das er den Hund sogar selber erschiesst. Ich bin gebürtig nicht von hier und kenne die Leute nicht so. Aber das scheint ein ziemliches Ar...lo.. zu sein.

Beitrag von juniglueck 23.05.10 - 12:36 Uhr

Dann würde ich es direkt noch dem Ordnungsamt mit melden und bei der Polizei ebenfalls so angeben. Das kann nicht sein und sollte auch so nicht sein.

Bin mal gespannt, wie es bei Euch weitergeht. Wirklich. Und vor Allem, was der Anwalt zu dem Ganzen sagt.

Kannst mich ja mal auf dem Laufenden halten. Wäre ganz nett.

So, nun wird meine Kleine gleich wach und der Garten ruft.

Alles, alles Gute nochmal und halt die Ohren steif.

JG

Beitrag von happy1520 23.05.10 - 12:50 Uhr

Oki, danke dir. Ich meld mich nochmal. Viel Spass im Garten, Wetter passt ja.

LG Olivia

Beitrag von hexenwesen25 23.05.10 - 11:51 Uhr

Die entscheidung ob der Besitzer angezeigt wird möchte ich auch nicht tragen müssen. Meine Schwester war 5 Jahre alt als sie zwischen zwei spielende Hunde geraten ist. Sie ist direkt ins Maul des Bernadieners mit dem Gesicht gefallen. Sie hat seitdem eine große Narbe auf der Nase die man auch immer sieht und musste mehrer OPs über sich ergehen lassen. Meine Eltern haben den Besitzer damals nicht Angezeigt dennoch stand abends die Polizei bei uns vor der Tür. Mein Vater entschied das der Hund weiter leben durfte weil niemand schuld an diesen Unfall hatte. Zum Glück war der Hund versichert. Hätte der Hund wirklich zugebissen würde meiner Schwester wohl das halbe Gesicht fehlen. Aber bei euch ist der Fall ja noch etwas anders, vielleicht sucht ihr das Gespräch mit dem Besitzer wie er es sieht das es zu diesem Biss gekommen ist.
Lg Nicole

Beitrag von happy1520 23.05.10 - 12:25 Uhr

Mein Mann hat vorhin den Besitzer nochmal angerufen. Man beachte: mein Mann hat angerufen, nicht etwa der Besitzer hat uns angerufen. Auf die Frage weshalb er sich nicht meldet, sagte er... er stehe unter Schock#kratz. Na klasse! Mein Mann hat ihn informiert das wir unseren Anwalt einschalten werden. Der ist leider erst Dienstag wieder da.

Gruss Olivia

Beitrag von paankape 23.05.10 - 13:48 Uhr

ANZEIGEN!!!!

Beitrag von vwpassat 23.05.10 - 11:33 Uhr

Ich würde hier das komplette Programm auffahren: Anzeige, Schmerzensgeld, Schadenersatz etc...

Beitrag von ayshe 23.05.10 - 12:09 Uhr

das würde ich auch tun.

Beitrag von similia.similibus 23.05.10 - 13:31 Uhr

Ich auch und zwar UNBEDINGT!!!!

Beitrag von manavgat 23.05.10 - 11:47 Uhr

Was fragst Du noch?

Anzeige bei der Polizei und auf Schmerzensgeld verklagen! Ab zu einer Anwältin.

Gruß

Manavgat

Beitrag von similia.similibus 23.05.10 - 13:31 Uhr

#pro

Beitrag von lunnia 23.05.10 - 13:27 Uhr

Als erstes wende dich an den Besitzer und frage, ob der Hund eine Haftpflicht hat. Die übernimmt in solchen Fällen die Kosten für Arztbesuche (Fahrtkosten, Medikamente, ...), die Kosten für kaputte Kleidung sowie Schmerzensgeld und auch die Kosten für den Ausflug.
Ist der Hund nicht versichert, muss der Besitzer in der Regel die Kosten alleine tragen, da die "normale" Haftpflicht für Schäden, die von Tieren verursacht wurden nicht aufkommt.
Und dan musst du selbst wissen, ob du den Besitzer bei Polizei bzw. Ordnungsamt anzeigst. Das hat in der Regel zur Folge, dass der Hund sich einem Wesenstest unterziehen muss und der Besitzer Auflagen sowie Bußgelder bekommt.
Ich bin selbst von einem Hund gebissen worden und habe damals keine Anzeige erstattet. Heute würde ich es immer machen, damit der Vorfall gespeichert ist und bei einem weiteren Vorfall nicht so getan wird, als wäre es das erste Mal...
Jeder Hundebesitzer hat eine Verantwortung der Öffentlichkeit gegenüber und wer sich dessen nicht bewusst ist, dem muss es halt bewusst gemacht werden...
(Achja, ich habe selbst einen Hund, der darf nicht frei rumlaufen, auch wenn er noch nie irgendwem was getan hat, ist es immernoch ein Tier und auch Hunde, die beißen haben das irgendwann "das erste Mal" gemacht)

Beitrag von happy1520 23.05.10 - 13:32 Uhr

Ich danke dir!#winke

Beitrag von kleinehexeanett 23.05.10 - 13:55 Uhr

wie hat denn der besitzer reagiert???

Beitrag von dominiksmami 23.05.10 - 14:56 Uhr

Huhu,

sofort anzeigen, das ist in meinen Augen der einzige Weg.

lg

Andrea

Beitrag von asimbonanga 23.05.10 - 20:22 Uhr

Hallo,
vergesst bitte nicht, euch nach der Anzeige u.s.w. um die Ängste eurer Tochter zu kümmern.Ich würde mir fachliche Beratung holen.
Ich selbst wurde im Alter von 7 Jahren von einem Hofhund ins Gesicht gebissen-es folgten aufwendige Behandlungen ---- leider nur der Biss Verletzung.Ich habe bis heute darunter zu leiden , das ich vor 95% aller Hunde Angst habe-was diese natürlich bemerken.Ich hatte sehr viele panische, angstbesetzte Reaktionen, Jahre später.
Dabei bin ich tierlieb und mag Hunde .
Leider wollten meine Eltern keinen Hund anschaffen-das hätte mir bestimmt geholfen.

Ich hoffe für eure Tochter , das dieses Erlebnis nicht zu einer generellen Angst vor Hunden führt.

L.G.

Beitrag von alpenbaby711 23.05.10 - 20:22 Uhr

Du fragst noch ob du den Besitzer anzeigen sollst, hallllooooo gehts noch. Wenn ein Fremder Hund grundlos meine Tochter beißen würde würde dem erstmal eine reintreten um mich zu wehren. Außerdem würde ich dem Besitzer mal drauf hinweisen was los ist. Denn vielleicht wars keine Absicht und ich weiß nicht wie der Hund sonst im Wesen ist aber gefallen lassen würde ich mir das nicht.
Ela

Beitrag von gingerbun 24.05.10 - 22:20 Uhr

Hallo Olivia,
da fragst Du noch? Ich hoffe Du hast den Hundebesitzer längst angezeigt. Da müsste ich gar nicht überlegen.
Ich wünsche Deiner Tochter gute Besserung!!!
Gruß!
Britta (die auch mal gebissen wurde und seitdem ein noch gespalteneres Verhältnis zu Hunden hat..)