abstillen-wie nur wenn das Kind nicht will?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von bibabutzefrau 23.05.10 - 11:19 Uhr

Hallo:-)!

ich brauche heute mal Rat zum Thema abstillen.
Mein Sohnemann stillt liebend gern-ich auch, aber im Moment ist es mir so zu viel.Er hatte Scharlach und stillte Tag und Nacht alle Stunde.
Jetzt zahnt er und wir haben einen wunderbaren 2 Stunden Rhythmus#augen
Eigentlich müsste ich schon seit mehreren Wochen Medikamente nehmen was ich aber nicht nicht kann das der junge Mann sich weigert vom Busen wegzukommen.
Er isst wunderbar,das Problem ist das trinken.Das macht er nämlich nicht.Und das schreien...

wenn der loslegt wackeln die Wände.Tagsüber aushaltbar,nachts ein Unding.Alleine der Nachbarn wegen.
Es gibt niemand der mir den Zwerg mal abnimmt dass er die Mutterbrust nicht mehr riecht.

Ich finde keinen Weg abzustillen ohne dass es ein Megakampf wird.
Mir gehts ohne Medis täglich schlechter,die Nächte sind auch doof weil ich quasi nur am stillen bin und tagsüber bin ich ausgelaugt.

Möchte jemand meinen Sohn 3 Tage haben damit er von meiner Brust loskommt?;-) Oder hat jemand sonstige Ideen wie das klappen könnte?


LG Tina,etwas verzweifelt

Beitrag von rmwib 23.05.10 - 12:31 Uhr

HUHU

für Nachts hab ich keine Tipps, weil da klappt bei uns nach wie vor gar nix. Tagsüber ablenken, mit Wasser, Spielzeug usw., das ging bei uns nach einer Weile gut. Aber es sind immernoch so Situationen dabei wo ich mich frage, ob ich hier falsch bin. Vorhin im Zoo z.B. . Hand in den Ausschnitt und dazu herzzerreißendes extralautes "Ich will Buuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuust". Ähm. Ja. Nein, jetzt nicht. #schwitz

Wenn Du eine Lösung gefunden hast, sag mal Bescheid ;-)

GLG

Beitrag von doreensch 23.05.10 - 23:56 Uhr

ach gott da zerläuft einem ja das herz..
ich glaub ich hätte dem nicht wiederstehen können

Beitrag von widowwadman 23.05.10 - 12:44 Uhr

Fuer Tagsueber habe ich keine Tipps. Nachts abstillen hat mit Papas Hilfe geklappt. Der ist als die Kleine 13 Monate alt war ein paar Naechte lang aufgestanden und hat sie in den Schlaf geschunkelt wenn sie aufgewacht ist, ohne was zu trinken zu geben, und seit dem wird durchgeschlafn.

Waehrend der Woche ist sie ganztags im KiGa und wird da dann natuerlich auch nicht gestillt und vermisst es nicht. Aber wenn ich da bin dann klappt ablenken leider nur ne gewisse Zeit.

Falls du ne loesung findest, bitte Bescheid sagen, ich wuerd naemlich auch gern aufhoeren.

Beitrag von dievio 23.05.10 - 14:14 Uhr

Hi Zusammen,

seit Anfang März weiß ich, dass das mit dem Stillen nicht mehr so richtig erfolgreich ist bzw. satt macht (für mehr als nur eine Stunde oder zwei).

Ich habe es dann lange vor mir hergeschoben, ihr aber immer mal zwischendurch Fläschen (wollte sie aber nicht, sie nimmt auch keinen Schnuller) angeboten. Ich wollte mindestens das erste Halbejahr stillen. Meine Kleine wird jetzt bald 7 Monate.

Vor Ostern fingen wir dann spontan mit Breikost an. Ich hatte einen Magen-Darm-Virus (fast 14 Tage lang) und es klappte einfach zu diesem Zeitpunkt mit dem Stillen nicht mehr. Durch die relativ schnelle Einführung von zwei Breimahlzeiten bekam ich allerdings leichte Depressionen. Empfohlen wird langsames Abstillen und ich hielt mich daran. Auch zu diesem Zeitpunkt boten wir ihr wieder und wieder Fläschchen an - ohne Erfolg.

Die Depressionen wurden in den letzten Wochen immer stärker und als es mir in der vergangenen Woche seelisch und körperlich (extremer Schwindel) schlechter ging habe ich beschlossen nun ernsthaft abzustillen.

Seit Donnerstag habe ich eine weitere Breimahlzeit eingeführt. Ich habe außerdem andere Fläschchen gekauft (Babylove statt Nuk) und ihr darin erst einmal Wasser angeboten. Mittlerweile trinkt sie auch Milch aus denen und hält ihr Fläschchen selbst! Ich stille immer noch, aber jeden tag etwas weniger.

Der Arzt (konsultiert wegen des Schwindels) hat mir eine Überweisung für den Gyn gegeben, die werde ich vermutlich nicht brauchen. Ich merke auch so schon, dass immer weniger Milch da ist - daher werde ich auf Abstilltabletten verzichten können.

Um die Milchmenge zu mindern...
- lasse ich sie immer nur an einer Brust trinken
- trinke selbst Pfefferminztee
- habe Phytolaka genommen
und stille wirklich nur, wenn es sein muss.

Wenn meine Tochter nachts aufwacht, singe ich für sie und streichle ihre Händchen und kraule ihren Kopf. Das klappt ganz gut. Wenn es nicht klappt, biete ich ihr zuerst ein Fläschchen an und stille nur dann, wenn sie sich wirklich nicht beruhigt (sonst würde sie durch ihr weinen meine Grosse wecken).

Seit ich mich ernsthaft dazu entschlossen habe, klappt es viel besser. Die Depressionen sind im Übrigen seit Donnerstag weg. Auch die Schwindelanfälle haben nachgelassen und die Libido ist viel aktiver (ich hatte während der Stillzeit gar keine Lust).

Ich bin froh, dass ich mich dazu entschieden habe und es jetzt endlich mit dem Abstillen klappt.

Ich drücke euch die Daumen.

Gruss Vio