pädagogik im der Kita-1 Meter Abstand zu den Kleinen halten...

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von bibabutzefrau 23.05.10 - 13:10 Uhr

mein Jüngster ist derzeit aufgrund meines Kur/Rehaaufenthaltes in einer dazugehörigen Kita.
Ich gebs zu,ich habe mich nicht sonderlich informiert was die Pädagogik betrifft,er muss ja so oder so hin da hin.

Ich war neulich etwas irritiert als die Mutter eines 20 Monate altem Kind zu ihrem sagte:
jetzt freust du dich dass du zu ... gehen darfst,in der Kita musst du ja 1 Meter Abstand halten.
Keiner der anderen Mütter konnte mir das erklären und ich habe also in der Kita nachgefragt:

Jaaaa es ist so:
Die "großen" Kinder müssen 1 Meter Abstand zu den Kleinen halten,dürfen NICHT mit ihnen spielen.
Auf Nachfrage warum dass so sei bekam ich die Antwort dass die Großen die Kleinen benutzen würde,weil die Kleinen sich ja noch gar nicht ausdrücken könnten und deshalb nur zu den Zwecken benutzt werden was die Großen möchten.Z.B könnten sie beim Vater Mutter Kind Spiel nicht entscheiden sondern bekämen sofort die Rolle des Kindes/Babys.
Das heisst:
mein Sohn ist der Kleinste und alle anderen Kinder dürfen nicht zu ihm,er hat immer einen Erzieher an seiner Seite der ihn rund um die Uhr beschäftigt.
Was sich "daheim" rächtt denn er beschäftigt sich überhaupt nicht mehr alleine und ich komme zu gar nichts mehr.Davor hat das großartig geklappt.

Ich habe dem Erzieher gesagt dass ich die Pädagogik sonderbar finde und dass es zu Hause mit seinem 2 Jahre älterem Bruder hervorragend klappt.Nonverbal.Die beiden können ne Stunde auf dem Bauteppich sitzen und Autos schieben und sich über Nichtigkeiten kaputtlachen.Ja das wäre aussergewöhnlich weil das nicht die Regel ist-normalerweise klappt so etwas nicht (aha?)

Wie ist denn eure Meinung dazu?
Lernen die Kleinen nicht von den Großen und ist es nicht toll wie die Großen die Kleinen umgarnen? (so ist es bei uns zu Hause)

ich find die Pädagogik die die da fahren extrem seltsam und bin froh dass wir in wenigen Wochen wieder zu Hause sind.


LG Tina

Beitrag von nicole9981 23.05.10 - 13:16 Uhr

Hallo!

ich finde das auch äußerst seltsam. Nils ist auch in seiner Gruppe (2-4 Jährige) der zweitjüngste. Er wird natürlich hier und da umsorgt von den Größeren aber er weiß auch sich zu wehren. Das würde er auch nonverbal hinbekommen. Wenn ich mal zurückdenke konnte er sehr wohl seinem großen Bruder "mitteilen" wenn ihm etwas nicht gefiel.

LG Nicole

Beitrag von fruehchenomi 23.05.10 - 13:22 Uhr

Ich bin 55 Jahre alt und habe schon sehr viele Modeströmungen in der Erziehung/Pädagogik erlebt. Habe selber 2 erwachsene Kinder(4 Jahre Abstand), die bei einer TaMu mit einem Stall voll Kinder aufgewachsen sind und 6 Neffen und Nichten. Dazu bin ich noch Patentante einer 9jährigen und Oma einer 3jährigen -
ABER SO EINEN KÄSE HAB ICH LEBENSLANG NOCH NICHT GEHÖRT !!!!!!

Den Erzieher würde ich schlicht fragen, ob er einen an der Waffel hat - ich kanns gerade nicht anders sagen. Gerade diese Rollenspiele mit groß und klein sind soooo süß - und die "Bauteppich" oder auch Sandkastenspiele mit groß und klein kenn ich auch und die sind einfach immer schön gewesen. GERADE im Umgang mit Kleinen lernen die Großen doch auch, Rücksicht zu nehmen. Und die Kleinen auch mal, dass sie nicht alles dürfen und sie sonst ne Schaufel Sand über den Kopf kriegen :-p
Nachher sitzen bei mir im Sandkasten eine Dreijährige, ein Vierjähriger und ein gut Einjähriger - sie werden (mehr oder weniger) einträchtig miteinander spielen. Die Großen geben mal ne Schaufel ab, der Kleine haut sie ihnen um die Ohren - na und ??????? SO lernt man fürs Leben.

Also - schönen Gruß unbekannterweise von mir - DIESEN Erziehungsstil finde ich ABSOLUTEN QUATSCH !!!

Neeee - Sachen gibts#klatsch
LG Moni

Beitrag von petra1982 23.05.10 - 13:39 Uhr

Find ich auch etwas komisch, das machen Kinder doch unter sich aus, und auch 2 jährige koennen verdeutlichen wenn sie was nicht wollen. Und was dran sschlimm sein soll das die kleinen eben die Babys spielen versteh ich auch nicht ganz.

Beitrag von arienne41 23.05.10 - 13:51 Uhr

Die beiden können ne Stunde auf dem Bauteppich sitzen und Autos schieben und sich über Nichtigkeiten kaputtlachen.


Das enn ich :-).

Wir sind wohl schon zu erwachsen um es zu verstehn :-(

Beitrag von sunshine7505 23.05.10 - 13:51 Uhr

Hallo,
#rofl#rofl#rofl das ist jetzt nicht wahr, oder? #kratz#klatsch
Dann müssten ja theoretisch auch große Geschwisterkinder immer ein Meter Abstand zu den Kleinen halten, und als Mutter müsste ich pausenlos das Baby bespaßen oder wie. #gruebel
Meine Tochter "zwingt" ihren Bruder auch zu allen möglichen Rollenspielen. Wenn Besuchskinder da sind sowieso. Das ist doch normal, oder nicht?
Ich wünsche dir noch alles Gute für die Kur! #winke
LG Katja mit Julia (5) und Sebastian (fast 2) #sonne

Beitrag von tine258 23.05.10 - 16:01 Uhr

Hallo,

so ein Quatsch...

Gibt es dafür eine Begründung? Oder sind die Erzieher zu faul um auf die Kinder zu schauen und trennen sie daher einfach mal?

Ich meine, dazu sind die Erzieher ja da - WENN es zu Streit usw kommt, DANN müssen sie natürlich eingreifen. Raufbolde ggf. auch mal trennen.

Aber so pauschal die "Trennung"? Gibt's doch gar nicht...

Die Kleinen lernen von den Großen und andersherum... Die Großen freuen sich doch, wenn sie von den Kleinen "bewundert" werden und die KLeinen freuen sich, wenn sie nen "großen Kumpel" haben...

ALso meine beiden Jungs können super miteinander spielen - sich aber auch tierisch streiten, und beides ist normal finde ich.

Also da würde ich nochmal so richtig nachhaken, auch wenn es nicht mehr lange dauert bis Ihr heimfahren dürft. Bin derselben Meinung wie Du, das kann auf Dauer nicht gut sein!

Grüße
Tine


Beitrag von emeliza 23.05.10 - 16:09 Uhr

Das ist ja nun wirklich Blödsinn!

Meine beiden sind ein Jahr auseinander und ich bin immer froh, wenn sie miteinander spielen. Sie lieben sich sehr und können toll miteinander spielen, sich aber natürlich auch immer wieder mal ganz schön fetzen.

Natürlich gibt bei uns auch meist die Große den Ton an und der Kleine "muß" in die Rolle schlüpfen, die sie ihm zugedacht hat, aber ihm macht das Spaß, er lernt ja auch ne Menge von ihr. Und wenn es ihm zu viel wird, dann sagt er ihr oder mir schon bescheid bzw. wehrt sich. Jetzt sind sie 3 und 4 Jahre, aber er konnte sich durchaus auch schon mit einem Jahr zur Wehr setzen, wenn es ihm zu viel wurde. Ich persönlich habe 2 Kinder bekommen, damit sie auch zu hause (nicht nur im Kiga) einen Spielkameraden haben.

So einen Quatsch habe ich echt noch nie gehört. An Deiner Stelle würde ich da echt nochmal nachhören, ob sie das für den richtigen Weg halten, auch wenn Ihr bald weg seid, aber es werden Dir die nachfolgenden Mütter sicher danken.

LG Sandra

Beitrag von kati543 23.05.10 - 20:48 Uhr

Ohhhh genau. Dann muß ich demnächst ganz genau aufpassen, dass ich unseren Nachbar nie über den Weg laufe. Die sind um einiges älter als ich. Und meinen Sohn nehme ich am besten aus dem Kiga wieder raus. Er ist dort der jüngste.Und den Kleinen den bringe ich am besten gar nicht in den Kiga...und Schule ist natürlich genauso gefährlich. Man stelle sich mal vor, die ganzen 4.-Klässler und die 1.-Klässler in der Pause zusammen auf dem Hof...
Manchmal frage ich mich, wie ich überhaupt bis heute überleben konnte.

Beitrag von jindabyne 23.05.10 - 21:19 Uhr

Super Pädagogik.

Kleine Kinder sollten auf gar keinen Fall mit Größeren spielen, denn, mein Gott, sie könnten ja was von den Größeren lernen #schock Z.B. Rollenspiele oder sowas, neenee, eine strikte Trennung von kleineren und größeren Kindern ist EXTREM wichtig. Am besten entwickeln sich Kinder in der sozialen Isolierung, das ist ja wohl allgemein bekannt...





#kratz





Lg Steffi, die scheinbar auch zwei "Ausnahmekinder" hat, weil die beiden, kaum dass die Kleine krabbeln konnte, bereits stundenlang "Krabbelfangen" miteinander spielen konnten - unter lautem Freudegekreische, versteht sich ;-) :-p

Beitrag von rmwib 23.05.10 - 21:50 Uhr

Wie merkwürdig. Keksi geht in eine Gruppe mit Kindern von 0-5, er darf zu den Babies und genauso auch zu den Großen. Und er wird auch "benutzt", ist beim Mutter-Vater-Kind-Spielen das Kind usw.- die großen Mädels aus seiner Gruppe fahren total auf ihn ab und die haben jetzt ein neues Baby bekommen und er ist da auch total hin und weg von. Baby ist sein neues Lieblingswort und er will die ganze Zeit "ei machen" und schleicht um die kleine Maus rum #verliebt total knuffig.

Der ganze Sinn altersgemischter Gruppen ist doch der Austausch, dass die Kleinen von den Großen lernen und umgekehrt, dass die Großen Vorsicht und Rücksichtnahme lernen usw.-

Und mein Kurzer ist da ne Rampensau, der kommt nicht zu kurz, auch ohne viele Worte nicht. Was er nicht will, will er nicht und er sagt nein und wenn sein Nein ignoriert wird, brüllt er dass die Wände wackeln. Ich hab keine Angst, dass ihn da einer unterbuttert.

Beitrag von schneckerl_1 23.05.10 - 23:53 Uhr

Hallo,

ich bin auch Erzieherin, aber so einen Käse habe ich ja noch nie gehört.

Wenn die Großen Abstand nehmen sollen, warum wird dann eine altersgemischte Gruppe gegründet?
Vielleicht sind die Erzieher nur zu faul, um das Spiel der Kinder zu beobachten und zu lenken, so dass die Kleinen nicht den kürzeren ziehen.
Na ja, jedenfalls sehr merkwürdig.

LG

Beitrag von chini 24.05.10 - 11:53 Uhr

Hi,

ich finde diese Art völlig unnormal. Unsere Kita hat ein offenes Prinzip, so dass ALLE Kinder zwischen 4 Monaten und 6 Jahren auch gruppenübergreifend zusammen spielen können. Das fördert doch die Entwicklung und das Verantwortungsbewusstsein. Bei uns klappt das jedenfalls super!

LG Chini