Meine große hat keinen Respekt mehr

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von happymama24 23.05.10 - 13:22 Uhr


Hallo ihr Lieben,

Ich habe vor 3 Wochen entbunden. Meine große ist jetzt 3 Jahre alt und seit sie 2 einhalb ist hat sie eine Phase zum davon laufen.

Sie hört nicht mehr, sie rennt einfach auf de Straße, sie schreit rum und das Wort nein ist ihr fremd.

Man kann sie keine Minute aus den Augen lassen denn sonst hat man Farbe an der Wand, Schränke und tüten ausgeräumt usw.

Der Gipfel des ganzen ist das sie bei Schwiegereltern und auch bei meiner Mutter die liebste überhaupt ist und auch folgt :-(

Deshalb meinte meine Mutter sie wäre doch ein Engel und was ich überhaupt hätte :-[:-[.

Ich habe einfach das Gefühl das sie keinerlei Respekt vor mir oder meinem Mann hat.

Ich weis auch nicht wie ich denn wieder herstellen kann denn ich bin gegen jede Maßnahme die mit popo hauen oder eine auf die Finger zu tun hat. So etwas möchte ich nicht anwenden.

Ich versuche immer mit ihr zu reden und erkläre und erkläre und erkläre aber nichts fruchtet:-(:-(.

Ich liebe meine große sehr und ich habe immer genug liebe für beide Kinder wenn die kleine Maus schläft beschaäftige ich mich immer mit der großen.

Sie durfte von Anfang an bei allem dabei sein beim baden , stillen usw. deshalb denke ich nicht das sie sich irgenwo benachteiligt fühlen müsste.

Ist das jetzt einfach eine Phase??

Was kann ich machen um ihr Grenzen auf zu zeigen??

Und wie bring ich ihr bei nicht mehr auf die Straße zu laufen??

Ich würde mich sehr freuen wenn mir jemand helfen kann

lg



Beitrag von bamsel 23.05.10 - 13:40 Uhr

Hallo!
Schaff den Buggy wieder an. Wer auf die Straße läuft, kommt da rein u.bleibt drin sitzen.Wenn Du keinen mehr hast,............. ah,..... Du hast ja noch ein Baby.Hmmm.Hast Du einen Geschwisterwagen? Wenn nein, dann muss sie beim spazieren gehen an die Hand. Kein Auslauf für jemanden der weg läuft.Erklär ihr das u. sei dann aber auch konsequent. Außerdem wer sich nicht benimmt, den werden Annehmlichkeiten gestrichen wie Spielplatz, Eis,..... Wer sich benimmt wird auch belohnt. Und wenn sie wieder weg läuft,geht es nach Hause. Und dort wird dann auch kein Programm gemacht. Es muss schon langweilig sein. Schränke kann man absichern, haben wir schon lange dran. Kannst ihr aber auch nicht alles verbieten. Meine Tochter darf manche Schubladen ausräumen, sie räumt sie dan auch wieder ein u. manche sind tabu. Da geht sie nicht dran. Dann gibt es noch die gesicherten (z.B.die mit den Messern drin) oder meinen Tupperschrank, da ist sie komischerweise nur einmal dran gegangen, hat gemerkt dass die Tür nicht aufgeht u. das war es. Stifte u. Farbe gibt es nur unter Aufsicht. Wenn Spielzeug durch die Gegend geschmissen wird, drohe ich ihr an es zu verschenken. Funktioniert. Du musst konsequent sein. Es gibt Dinge, die sind verboten u. daran muss sie sich halten können.Natürlich ist es ein Kind u. die haben immer Blödsinn im Kopf, da muss man immer mit rechnen, aber grundlegende Dinge gehen halt nicht u. das muss sie sich merken. Sie ist 3 u. kein Baby mehr. Die Tochter einer Freundin von mir ist ein Satansbraten.Sorry, ist aber so. Sie beißt andere Kinder, nimmt denen alles weg. Kratzt u. schubst. Außer ein: "das darfst du abe nicht" kommt von der Mutter nicht. Bald will kein Kind mehr mit ihr spielen.

Gruss,
bamsel

Beitrag von tigerin73 23.05.10 - 18:16 Uhr

Gebe dir Recht, das sehe ich genau so!

tigerin73

P.S. Sei vorsichtig mit "Satansbraten" - hier ist gestern eine TE fast gesteinigt worden, weil sie ihre Tochter als Brut Satans bezeichnete...;-)#augen

Beitrag von petra1982 23.05.10 - 13:41 Uhr

Wahrscheinlich eine Phase und das neue Kind, es hat ja in der schwangerschaft angefangen oder? REde mit ihr, verbring extra zeit mit ihr alleine. Wenn sie die Wand anmalt gib sie ihr nur wenn du zeit hast mit ihr hinzusitzen ansonsten hat sie eben pech gehabt und muss sich was anderes suchen zum spielen. Draussen muss sie an die Hand. Das sie bei Oma lieb ist, sie hat die für sich alleine :-)

Beitrag von arienne41 23.05.10 - 13:47 Uhr

Hallo

Kann es sein das du zu viel erklärst?

Draußen muss sie an den Kiwa fassen.

Das sagst du als Anweisung.

Also so: Fass an den Kiwa an.

Ich sage nicht: Holst du bitte mal das Salz, ich hab es vergessen.
Antwot: nö

Ich sage nur: Hol das Salz :-). Höflich bin ich dann und sage Danke hast du gut gemacht.

Oder

Räume bitte deine Eisenbahn ein, weil ich wischen will.
Antwort : nö

Ich sag aber: Räum die Eisenbahn ein.

Verstehst du was ich meine?

Sachen wo mein Sohn nicht dran darf sind meine Sachen.

Beitrag von selen27 23.05.10 - 22:23 Uhr

Hi,

meine Tochter (26 monate) ist ein Wildfang. Sie möchte sich durchsetzen. Bei ihre Oma kann sie das , bei uns nicht. ich bin konsequent geworden, seitdem merkt das sie bei mir nicht durch kommt. Meine Kinder haben einen abstand von genau 2 Jahren. Ich bin gestern mit dem beiden rausgegangen. Das Baby (8 Wochen) hatte ich auf der Tragetuch und es dauerte nicht lang und sie hat ihren eigenen Willen bekommen. Zuerst wollte sie einen anderen Weg nehmen und ist weggerannt, ich rief ihr oft hinterher aber sie ignorierte, dann kam sie dich noch. Danach wollte sie das ich sie trage (wegem Baby auf Tragetuch ) ich sagte nein. Letzendlich schmiess sie sich auf dem Boden und hatte einen Wutanfall. Ich ging weiter. Dann kam sie mir doch noch hinterher. Fazit: Wenn du zuhause nicht genug konsequent bist, wird sie draußen auch weg laufen. Sie will vermutlich das du ihr hinterher läufst, eben wegen aufmerksamkeit.

Selen

Beitrag von knuellermueller 23.05.10 - 22:30 Uhr

Hallo,

habe leider keinen Rat. Bei uns ist es aber genauso gelaufen. Jonas ist 3 Jahre alt und im Januar hat er seine Schwester bekommen. Gegen Ende der Schwangerschaft fingen die Probleme an. Am grössten sind sie wenn mein Mann und ich zuhause sind. Einer allein mit den Kindern ist kein Problem. Auch ist er zu Amelie gaaanz lieb. Auch im KIGA und bei der Oma ist alles anders.

Uns wurde vom Kia folgendes erklärt:

- Bei Oma und Opa gibt es keine Grenzen, also müssen dort auch keine getestet werden. Bei Eltern muss es welche geben, also sollte man sich als Eltern auch nicht wie die Grosseltern verhalten ( verwöhnen etc.)
- Im Kia sind die Grenzen/ Regeln klar
- Das wichtigste ist, dass die Grenzen und Regeln zuhause, trotz Geschwisterkind die gleichen bleiben. Keine Ausnahmen, sonst versteht das grosse Kind die Welt nicht mehr und kommt ganz durcheinander.
- Die Kinder wissen genau, dass das kleine Kind nichts für seine Anwesenheit kann, und dass es kleiner ist. Sie wissen, dass es von den Eltern gebracht wurde. Daher geht die Rebellion gegen die Eltern nicht gegen das Geschwisterkind.

Ich bin auch seit Monaten nur am hoffen, dass es besser wird. Also Kopf hoch, wir müssen da durch.

Wünsche Dir alles Liebe

Kerstin

Beitrag von erstes-huhn 24.05.10 - 12:31 Uhr

Deine Proleme sind ja nicht ursächlich mit dem neuen Kind gekommen, sonders es war ja schon vorher problematisch mit der Großen.

So wie du das alles beschreibst ist es sicherlich eine Frage der nicht eingehaltenen Regeln.

Ich meine das so: Stelle mit deiner Tocher zusammen Regeln auf wie z.B. an der Hand gehen im Strassenverkehr, dann überlegt ihr, was passiert wenn diese Regel nicht eingehalten wird, wie z.B. abends kein Sandmännchen schauen.

Mach dir bewußt, dass es sich dann ja nicht um eine Strafe handelt, sondern um eine konsequente Umsetztung eurer Regeln.

Was bei uns auch viel geholfen hat ist "Punkte" sammeln, als Beispiel: mein Sohn trödelt gerne beim Zähneputzen, ich habe ihm gesagt, wenn er sich die Zähne gut putzt, dann bekommt er einen Aufkleber, bei 10 (20, 30,...) Aufkleber gibt es eine Überraschung (Bibi Kassette, Playmobilmann etc.). Das klappt super bei uns, putzt er nicht, dann zeige ich nur zu den Aufklebern, dann läuft´s.

Ich muß dir aber auch sagen, das ich nach der Geburt meines zweiten Kindes so verzweifelt war, wegen dem Verhaten meines Sohnes, dass ich zu einer Erziehungsberatungsstelle gegangen bin, öfter. Das tat mir gut und unserem Zusammenleben auch, ich liebe meine Kinder nämlich auch. Deshalb wollte ich nicht ständig sauer sein auf meinen Sohn und mit ihm schimpfen.

Alles Gute.

Beitrag von julio 24.05.10 - 12:32 Uhr

Hallo!
Ganz so extrem war es bei uns bis jetzt noch nicht, aber ich denke auch manchmal dass unser Grosser mit mir macht wie er will#schwitz

Generell halte ich ja nicht sooo viel von "Erziehungsratgebern", aber meine Nachbarin hat mir "Warum unsere Kinder zu Tyrannen werden" ausgeliehen und ich hab es mit grossem Interesse gelesen. Der Autor gibt nur sehr wenige Erziehungsratschläge, er erklärt vielmehr warum viele Kinder in der heutigen Zeit so "durch den Wind" sind.

Ansonsten kann ich dem ersten Beitrag voll und ganz zustimmen.
Deutliche Ansagen, Konsequenz, wenn es sein muss auch mal etwas strenger sein.

Aber lass dein Kind immer spüren, dass du es lieb hast. Den ganzen Tag nur negatives Feedback zu bekommen ist für keinen schön.

Anstrengende Phasen kennen glaub ich alle Eltern#liebdrueck

LG
Uschi mit Lars (3,5) und Charlotte (13 Mon.)

Beitrag von qayw 24.05.10 - 22:41 Uhr

Hallo,

wer draußen wegläuft, kommt in den Kinderwagen/Buggy oder muß leider zu Hause bleiben, anstatt auf den Spielplatz zu gehen.

Wer mit Farbe matscht, bekommt keine mehr.
Wer Schränke ausräumt, räumt sie wieder ein und wenn er 15 Minuten brüllend davor hockt, bis er es tut, ist das eben so.
Wer sein Spielzeug nach Aufforderung nicht wegräumt, kann die nächsten Tage darauf verzichten, weil Mama es in den Keller räumt. :-p
Wer absolut nicht hören kann und herumbockt, kann das alleine in seinem Zimmer tun.
usw.

Bei solchen Dingen erkläre ich nicht groß, ich sage nur: "Du machst jetzt XY, sonst passiert Z." Bzw. ich erkläre nur Dinge, die relativ neu sind und nicht zum 1 Mio. sten mal, warum sie an der Straße an der Hand gehen soll.

Wir hatten mit Merle eine Menge Kämpfe als sie ca. 2 Jahre alt war. Nachdem die Fronten geklärt waren, wurde es deutlich harmonischer. Heute testet sie immer mal wieder was aus, aber im Großen und Ganzen klappt es ganz gut.

Da Du sagst, daß diese Probleme bei Euch schon länger bestehen, denke ich nicht, daß das so viel mit dem Geschwisterchen zu tun hat.

Merle hatte bei den Großeltern auch lange den Heiligenschein auf. Nur schaffte sie irgendwann nicht mehr, das ein ganzes Wochenende lang durchzuziehen. (Die Großeltern wohnen weit weg.) Jetzt wissen die auch, daß sie teilweise eher ein Bengel als ein Engel ist. ;-)

LG
Heike und Merle (3 Jahre) und Ole (5 Monate)