Leiden die "Erstlinge", wenn ein zweites Kind geboren wird?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von meritene 23.05.10 - 21:16 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

seit längerem gehen uns viele Gedanken bezüglich eines zweiten Kindes durch den Kopf. Unser Sohn ist zwei Jahre alt, ich bin immer recht hin- und hergerissen, wann der günstigste Zeitpunkt für ein zweites Kind wäre.
Nun war ich fast schon soweit, dass wir ab Sommer wieder mit üben anfangen könnten, dann wäre der Abstand drei Jahre - hielt ich für prima.
Nun meinte heute eine Freundin zu mir, dass die ersten dann noch so klein sind und total unter der Geburt eines Geschwisterchens leiden würden. Man hätte einfach nie mehr so viel Zeit, könnte sich nicht aufteilen, dass Kind müsse eben natürlicherweise sehr viel zurückstecken. Ich dachte bislang immer, dass genau das ganz gut für das erste Kind wäre, endlich mal aus dieser "Mittelpunktsposition" herauszukommen, mal verzichten lernen, Geduld haben, teilen müssen. (Insbesondere, wenn eben die Eltern so sehr zum Verwöhnen neigen wie wir... #schein)

Wie war es bei Euch? Hat sich Euer erstes Kind irgendwie verändert? Logischerweise kann man dem ersten nicht mehr so gerecht werden wie früher, aber wirkt sich das tatsächlich irgendwie spürbar negativ aus?

Vielleicht könnt Ihr als Mehrfachmamis mal Eure Erfahrungen schreiben!

Vielen Dank, vielleicht erleichtert uns das ja die Entscheidung.

Daniela

Beitrag von nuckelspucker 23.05.10 - 21:38 Uhr

hey,

mein großer war gerade 4 jahre alt, als er großer bruder wurde.

ich muss aber dazu sagen, dass er in einer stresssituation war, da mein mann wenige tage vor der geburt wegen ner augen-op in der klinik war und danach als helfer ausfiel, da er nichts mehr heben durfte und darf...

niclas hat seinen bruder von anfang an geliebt, lange zeit war von eifersucht nichts zu spüren. er hat mir bereitwillig bei allem geholfen, vom wickeln übers baden bis hin zum kinderwagen fahren, das durfte nur er.

obwohl er ihn von anfang an liebte, war er aber oft traurig. er sagte mal, häte er gewusst, wieviel arbeit ein baby macht, hätte er sich kein geschwisterchen gewünscht.

irgendwann meinte er dann, er wäre eifersüchtig und traurig, weil das baby mich mehr brauchen würde als er und ich mehr zeit mit dem baby verbringen würde.

im januar musste mein mann erneut in die klinik, da nach der OP das auge erneut schaden genommen hatte, wurde ein drittes mal operiert, er war zwei lange wochen weg, niclas, lucas und ich in dieser zeit schwer krank. das hat niclas sehr verstört.

man muss eben tag für tag schauen, dass man für das große kind zeit findet, also ohne baby, nur mama und das große kind.

man sollte den großen mit einbeziehen und wenn man sich über das baby freut, immer drauf achten, dass sich der große nicht ausgeschlossen fühlt.

ich muss niclas oft auf später vertrösten, das tut mir sehr leid. ich rede zwar viel mit ihm darüber, aber er ist doch oft traurig.

ich bin froh, dass er alt genug ist, um verständnis zu haben und um sich mitteilen zu können, wenn er traurig oder eifersüchtig ist.

lg claudia + niclas 16/06/05 + lucas 18/08/09

Beitrag von meritene 23.05.10 - 21:47 Uhr

Hallo Claudia,

das würde ja genau das widerspiegeln, was meine Freundin meinte. :-( Dabei war der Altersunterschied bei Euch mit vier Jahren sogar noch größer. Vielleicht kriegen die Kleinen das sogar noch mehr mit je älter sie werden. Aber für einen Abstand "zwei unter zwei" ist es ja nun schon zu spät. #augen

Hm. Aber da hätten ja quasi alle älteren Geschwister irgendwie einen Schaden nehmen müssen oder?
Wann kommt denn die Freude bei den Ersten, dass sie mit den Geschwistern spielen können etc?

Ach, das ist aber auch eine schwierige Entscheidung. Einzelkind zu bleiben ist sicherlich auch keine Alternative und ein älteres Geschwisterkind kriegen wir auch nciht hin... #rofl

Dani

Beitrag von schnaki1 23.05.10 - 21:46 Uhr

Hallo,

meine sind 3 Jahre und 12 Tage auseinander und ich finde das perfekt.
Der Große ist schon etwas selbständiger und kann sich mal alleine beschäftigen, wenn man sích ums Baby kümmert und das Baby schläft noch viel, so dass genug Zeit für den Großen bleibt.
Jetzt können sie toll miteinander spielen, wenn sie sich nicht die Köppe einhauen. Sind jedenfalls nicht so weit auseinander, dass sie keine gemeinsamen Interessen hätten.
Natürlich sind sie auch immer mal eifersüchtig, aber solange man sich immer mal für nur 1 Kind eine Stunde freischaufelt (und Papa macht was mit dem anderen), ist alles beherrschbar.
Und was das verwöhnen angeht:
Das macht ihr weiter wie bisher, nur eben bei beiden Kindern!;-)

LG,
Andrea

Beitrag von deenchen 23.05.10 - 21:47 Uhr

Ob ein Kind "leiden" muss liegt ja auch an den Eltern. Wer sein großes Kind immer mit einbezieht und genug Aufmerksamkeit und Liebe schenkt wird eher keine Probleme haben.

Ich mach mir jedenfalls keine Sorgen obwohl meine Tochter noch keine 2 Jahre sein wird wenn ihr Geschwisterchen auf die Welt kommt.

Beitrag von baldurstar 24.05.10 - 09:24 Uhr

da geb ich dir recht.
das große kind muss nicht leiden. die eltern müssen sich so organisieren das keines der kinder zu kurz kommt und schon ist alles ok.

ich selbst habe ja drei kinder die sind alle drei nah beinander ( abstand großer zum mittleren = 18 monate, mittlerer zur jüngsten = 13 monate ).
noch dazu bin ich unter der woche komplett allein da mein mann fernfahrer ist, familie usw. haben wir hier gar nicht.

aber dennoch geht es jedem kind genug zeit und aufmerksamkeit zu widmen das kein eifer aufkommt und keiner leidet oder so.
meine kinder lieben sieh alle drei sehr und spielen toll zusammen. ist mal eines nicht da weil z.b. der große ein spieldate nach dem kiga hat vermissen die andren das geschwisterkind immer total.

ich denke es ist wirklich oft sache wie die eltern damit umgehen, wie sehr sie auch auf das oder die großen kinder eingehen :)

noch keine 2 wenn das geschwisterchen kommt, das ist doch super. kleiner abstand ist echt eine tolle sache auch wenn s am anfang die ersten ein bis zwei wochen ein wenig stress ist aber dann ist das toll :)

Beitrag von josili0208 24.05.10 - 12:03 Uhr

Manchmal ist es jedoch leicht gesagt. Dann in der jeweiligen Situation allen gerecht zu werden, ist oft fast unmöglich... #schmoll

Beitrag von jindabyne 23.05.10 - 21:55 Uhr

Meine Kinder haben einen Abstand von 2 1/4 Jahren. Meine Große hat sich sehr aufs Geschwisterchen gefreut. Als die Kleine dann aber da war, war die Große die ersten drei Monate völlig verstört. Ich dachte schon, oh Gott, was hab ich ihr damit angetan! Dann auch noch die Eifersucht, wenn ich die Kleine gestillt habe - ja, es war sehr anstrengend für uns alle.

Als die Kleine mit 9 Monaten begann zu krabbeln und nicht mehr nur langweilig auf der Decke herum zu liegen, änderte sich das Verhältnis zwischen den beiden gewaltig. Die beiden begannen sich füreinander zu interessieren, miteinander zu spielen. Und inzwischen verstehen sie sich so gut und lernen so viel voneinander, dass ich unglaublich froh bin, meiner Großen das Geschenk eines Geschwisterchens gemacht zu haben! :-)

Langfristig gesehen hat das Zurückstecken, das Teilen der Aufmerksamkeit, die neue Rolle als "große Schwester" meiner Tochter nicht geschadet - im Gegenteil. Sie hat dadurch sehr viel gelernt. Und "Exklusivzeit" bekommt sie nach wie vor - indem sie abends später ins Bett gehen darf und ich mich in dieser Zeit ausschließlich mit ihr beschäftige. Diese Zeit bedeutet ihr sehr viel und ist sehr wichtig für sie. Sie kann die Zeit, die ich heute alleine für sie habe, viel mehr schätzen als früher, als es eine Selbverständlichkeit war.

Wenn IHR euch bereit fühlt, dann legt los!

Lg Steffi

Beitrag von carstella 23.05.10 - 22:15 Uhr

Hallo Daniela,

Noch kann ich nicht aus ganz eigener Erfahrung sprechen - unser "Kleiner" soll erst in zwei Monaten das Licht der Welt erblicken.

Meine beste Freundin hat ihr zweites Kind bekommen, als ihr Großer knapp zwei Jahre alt war. Von Eifersuch oder ähnlichem ist bis heute nichts zu spüren! Auch sonst hat sich der Große nicht wirklich verändert, so dass ich davon ausgehe, dass er nicht "leidet". Allerdings ist der Kleine auch zumindestens nicht besonders kompliziert. Er meckert zwar auch hier und da mal und ist auch ziemlich oft krank, aber ansonsten ist er ein recht zufriedenes Baby. Von daher hat sich für den Großen auch nicht sooo viel verändert. Seine Mama geht trotzdem mit ihm jeden Tag auf den Spielplatz oder unternimmt andere tolle Sachen. Der Kleine ist dann halt dabei - hindert die Mama aber nicht daran auch für den Großen immer da zu sein. Abends wird zuerst der Kleine ins Bett gebracht. Dann hat der Große seine Mama / Eltern ganz für sich.

Ich denke auch, dass die Kleinen im Durchschnitt eher ausgeglichener und weniger fordernd sind. Zum Einen ist die Mama erfahrener und ruhiger, zum Anderen haben sie das große Geschwisterchen und damit immer eine Beschäftigung.

Ich hab mir auch meine Gedanken gemacht, bevor ich mich für ein zweites Kind entschieden hab. Ich hab meine Große so unendlich doll lieb, dass ich es nicht ertragen würde, sie in irgendeiner Art unglücklich zu sehen. Aber ich denke auch, auf Dauer wird sie als Einelkind auch nicht glücklich sein. Sie ist ein sehr geselliges Kind - ist am liebsten unter anderen Kindern. Auch liebt sie den Kleinen meiner besten Freundin. Sie fragt fast täglich nach Baby Niklas und kümmert sich total goldig um ihn. Auch tut sie mir immer so leid, wenn wir irgendwo sind, wo sie niemanden kennt und sie immer ganz traurig zuschaut, wie andere Kinder mit ihrens Geschwistern spielen, während sie nur uns Erwachsene hat.

Liebe Grüße
carstella

Beitrag von yozevin 23.05.10 - 22:41 Uhr

huhu

ich muss ehrlich gestehen, dass wir uns im vorfeld wenig gedanken darüber gemacht haben, ob der große eifersüchtig werden könnte.... allerdings sind unsere beiden auch nur 11 monate auseinander (Jaron 15 monate, aria 4 monate)! jaron hat zwar anfangs ein wenig sparsam geschaut, als wir aria aus dem krankenhaus auch noch mit nach hause gebracht haben, aber es fing schon bei den besuchen im krankenhaus an, dass er immer der erste sein musste, der nach aria schaut, wenn sie weint! sein erstes wort, was er auch mit der dazugehörigen tat verbunden hat, war "ei"... #verliebt auch hier zuhause muss er der erste sein, der beim weinen nach ihr schaut! wenn sie auf der decke liegt, macht er extra viel quatsch, weil er gemerkt hat, dass sie das lustig findet! wenn ich sie auf dem arm habe und auf dem sofa/sessel sitze, steht er bei uns und muss sie mit den worten "gillegille" unter den füßen kitzeln! manchmal wird das füttern dadurch echt zum akt, denn die dickmadame ist dann nur am grinsen! ;-) im moment steht er drauf, ihr die sinnlosesten geschenke zu machen, letztens hat unsere Süße genüßlich an meiner stinkesocke gelutscht, die Jaron ihr in die Hand gedrückt hat! #rofl

das einzige, was mir das zeichen gibt, dass jaron auf aria (ab und zu) eifersüchtig ist, ist, wenn ich aria im arm habe und jaron ist müde.... dann möchte er auch auf den arm und weint! ansonsten weiß er, wenn ich mit aria soweit fertig bin, ist er dran! allerdings "versteht" auch aria schon ab und zu, dass wir evtl auch mal die mahlzeit unterbrechen müssen, wenn jaron sich zb weh getan hat! zumindest habe ich das gefühl, dass sie´s versteht.... ;-)

wir haben von anfang an versucht, jarons bisherigen ablauf weiterlaufen zu lassen und aria einfach mit einzubinden! war anfangs nicht ganz leicht, weil wir irgendwie alle dauerkrank waren, aber es ging!

ich denke, je älter kinder werden und je weiter sie mit ihren geschwistern dann auseinander sind, desto größer wird das risiko der eifersucht! und "aufteilen" muss man sich auch, wenn die größeren geschwister 6,7,8 oder 9 jahre alt sind.... zurückstecken müssen die älteren kinder sowieso! und verständnis dafür kann man in dem alter auch nicht voraussetzen....

Zudem glaube ich auch, dass man, je länger man drüber nachdenkt, nur unsicherer wird und mehr und mehr contra-punkte findet! kinder lassen sich nicht planen! und das verhalten eures 1. kindes gegenüber dem 2. kind könnt ihr auch nicht planen.... ihr könnt ihn nur bestmöglich drauf vorbereiten und für ihn da sein! aber was passiert, weiß man (zum glück) ja nie!

LG Yoze

Beitrag von babylove05 24.05.10 - 00:14 Uhr

Hallo

Ich denk nicht das ein Kind leide wenn man es richtig macht.... dann waere jedes Kind das Geschwister hat ja leicht gestoert ...

Also solang man beiden die gleiche aufmerksamkeit gibt , und kein Kind hinten dran steht , wieso sollte dann das erste Kind leiden ....

Du musst eben von anfang an des grosse Kind mit einbeziehen ... das faengt bei uns schon in der ss an... Darian weiss das er bald ein Baby ins Haus bekommt .. sicher weiss er mit seinen 2 jahren nicht was es heisst, aber er ist jetz schon mit einbezogen... IN 12 Tagen kommt die kleine auf die welt , ich hab shcon alles stehen ( auch wippe und Krabbelbogen decke ) und lass unseren grossen schon alles erforschen .. auserdem weiss er das des Baby im Bauch ist und schmusst viel mit ihr ... seine Autos benutzen meinen Bauch als Autobahn und die Flieger als Ladebahn ....

Ausserdem werde ich nicht Stillen , daher darf er auch gleich Flasche geben , beim Waschen und Wickeln helfen und auch im Kh schon mit ins Bett Kuscheln .... Jetz darf er schon sachen fuers Baby mit aussuchen , aber bekommt auch immer selber ab und an eine Kleinigkeit wenn ich wieder Babyshopping gehe.... wenn ich z.b bei ebay was kaufe und es mit der post kommt , dann darf er es auspacken und anprobieren ( z.b Kopftuecher und Muetzen ) oder ausprobieren ... er erzaehlt dann auch immer stolz das es fuers Baby ist ...



Lg Martina

Beitrag von baldurstar 24.05.10 - 09:20 Uhr

ich habe mal gehört es wird umso schwerer je älter das erste kind schon ist.

weiss aber nicht ob es so stimmt da ich mit großem oder größerem altersabstand null erfahrung habe.

kann nur sagen wie es bei mir war und bei einer freundin von mir.

also bei meiner freundin war die tochter 14 als der bruder geboren wurde. anfangs fand sie es super und dann nach ner weile nur noch nervig weil sie halt jetzt mehr helfen muss, öfter mal aufpassen usw.
das wird scheinbar bei denen immer schwieriger da die tochter mehr freiheiten möchte aber statt dessen durch den kleinen bruder eben einfach nur immer mehr pflichten hat.

bei uns ist alles ganz einfach abgelaufen.
dave war 18 monate alt als sein bruder zur welt kam. er hat ihn vom ersten moment an total geliebt und wollte gleich zum kleinen ins bettchen dazu kriechen im kh *g
daheim wollte er dann auch flasche halten für s baby usw.
er hat sich kaum verändert und das was sich änderte war positiv da ihm bewusst wurde wohl das er jetzt groß ist und er hat immer schön rücksicht genommen auf den kleinen ohne das wir ihn dazu aufforderten und auch immer versucht ihn in spiele usw mit einzu beziehen, gefeiert wurde hier gar nich.

dann wurde ich als der mittelere 4 monate war ungeplant mit kind nummer 3 schwanger.
auch da war es kein problem. die brüder haben sich total gefreut als ich mit der kleinen schwester aus dem kh kam und sie lieben sie heiss und innig.
ab und zu ist es ihnen zwar sicher lästig wenn sie überall mit mischen will usw. aber spüren lassen sie sie das kaum.

aber ich habe oft gehört bei uns lief das so reibungslos wegen den kurzen abständen. ob das so stimmt keine ahnung.
wir haben auf jeden fall keien neg erfahrung.

und ich hab mich als kind wohl auch total gefreut als ich nen bruder bekam :)

geschwister haben ist eh immer toll. ich find das viel schöner als wenn man einzelkind ist.

Beitrag von josili0208 24.05.10 - 12:00 Uhr

Man sagt ja, dass genau das - also 3 Jahre - der schlechteste Altersabstand sei für Geschwister, weil 3jährige eben noch zu klein zum verstehen und zu gross um nicht eifersüchtig zu sein sind. Wenn Du verstehst was ich meine #gruebel
Allerdings kann ich Dir auch sagen, dass es letztendlich völlig wurscht ist. "Leiden" werden sie unter der Veränderung immer etwas. Meine Grosse war 6,5J alt als ihr Bruder kam und war höllisch eifersüchtig. Mein Sohn war 2J 4M, als die Kleine kam und war plötzlich extrem anhänglich und sehr sensibel. Es ist immer anstrengend wenn ein neues Baby kommt ;-)
lg jo

Beitrag von hebigabi 24.05.10 - 18:26 Uhr

Meine Große war 3 als ihr Bruder kam und liebte ihn sehr von Anfang an und war ihm gegenüber immer toll.

Mir gegenüber wurde sie dann erst nochmal so richtig trotzig und bockig- schließlich musste sie mich teilen und das wurde ihr dann erst bewusst, als ihr Bruder da war.

Du wirst oft das Gefühl haben beiden nicht gerecht zu werden- ob man sie mit einbezieht oder nicht - aber es spielt sich schnell ein.

Eine Kollegin hat mal eine tolle Geschichte zur Veranschaulichung erzählt:
Du kommst nach Hause und dein Mann sitzt mit einer fremden Frau im Arm auf dem Sofa und sagt zu dir - du- das ist Renate- die hab ich lieb und sie wird jetzt jeden Tag bei uns sein,in der Küche, im Wohnzimmer und auch bei uns im Bett - das ist so und das ist nun mal nicht zu ändern.

Hört sich doof an- ist aber so und genauso wie du dich mit Renate fühlst ;-) fühlt sich dein Kind mit einem neuen Geschwisterchen.

Ich sehs immer wieder in der Nachsorge was da kommt und wieviel schlechtes Gewissen man als Mutter oft hat, aber mal ehrlich- haben wir alle- die wir Geschwister haben- davon einen bleibenden Schaden behalten (außer den "Wunden" wenn wir uns mal gekloppt haben :-p)?
Ich denke nein!

Und es ist keine Sache des Altersabstands - ich hab schon 7 jährige gehabt, die verbal böse auf ihre Mutter eingegangen sind und alles wird dir zu schaffen machen- vor allem der Satz- du hast das Baby viel lieber als micht.

Wenn ihr ein 2. wollt, dann schert euch nicht um die Jahresabstände sondern macht einfach!

LG

Gabi

Beitrag von qayw 24.05.10 - 22:14 Uhr

Hallo,

meine Tochter (3 Jahre) ist bisher sehr wenig eifersüchtig auf ihren Bruder (5 Monate). Allerdings bekommt sie momentan eher mehr Aufmerksamkeit als er, und er geht noch nicht an ihre Sachen. Mal sehen, wie das später wird.

Aber, daß ältere Kinder ein Geschwisterchen besser "verkraften" als jüngere stimmt nicht. Ältere Kinder hatten die Eltern viel länger für sich und sind mehr daran gewöhnt.
Ich denke, wie das genau läuft, ist abhängig vom Charakter des älteren Kindes und vom Verhalten der Eltern.

LG
Heike