Inzest bestrafen?

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Beitrag von kruemel87 24.05.10 - 00:01 Uhr

Hallo,

mich würde mal eure Meinung interessieren...

Findet ihr, dass Inzest bestraft werden soll und wenn ja, womit bzw. in welchem Ausmaß und warum?
Ich meine jetzt natürlich "einvernehmlichen Inzest" unter Erwachsenen, also keine Missbrauchsfälle.

Gruß
krümel

Beitrag von mel130180 24.05.10 - 06:43 Uhr

Ich verstehe deine Frage nicht.

Inzest IST strafbar. Und das aus nachvollziehbaren Gründen. Von daher ist deine Frage vollkommen sinnbefreit.

Gruß
Mel

Beitrag von kruemel87 24.05.10 - 10:28 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort.

Mir ist bewusst, dass Inzest bestraft wird. Allerdings sind die Gründe für mich nicht so eindeutig nachvollziehbar.

Stell dir doch mal den Fall vor (wie in Leipzig geschehen), dass Geschwister nicht zusammen aufwachsen, sich als Erwachsene ineinander verlieben und eine Beziehung eingehen. Kann man wirklich dafür bestraft werde, dass man sich eben in diesen Menschen verliebt hat?

Die beiden haben mehrere Kinder gezeugt, der Mann kam dafür ins Gefängnis, die Frau war dann alleine mit den Kindern. Ist das denn gerechtfertigt oder nicht eher "doppelte Strafe"?

Gruß
krümel

Beitrag von mysterywomen 24.05.10 - 10:34 Uhr

War es nicht so dass die beiden wussten dass sie Geschwister sind #kratz

Beitrag von kruemel87 24.05.10 - 10:52 Uhr

Hmm, da bin ich mir nicht sicher. Sie sind jedenfalls nicht zusammen aufgewachsen, haben sich also nicht "als Geschwister empfunden", soweit ich das weiß.

Was ist denn deine Meinung bzgl. des Strafmaßes von Inzest?

Beitrag von mysterywomen 24.05.10 - 10:57 Uhr

So wie ich das verstanden habe wussten die beiden sehr wohl dass sie Geschwister sind und haben in meinen Augen mehrfach vorsätzlich gehandelt indem sie Kinder in die Welt gesetzt haben.

Über das Strafmaß bin ich nicht befugt zu entscheiden und überlasse dass anderen.

Beitrag von kruemel87 24.05.10 - 11:03 Uhr

Ok, danke.

Wie gesagt, ich wollte nur mal ein paar andere Meinungen zum Thema einholen.

Beitrag von josili0208 24.05.10 - 12:11 Uhr

#aha Die Kinder waren/sind alle behindert und wurden der Frau weggenommen, die beiden haben - soweit ich weiss - jedoch einfach weiter Kinder bekommen, bis der Mann zur Steri verdonnert wurde. Das ist nicht doppelte Strafe, das ist dumm und verantwortungslos!

Beitrag von kruemel87 24.05.10 - 12:18 Uhr

Dir auch danke für die Antwort.

Und jetzt - nachdem eben keine Kinder mehr aus der Beziehung hervorgehen können - dürften die beiden dann deiner Meinung nach als Paar zusammenleben?

Wie gesagt, ich brauche ein paar Meinungen für meine Seminararbeit zum Thema. :-)

Beitrag von josili0208 24.05.10 - 12:32 Uhr

Von mir aus. Was die beiden im Bett treiben, ist mir egal, solange es keinem schadet...

Beitrag von pegasus 24.05.10 - 08:09 Uhr

Hi

Also ich halte zwar davon auch nichts aber wenn schon straffrei,dann bitte mit vorigem Nachweis,das man sterilisiert ist und keine Kinder bekommen kann wg. der Gefahr von Missbildungen etc..!



LG Ramona

Beitrag von kruemel87 24.05.10 - 10:23 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort.

Würde das Inzest-Verbot nicht bedeuten (wenn man wegen des höheren Risikos von Behinderungen der daraus hervorgehenden Kinder bestraft), dass also behinderte Menschen "nicht erwünscht" sind? Sollte man dann z. B. auch Eltern bestrafen, die die Erbanlagen für bestimmte Krankheiten in sich tragen, die mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit an die Kinder vererbt werden, und sich trotzdem für Nachwuchs entscheiden?

Ich frage extra etwas provokant, hab das Thema im Studium für eine Seminararbeit und wollte einfach mal verschiedene Meinungen dazu hören.

Gruß
krümel

Beitrag von zeitblom 25.05.10 - 12:32 Uhr

Ausgezeichnete Frage, auf die offensichtlich niemand geantwortet hat, weil die Nähe zur Rassenideologie der Nazis wohl doch zu offensichtlich ist.

Konsequenterweise ist das Inzestverbot (unter Erwachsenen!) tatsächlich antiquiert und lässt sich nur auf alte Taboovorstellungen zurückführen.

Beitrag von valentina.wien 25.05.10 - 13:51 Uhr

"und lässt sich nur auf alte Taboovorstellungen zurückführen."

#pro

Beitrag von kruemel87 25.05.10 - 14:24 Uhr

#danke

Beitrag von paulfort35 24.05.10 - 11:38 Uhr

Gerade Dein Beispiel aus Leipzig zeigt, dass Inzest strafbar sein MUSS. Die Wahrscheinlichkeit, dass aus Inzest empfangene Kinder krank zur Welt kommen, ist hoch. Diese ungeborenen Kinder muss man schützen und das ist m.E. nach der Sinn der Inzest-Verbotes.

Beitrag von kruemel87 24.05.10 - 11:52 Uhr

Danke für deine Meinung.

Findest du denn auch die Art der Strafe - also eine Haftstrafe - richtig? Sollten Kinder aus Inzestbeziehungen in eine Pflegefamilie oder ein Heim kommen? (Müsste ja wahrscheinlich, wenn beide Eltern Haftstrafen bekommen würden.)

Was mich persönlich noch zum Nachdenken bringt:
Sollte dann auch bestraft werden, wenn nicht miteinander verwandte (lern-)behinderte Menschen Kinder bekommen? Denn in diesen Fällen ist das Risiko, dass die Kinder auch eine Behinderung haben, ja auch höher.

Gruß
krümel

Beitrag von silbermond65 24.05.10 - 11:59 Uhr

Sollte dann auch bestraft werden, wenn nicht miteinander verwandte (lern-)behinderte Menschen Kinder bekommen? Denn in diesen Fällen ist das Risiko, dass die Kinder auch eine Behinderung haben, ja auch höher.

Willst du dann spätgebärende Mütter auch gleich mitbestrafen? Weil das Risiko von Behinderungen ist ja bei deren Kindern eventuell auch höher.

Beitrag von kruemel87 24.05.10 - 12:01 Uhr

Eben. ;-)

Beitrag von silbermond65 24.05.10 - 12:09 Uhr

Also kommt das für dich aufs selbe raus?
Würdest du es begrüßen , wenn Inzest (gewollter,freiwillig wie auch immer du es ausdrückst) straffrei wäre???
Mag ja sein,daß es wie in Leipzig passiert ist ,die beiden nichts von einander wußten ,sich verliebt und ein Kind bekommen haben.
Aber wenn man dann weiß ,man ist Bruder und Schwester ,sollte man doch bitte auch seinen normalen Verstand einschalten und das ganze stoppen .Und das nicht nur wegen der Kinderschar,die da entstanden ist.
Und ja,ich bin dafür ,daß die Kinder dann in Pflegefamilien oder ins Heim kommen.Da sind sie wesentlich besser aufgehoben.

Beitrag von kruemel87 24.05.10 - 12:23 Uhr

Hmm... ich finde zumindest, dass der Geschlechtsverkehr an sich straffrei sein sollte. Vor ein paar Jahren/Jahrzehnten...waren ja auch homosexuelle Paare so kritisiert...
Dort besteht natürlich auch kein Risiko der Behinderung, das ist mir schon klar.

Aber kann man wirklich jemand dafür bestrafen, dass er/sie sich nun gerade in diesen Menschen verliebt hat?

Beitrag von silbermond65 24.05.10 - 12:31 Uhr

Vor ein paar Jahren/Jahrzehnten...waren ja auch homosexuelle Paare so kritisiert...


DIE sind aber auch nicht miteinander verwandt.

Hmm... ich finde zumindest, dass der Geschlechtsverkehr an sich straffrei sein sollte.

Das finde ich ganz und gar nicht.Inzest sollte weiterhin strafbar sein ,ob dabei nun Kinder entstehen oder nicht.

Beitrag von kruemel87 24.05.10 - 12:33 Uhr

Ok, danke für deine Meinung. :-)

Beitrag von parzifal 24.05.10 - 19:14 Uhr

Wie sieht es bei schweren Erbkrankheiten aus, die zu 25- 50 % beim Kind auftreten werden? Sollte mit gleicher Begründung auch dort die Beziehung strafbar sein?

Beitrag von morjachka 24.05.10 - 12:41 Uhr

Hallo!

Da Inzest verboten ist, sollte er auch bestraft werden.

Allerdings glaube ich nicht, dass man so etwas unbedingt angibt, deshalb bleiben die meissten Fälle wohl unbestraft.

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