Tipp: Wie Freundin helfen?

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Beitrag von irish.cream 24.05.10 - 12:45 Uhr

Hallo,

eigentlich bin ich schon ein Forum weiter - mein Sohn ist 2,5 Jahre alt.
Aber eine Freundin hat am Donnerstag ihr erstes Kind zur Welt gebracht:

Sie ist noch jung und füllt sich selbst überfordert, ich habe ihr alle Hilfe angeboten, die ich ihr bieten kann: War bei der Geubrt mit dabei, hab ihr Tipps gegeben, ihr Kindersachen geschenkt usw - letzte Nacht stand sie um kurz vor 1 bei uns vor der Tür: die Kurze hat stundenlang geweint und geschrieen und meine Freundin konnte einfach nicht mehr.
Somit hab ich sie (also die Mutter) ins Bett geschickt und mich die Nacht um die Kleine gekümmert.
Aber sie hat nicht geschrieen: Ab dem Zeitpunkt, als Mama ins Bett gegangen ist und die Kleine bei mir auf dem Arm war, ist sie sofort eingeschlafen und hat 5,5 Stunden durchgeschlafen bis zur nächsten Flasche. Danach ist sie wieder sofort eingeschlafen...

So: Mama hat nun mal wieder eine Nacht schlafen können und ist wieder mit der Kurzen zu Hause - aber so kann es ja nicht jede Nacht gehen...

Ihre Hebamme hat die Kleine jetzt in die Kinderklinik eingewiesen (Nikotinentzug?) - dort stehen ihr ja die Schwestern zur Seite...
und danach?

Meine Frage an euch ist einfach nur:
Wie weit darf oder sollte ich als Freundin gehen, um ihr zu helfen?
Ich will mich nicht aufdrängen (geht auch gar nicht, da sie sofort immer eingeschnappt ist...) - ihr einfach immer nur "zeigen", dass ich für sie da bin, wenn sie mich/uns braucht...
doch wo sollte ich die Grenze setzen, dass es nicht überhand nimmt???

Alles kompliziert, ich weiß...
Hoffe auf eure Meinungen/Erfahrungen

Grüße
ic

Beitrag von kula100 24.05.10 - 12:48 Uhr

Hallo,

ich denke mal die Grenze wie weit Du ihr helfen kannst bzw. darfst hängt von Deiner Freundin ab. Jeder ist halt anders was Hilfe annehmen angeht. Wir haben gerade so einen Fall in der Familie der gar keine hilfe annehmen kann oder will. Somit hast Du ja Glück das sie zu Dir kommt und Dir signalisiert das sie welche braucht.

lg kula100

Beitrag von neelix1979 24.05.10 - 12:52 Uhr

Hallo,

also ich denke auch, dass es davon abhängt, wo deine Grenzen sind. Du kannst ihr deine Hilfe anbieten und sie muss sie dann annehmen. Du darfst dabei nur nicht dich selbst vergessen. Immer wieder Nachtdienste geht dann auch nicht. Wenn das Kind wirklich unter Entzug leidet, muss sowieso professionelle HIlfe her. Auch ist es sicherlich so, dass die Mutter nervös und unruhig ist und das übertrag sich auch auf das Kind.

Wir alle wissen doch, das erste Mal Mutter zu werden ist nicht leicht. Man stösst oft an seine Grenzen. Die eine nimmt das lockerer und die andere nimmt es schwer.

Sei einfach für sie da, biete ihr Hilfe an, doch übernimm dich nicht. Sie muss es ja auch lernen.

Beitrag von irish.cream 24.05.10 - 13:43 Uhr

Genau das meine ich ja:

Ich war nunmal mit bei der Geburt - die Kurze war da, wurd mir in die Hand gedrückt von der Hebamme und ich sollte machen - ok, kein Thema...
ich wollte die Kleine dann der Mutter geben, nach dem Nähen, doch sie wollte nicht wirklich.. nach knapp 1 Minute sollte ich sie ihr wieder abnehmen...

Wenn Sie zu uns kommt, ist der erste Gang in die Küche (dort darf bei uns geraucht werden), die Kleine wird im Flur abgestellt - wenn sie weint, heißt es: "Kannst du mal gucken, ich mag grad nicht/rauche ja gerade" etc...
Ist für mich kein Problem: ich knuddel die Kleine gerne, füttern, wickeln, anziehen usw

aber ich denke mal, dass ich ihr nicht soo viel abnehmen darf, da sie sich ja sonst nie daran gewöhnen wird, oder???

Hach ja - alles schwer...
Jetzt bringt mein Mann die Beiden gerade ins KH (35 min. Autofahrt) - Sie WILL NICHT beim Kind bleiben, sie will wieder mit nach Hause...

Wie soll man soetwas denn bitte deuten???
Ich glaub ich mach mir nur mal wieder zu viele Sorgen, oder?!?

Grüße

Beitrag von nana141080 24.05.10 - 13:18 Uhr

Hi,

ich habe meiner alleinerziehenden Freundin vor fast 7 Jahren immer gesagt das ich ihr helf. Ich bin oft mitten in der Arbeit ne Stunde zu ihr weil sie nicht mehr konnte. Der Kleine hatte 3 Monatskoliken und Nikotinentzugserscheinungen.

Er hat oft bei uns geschlafen (damals hatte ich ja noch keine Kinder) damit sie sich ausruhen kann.

Heute weiß ich das sie eine Wochenbettdepression hatte die keiner behandelt hat.

Das wichtigste ist reden und sie nicht alleine lassen. Einfach mal anrufen und fragen ob du kommen kannst und dann ne Stunde spazieren gehst oder so. Oder auch mal sie zum Friseur/Massage schicken während du Baby und Haushalt hast;-).

Im KH wird ihr bestimmt auch mit geholfen. Die Hebammen werden eine WBD erkennen und behandeln. Hoffe ich.

VG Nana