*Umfrage* wie wichtig ist euch die örtliche Infrastruktur

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Beitrag von samantha1980 24.05.10 - 18:25 Uhr

Hallo ihr Lieben,
die Frage steht ja schon oben!
Wie wichtig ist für euch die örtliche Infrastruktur?
Ich fange mal an, noch wohnen wir ca. 10 km von einer Großstadt entfernt zur Miete. Direkt vor der Haustür hält sie S Bahn, die mich auch in einer halben Stunde in die Innenstadt der Großstadt fahren würde. Ansonsten gibt es hier Schule von Klasse 1 bis 10, mehrere Kindergärten, viele Einkaufsmöglichkeiten, mehrere Sportvereine usw. Wir vermissen hier eigentlich nichts.
Wir werden aber in absehbarer Zeit in ein kleines Dorf ziehen, welches 13 km weiter weg von hier ist. In dem Ort gibt es eigentlich, bis auf einen Tante Emma Laden nichts. Dennoch befindet sich in 3 km Entfernung eine Kleinstadt, welche die oben genannten Sachen, wie Sportvereine, Schulen usw. auch aufweist.
Wir haben ja noch keine Kinder, was sich in absehbarer Zeit aber ändern könnte. ;-)
Die Bedenken meines Mannes sind, dass wenn wir mal Kinder haben, diese größer sind und Freizeitaktivitäten haben, dass man dann jeden Tag damit beschäftigt ist, die Kinder von A nach B zu fahren.
Im Großen und Ganzen ist mir eine gute Infrastruktur schon wichtig, und da wir beide einen Führerschein haben, und alles in 5 Minuten erreichen können, werde ich hoffentlich zufrieden sein, in einem Ort mit Tante Emma Laden, und einer Kleinstadt in 3 km Entfernung. ;-)

Beitrag von mella1980 24.05.10 - 18:36 Uhr

Hallo,

ich finde die örtliche Infrastruktur total wichtig. ICh wohne mitten in der Großstadt, habe die U-bahn vor der Haustür, S-Bahn und Straßenbahn 100m weiter.

Zur Arbeit, Kita, Schule sind es mit dem Fahrrad ca 10-15 Minuten. Der Supermarkt, Bäcker etc. ist auf der anderen Straßenseite. Wenns mal später wird, ist der Spätkauf gleich nebenan.

Da mein Mann und ich beide keinen Führerschein haben, ist das so auch ganz gut so.
Ich finde es recht bequem so und möchte das auch nicht anders haben.

Leben auf dem Dorf mit nur einem Tante Emma Laden oder nur einem Bus alle paar Stunden wär für mich der blanke Horror.

Gruß Mella

Beitrag von nisivogel2604 24.05.10 - 18:38 Uhr

Mir war Infrastruktur mal super wichtig. Bis wir umgezogen sind.

Jetzt wohnen wir mitten im Dorf. In die nächstgrößere Stadt sinds 17km, zum nächsten Aldi 10. Wir haben hier 1 Tankstelle, 1 Kindergarten, 1 Bäcker und einen Bus der Mittags um halb 12 das erste mal fährt. Das zweite und letzte mal fährt er um 18 Uhr.

Dafür wohnen wir hier in einem Haus mit Garten, weit weg von sozialen Brennpunkten und haben nicht 100 Nachbarn um uns rum. Natürlich ist die Miete dementsprechend günstig.

lg

Beitrag von miau2 24.05.10 - 18:58 Uhr

Hi,
ich finde ein Mindestmaß an Infrastruktur wichtig.

Ich muss nicht den speziellen Sportverein, ein Schwimmbad, ein Gymnasium vor der Tür haben.

Ich möchte in Fußwegnähe einen Kindergarten, eine Grundschule, einen Bäcker haben. Und eine gute Öffi-Anbindung an die Stadt.

Guck dir doch mal an, wer so alles Taxi spielt ;-), und frag dich dann, wie groß der Prozentsatz derer ist, wo es wirklich sein MUSS. Ich bin in der 5. Klasse mit dem Bus in die Schule gefahren (war mit Weg zur Bushaltestelle, den ich natürlich zu Fuß zurücklegen musste und nicht chauffiert wurde ca. eine halbe Stunde unterwegs, wetterbedingt schulfrei hatte ich genau ein Mal). In der 6. Klasse bin ich mit dem Bus z.B zur Musikschule gefahren, ca. 45 Minuten Fahrzeit + einiges an Fußmarsch in der Stadt. War alles nie ein Thema, wobei es beim Beginn vom Nachmittagsunterricht (Oberstufe) schwerer zu organisieren und mehr Stress wurde. Aber selbst DA ging es noch. Zum Reiten bin ich mit dem Fahrrad gefahren - 6 km pro Strecke durch den Wald, zu jeder Jahreszeit. Bedenken hatten meine Eltern übrigens nie, wobei ich die Auflage hatte, wenn es abends dunkel wurde den Fahrradweg neben der Straße zu nutzen (ein Umweg von 2km).

Taxi Mama? Da hätte ich lange bitten und betteln können, das stand nie (als regelmäßige Einrichtung) zur Debatte. Bus- und radfahren für "Freizeitvergnügen" war selbstverständlich.

Und heute? Heute werden 15jährige zum Turnen, zum Fußball, wohin auch immer kutschiert. Regelmäßig, dauerhaft. Zur Schule mit dem Bus? Aber warum denn, man kann sie doch fahren...

Langer Rede, kurzer Sinn: kommt darauf an, was man daraus macht. Und wie man seine Kinder erzieht, bzw. wozu man sich durch seine Kinder erziehen lässt ;-).

Wenn unsere Kinder die Grundschule hinter sich haben werden sie - je nach Schule - mit der Bahn oder mit dem Schulbus fahren. Wenn ich zufällig den gleichen Weg auf dem Weg zur ARbeit zurücklege nehme ich sie gerne mal mit, aber ein Taxiunternehmen werde ich nicht aufmachen. Und wenn sie es erwarten werde ich mich hoffentlich fragen, was ich falsch gemacht habe.

Für den Sportverein gibts eine Busanbindung oder wahlweise ein Fahrrad (auch wenn wir am Rand vom Taunus wohnen ist der Weg bis zum Stadtrand, wo unser Turnverein und auch ein möglicher Fußballverein sind relativ eben).

Ich habe allerdings keine Lust, wie eine Bekannte schon für Brötchen morgens ein Auto zu brauchen...oder zwangsweise für den Kindergarten (wobei ich zumindest anfangs fahren werde, denn eine Krippe bietet der Ort nicht). Und auch eine Grundschule in Fußnähe finde ich prima, denn da wäre so meine innerliche Grenze der "Busanreise" (wobei auch das sicher möglich wäre). Ärzte in relativer Nähe sind mir wichtig, denn ich hätte keine Lust, wenn es mir schlecht geht erst mal zwangsweise 20 Minuten überland zu fahren für den nächsten Arzt. Und ich möchte auch keine Stunde unterwegs sein, um überhaupt nur zum Wartezimmer eines diensthabenden Kinderarztes am Wochenende zu gelangen.

Also, ein Mindestmaß an Infrastruktur, Nähe zur nächsten Stadt und eine gute Anbindung - super. Unser "Vorort", wo wir jetzt hinziehen hat weniger als 2.500 Einwohner, liegt ein paar wenige km vor dem Stadtrand und bietet all dies inmitten von Obstwiesen und Feldern- und eine Bahnanbindung, die uns in wenigen Minuten in die Innenstadt bringt. Perfekt.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von sandee222 24.05.10 - 19:24 Uhr

Ich habe zwar den Führerschein,aber Angst,zu gahren und kann es mir auch nicht leisten-und ich hasse es ,vom Auto abhängig zu sein.Also,ich brauche in meiner nähe wenigstens eine Bushaltestelle,wo alle halbe Stunde ein Bus fährt,und einen Edeka oder so,eine Tanke,ein Kiosk,das ist das mindeste.Mein Freund wohnt weit raus,der wäre ohne Auto aufgeschmissen-das heißt,er fährt auch fahrrad,aber mit Kindern wär das schon anders.Er versteht ich in dem Punkt nicht,er will mal mit mir und den Kids(wir erwarten ein Baby) auf`s LAnd ziehen-ich würde lieber in die Stadt-(ist eine Kleinstadt,viel Grün,viele Spielplätze,alles schick;-))
Naja.Er beginnt,mich zu verstehen(hoffe ich)-aber soweit kann man eh nicht gemeinsam planen.Leider.(Wir haben öfters Streit).Ich denke,das Beste ist,man ist möglichst autonom mit den Kindern,auch ohne Mann und ohne Auto-man weiß ja nicht,was kommt.
Aber wie gesagt,ich bin auch ängstlich geworden durch schlechte Erfahrungen.
lg,sandee

Beitrag von 1familie 24.05.10 - 20:13 Uhr

Hallo,

wir wohnen im Speckgürtel von einer Großstadt und ich hab alles das:

Direkt vor der Haustür hält sie S Bahn, die mich auch in einer halben Stunde in die Innenstadt der Großstadt fahren würde. Ansonsten gibt es hier Schule von Klasse 1 bis 10, mehrere Kindergärten, viele Einkaufsmöglichkeiten, mehrere Sportvereine usw. Wir vermissen hier eigentlich nichts.


Was du geschrieben hast und niemals würde ch darauf verzichten wollen.
Wir haben ein Haus mit Garten und haben 2 Autos

Schon allein, weil wir zwei Kinder haben, finde ich all das sehr wichtig, denn wenn sie grösser sind, können sie auch mal alleine irgendwohin, vieleicht möchten sie mal allein zu Freunden oder zum Shoppen, ins Kino ....
Ich bin gern bereit meine Kinder auch zu kutschieren, aber eben nicht immer.

Ich würde niemal in einen Ort ziehen, wo es nur einen Emma Laden gibt.

Gruss

Beitrag von kerstin7t9 24.05.10 - 20:17 Uhr

Hallo!

Also ich bin zwar ein Stadt-Hasser, für meinen Geschmack muss mein Wohnort aber schon ein gewisses Maß an Infrastruktur haben. Da wäre mir ein Tante-Emma-Laden zu wenig. Kindergarten und Grundschule sollten wenigstens vorhanden sein, idealerweise auch ein paar Geschäfte und Möglichkeiten der Freizeitgestaltung (also Verein o.Ä.).

LG Kerstin


Beitrag von nebelduft 24.05.10 - 20:22 Uhr

Hallo,

ich würde NIEMALS so am Arsch der Welt wohnen wollen, mir ist Infrastruktur sehr sehr sehr sehr wichtig!
Ich möchte den nächsten Supermarkt zu Fuß erreichen können, ich möchte MENSCHEN um mich rum haben, keine Wald- und Wiesenlandschaft. Ich finde es so toll in einer Großstadt zu wohnen, ich fände es schrecklich in einem Kuhkaff zu wohnen, wo jeder jeden kennt, es reicht schon, wenn ich einige Leute aus meiner Straße kenne. Im Dorf gibts immer gerede und Lästereien, Landeier sind total intolerant was z.B. Homosexualität anbelangt, nein, definitiv wäre der Ort an den zu ziehen willst nichts für mich. Da wollt ich nichtmal tot überm Zaun hängen!

Beitrag von sandra7.12.75 24.05.10 - 21:58 Uhr

Du bist doch benebelt#zitter#zitter#zitter.

Ich wohne auch ländliuch und mein Nachbar ist Schwul.Wo ist das Pr
oblem???

Beitrag von gingerbun 24.05.10 - 22:11 Uhr

Hallo,
ich persönlich finde es gut wenn man nicht jeden Furz mit dem Auto erledigen muss. Wir wohnen etwas ausserhalb aber haben Bahn und Bus-Anschluss und kommen mit einem Auto aus. EInige Läden haben wir auch hier sowie Schule und Kindergärten. Ich kann aber nicht sagen dass ich es total ablehnen würde ganz ausserhalb zu wohnen. Nur so wie es jetzt ist finde ich es für uns ideal.
Gruß!
Britta

Beitrag von sassi31 25.05.10 - 03:31 Uhr

Hallo,

sehr wichtig. Ich komme zu Fuß in die Innenstadt, zum Bahnhof, zum Einkaufen und zum Arzt. Früher sogar zur Arbeit. Schulen sind hier auch in der Nähe und die Bushaltestelle keine 5 Gehminuten entfernt. Zwar habe ich ein Auto, finde es aber dennoch gut, nicht unbedingt darauf angewiesen zu sein.

Gruß
Sassi

Beitrag von schwarzbaer 25.05.10 - 08:39 Uhr

Infrastruktur ist das a und o.
wir sind in eine Berliner Speckgürtel-Gemeinde gezogen als unsere Kids ein halbes Jahr und 3 Jahre alt waren.
Schon vor dem Kauf des Grundstückes haben wir folgende Muss-Kriterien aufgestellt:
- gute Krippe und Kita mit anständigen Öffnungszeiten und verfügbaren Plätzen vor Ort
- gute Grundschule vor Ort mit Hort und Ferienbetreuung und vor allem! keine Kinderexperimente wie JÜL in Berlin, wo Klasse 1 - 3 zusammen unterrichtet werden
- Supermarkt, Drogerie, Bäcker, Fleischer und was man sonst noch braucht in Laufweite
- S-Bahn-Anschluß in Laufweite

Euer Plan wäre für uns ein no-go. was wenn mal das Auto kaputt ist? Oder ihr könnt euch wegen Kind(er) nur noch 1 Auto leisten und das braucht Mann um zur Arbeit zu kommen (mal die klassische Rollenteilung vorausgesetzt)? Ganz schlimm wird es wenn beide arbeiten - und man morgens erst noch die Kids abwerfen muss und dadurch erst spät (zu spät?) in der Arbeit aufschlägt. Überlegt Euch das gut! Außerdem müsstest Du permanent die Kids hin und herkutschieren - meine Große ist jetzt 1. Klasse und läuft alleine mit ihren Kumpels in die Schule und kommt auch nachmittags alleine aus dem Hort zurück - das entspannt...

Fazit: mit Kindern würde ich das nicht machen.

Beitrag von kimchayenne 25.05.10 - 11:56 Uhr

Hallo,
wir wohnen auch in einem Dorf,allerdings im Tourismusgebiet.Hier gibt es Kindergarten,Grundschule,Sportverein,Tankstelle,Schlachter,Bäcker,Edeka,Sky,2 Eisdielen,Allgemeinmediziner und diverse Andenkenläden.Nächste Kleinstadt sind 10 km ,dort finde ich Aldi,Lidl usw.diverse Fachärzte,im Notfall auch mit dem Bus zu erreichen.Uns gefällt es hier und es ist genau das was wir haben wollten.Wir haben nur ein Auto,aber wir haben auch Fahrräder und unsere Kinder sind selbstständig erzogen und können alleine mit dem Rad zum Sport oder ähnlichem fahren.Ich habe es auch nicht eingesehen für meien Kids ständig das Taxiunternehmen zu sein,die Mädchen fahren auch mal 3km zu Ihrer Freundin mit dem Rad und die JUngs fahren auch mal die 10km in die Kleinstadt.Hier ist das kein Problem.
Liegt aber sicherlich auch an jedem selber,wenn ich nicht noch Geld verdienen müsste dann würde ich auf eine Hallig ziehen,ich habe gerne meine Ruhe und viel Natur um mich rum,Großstädte sind mir ein Gräuel obwohl ich selber aus einer Großstadt komme.
LG Kimchayenne

Beitrag von lucccy 25.05.10 - 13:52 Uhr

Hallo,

kurze Anmerkung: es kommt drauf an, wie man damit umgeht.

Ich komme vom Dorf, 4km zum nächsten Ort, 8km zur nächsten Stadt.
Morgens auf dem Weg zur Arbeit hat meine Mutter mich mit zur Grundschule genommen, nach der Schule hab ich gewartet, bis sie mich nach Hause nehmen konnte. Einmal die Woche ging es nachmittags in den Ort zum Musikunterricht. Freunde findet man zum Spielen meist in der Nachbarschaft, kutschieren also unnötig.
Die weiterführende Schule war dann in der Stadt. Ab da hatte ich ein Busticket und einen Haustürschlüssel. Kutschieren fiel weg, denn ich konnte ja zu Fuß zur Bushaltestelle. Wenn ich nachmittags irgendwohin wollte, hatte ich ein Fahrrad. Bei schlechtem Wetter konnte ich natürlich Busfahren und wenn abends mal kein Bus mehr fuhr, wurde ich natürlich auch abgeholt. Ich war also grundsätzlich sehr mobil, wurde auch gerne mit dem Auto gefahren, aber ständiges Kutschieren wäre meinen Eltern nicht in den Sinn gekommen (und hätte meinem anerzogenen Sinn nach Selbstständigkeit und Freiheit nicht entsprochen).

Gruß Lucccy

Beitrag von gunillina 25.05.10 - 15:38 Uhr

ICh würde da nie wegziehen wollen. Ihr wohnt ideal, wobei ich na klar nicht weiss, wie eure wohnliche Situation aussieht.
Andererseits könnt ihr ja, wenn die Kinder dann größer sind, wieder umziehen. Man muss ja nicht auf ewig an einem Ort wohnen bleiben, wenn sich die persönliche Situation ändert.
L G
G

Beitrag von imzadi 25.05.10 - 20:22 Uhr

Ich habe 20 Jahre in einem 50 Einwohnerdorf gelebt wo es NICHTS gab, weder ein Geschäft, eine Gaststätte oder einen Zigarettenautomaten. Am Tag fuhren 3 Busse und der nächste Bahnhof war 15 KM entfernt. Ohne Auto ging dort gar nichts. Und trozdem war das Leben dort schön.

Nun wohne ich in einer Kleinstadt wo 50 Meter weiter ein riesiger Supermarkt ist, Schule, Kindergarten und Ämter in Laufreichweite. Ist schon nicht schlecht. Aber auf mein Auto würde ich nie verzichten weil mir öffentliche Verkehrmittel ein grauen sind.