Morgen OP - Schilddrüse raus - bin nervös! :(

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von amanda82 24.05.10 - 19:07 Uhr

Guten Abend!

So, morgen ist es nun endlich soweit. Muss halb 7 im KH sein und 8 Uhr ist die OP!

Es fing Ende März an mit einer Punktion. Hab ja Knoten und der Befund Mitte April lautete: "follikuläre Proliferation" ... Gruppe 2-3
also raus mit dem Mistding ;-)

Ja und nun ist es morgen soweit. #zitter
Hab weniger Angst vor der OP, als vielmehr vor der Narkose. Meine Mutter sagte mir zwar, dass ich mit 3 oder 4 schon mal operiert wurde, aber davon weiß ich ja nix mehr. Meine Mutter und meine Schwester hatten nach der Narkose Aufwachprobleme und übermäßige Übelkeit. Gehe davon aus, dass es dann wohl bei mir nicht viel anders sein wird. Hab das auch gesagt, der Anästhesist meinte, hätte wohl was mit den Enzymen zu tun, also dass der Körper das langsamer abbaut. Er nahm es recht locker, hat es aber mit aufgeschrieben und gemeint, er wäre ja die ganze Zeit dabei ...

Mein Mann kommt morgen früh mit, er will die ganze Zeit im KH bleiben. Meine Schwiegermutter zieht für die Tage bei uns ein, um meinen Mann im Haushalt und mit den Kindern zu unterstützen. Bin auch echt froh, aber der Kleine ist noch gar nicht wirklich fremd betreut worden, weil ich noch stille. Zwar deutlich weniger, aber eben nachts immer noch. Hab mir enge Shirts angezogen, aber die zog ich wohl im Halbschlaf aus #klatsch Naja, jetzt wird ja zwangsläufig abgestillt und an Omi ist er auch gewöhnt, weiß halt nur nicht wie es nachts ist oder eben über mehrere Tage hinweg. #schmoll Mach mir voll die Vorwürfe, aber es ging alles so schnell #hicks

Hab auch bissl Angst vor dem endgültigen Befund. Ist ja nicht sicher, ob es nun möglicherweise nicht doch schon Krebs ist. Meine Oma ist schilddrüsenoperiert und ihre Schwester und Mutter sind beide an Schilddrüsenkrebs gestorben #heul Mein Opa hat auch Krebs (zum Glück nur oberflächigen Hautkrebs, der komplett entfernt wurde, aber trotzdem) ... man sagte mir schon, weil ja nur ein Knoten punktiert wurde, dass die Schilddrüse ja danach sowieso pathologisch untersucht wird und sich erst dann herausstellt, ob es Krebs ist oder nicht ... #schmoll

Meiner Schwiegermutter wurde 2008 die Schilddrüse rausgenommen, aber sie hatte einfach nur einige Knoten. Da ging auch alles gut ...

Und nun werd ich langsam kribbelig. Hab irgendwie Angst, nicht mehr aufzuwachen. Hab heut extra viel mit den Kindern gespielt und die Zeit richtig genossen. Der Kleine war heut totaaaaal anhänglich, aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein #gruebel

Hätte gern einige liebe Worte noch, bestenfalls auch von "Schilddrüsenopfern" :-p

Wah, nur noch 13 Stunden #zitter
Mir ist richtig schlecht :-(

LG Mandy

Beitrag von miau2 24.05.10 - 19:22 Uhr

Hi,
ich drück dir die Daumen.

Bei mir war die SD 2004 dran, trotz unauffälliger Punktion (meine Meinung zu Punktionen: überflüssig...) wurde sie kurz danach entfernt, zum Glück. Ich hatte Krebs, pappilläres SD-Ca, ein Teil der umliegenden Lymphknoten war betroffen.

Während der OP wurde bereits ein Schnellschnitt gemacht in der Pathologie, der hat bereits ein eindeutiges Ergebnis geliefert und mir damit die zweite OP erspart (wurde direkt weiter operiert).

Die Narkose war kein Problem, mir war zwar danach übel, der erste Kamillentee ist auf der Bettdecke gelandet, was aber für den Pfleger, der auf der "Wachstation" Dienst hatte absolut kein Problem war...ein bißchen Probleme mit Husten (durch den Schlauch beim Intubieren) hatte ich die ersten Tage, aber nicht wirklich schlimm. Die Stimmbänder sind unverletzt geblieben.

Ich lag die erste Nacht auf der Wachstation, so ein Mittelding zwischen normaler und ITS...aufgestanden bin ich am Tag nach der OP, das ging ziemlich problemlos.

Ich hatte Drainagen liegen, die waren lästig, als die endlich (ich glaube, am 3. Tag) entfernt wurden gings direkt erst mal unter die Dusche.

Die OP-Narbe ist gut verheilt, die Heilung verlief weitgehend schmerzfrei, und die Einstellung mit SD-Hormonen war unproblematisch. Ich habe zwei RAdiojod-Therapien hinter mir und bin seit dem krebsfrei (toi, toi, toi...).

Was lebenslang ein Problem bleiben wird ist dass bei mir sämtliche Nebenschilddrüsen zerstört wurden, damit muss ich halt leben, ich denke, ich habe mich mit diesen Folgen ganz gut arrangiert und lebe weitestgehend normal (dauert halt eine Weile, bis man das und die Folgen akzeptiert).

Die OP war bei mir alternativlos, eigentlich war schon viel zu lange gewartet worden...ich drück dir die Daumen, dass alles gut verläuft, das wird schon werden. Kannst dich ja mal melden, wie es verlaufen ist.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von amanda82 24.05.10 - 20:05 Uhr

Uow, das ist ja heftig!!! #schock
Die Punktion war ja auch schon der Hammer bei mir. Von wegen nicht schmerzhaft. Ich bin bald gestorben. Weiß gar nicht warum. Hab mir vorher eigentlich keinen Stress gemacht, aber die Punktion war echt mega schmerzhaft für mich. Hab gedacht, die zieht die gesamte Schilddrüse durch die Kanüle. Wäre fast ohnmächtig geworden, zumal die gleich 2 Mal punktieren musste, weil der Knoten beim ersten Versuch kein Gewebe frei gab *autsch*

Hab eben schon gesagt, wäre echt geil, wenn ich morgen früh aufwache und die Schilddrüse fröhlich neben mir im Bett liegt. :-p wird ja nur leider nicht dazu kommen #schmoll

Naja, da muss ich nun durch und nun kann ich nur hoffen, dass es nicht so dramatisch endet, wie bei dir. Wäre mir schon ganz lieb, wenn nix weiter wäre. Einfach nur raus und Ruhe (bis auf Einstellen der Medikation) .... Nebenschilddrüsen sollen auch rechts stehen bleiben. Links soll alles raus. Bin ja mal gespannt. Hätte dich jetzt gern gefragt, wie lange die OP so dauert, aber wenn du eh gleich weiter operiert wurdest, lässt sich das wohl eher schwer einschätzen.

Oh Mann ... naja ... wird schon gut gehen ...
Danke für deine lieben Worte :-)

LG Mandy