Wie viel kann der Vormieter bei Küchenübernahme für die Küche verlange

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von -sista- 24.05.10 - 19:35 Uhr

Hallo!

Wir haben uns heute eine Wohnung angeschaut. Diese gefällt uns auch sehr gut. Der "Nachteil" ist jedoch, dass der neue Mieter die Küche übernehmen MUSS (ist das legitim?)!

Jetzt zu den Daten: Die Küche ist 3 Jahre alt und hat neu 4.500 Euro gekostet. Die jetzigen Mieter haben sie bezahlt und wollen noch 3.000 Euro dafür! Das erscheint mir doch relativ viel für eine gebrauchte Küche. Diese sieht zwar super aus, aber trotzdem... #kratz

Habt ihr in dieser Hinsicht Erfahrungen? Ich freue mich über jede Antwort!

Vielen Dank und noch einen schönen Montag!

LG Jana

Beitrag von baltrader 24.05.10 - 19:45 Uhr

Hallo Jana!

Ist das im Mietvertrag festgehalten, daß die Küche übernommen werden muß?
Wie ist das generell so in Eurer Wohngegend. Bei uns hier wird fast ausschließlich mit Küche vermietet, habe aber gelesen, daß das sonst sehr unüblich ist.

Verlangen kann der Vormieter ja was er will, letztenendes ist die Wohnung wahrscheinlich schon gekündigt und wenn das nicht über den Vermieter läuft, würde ich es drauf ankommen lassen und ein Angebot machen, was ihr noch zahlen wollt.
Wir haben vom Vormieter noch Heizöl und eine Gartenhütte übernommen, unterm Strich haben wir beides geschenkt bekommen, da wir einen Monat früher eingezogen sind (somit eine Miete gespart haben) und er dann die Hütte nicht mehr abbauen wollte. Habe dann gesagt, entweder abbauen oder eben für den halben Betrag stehen lassen, da er in der neuen Wohnung keinen Garten hatte, hat er sie uns dann für den vorgeschlagenen Preis gelassen.

Lg,

Mimi

Beitrag von -sista- 24.05.10 - 19:56 Uhr

Hallo Mimi!

Ich weiß nicht was im Mietvertrag festgehalten wird bzw. ist... Die Wohnung wurde von den jetzigen Mietern noch nicht gekündigt. Sie bauen und werden wahrscheinlich zum 01.11. ausziehen... Sie haben gemeint, dass der Vermieter will, dass die Küche übernommen wird. Aber kann er das so bestimmen, wenn er sie gar nicht bezahlt hat???!!!

Ich weiß auch nicht, was bei uns in der Gegend so üblich ist. Ich denke das ist unterschiedlich!

Ich weiß nicht, aber mir erscheint ein Preis von 3.000 Euro deutlich zu hoch!

Beitrag von nick71 25.05.10 - 12:57 Uhr

"Sie haben gemeint, dass der Vermieter will, dass die Küche übernommen wird."

Darauf würd ich den Vermieter aber selber noch mal ansprechen. Wer weiß, was die jetzigen Mieter sich aus den Fingern saugen, um ihre Küche an den Mann zu bringen.

"Ich weiß nicht, aber mir erscheint ein Preis von 3.000 Euro deutlich zu hoch!"

Finde ich auch. Ich würde wahrscheinlich maximal die Hälfte des Neupreises dafür geben.

Beitrag von werner1 24.05.10 - 19:56 Uhr

Hallo,

kümmere dich nicht um das, was der Vormieter will.
Mit dem schliesst du keinen Mietvertrag.

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von -sista- 24.05.10 - 20:00 Uhr

Hallo Werner,

aber die Vormieter haben die Küche doch bezahlt... #kratz Kann dann der Vermieter festlegen, dass wir diese übernehmen?! Das leuchtet mir nicht ganz ein...

Viele Grüße
Jana

Beitrag von werner1 24.05.10 - 20:08 Uhr

Kann dann der Vermieter festlegen, dass wir diese übernehmen?! Das leuchtet mir nicht ganz ein...

Das kann der Vermieter nicht, weil er gar nicht der Eigentümer ist.
Ausserdem würde sich kein normaler VM in so etwas einmischen, wozu auch.
Mir persönlich ist es völlig egal, was ein Mieter mit seiner Küche macht, verkaufen, mitnehmen, wegwerfen - was geht das mich an ?

Trenne dich von dem Gedanken, dass der Vormieter da irgendein Mitspracherecht über den Mietvertrag hat.

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von -sista- 24.05.10 - 20:14 Uhr

Danke Werner!

Viele Grüße

Beitrag von enelya 24.05.10 - 20:25 Uhr

Hallo,

ich denke, Werner hat es schon richtig gesagt, der Vormieter kann sagen was er will. Mit ihm schließt du ja keinen Vertrag ;-)
Wenn der Vermieter allerdings will, dass die Küche in der Wohnung bleibt, kann er sie selber ja vom Vormieter kaufen und als Bestandteil der Wohnung mit vermieten.

Du hast auf keinen Fall die Verpflichtung, die Küche zu kaufen. Schon gar nicht zu einem Preis, der dir nicht gefällt. Wenn Ver- und Vormieter allerdings in diesem Punkt zusammen arbeiten, kann es natürlich sein, dass du die Wohnung nicht kriegst.

Liebe Grüße,
Enelya

Beitrag von -sista- 24.05.10 - 20:31 Uhr

Ja, die Befürchtung habe ich auch... Ich schau einfach mal! ;-)

Danke Enelya!

Beitrag von knutschka 24.05.10 - 20:37 Uhr

Hallo,

wir haben unsere Wohnung vom Vormieter übernommen. Da die Wohnung toll war und es sicher mehrere Anwärter gab, haben wir es zu seinen Konditionen gemacht: die Wohnung wurde nicht neu renoviert (die Tapeten waren aber auch erst 1 Jahr alt) und gegen eine Abschlagszahlung von 1000€ von uns übernommen. Dafür erhielten wir die Küche (Alter 3,5 Jahre, Neupreis 3500 €) und einen Laminatfußboden in Wohn-, Arbeitszimmer und Flur. Der Preis war dahingehend in Ordnung, da wir an einen Makler etwa genauso viel gezahlt hätten. Außerdem brauchten wir ja sowieso einen Fußbodenbelag und wollten Laminat (die Wohnungen werden hier sonst ohne Fußbodenbelag vermietet) und die Küche passten dann wenisgstens genau und wir hatten keine Arbeit damit.

Mehr hätte ich jedoch nicht bezahlt.

Für unsere alte Küche haben wir noch 450€ bekommen (Neupreis: 1800 €).

Ich weiß nicht, ob wir uns auch einfach so an die Wohnungsgesellschaft hätten wenden können und den Vormieter damit umgehen. Aber für mich war es in Ordnung so.

LG Berna

Beitrag von jeannylie 25.05.10 - 06:52 Uhr

Also meines Wissens MUSS man keineswegs die Küche übernehmen!
Der Vermieter kann einen hierzu auch nicht zwingen.
Ob der Preis angemessen ist müßt Ihr entscheiden. Ich würde dies auch von der Gewährleistung abhängig machen. Ist die Küche z.B. aus einem Küchenstudio und wurde durch deren Handwerker eingebaut (Achtung : nachfragen!) hat man 5 Jahre Gewährleistung. Also weniger Risiko für Euch.
Wurde sie selbst gekauft und z.B. durch dritte eingebaut ist die GWL-Frist ja schon abgelaufen. Würde einen geringeren Preis rechtfertigen.

LG

Beitrag von peterpanter 25.05.10 - 08:58 Uhr

Hallo Jana,

Du musst nicht die Küche übernhehmen und der Vermieter muss Dir nicht die Wohnung vermieten.

Wenn die Küchenübenahme Bedingung - warum auch immer- ist, dann bezahle die geforderte Summe oder verzichte eben auf diese Wohnung.

grüßle

peter

Beitrag von werner1 25.05.10 - 09:26 Uhr

#Du musst nicht die Küche übernehmen und der Vermieter muss Dir nicht die Wohnung vermieten. #

Den Satz kann man so nicht stehen lassen.

Das würde ja bedeuten, dass der Vermieter daran ein Interesse hat, dass der Vormieter seine Küche möglichst teuer verkaufen kann.
Ich würde z. B. nie dem einen Mieter, der auszieht, und mit dem ich dann nichts mehr zu tun habe, noch ein Riesengeschenk machen,
und gleichzeitig damit den neuen Mieter, der einzieht, und mit dem ich jahrelang zu tun habe, damit verärgern.

Wenn ICH einen Favoriten habe, würde ich doch nicht den zweitbesten nehmen, nur damit der andere seine alte Küche loswird.

Bitte mal in Ruhe, bei einer Tasse Kaffe darüber nachdenken.

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von windsbraut69 25.05.10 - 10:39 Uhr

Ja, es gibt ja durchaus solche Absprachen zwischen ehemaligem Mieter und Vermieter.

In dem Fall wäre es dann so, wie sie schrieb.


Und kaum ein Nachmieter wird so dusselig sein, sich allein vom Vormieter zur Übernahme der Küche nötigen zu lassen, oder?

Gruß,

W

Beitrag von peterpanter 25.05.10 - 13:19 Uhr

Hallo Werner,

natürlich gibt es Fälle in denen dies so ist!!

Warum soll ein Vermieter daran kein Interesse haben wenn ihn mit dem Vormieter ein freundschaftliches oder gar familiäres Verhältnis verbindet.

Bzw. der Vormieter und der Vermieter gar identisch sind.

Und wenn die Wohnung begehrt ist......dann allemal.

grüßle

peter

Beitrag von werner1 25.05.10 - 15:36 Uhr

Hallo,


#Bzw. der Vormieter und der Vermieter gar identisch sind. #
Das ist wohl die Ausnahme, da gibt es eigentlich keinen "Vormieter"

#Und wenn die Wohnung begehrt ist......dann allemal.#
Was hat das mit einer Küche zu tun ?

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von morgenstern66 25.05.10 - 12:27 Uhr

Hi,

unser Vormieter wollte seine Küche auch gerne an uns abtreten.
NP 9000 Euro
1,5 Jahre alt,

Der Vermieter fragte uns, ob wir wollen, meinte aber gleich, falls nicht, auch nicht schlimm. Macht er uns eine neue rein.

Nun nehmen wir die Küche zum Preis von 3000 Euro und liegen somit 2000 Euro unter dem ersten Preis, den der Vormieter wollte.

Für uns ok und für ihn wohl auch noch akzeptabel.

Lg

Beitrag von sabrina456 25.05.10 - 13:22 Uhr

Ich habe die Küche meiner Vormieterin nicht übernommen, da die doch einen sehr hohen Preis dafür verlangt hat. Das war bei mir deshalb möglich, da mein Mieter das nicht vorgeschrieben hat.