vorlaut und frech... wie am besten reagieren?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von anja-g 24.05.10 - 20:57 Uhr

Hallo!

Tim wird Mitte Juni 4 und geht seit August letztes Jahr in den Kindergarten.

Seit 3 oder 4 Wochen ist er absolut vorlaut und frech. Ich meine, so Phasen hatte er immer mal wieder, aber nun finde ich es extrem.

Mal als Beispiel: wenn ich ihm was sage was er nicht tun soll kommt nur ein total grantiges: "BlaBla und tschüss!" :-[ Oder: "Mama, halt den Mund" #schock

Wie geht ihr bei euren Kindern mit sowas um? Bei uns lief es bisher immer nur über die Schiene "Wenn du nicht auf Mama hörst und weiterhin so frech bist hast du .... Verbot" Was auch immer ihn gerade stören würde. Süßigkeiten Verbot, TV Verbot etc. Meist dann auch nur mit blödem "Anzählen bis 3". Ihr wisst schon #aerger

Jetzt lacht er sich schrott darüber und sagt: "ja, ja. bei 3...." #schmoll

Habt ihr einen Tip für mich?

Gruß, Anja

Beitrag von sonne_1975 24.05.10 - 21:14 Uhr

Keinen Tipp, aber bei uns ist es genau so. Er hat es vom KiGa und keine Strategie (Ignorieren, Schimpfen usw) hat bisher geholfen.

Juri ist im Mai 4 geworden und geht schon seit bald 2 Jahren in den KiGa.

LG Alla

Beitrag von kleine1102 24.05.10 - 21:19 Uhr

Hallo Anja!

Bei Lina (3,5 Jahre alt) ist's zwar nicht so extrem, sie verhält sich aber oft total "zickig" und fordernd, z.B. "Mama, gib' mir xy!", oft in ziemlich "pampigem" Tonfall #aerger. Sie wird von uns darauf hingewiesen, es noch einmal freundlich zu versuchen. Klappt das, ist's okay, wenn nicht, hat sie keinen Erfolg mit dem, was sie möchte (es gibt dann keine Hilfe, keine Süßigkeit, oder was auch immer).

Wenn wir unsere "Große" bereits zwei, dreimal wegen etwas ermahnen mussten und sie überhaupt nicht reagiert (herum hampeln am Esstisch, etwas aufräumen, einmal kurz leise sein, während wir etwas besprechen/uns unterhalten, aufhören, wild auf dem Sofa herum zu toben, ...) bekommt sie bei der zweiten/dritten Aufforderung dazu gesagt, dass sie, falls das nicht klappt, für eine Weile in ihr Zimmer gehen muss. Ist hin und wieder der Fall- meist kriegt sie vorher noch "die Kurve". Ins Zimmer stellen wir ihr "für den Fall" ihre Zahnputz-Uhr. Ist diese "durchgelaufen", darf sie wieder zu uns kommen. Das reicht an "Auszeit" in dem Alter, es geht dabei mehr um den kurzen "Tapetenwechsel". Bei einem etwas älteren Kind kann man aber z.B. auch einen Wecker auf 5-10 Minuten stellen. Hält das Kind sich nicht an die "Auszeit", sollte diese entsprechend verlängert werden. "Einsetzen" sollte man diese Methode aber nicht zu häufig, erstens "greift" sie sonst nicht mehr und zweitens sollte man die Zwerge auch nicht wegen jeder Kleingkeit weg schicken.

Probiert's mal aus- immer mit einer "Vorwarnung", das ist wichtig. Ebenso wichtig wie gesagt, dass man dann auch konsequent bleibt. Davon abgesehen probiert auch Lina sich mit diesem Kiga-"Slang" aus. Wenn ihre Wortwahl in eine solche "Pipi-Kacka-Bla-Bla"-Richtung wandert, sagen wir ihr deutlich, dass wir das nicht hören wollen und eben NICHT im Kiga unter Freunden sind. Das reicht meist aus, falls mal nicht: siehe oben ;-).

Lieben Gruß & weiterhin gute Nerven #cool!

Kathrin & zwei Mädels

Beitrag von chaosotto0807 24.05.10 - 21:20 Uhr

ich hab leider auch keinen tipp..aber hier ist es genau das gleiche :-[.

unsere tochter ist im märz 4 geworden....:-p

scheinbar ist es TOTAL NORMAL in dem alter...wenn auch meganervig...#schwitz;-)

da müssen wir als eltern wohl einfach durch #schein

lg mareike

Beitrag von jenx 25.05.10 - 10:11 Uhr

Wir hatten neulich ein: Mensch Papa, du gehst mir tierisch auf den Sack. Woher er das wohl hat? #schein Allerdings...zum Papa hab ichs nicht gesagt... Muss also wohl jetzt noch mehr drauf achten, was ich so von mir gebe #zitter

Ansonsten geht er bei Respektlosigkeit in sein Zimmer, bis er sich wieder zivilisiert verhält. Damit fahren wir ganz gut. Er ist aber was das verbale angeht eh nicht so der Rüpeltyp. Eher, dass ihm mal die Hand ausrutscht... Auch nicht besser!

In diesem Sinne: Es wird besser! Wirds doch irgendwann...oder??? #zitter#zitter#zitter#zitter

LG
Jenny

Beitrag von bine3002 25.05.10 - 10:50 Uhr

"Wenn du nicht auf Mama hörst und weiterhin so frech bist hast du .... Verbot"

Ich denke, dass Du anders an die Sache rangehen solltest. Versuche logische Konsequenzen zu finden. Fernsehverbot ist aber nur dann logisch, wenn er den Fernseher geschrottet hat. Süßigkeitenverbot wäre logisch, wenn er sich nicht die Zähne putzen möchte. Hämmert aber beispielsweise mit einem Stock immer gegen Omas teure Vase, dann ist Fernseh- oder Süßigkeitenverbote keinesfalls logisch. Und deswegen nimmt er es (vermutlich) auch nicht für voll.

Bleiben wir bei dem Beispiel mit der Vase und dem Stock: Angenommen Du verbietest es und er reagiert mit "BlaBla und tschüss!", dann gibt es ja mehrere Möglichkeiten:

1. Er hört auf. In dem Fall hast Du, was Du wolltest. Ich würde das dann mit einem "Danke, dasss Du die Vase in Ruhe lässt." kommentieren und den frechen Ton vollkommen ignorieren.

2. Er macht weiter. In dem Fall würde ich zu ihm gehen, mich vor ihn knien und sagen: "Ich möchte, dass Du JETZT sofort damit aufhörst, sonst muss ich dir den Stock wegnehmen.", je nachdem wie das Kind sprachlich so drauf ist, würde ich noch sagen: "Und dann fängst Du an zu schreien und wir streiten uns hier. Das möchte ich nicht, also lass es bitte jetzt sein." In einem Nachsatz würde ich dann noch sagen: "Außerdem möchte ich nicht, dass Du so freche Antworten gibst." Es ist wichtig, dass Du die Vase im Fokus behälst und dich nicht provozieren lässt. Er ist ein Kind und er reagiert auf Kindergartenniveau. Wenn Du dich darauf einlässt und auf sein freches Getue eingehst, begibst Du dich auf die gleiche Ebene. Du solltst immer nur das eigentliche "Vergehen" mit Konsequenzen belegen, nicht aber die Reaktion auf dein Verbot. Sonst begibst Du dich schnell in eine Spirale und es gibt Konsequenzen für die Konsequenzen der Konsequenzen. Verstehst Du was ich meine?

Über "freche Antworten" oder Schimpfworte kann man sich dann mal in einem ruhigen Gespräch unterhalten und erklären, warum manches einfach nicht geht. Vergiss dabei aber nie, dass auch wir Erachsenen unser Missfallen hier und da äußern und das auch völlig Ok ist, nur darf es eben nicht respektlos sein.

Beitrag von sysee 25.05.10 - 13:23 Uhr

Leider hab ich auch keinen Tipp - nur das es bei uns ähnlich ist udn momentan funktioniert es nur so: " Wenn du das nicht tust, oder das so sagst, dich nicht benimmst...etc.... dann darfst du das nicht, und das nicht...etc." Komm mir schon wie eine Erpresserin vor, aber anders fuktionierts grad nicht. Egal wie oft man erklärt...:-(

lg Sysee

Beitrag von a79 25.05.10 - 15:40 Uhr

Ignorieren.
Ärgert sie meistens viel mehr als wenn sie Aufmerksamkeit für ihr Verhalten bekommen.
Oder: Mamas, die den Mundhalten sollen, können halt auch nicht vorlesen oder mitspielen...

Versuchs mal so. Vielleicht ist das was für Dich.

LG

Andrea