Mit 18 ausziehen- lassen? Unterstützen? Fordern??

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von lassmichclonen 24.05.10 - 21:43 Uhr

Hallo,

ich hab da mal ne Frage. Mein Sohn ist 18 und war noch nie wirklich einfach. Er war in der Schule für Erziehungshilfe, hat schon einiges auf dem Kerbholz. Dann dachte ich - endlich- es geht aufwärts, als er seine Ausbildung anfieng- aber ein halbes Jahr später hat er sie wieder geschmissen.
Nun hat er gut 3 Monate in den Tag rein gelebt- ab nächste Woche hat er wieder nen Job in ner Küche- vielleicht sogar ne Ausbildungsstelle. Soviel zum 1. Teil der Vorgeschichte. Der 2. Teil ist, dass er vor 2 Wochen, noch ohne Aussicht auf nen Job, den Plan hatte auszuziehen! Er hatte sich da schon ans Jugendamt gewendet und es waren schon Gespräche gelaufen. Anscheinend haben die Möglichkeiten, mehr wollte er nun auch nicht erzählen. Nachdem ich mich, trozt allem, von meinem Schock erholt hatte und es sogar unterstützen wollte, teilte ich es ihm heute mit- und jetzt ist er sauer. Ich sagte ihm halt, dass ich über das Thema nachgedacht habe und ich ihm recht geben muss- es ist wohl das beste wenn er auszieht. Das hat ihn nun wieder nicht gepasst- denn schließlich will ER die Entscheidung treffen und SOWAS sagt man seinem Kind nicht (seine Worte).

Dazu muss ich sagen, das er sich hier total rar macht, will mit uns nicht wirkllich was zu tun haben, sagt dies auch recht offen. Nicht böse- aber er könne mit mir und seinem Bruder nichts anfangen- einen Vater gibt es ja nicht, nur falls nachfragen kommen- der hat vor gut 2 Jahren den Kontakt einfach so abgebrochen.

Er ist dann auch ziemlich sauer gegangen und ich weis jetzt ehrlich nicht was ich machen soll! Ich habe versucht ihn ernst zu nehmen- war wieder nicht recht.

Vielen dank für Antworten und Tipps!!!

Beitrag von sweetelchen 25.05.10 - 09:24 Uhr

ich bin auch mit 18 ausgezogen wohl hatte ich eine ausbildung parat somit hänge ich finanziel nicht an meinen eltern...naja auch so musste ich ihnen meinen teil der vergütung abgeben daher dachte ich wozu?
und wenn ich geld brauchte durfte ich das bei denen nur leihen auch wenn es 3 euro waren fürn eis...
so lieber gebe ich geld fü mich selber aus und weiß wo es bleibt...
im oktober letztes jahr bin ich dann ausgezogen zu meinem freund er hat eine eigene wohnung...mit der miete kommenm wir super klar mit dem essen usw...die eltern haben uns nur mit der küche geholfen z.B Tupperware oder mixer....die küche selber haben wir uns auch sehr hart verdient denn für junge haushalte (19+20) eine küche zu kaufen die knapp 5.000 kostet ist ja auch schwer.
wir haben uns sehr gefreut das hat uns einiges erspart wenn man ausrechnet geht das meiste geld für die kleinen dinge flöten die man aber auch braucht...also würde ich sagen wenn dein sohn eine wohnung hat hilf ihm bei den kleinen sachen...
er muss lernen nicht immer auf deinen schultern zu sitzen..
und das er so stur ist muss eigentlich mit 18 schon aufhören...

Beitrag von petra1982 25.05.10 - 14:58 Uhr

#kratz du bist 19? In der VK steht du seihst 24^^ Schwierigkeiten beim Rechnen?

Beitrag von coronacora 26.05.10 - 13:49 Uhr

Du stehst sicher ein bisschen auf dem Schlauch ;-)!?

Ich verstehe das so, dass sie sich die Küche mit ihrem Freund gekauft hat, als sie 19 und er 20 war... das Ganze ist fünf Jahre her... jetzt ist sie 24 :-p.

Liebe Grüße,

cora

Beitrag von wind_sonne_wellen 27.05.10 - 06:49 Uhr

Nein, sie ist letztes Jahr im Oktober ausgezogen.

Beitrag von sweetelchen 30.05.10 - 13:08 Uhr

#roflaaah tatsächlich

Beitrag von xxtanja18xx 25.05.10 - 15:22 Uhr

Klar kann er Ausziehen, wenn er ein eigenes Einkommen hat...wenn er das OHNE finanzielle hilfe hinbekommt...Denn Harz4 gibt es nicht...da du bis er 25Jahre ist Unterhaltsplichtig bist bei einem Studierendem Kind, bis 27Jahren...

Meine Schwester ist Ausgezogen mit 21Jahren Sie war in der Ausbildung bekam aber weder Wohngeld oä...Meine Eltern haben Unterhalt bezahlt dieses Jahr ist ihre Ausbildung fertig..danach ist dann schluss, da sie eine Gute Stelle hat.

Man kann nicht mehr so einfach ausziehen....

und du kannst dir ja nicht sicher sein ob er den job behält...oder sogar die Ausbildung durchzieht.....

Der sollte erstmal was aus seinem Leben machen, bevor er "erwachsen" werden will....

Beitrag von fraz 26.05.10 - 18:27 Uhr

Er ist 18 und somit volljährig.
Hotel Mama, aber nichts dazu beitragen, mit dir nichts zu tun haben wollen?
Nö, würd ich nicht mitmachen.

Er soll sich seinen Lebensunterhalt selber verdienen, und wenn er eine Wohnung etc. bezahlen muss, wird er es sich vielleicht nächstes Mal besser überlegen, ob der seine Ausbildung schmeissen will....

Beitrag von gh1954 26.05.10 - 20:19 Uhr

Und wer soll das finanzieren?

Beitrag von badguy 27.05.10 - 08:45 Uhr

Die drei Seiten einer Botschaft...

Was dein Sohn macht, ist ein einziger Schrei nach Aufmerksamkeit und du gehst hin und meinst, ja, es ist das Beste wenn du ausziehst. Das der Kerl nicht sauer, sondern einfach nur traurig ist, ist absolut nachvollziehbar. Wütend zu sein, ist viel leichter als Trauer zu zeigen.

Beitrag von landmaus 27.05.10 - 09:53 Uhr

Danke!

Dem darf ich mich anschließen. Da ruft ein junger Mensch nach Unterstützung, Aufmerksamkeit und Wertschätzung und wird dafür aus dem Familienverbund gekickt. Es würde sicher helfen zuzuhören, was er sich vorstellt, was seine Beweggründe sind und ihm Unterstützung bei SEINER Entscheidung zuzusichern. Und er hat sich bestimmt gewünscht, dass Mama sagt, dass sie ihn gerne bei sich hat, aber sein Bedürfnis flügge zu werden natürlich respektiert.

Beitrag von gh1954 27.05.10 - 19:07 Uhr

>>>Da ruft ein junger Mensch nach Unterstützung,<<<

Mir kommen gleich die Tränen....

Jetzt wird der Mutter der schwarze Peter zugeschoben und sie soll ein schlechtes Gewissen bekommen?

Warum, glaubst du, gibt es das betreute Wohnen?

Welcher Art von Jugendlichen lebt dort, deiner Meinung nach?

Es gibt Kinder/Jugendliche, die "anders" sind, damit meine ich nicht schlecht oder nicht wert, geliebt zu werden.
Sie stehen sich im Weg, können keine Hilfsangebote annehmen und zu Hause dreht man sich im Kreis.

Warum soll man nicht den Versuch machen, aus dieser Spirale auszubrechen?

Beitrag von landmaus 28.05.10 - 10:45 Uhr

Wow, ich hätte nicht gedacht, dass Du so nah am Wasser gebaut bist. :-p

*Warum soll man nicht den Versuch machen, aus dieser Spirale auszubrechen?*

Doch, den soll man machen und der ist gut und richtig.

*Jetzt wird der Mutter der schwarze Peter zugeschoben und sie soll ein schlechtes Gewissen bekommen?*

Nö, warum? Sie soll nur verstehen, warum Ihr Filius zurückrudert, nach dem sie ihn , wohlgemerkt aus seiner Sicht rausgeworfen hat. Es ist etwas ganz anderes selber mit dem Gedanken zu spielen, das zuhause zu verlassen, als gesagt zu bekommen, es ist besser, wenn Du gehst. Der Ansatz war völlig ok, nur hätte sie die endgültige Entscheidung ihrem Sohn überlassen sollen. Sie hat sie ihm abgenommen und er hat entsprechend entrüstet reagiert.

*Warum, glaubst du, gibt es das betreute Wohnen?
Welcher Art von Jugendlichen lebt dort, deiner Meinung nach? *

Ich hab beruflich viel mit straffälligen Jugendlichen zu tun, manche leben noch zuhause, manche im betreuten wohnen, manche schon seit Jahren immer wieder im Knast. Der Großteil möchte trotzdem Akzeptanz und Aufmerksamkeit (von Mama). Das ist fast allen extrem wichtig. Auch, wenn es manchmal wirklich paradox anmutet.

Beitrag von gh1954 27.05.10 - 19:09 Uhr

Ich bin ausnahmsweise nicht deiner Meinung.
Hier ein Bild zu zeichnen, auf dem ein trauriger Junge mit großen, tränenvollen Augen sehnsüchtig auf die Zuneigung seiner Mutter wartet, ist fehl am Platz.

Beitrag von badguy 28.05.10 - 00:34 Uhr

Das macht ja nichts, wir müssen ja nicht immer einer Meinung sein. Ich glaube auch nicht, dass da ein Junge mit großen tränenvollen Augen steht, ich glaube, da steht ein Junge, der seiner Mutter bildlich die Koffer vor die Tür stellt, nach dem Motto: Jetzt mach was.

Das die Vorgehensweise nicht die cleverste ist, kann gerne diskutiert werden.

Ich glaube auch nicht, dass es Jugendliche gibt, die besser oder schlechter sind, ich glaube an Jugendliche mit unterschiedlich guten Chancen.

Was mich wundert ist die Vehemenz mit der du die Mutter unterstützt. Ich bin weiterhin der festen Überzeugung, dass wir alle Produkte unserer Erziehung sind...

Beitrag von fraz 28.05.10 - 09:23 Uhr

Hast du selber Kinder?
Wenn ja: Wie alt?

Die Aussage, dass wir alle Produkte unserer Erziehung sind, finde ich brisant.
Du als Mann schiebst die Schuld den Müttern zu, das finde ich ja ganz toll....

Ich arbeite seit 25 Jahren mit Jugendlichen und kann dir aus Erfahrung sagen, dass Erziehung das eine ist, die Einflüsse von aussen und die starke Peergruppe das andere.....

Chancen bekommen unsere Jugendlichen immer und immer wieder: Die Frage ist nur, ob sie sie auch nutzen wollen.....

Beitrag von badguy 31.05.10 - 07:55 Uhr

Wo steht, dass ich als Mann, den Müttern die Verantwortung zuschiebe?

Lies meinen Beitrag nicht so, wie du es willst, sondern so, wie er geschrieben ist!

Im Umkehrschluss heißt das, dass nur Frauen erziehen? Das ist absoluter Quatsch!

Genauso wie es Quatsch ist, dass Jugendliche Chancen nicht nutzen wollen.

Ich bin der festen Überzeugung, dass es weit mehr negative Einflüsse aus der Erziehung gibt, als von außen.

Beitrag von chrissi1983 28.05.10 - 23:43 Uhr

vier Seiten *klugscheiß* ;-)

Beitrag von lassmichclonen 02.06.10 - 22:44 Uhr

Sorry muss jetzt doch noch mal ein bisschen nachfassen- wütend zu sein ist viel leichter als Trauer zu zeigen? Wir reden hier von nem 18 Jährigen der sich, um ehrlich zu sein, die Rosinen des Lebens herauspicken möchte- am besten hier leben wie in ner WG- aber nichts machen, nichts zahlen, alles benutzen, nehmen, auch zerstören ohne dafür gerade zu stehen.....soll ich ihn nun ernst nehmen oder wie ein kleines, trauriges Kind behandeln. Und bei Gott- klein ist er nicht und traurig? Nein, stur, trotzig, macho... ich liebe ihn trotzdem, dass darf man nun nicht falsch verstehen, und wenn ich HIER nicht mal so reden darf, wo DANN? Aber vielleicht ist genau diese Haltung mal sein Untergang.
Eines Tages wird er ausziehen müssen und vielleicht ist bei ihm der Tag einfach früher als bei anderen. Ich blockiere ihn hier in seiner Entwicklung, dass ist nun mal die andere Seite von Hotel Mama! Er MUSS ja nichts machen, oder? Wenn er was machen soll, es aber nicht macht, dann mach ich es schon, weil ich es irgendwann nicht ertrage... u.s.w. Sein Zimmer sieht aus- alter Schwabe- aber wofür hat der Zimmermann ne Tür eingebaut? Aber sonst? Ich blockiere ihn und dabei bleibe ich erstmall!!! Es war, nur zur Erinnerung- SEINE IDEE! Heute denke ich, er wollte mich damit entweder verletzten oder sozusagen Mundtod machen- damit er bleibt soll ich mich verbiegen. Denn komischer weis drohte er mir kurz nach unserem Streitgespräch also ich das Thema noch mal (Ja so sind Frauen halt, gell Mädels) ansprechen wollte, dass er dann gleich gehen würde und ich SCHULD daran sei! Hääh? was hab ich verpasst- Schuld?

Na ja, es ist schon spät, ich ein bisschen gereizt da der Herr MEIN Internetkabel mitgenommen hat, ohne zu fragen, ohne einen Zettel zu hinterlassen- und so ist es immer! Die letzte Scheibe Brot, den letzten liter Milch, meinen einzigen Nervenstrang!

Einen schönen Feiertag

Beitrag von paulfort35 29.05.10 - 08:46 Uhr

Dem Herrn kannst du einfach nichts recht machen. Der beste Rat, den ich Dir geben kann, lautet: mach' Dich frei von ihm. Nabel' Dich ab, lerne, dass Dein Glück und Deine Stimmungen nicht mehr von ihm abhängig sind.

Er mutet Dir einiges zu. Du kannst nur überleben, wenn Du den Spieß umdrehst und ihn nicht mehr als Mittelpunkt der Welt behandelst. Und auch mal Ärger zeigst über so verletzenden Aussagen wie "Nicht böse- aber er könne mit mir und seinem Bruder nichts anfangen". Das ist nämlich eine Frechheit! Solche Meinungen sollte er für sich behalten.

Aber nun ja, er ist wohl schlimm in der Pubertät, das bessert sich vielleicht auch alles wieder. Trotzdem lass nicht alles mit Dir machen.

Beitrag von paulfort35 29.05.10 - 08:57 Uhr

Und um auf Deine Frage einzugehen:
was spricht denn dagegen, das er weiterhin bei Dir wohnt - bis er sich alleine finanzieren kann? Wenn ihr jetzt ein schlimmes Zerwürfnis hättet, wäre ein Auszug sicher das Beste. Da ihr aber ein ganz normales Verhältnis zu haben scheint, würde ich es so sehen: wenn er eine eigene Wohnung selber finanzieren kann (oder gestellt bekommt von wem auch immer), soll er ausziehen. Wenn nicht: soll er bleiben. Von Dir die Zahlung der Miete zu verlangen, geht gar nicht. Als Unterstützung, falls auszieht, würde ich ihm das Kindergeld direkt auf sein Konto überweisen lassen und Essenszuschuß geben. Sonst nichts.

Dass er ohne die Aussicht auf einen Job und nachdem er die Ausbildung geschmissen hat sich eine eigene Wohnung nehmen will, ist lachhaft im Grunde. Er scheint etwas realitätsfern zu sein. Er muss lernen, dass er natürlich eine eigene Wohnung haben kann, dass aber dazu gehört, sie auch zu finanzieren - oder zumindest, eine Ausbildung zu machen.

Ein Jugendlicher, der weder arbeitet, noch eine Ausbildung macht, noch studiert oder in die Schule geht hat übrigens auch keinen Abspruch auf Unterhalt. Er muss also auch etwas dafür tun.

Beitrag von lassmichclonen 29.05.10 - 22:56 Uhr

Hallo an ALLE- WOW, ich hab die tage keine Zeit mehr gehabt, ins Internet zu schauen und mich gewundert und gefreut, wie viele geantwortete haben. Über eure Beiträge bin ich sehr dankbar, habe sie mir großem Interesse gelesen.

Natürlich gibt es immer mehrere Seiten einer Geschichte und es gibt auch immer eine Vorgeschichte- die ist aber zu lange zu erzählen.

Ich habe inzwischen mit meinem Filius gesprochen und mein- ist wohl besser das du ausziehst- entschärft. Ich wollte ihn in seinem Entschluss, den er nun mal getroffen hatte (so schien es eben) unterstützen- aber es ich habe dabei eines nicht bedacht- wenn es in seinem Kopf ist, ist es okay und fühlt sich gut an- wenn es aber in meinem Kopf drin ist, ist das gar nicht gut und fühlt sich schlecht an. Ich liebe meinen Sohn, aber ich will ihn nicht für immer an mich binden. Von mir aus, aber das weis er ganz genau, kann er bei mir wohnen, bis er sich sicher, als und "reich" genug fühlt, um ausziehen zu können. Was er nicht wusst- hätte ne überraschung geben sollen, war das ich das Geld, das er mir als Kostgeld während seiner Ausbildung gegeben hat, angespart habe. Ich hab davon nicht gelebt, sondern es auf ein Sparbuch, damit er was hat, wenn er auszieht, ne Kaution, Möbel, was auch immer! Nachdem er mir nun vorwarf, ich hätte mich an ihm "bereichert", habe ich es ihm gesagt, da war er doch leicht buff! Na ja, zeigen kann er es nicht- meinte gleich, was soll er denn brauchen- er kann doch seinen Schrank, Bett und Schreibtisch mitnehmen- aber er denkt eben noch wie ein Jugendlicher, nicht wie ein Erwachsener- der eben auch an ne Coutsch, ne Küche und so denkt. Aber das ist okay!

Der Stand der Dinge ist nun, dass ich ihm gesagt habe, dass er hier natürlich wohnen bleiben kann, solange er will- aber es muss klappten- mit seinen Pflichen und Rechten! Er kann hier nicht leben, sich bedienen und den Kühlschrank leer futtern und nichts dafür tun!

Ab nächste Woche hat er einen 400 Euro Job und in 2 Wochen ein Vorstellungsgespräch, demnächst wird er auch noch gemustert- ich lass ihn mal in ruhe und das Thema ausziehen ist erst mal vom Tisch.

Niemand hat übrigens gefragt, wie es mir dabei geht! Mir tat es sehr weh als er sagte, er könne mit uns nicht mehr wirklich viel anfangen, würde lieber alleine wohnen. Ich mach mir dabei auch Gedanken und fragte mich, was ich falsch gemacht habe! Ich halte ihm seit Jahren den Rücken frei und er hat bei Gott viel angestellt- ich hatte hier mehrmals die Polizei, er hat hier ne Party nach der anderen gefeiert als ich in der Reha war, hat mich in der Vergangenheit belogen, bestohlen...........alles im kleinen, aber auch das kleine Vergehen ist ein Vergehen. Ich habe ihm immer wieder verziehen und es auch immer wieder als Jugendsünde fallen gelassen.

Da gibt es doch diesen Spruch- endlich 18, nun musst du nur noch erwachsen werden! Passt hier irgenwie!

Sorry, ist viel geworden und eigentlich ist es nur ein Bruchteil von dem was ich erzählen könnte. Aber das lass ich besser.

Ich danke euch allen und wünsche noch ein schönes Wochenende!!!



#winke

Beitrag von manavgat 30.05.10 - 12:56 Uhr

Ich glaube, hier hast Du was mißverstanden! Dein Sohn will keine coole Freundin, sondern eine Mutter an der er sich reiben kann, die ihm Grenzen setzt und die ihn liebt. Reibung wird benötigt um erwachsen zu werden. Diese Reibung enthälst Du ihm vor.

Er hat sich so verhalten und Dich provoziert, weil er spüren wollte, dass er Dir wichtig ist. Dem Vater ist er scheißegal und Du kriegst es ab.

Ja, wenn Kinder klein sind, dann treten sie Dir auf die Füße - wenn sie groß sind, dann treten sie Dir auf's Herz.

Mein Rat: wenn Du traurig bist über die Situation, dann sag es Deinem Sohn und spiel nicht die Freundin, die mit ihm auf Augenhöhe spricht. Er ist das Kind und Du bist die Mutter!

Gruß

Manavgat

Beitrag von lassmichclonen 02.06.10 - 23:04 Uhr

Hallo Manavgat

Danke für deinen Beitrag, den Spruch mit den Füßen und dem Herzen- finde ich richtig gut!!! Passt irgendwie!

Was ich aber dementieren muss ist- ich spiele nicht die Freundin, ich BIN seine Mutter- meistens. Ich habs versucht, ehrlich, seine Freundin zu sein, ihn ernst zu nehmen, immer wieder. Aber es hat nicht funktioniert. Die Mutterrolle ist da einfacher, klarer. Und das ist was er braucht, denke ich- Klarheit! Kein wischiwaschi, kein- dann probieren wir es mal so, Spatzi! Klare Ansagen, klare Linine.

Glaube mir, glaubt mir alle: Ich habe ihn immer spüren lassen, wie wichtig er mir ist. Er und sein Bruder sind meine Familie, ich liebe sie abgöttisch! Aber ich gebe mich dabei nicht auf! Gerade mit ihm habe ich schon viel mitgemacht, trotzdem- nicht deswegen, habe ich ihm immer wieder verziehen, immer neue Chancen gegeben, ihm gezeigt, das ich an ihn glaube, trotzdem- nicht deswegen.

Mein Sohn hat alle Chancen bekommen und bekommt sie noch- er muss sie nur verdammt nochmal nutzen!!!!
Ich habe 2 Kinder, der kleinere ist da ganz anders und wie jede Mutter behaupte ich jetzt einfach mal, meine beiden Kinder gleich erzogen, gleich behandelt zu haben. Individuell, aber trotzdem gleich! Aber wie haben sie sich deswegen entwickelt? Gleich? Sind es identische Kinder aus der identischen erziehung? Nein, niemals! Während das eine Kind alle Puzzle stundenlang legte, immer und immer wieder, wollte das ander kein einziges zuende bringen! Nur so ein Beispiel. Während das eine Kind Pudding mag, hasst das andere Pudding und liebt Wackelpudding!

Den Schuh- meine Erziehung sei SCHULE, sozusagen, oder die Kinder sind die Produkte ihrer Erziehung, den Schuh zieh ich mir nicht an Leute- nee!

Umfeld, Umwelt, Klima, Zuhause, fehlender Vater, fehlende männlichen Lehrer... ich geb niemandem und allen die Schuld. Aber schlussendlich ist Erziehung einfach nur Glückssache!!!

So, hab mich jetzt genug ausgekotzt- sorry, wenn ich heute eher beim austeilen war. Den ein oder anderen Beitrag fand ich gut, oder Teile davon, sogar sehr. Andere aber, sorry, da musste ich mich doch fragen, wie alt die Kinder sind, denn noch vor ein paar Jahren- da hätte ich auch so oder ähnliches geschrieben. Aber Kinder bleiben nicht klein, sie werden zu erwachsenen und an manchen Tagen weis man nicht, wer mehr loslassen muss! Wer mehr dazu lernen muss! Wer umdenken muss!

Gute Nacht Leute