Muss mein Kind in eine Kath.Grundschule?

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Beitrag von nane75 25.05.10 - 09:22 Uhr

Muss mein Kind in eine Kath.Grundschule?
Ich bin konfessionslos, mein Mann Moslem.In unserem Sprengl gibt es nur die o.g. Grundschule.Diese Schule arbeitet sehr kirchlich, auch gibt es z.B. eine Einschulungsfeier nur in der Kirche.Für konfessionslose Kinder ist nichts geplant.Entweder geht man mit in die Kirche oder es gibt keine Einschulungsfeier.
Wir wohnen auf einem bay.Dorf, viele konfessionslose Kids gibt es hier nicht.
Ich möchte mein Kind in der städt.Schule anmelden.Geht das ohne Probleme?
Wir möchten nicht, dass unser Kind christlich erzogen wird.
Hat jemand Erfahrung damit?

Beitrag von sriver 25.05.10 - 09:34 Uhr

Hallo,

da kann dir wahrscheinlich nur die Schule selber weiterhelfen. In unserem Bundesland z.B. hat man normalerweise in der Grundschule am Ort Unterricht, wobei es aber immer mal Ausnahmegenehmigungen gibt.

Du musst auf jeden Fall dran denken, dass euer Kind weniger Kontakte im Ort haben wird, wenn er außerhalb in die Schule geht. Ich hab das in unserem Ort auch schon mitbekommen, einige Kinder gehen in die Privatschule und können nicht so viele Freundschaften am Ort schließen. Da wäre es bestimmt gut, wenn ihr ihn z.B. im ortsansässigen Fußballverein anmeldet, damit er da auch Möglichkeiten hat.

LG Sriver

Beitrag von nane75 25.05.10 - 09:39 Uhr

Er ist im Fußballverein, die städt.GS ist näher an unserem Haus als die Sprenglschule.Die hälfte seiner KIGA Gruppe geht in die städt., da Sie im nächsten Ortsteil wohnen.Somit mache ich mir um Freundschaften keine Gedanken!

Beitrag von mysterywomen 25.05.10 - 10:02 Uhr

I.d.R ist es so (zumindest bei uns), dass die Kinder in die GS gehen die in ihrem Einzugsgebiet liegt.
Da du schreibst dass die städt. GS näher liegt kannst du ihn doch einfach dort anmelden.
Wer sagt dir denn dass er die kath. GS besuchen soll?

Beitrag von nane75 25.05.10 - 10:05 Uhr

Die Städt. GS liegt zwar näher, aber die Sprenglschue ist die Kath.GS!
Das geht nach Ortsteilen!Das Schulamt sagt das!

Beitrag von anja1968bonn 25.05.10 - 11:10 Uhr

Eigentlich sollte das nicht so sein - aber vielleicht ist das in Bayern so ...

Bei uns (NRW) gab es bis vor kurzem auch Sprengel: Wir bekamen eine städtische, eine katholische (beide nah) und eine evangelische Schule (ca. 10 km entfernt) genannt und konnten wählen.

Frag doch noch mal beim Schulamt nach, ob die Sprengel wirklich unabhängig von der konfessionellen Ausrichtung der Schule festgelegt sind. Wenn das wirklich so ist, kannst Du sicher einen Antrag stellen, dass und warum Du Dein Kind in der städtischen Schule einschulen lassen möchtest.

Natürlich gibt es auch konfessionelle Schulen, bei denen nicht oder andersgläubige gut integriert werden, aber das ist nicht immer so.

LG

Anja

Beitrag von mathildarosine 25.05.10 - 09:47 Uhr

Hast wahrscheinlich eh schon mit Kritik gerechnet, also:

Die Kinder in einer kath. Schule werden nicht in eine bestimmte Konfession gepresst, sondern bekommen Werte wie Nächstenliebe, Vergebung, Rücksichtnahme vermittelt. Dem Kind das vorzuenthalten ist bestimmt nicht gut.
In den meisten anderen Konfessionen/Religionen wird Wert auf die gleichen Einstellungen gelegt.
Nur in einer einzigen Religion wird Krieg, Rache und Vergeltung gepredigt, v.a. gegen anders gläubige. Alle anderen können sich in Frieden lassen.
Äußerst fragwürdig.

Simone

Beitrag von nane75 25.05.10 - 09:49 Uhr

Und was hat Deine Antwort mit meiner Frage zu tun?

Ich habe nicht nach Meinungen zu meiner Einstellung gefragt!
Wenn jemand etwas nicht möchte, sollte es akzeptiert werden.

Beitrag von mili21 25.05.10 - 10:14 Uhr

Ärgere Dich nicht, die ist doch....;-)
Ich hätte auch was gegen eine katholische Schule, such doch dort mal das Gespräch und frage, wie das so gehandhabt wird. Sonst schick Dein Kind auf die städt. Schule.
LG! Mili

Beitrag von nane75 25.05.10 - 10:19 Uhr

Meine Begründung wird so nicht akzeptiert.
Das Schulamt meint, die Kath.GS braucht jeden Schüler, da man sonst evt.schliessen muss wg.zu geringer Schülerzahlen.Aber das will ich nciht zu meinem Problem machen.
Es gibt nur 2 konfessionslose Kinder und für die wird die christl.Schulorganisation nicht geändert.
Man kann sein Kind nicht anmelden, wo man möchte.Leider.

Beitrag von mili21 25.05.10 - 10:12 Uhr

Die Kinder in einer kath. Schule werden nicht in eine bestimmte Konfession gepresst, sondern bekommen Werte wie Nächstenliebe, Vergebung, Rücksichtnahme vermittelt. Dem Kind das vorzuenthalten ist bestimmt nicht gut.
Nur in einer einzigen Religion wird Krieg, Rache und Vergeltung gepredigt, v.a. gegen anders gläubige

Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh....

Beitrag von dominiksmami 25.05.10 - 10:27 Uhr

Hallo,

abgesehen davon das deine Antwort nichts mit der Frage der TE zu tun hat, ist sie auch noch grundlegend falsch.

nett wenn die katholische Schule bei euch das nicht tut, ich kenne durchaus andere katholische Schulen in denen man sehr wohl in eine bestimme Konfession "gepresst" wird und das ohne wenn und Aber.

Sie will i hrem Kind nichts vorenthalten, sie will es nur nicht in einem Glauben aufwachsen sehen dem sie selber nicht folgen kann und will. Das ist vollkommen legitim.

Was du über diese "eine einzige" Religion schreibst ist auch nur ein Ausdruck von gefährlichem Halbwissen bei absoluter Ahnungslosigkeit.

Und ALLE anderen können sich in Frieden lassen? Komisch, jüngst lehnte die katholische Kirche sogar ökumenische Feiern ab...obwohl die anderen auch Christen waren und man somit sogar eine gemeinsame Grundlage hatte.

Fragwürdig ist was du hier schreibst und das heftig.

Bevor du nun denkst ich wäre auch Atheist...das stimmt nicht, ich bin Christ.

lg

Andrea

Beitrag von landmaus 25.05.10 - 10:44 Uhr

Ich darf mich hier mal uneingeschränkt anschliessen.

Beitrag von marion2 25.05.10 - 12:47 Uhr

#rofl

Die katholische Kirche predigt Krieg, Rache und Vergeltung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Religionskrieg



Beitrag von sriver 25.05.10 - 13:48 Uhr

Du hast aber schon kapiert, dass das schon eine Weile her ist? Oder möchtest du dich heute noch für die Verbrechen deiner Vorfahren rechtfertigen?
Schwarze Schafe gibt es überall.

Und nein - ich bin nicht katolisch.
Ich bin aber auch der Meinung, dass niemand gezwungen werden kann, eine katholische Grundschule zu besuchen.

LG Sriver

Beitrag von marion2 26.05.10 - 07:43 Uhr

Das Potential ist dasselbe geblieben.

Beitrag von sriver 26.05.10 - 08:20 Uhr

Du wirst in jeder Gemeinde, jedem Sportverein, jedem Musikverein Menschen finden, die schlechte Gedanken haben. Trotzdem ist der prozentuelle Anteil der "Normalos" viel höher.
Leider wiegt das andere in der Meinungsbildung der Menschen oft viel höher, da man dazu neigt, alles über einen Kamm zu scheren.
Das ist auch z.B. auch bei den Hartz4 Empfängern so. Die werden durch die Medien so hingestellt, als ob alle einen Flachbildschirmfernseher in jedem Zimmer stehen haben, den ganzen Tag vor der Spielekonsole sitzen und faul sind ohne Ende. Die gibt es, aber eben auch andere, die zu Recht unterstützt werden.

Beitrag von marion2 26.05.10 - 11:00 Uhr

Ich bezog mich auf die Aussage von matildarosine.

Du wirst auch in jeder Religion Menschen finden, die gute Gedanken haben ;-)

Beitrag von sriver 26.05.10 - 11:30 Uhr

Ja, damit hast du glücklicherweise recht

Beitrag von kawatina 25.05.10 - 15:35 Uhr

Hallo,

Werte gibt es auch außerhalb von Konfessionen.;-)

Die größten Gauner, welche ich kenne, sind alle praktizierende Katholen.

Gut, drei Ave Maria und alles ist wieder im Lot- soviel zu den Werten.#rofl

Beitrag von silsil 25.05.10 - 17:06 Uhr

Katholen ??? #rofl klingt wie ne Gemüsesorte ;-)

Wenn dann bitte schön Katholiken, ja :-p

Beitrag von snoopygirl-2009 26.05.10 - 19:06 Uhr

Stimmt--- drei Ave Maria, dann passts wieder. Unmöglich.

Trotzdem-- das Wort "Katholen" bereitet mir geradezu körperliche Schmerzen, es heisst Katholiken;-)

Beitrag von frauke131 25.05.10 - 16:56 Uhr

Die Katholische Kirche hat sich wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert! Also was soll dein fragwürdiger Kommentar? Werte kann man weitaus besser ohne Religion vermitteln, nämlich aus der Vernunft raus und nicht durch einen "Gott", der es zulässt, dass seine "Diener"Kinder mißbrauchen und das auch noch vertuschen.

GsD haben wir hier Trennung von Kirche und Staat!

Beitrag von nusch 26.05.10 - 11:00 Uhr

Hallo Frauke,

wenn Du mit "hier" Deutschland meinst, hast Du sicher Recht, dass auf dem Papier Trennung von Staat und Kirche besteht, aber de facto wird es eben nicht gelebt.

In ganz Nordrhein-Westfalen gibt es z.B. keine einzige staatliche Grundschule ohne religiöse Ausprägung.

In Deutschland wird per Steuerkarte die Kirchensteuer eingetrieben.

Die Beispiele könnte man sicher endlos weiterführen ... aber sicher ist, dass Trennung von Staat und Kirche in Deutschland NICHT gelebt wird.

Grüße
Nusch

Beitrag von dominiksmami 26.05.10 - 12:39 Uhr

>>In Deutschland wird per Steuerkarte die Kirchensteuer eingetrieben. <<

stimmt, aber das ist wenigstens offensichtlich.

In vielen anderen Ländern zahlt der Staat auch Geld für jeden Kirchenangehörigen an die Kirchen, ganz OHNE dass das offiziell betitelt wird ( hier z.B.), aber dennoch ists in der Steuer mit inbegriffen.

Dann doch lieber offiziell wie in Deutschland, als hintenrum wie in anderen Ländern.

lg

Andrea

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