Was war zu erst da, Henne oder Huhn?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von muire 25.05.10 - 13:37 Uhr

Mich bringt es auf die Palme, wenn ich immer höre, dass sich die Frauen viel zu viel Gedanken ums Schwanger werden und-sein machen und dass dies der Grund dafür ist, dass es so schwer klappt.

Dagegen Mütter, die zB soviele Kinder kriegen wie sie Kindergeld brauchen um nicht arbeiten zu müssen, oder ein Häuschen finanziert kriegen (keine Vorurteile - ich habe sie betreut - es gibt sie wirklich) die evtl auch ungebildet udn geistig nicht ausgereift sind, kriegen spielend leicht Kinder. Egal, ob sie rauchen, trinken etc...es klappt.

Meine Überlegung, man macht sich doch erst Gedanken, warum es nicht klappen will, warum es jahre dauert bis man schwanger ist, WENN es Jahre dauert das man schwanger wird.

Man macht sich doch erst dann Sorgen um sein Kind, wenn man eine Fehlgeburt erlebt hatte (was total häufig vorkommt), und hatt Schwierigkeiten während der Schwangerschaft gelassen zu bleiben, WEIL man weiß, wie schnell es vorbei sein kann.

Meine Meinungsfrage an euch, machen die Frauen sich zu viel Sorgen und ist es DESWEGEN so schwer schwanger zu werden, ist die Schwangerschaft DESWEGEN komplizierter, weil man zuviel psychischen Druck sich zumutet? Währe ja die perfekte Verhütungsmethode vor allem für Akademikerinnen...

ODER ist machen sie sich mit Grund Sorgen, aus Erfahrung.

Ich hoffe ihr versteht was ich so umständlich geschrieben habe, mir geistert das echt durch den Kopf. Als ob wir selber Schuld seien, dass es schwierig ist bis es klappt und intakt ist. Ich zweifel das an.

Wenn ich zb keine Fehlgeburt gehabt hätte (vor der ich sehr gelassen war), dann wüsst ich jetzt nicht, wie schnell es vorbei sein kann.

Wenn es nicht 2 Jahre gedauert hätte, bis ich erfolgreich schwanger geworden bin, dann wüsste ich jetzt nicht, wie besonders es ist.

Wie seht ihr das?

Beitrag von virginiapool 25.05.10 - 13:43 Uhr

Dieser Beitrag wurde von den urbia-Mitgliedern als nicht angemessen bewertet und wird daher ausgeblendet.

Beitrag von berry26 25.05.10 - 13:47 Uhr

Hi,

ich denke das kann man nicht pauschalisieren.

Es gibt sicher beide Fälle!
Die einen die sich von Anfang an (sobald der KIWU feststeht) so stressen, das es nicht klappt und die anderen die aufgrund Ihrer Erfahrungen zuviel Druck aufbauen.

Generell denke ich schon das es einfacher ist schwanger zu werden, wenn man komplett "sorglos" und relaxt an die Sache rangeht aber das Stress jedes Mal der Grund für Kinderlosigkeit oder ewige Wartezeiten ist, halte ich auch nicht für richtig.

LG

Judith

Beitrag von tinaschatzi 25.05.10 - 13:50 Uhr

hmmmm, ist kompliziert.
Ich spreche da mal von meinen eigenen Erfahrungen:

Hatte 4 FG und eine ELSS, habe deshalb natürlich immer eine gewisse Angst gehabt, dass wieder etwas schlimmes passiert.

Hatte beim schwanger werden nie grossartig Probleme, nur das ss bleiben war eben nicht so mein Ding.

Kann mir aber sicher vorstellen, habe auch die Erfahrung gewonnen, dass sich manche Frauen viel zu viele Gedanken machen. Wenn im KiWu-Forum eine Frau mach 3 Monaten noch nicht ss war, wurde gleich ein Drama draus gemacht, warum, wieso, weshalb, da wird sich häufig zu viel Druck gemacht, was meiner Meinung nach sicher ein gewisses Hindernis darstellt, ss zu werden.

Dann sind hier sehr viele überängstlich und haben Schiss vor eine FG, wozu garkein Grund besteht, das ist sicher psychisch nicht gerade richtig in der Schwangerschaft.

Ich hatte in dieser SS von Beginn versucht, positiv zu denken, mich nicht unter Druck zu setzen und meine Angst -soweit möglich- auszustellen. Weil sich verrückt machen, bringt eh nix. Ich hatte dann den Gedanken: wenn es wieder schief geht, kann ich eh nix ändern, also sch..... drauf.!

Klingt vielleicht ein wenig hart, ist aber so. Von Fehlschlag zu Fehlschlag bin ich gewachsen und habe Stärke gewonnen.

Also Mädels:
Versucht euch nicht, unnötig kirre zu machen und geniesst eure Schwangerschaft soweit s geht!

LG
Tina


Beitrag von inoola 25.05.10 - 13:53 Uhr

huhu,

kann dich gut verstehen.

wir haben 4 jahre auf unsere ss warten müssen. und immer diese sprüche mit : denkt mal nich dran, dann klappts bestimmt... jaja, davon werden die schwimmerchen auch nicht besser bei 0%beweglichkeit wegen hodenhochstand)

für uns ist es absolut nicht solbsverständlich "einfach" ss zu werden. einen pipi test du machen, und zum schatzi zu laufen, und zu sagen: juhu wir sind ss.

unser weg war NULL romantisch!

und die ss ist für mich soooooo wertvoll. (das sagt vermutlich jede schwangere) aber es ist einfach soo... hm ja wertvoll eben.

meine schwester hat als ich in der 10ssw war ihr baby verloren. (sie war 11ssw.)
es kann echt so schnell gehen.
und ich muss sagen: JA ich bin überempfindlich, vermutlich, weil es für uns nicht selbsverständlich ist.

ich achte sehr aufs essen (sahnehering, sushi, mettbrötchen, salami,schinken,ingwer,annanas usw.) wenn ich auch nur einmal was negatives gehört habe über ein nahrungsmittel, hab ich irgendwie ne psychische blockade. ich kanns dann einfach nicht mehr essen. ich will eben auf keinen fall irgendwas riskieren.

in der 23ssw hatte ich ein ungutes gefühl (nichmal schmerzen oderso) war mehr psychisch.
wäre ich nicht zu meinem fa gegangen, hätten wir mit sicherheit die babys verloren. ich hatte entzündungswerte im blut, und seit 22+6 nur noch eine zervix von 0,6 ich liege inzwischen seit 14 wochen flach. und bin sooo glücklich das wir noch ss sind. auch wenn mir wirklich alles weh tut. aber meine babys leben!!!!
meine mom, mein umfeld. die bewundern das, das ich so lange liegen geblieben bin. aber mal ehrlich... wenn es heißt: bleiben sie flach liegen, und ihre babys schaffen es ->vielleicht<- oder stehen sie auf, und mit zeimlicher sicherheit sind die kleinen innerhalb der nächsten tage tot, weil sie zu früh kommen...

dann denkt man da gar nich drüber nach wie scheiße das liegen ist. man überlegt sich eher: geh ich jetzt pipi machen? oder muss ich noch nich doll genug, heb ichs mir noch auf, damit ich nicht so oft aufstehen muss?

also ich freue mich für die schwangeren, die keine probleme haben, und alles locker machen können. bei uns wars nicht so. aber ich freue mich so sehr auf meine babys. das war echt ein harter weg. und ich höre einfach nicht hin, wenn die anderen sagen, amn stellt sich so an wegen dem essen zum beispiel. oder das ich mich seit anfang der ss geweigert habe wasserkisten zu schleppen. usw.

lg inoo

Beitrag von muire 25.05.10 - 13:59 Uhr

Du machst das schon richtig, Du vermeidest Risiken, es bleibt jeder von uns überlassen sie einzugehen während der SS, oder nicht. Die Folgen tragen war, daher stimme ich Dir vollkommen zu.

Mich nervt es auch so, dass ich studiert habe und gearbeitet, um meinem Kind möglichst (ist ja heut auch nicht mehr so einfach trotzdem) selber ernähren zu können, und damit zwangsläufig über 30 bin, bis ich mal ein Kind austrage.
Und mit jeder Fehlgeburt, kann man ein halbes Jahr Verzögerung rechnen, die der Körper für den Abgang und die Regeneration braucht.
Und dann schwupp die wupp ist man schon risikoschwanger?!

Ich mein, ich kann von Glück reden jetzt schwanger zu sein, es gibt Frauen, die nie schwanger sein können, dass hab ich im Hinterkopf.

Aber mich nerven die Schuldzuweisungen, dass man zb leichter und schneller intakt schwanger wär (Was ein Ausdruck), wenn man sich nicht soviel Gedanken machen würde.
Die Gedanken kommen doch von allein, wenn man Monat für Monat mit seiner Regel gesagt bekommt - "wieder nicht geklappt". Wenn Schwierigkeiten auftreten. Das sucht sich doch keine freiwillig aus...

Beitrag von nisivogel2604 25.05.10 - 13:59 Uhr

Erstmal möchte ich dir sagen das es eine Milchmädchenrechnung ist wenn du meinst man kann sich durch Kindergeld finanzieren.

Ich bin der Meinung das die Frauen grundsätzlicher wieder mehr auf ihren Körper hören sollten und weniger auf die technik. Ich hatte selbst eine Fehlgeburt und weiß wie schnell es vorbei sein kann. Aber weißt du, man kann daran einfach nichts ändern. Der Körper hat seine Gründe dafür. Umso besser tat es mir die Schwangerschaft die darauf folgte einfach zu geniessen. Ohne Arzt, ohne Technik. Mit meinen Hebammen, meinem Körpergefühl und meiner selbstbestimmten Hausgeburt. Man muss sich nicht zu tode planen, sorgen, kontroliieren.

Beitrag von muire 25.05.10 - 14:02 Uhr

Ich habe geschrieben, dass es Frauen gibt, die so rechnen und leben, nicht dass ich so rechne.
Es funktioniert aber, schützt vor ungewolltem Arbeiten gehen müssen, eine zeitlang und tatsächlich ab einer gewissen Anzahl Kids (3 oder 4) kriegst Du ein Haus finanziert. Leider klappt das so in der Realität, was mich ärgert.

Beitrag von nisivogel2604 25.05.10 - 14:08 Uhr

für die hausfinazierung hätt ich gern mal ne quelle. das bezweifel ich ganz ganz stark.

Beitrag von muire 25.05.10 - 14:34 Uhr

Das glaub ich, aber war so, bzw ist so in der Familie. Da gibts 5 Kinder und noch 2 wo man nicht weiß wo sie sind, ob Fehlgeburt oder sonst was. Richtet sich nach den Mietkosten, pro Kind steht Dir eine bestimmte Summe zu.

Beitrag von micqu 25.05.10 - 14:38 Uhr

Natürlich ist es nicht einfach wenn sich der kiwu einstellt und man wird nicht gleich ss. Der druck steigt jeden monat mehr und die enttäuschung wird immer grösser.

Mein schwester (30 jahre) versucht seit 5 jahren ss zu werden und es klappt einfach nicht.

In zwischenzeit bin ich zum 3.mal ss. Mein grosser war ungeplant und ist jetzt etwas über 5 jahre alt.
Meine tochter ist jetzt 18 monate alt und wurde im ersten üz gezeugt.
Meine schwester war damals auch ss, 4 wochen weniger. Aber leider hatte sie kein glück und in der 12.ssw wurde festgestellt, dass kein herzschlag mehr da war.
Nun bin ich wieder ss (34.ssw) und wieder hat es im ersten üz geklappt obwohl mein fa uns kaum hoffnung gemacht hat, dass es schnell klappt wegen schilddrüsenunterfunktion, übergewicht von mir und meinem partner, hodenbruch von meinem mann usw.

Natürlich bin ich dankbar und glücklich, dass ich nie in der situation war und ein baby verloren habe.
Aber ich muss auch sagen, dass ich nie auf irgendetwas verzichtet habe was das essen oder sonst etwas angeht. Ich mache meinen haushalt, trage wäschekörbe und wasserkästen, ich trage meine kleine treppen auf und ab... .

Aber heisst das, dass ich es nicht schätze ,dass ich mein 3. gesundes kind erwarte? Natürlich mache ich mir auch meine gedanken bei wehwehchen (zb hatte ich letztes wochenende meine ersten senkwehen, bei den anderen kindern hat sich der bauch erst bei der geburt gesenkt und ich hatte keine ahnung was das jetzt sein würde), aber ich bin auch der überzeugung, dass eine positive einstellung hilft und es einem einfacher macht eine situation anzunehmen und zu überstehen.

Das war mein senf zu diesen thema :-)

Lg micqu mit Olivier (5j4m), Giulia (18m) und Amalia (34.ssw)

Beitrag von muire 25.05.10 - 17:47 Uhr

Da denke ich auch. Eine positive Einstellung ist in allem gesünder un d erleichtert das Leben ungemein.

Aber, ich finde es eben ungerecht, wenn man "vorgeworfen" kriegt, dass mangels positiver Einstellung deswegen länger nicht schwanger ist als andere, oder Fehlgeburt hat etc.

Meine Erfahrung ist, dass wenn es nicht so schwierig wäre, und nicht eine Fehlgeburt vorangeht, man eine positivere Einstellung hätte als gegeben. Aber wenn man schlechte Erfahrungen gemacht ist, ist man sensibler und tatsächlich kann man herzlich wenig beeinflussen, schwanger werden und bleiben.
LG

Beitrag von micqu 25.05.10 - 19:18 Uhr

Wie gesagt, bisher war ich nie in der lage ein baby verloren zu haben.

Aber ich weiss auch von meiner schwester wie schwer es ist positiv zu sein oder zu bleiben wenn einem so ein schicksalsschlag wiederfährt.

Zudem kommt der druck den verwandte und freunde einem auferlegen. Auch wieder die erfahrung die meine schwester machen musste. (deine jüngere schwester bekommt das 3.kind, wann bekommst du den mal dein 1.?; Deine uhr fängt an zu ticken usw usf)

Es hat sicher nichts mit der einstellung zu tun ob man schwanger wird oder bleibt, die positive einstellung hilft nur eben besser oder schneller mit so einer miesen erfahrung umgehen zu können.

Ich finde es schlicht taktlos und bösartig wenn menschen anderen vorwürfe bei solchen sachen machen.

Auf der anderen seite wird man auch abgestempelt und vorverurteilt wenn man mehr als 2 kinder hat bevor man 30 ist. Aber das ist ein anderes thema.

Dir alles liebe und einen schönen abend noch

Beitrag von 4ermami 25.05.10 - 14:50 Uhr

Also Haus finanzieren geht gar nicht mit 3 oder 4 Kinder nicht mal mit 5 würde es besser gehen! Sowas kann keiner denken! Wenn ich arbeiten gehen würde und keine Kinder hätte würden wir im Monat deutlich mehr Geld haben! Also wir haben zwar ein Haus, aber das hatten wir beim 1. Kind schon gekauft! Zum Glück verdient mein Mann recht gut!

Aber warst Du mal mit 4 Kindern im Zoo oder Indoorspielplatz? Warst Du mal für 4 Kinder einkaufen? Schuhe oder auch Essen? Geschweige denn mal Urlaub! Wenn mein Mann nicht das verdienen würde, was er bekommt, hätten wir keine 5 Kinder!

Dann zu den änsgten, bei mir hat es immer zum Glück schnell geklappt, mit dem Schwanger werden! Und ich bin sehr dankbar dafür! Und mir tun die anderen Frauen echt leid, bei den es länger dauert! Aber vor einer Fehlgeburt habe ich immer extreme angst, es ist meine 5 SS und es wurde bei jeder schlimmer! Warum soll bei mir es 5 mal gut?!



Beitrag von muire 25.05.10 - 17:43 Uhr

Also, ich hab nie gesagt das man mit Kindergeld ein Haus finanzieren kann.

Ich habe aber durchaus Familien betreut, der Hilfe vom Staat bezogen und weil sie eben viele Kinder hatten, in einem Haus leben durften. Die Miete machts, nicht ob Haus oder Wohnung. Das war tatsächlich so, und auch der Grund warum ich in dem Bereich nimmer arbeite, weil mich die Ungerechtigkeit erbittert.

Warum sollte es dieses Mal schief gehen, die letzten vier Male ging es doch auch gut ;)

Außerdem ist das mit den Fehlgeburten so, das meist die erste eine Fehlgeburt ist, laut Ärzte. Und über die erste Schwangerschaft bist Du locker hinweg.
LG

Beitrag von 4ermami 25.05.10 - 18:49 Uhr

Ja stimmt, da hast du recht, so habe ich es nicht gedacht! Ich kann Dich da auch verstehen, wenn man kein Geld hat sollte man irgendwann aufhören mit Kinderkriegen!

Meine Freundin kann sich keine weiteren Kinder leisten und muss verzichten!

Sowas ärgert mich auch, zumindest wenn die Kinder nicht vernünftig versorgt werden! Wenn der Mann arbeitet und sie zuschüsse bekommen ok! Aber beste was ich mal gehört habe, der Mann kann nicht arbeiten, weil sich beide um die 10 Kinder kümmern mussten!#schock
Bei sowas Kriege ich zu viel!

Ich bin bei dem Thema mit Haus finanzieren etwas gepestet, weil mein Mann sich auf der Arbeit schon anhören musste: Du bist wohl ein Bieber? Du baust Dein Haus mit dem Schwanz!:-[