Gruppengröße im KIGA?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von anja478 25.05.10 - 21:19 Uhr

Hallo,

Hatte heute mal wieder ein Gespräch mit der Erzieherin im KIGA.
Mein Sohn ist sprachverzögert und motorisch nicht ganz so fit und klammert sich noch sehr an die Erzieher. Sie hatte uns empfohlen in einen integ. Kindergarten zuwechseln. Haben uns dagegen entschieden.

Dann hab ich erfahren das von den 3 Gruppen 1 aufgelöst wird und die Kinder auf die anderen zwei verteilt werden.
Es sind dann 25 incl. 4 neuer Kinder unter 3. Ist die Gruppengröße normal?
Ein Freund ist in einem anderen KIGa mit 15 Kindern auf 3 Erzieher. Ist ja ein gewaltiger Unterschied.

Wie schaut es bei Euch aus? Hab Sorge das meinem Sohn die Gruppengröße zuviel ist und er total untergeht.

Gruß
Anja

Beitrag von engelshexle 25.05.10 - 21:27 Uhr

Hallo Anja,

hier bei uns ist die Gruppenstärke bei 28 Kinder auf 1,5 Fachkräfte... Du kannst dir vorstellen, daß da wenig Zeit für eine individuelle Förderung ist....

Warum hast du dich gegen einen I-Kiga entschieden ???? Kennst du die Vorteile für deinen Schatz ???

Liebe Grüße vom engelshexle

P.S Arbeite seit über 15 Jahren in sozialen Einrichtungen und kann dir nur meine Erfahrung schildern und die war bisher immer, daß Kinder die eine intensivere Förderung brauchen, in einem Regelkindergarten fast immer untergehen, weil einfach zu wenig Personal (und dementsprechend wenig Zeit ) für das Einzelne Kind zur Verfügung steht....

Beitrag von anja478 25.05.10 - 21:38 Uhr

HAllo,

Das mit dem I-Platz hat nur die Erzieherin im KIGA empfohlen die Ärztin im SPZ, die KIA und alle Leute die ihn kennen sagten das sei nicht erforderlich.

Hab dennoch in unserm KIGA mit I-Platz angerufen. Sie haben 2 Plätze und über 6 Kinder auf der Warteliste.
Wollte mich nochmal wegen einer Einzelintegration erkundigen.

Beitrag von engelshexle 25.05.10 - 21:49 Uhr

Hmmm, ist immer schwierig, wenn die Leute die mit dem Kind arbeiten sich nicht einig sind...

Hab die Erfahrung gemacht, daß die KIA in den seltensten Fällen eine " Notwendigkeit" erkennen....Ist oftmals auch eine reine Budgetfrage :-(

Die Erzieherin hat dein Kind den ganzen Tag und erlebt es in vielen Situationen..Da kann sie bestimmt sehr differenziert beobachten und sie erlebt deinen Schatz im Umgang mit anderen....

Ich würd auf jeden Fall versuchen einen I-Platz zu bekommen...oder hier in BAWÜ gibt es " begleitende und pädagogische Hilfe"..Da können Kinder nen Regelkindergarten besuchen und bekommen stundenweise - je nach Bedarf- Begleitung oder auch pädagog. Förderung durch pädagogisches Fachpersonal...

Wird beantragt von den Eltern (ich hab unseren Eltern immer eine Empfehlung vom Kiga geschrieben )und dann nach einer Untersuchung/ Gespräch mit dem zuständigen Arzt im Gesundheitsamt gewährt...

Grüßle....

Beitrag von morla29 25.05.10 - 21:31 Uhr

Hallo Anja,

unser KiGa ist zweigruppig (aber offenes Konzept) und in jeder Gruppe gibt es 30 Plätze, davon pro Gruppe ein Integrationsplatz.

In jeder Gruppe ist eine Erzieherin, eine Kinderpflegerin und eine Praktikantin/1-Euro-Jobblerin oder Teilzeitkraft.

Bin dennoch total super zufrieden mit unserem Kindergarten.

Gruß
morla
mit zwei Mädchen an der Hand (4,5 und fast drei)
und einem Mädchen tief im Herzen (still geb. 29.1.10 - 31. ssw)

Beitrag von jindabyne 25.05.10 - 21:39 Uhr

Hallo Anja,

Bei uns in der Stadt sind 25 Kinder auf 2 Erzieher pro Gruppe Standard. Meine Tochter (die auch sprachverzögert ist) habe ich in einen Kindergarten gegeben, der in ihrer Gruppe 12 Kinder zwischen 3-4 und 5 Kinder unter drei hat (bei 2 Erzieherinnen und 1 FSJ). Eigentlich war geplant, noch eine Integrationskraft dazu zu nehmen, aber die Erzieherinnen meinten, dass meine Tochter sich so gut integriert hätte, dass man diese nicht bräuchte. Auch recht! Meiner Tochter tut es sehr gut, einen Regelkindergarten zu besuchen, sie macht seitdem sehr gute sprachliche Fortschritte.

Habt ihr mal die Möglichkeit einer Intergationskraft überlegt? Diese bespielt nicht einfach Deinen Sohn, sondern sorgt dafür, dass er NICHT untergeht, dass er leichter Kontakt zu anderen Kindern knüpfen lernt, usw. Vor allem wenn bei euch jetzt noch Kinder unter 3 dazu kommen (die ja auch viel Aufmerksamkeit brauchen), könnte Dein Sohn sonst schon ein bisschen ins Hintertreffen geraten.

Lg Steffi

Beitrag von rmwib 25.05.10 - 22:08 Uhr

HUHU

bei uns sind es altergemischte Gruppen von 0-5 Jahren, in Keksis Gruppe sind 18 Kinder gemeldet, die aber fast nie alle da sind. Sie haben in der Gruppe 3 Erzieherinnen und parallel dazu immer 1-2 Praktikanten, momentan sind es sogar 3 #schwitz
25 Kinder find ich viel.

GLG

Beitrag von kati543 25.05.10 - 22:09 Uhr

Naja, wenn die Erzieher schon auf dich zugehen und dir den I-Platz nahelegen, dann solltest du dir das nochmal überlegen. Mein Großer hat den I-Status im Regelkiga. Wir haben einen super Kiga und eine ganz tolle I-Kraft. Mein Sohn hat riesengroße Fortschritte gemacht, seit er die I-Kraft hat. Wieso habt ihr euch gegen einen I-Kindergarten entschieden? Dein Sohn hat offensichtlich Probleme. Eine I-Kraft könnte helfen, diese zu überwinden, dass er dann ganz normal eingeschult werden kann. Ich war immer der Meinung, lieber im Kiga eine I-Kraft anstatt dann das Kind auf eine Sonderschule zu schicken. Der Kindergarten erscheint in keinem Lebenslauf. Bei meinem Großen sieht es nun derzeit so aus, als ob er es schaffen könnte, in eine normale Regelschule zu gehen - 1 Jahr später.

Beitrag von marinette 25.05.10 - 22:12 Uhr

Huhu!

Hier sind auch 2 Erzieher (teilweise nur 1 1/2) auf 25 Kinder Standart.

Aber meine Tochter ist in einem Integrations-Kiga. Dort sind nur 15 Kinder (davon 5 mit besonderem Bedarf) auf 2 Erzieherin und eine Sonderpädagogin.

Wir haben uns bewußt dafür endschieden, wegen dem Personalschlüssel, dem sozialen Lernen, der besonderen Beobachtung (die ALLEN zugute kommt) und natürlich auch wegen dem ssonstigen Konzept.

Unsere Tochter hat keinen der I-Plätze, aber ich würde immer wieder so endscheiden. Die Kleine ist schon angemeldet.;-)

Ich würde mir das noch mal überlegen und evtl. mal anschauen.
Mich würde interessieren warum Ihr Euch dagegen endschieden habt?

LG
Mari

Beitrag von cherry19.. 25.05.10 - 22:53 Uhr

bei uns sind es 29 kinder und 2 erzieherinnen. mein sohn ist der kleinste. er hat anfangs schon schwierigkeiten gehabt. seit einer woche geht er jedoch gerne. ich denke, es kommt auf das kind an. meiner ist sprachlich sehr weit, motorisch macht ihm auch keiner was vor. wäre er da hintendran, würde ich mir wohl mehr gedanken machen, ob das die richtige alternative für ihn wäre. beobachtet es doch einfach. in den anderen kindergarten wechseln könnt ihr ja immer noch.

wie lang geht er denn in den kindergarten?

Beitrag von minniflecki 26.05.10 - 08:00 Uhr

Hallo,
ich habe letztes Jahr auch die Empf bekommen meine Großen in einen I-Kiga wechseln zu lassen und ich muss sagen ich habe es nicht bereut. Sie hat nie gespielt und sich von den anderen Kindern fern gehalten. Und siehe da im neuen Kiga hat sie super Fortschritte gemacht was Sprache und Verhalten angeht und sie hat Freunde gefunden. Ich bereue es auf keinen Fall auch wenn mir die Entscheidung anfangs schwer gefallen ist. Sie ist mit 15 anderen Kindern und 3 Betreuern in der Gruppe und ich bin stolz auf sie was sie in den paar Monaten wo sie da ist geleistet hat. Sie bastelt sogar jetzt was im anderen Kiga unmöglich war.....
Meine Kleine kommt in den gleichen Kiga aber in eine normale Gruppe mit 27 anderen Kindern und 2 Betreuern. Ich bin mal gespannt.

Kann den I-Kiga nur empfehlen.

Nicole

Beitrag von leerchen 26.05.10 - 08:33 Uhr

hallo anja,
das könnte für euch auch ein grund sein um in einen integrativen kindergarten zu wechseln. dort ist der personalschlüssel nämlich ein ganz anderer! o.k. die erzieher sind auch viel mit den behinderten kindern beschäftigt, also gleicht es sich irgendwie wieder aus.
aber ich denke, dass die kinder dort auch anders betreut werden, rücksichtsvoller...

denk doch einfach nochmal drüber nach.

ich wünsch euch alles gute!#liebdrueck

leerchen & anouk (*07.04.2010), der den kindergarten mal wieder total doof findet...#gruebel

Beitrag von dharma8 26.05.10 - 09:05 Uhr

Hallo!
Mein Sohn ist auch in einem int.Kiga. Einfach, weil er total davon profitiert. Er ist in der kleinsten (im Sinne von jüngsten) Gruppe. Dort sind max. 12Kinder mit 3 Erziehern. Momentan haben sie auch noch eine Praktikantin. Zur Zeit sind auch nur "normale" (sorry, mir fällt grad kein passenderes Wort ein) Kinder in der Gruppe. In den größen Gruppen sind dann mehr Kinder aber auch mehr Erzieher. In dem ganzen Kiga sind nur eine handvoll behinderte Kinder und ansonsten profitieren die alle anderen von der geringen Gruppengröße. Bei meiner Besichtigung sind 2 Jungs mit einem Erzieher abgezogen um in der Werkstatt Gasbeton zu bearbeiten. Einfach so. Ich fands klasse. Aber auch die anderen Angeboten, die es in unserem Kiga gibt, sind toll. Z.B. Snoezelraum, Sportraum, Musikzimmer, Kinderküche... Ich würde es immer wieder machen. Dein Kind hat profitiert einfach davon.

LG

Beitrag von krokolady 26.05.10 - 10:10 Uhr

Wenn Du weiterhin die Chance auf einen I-Platz hast - dann nutze ihn!

I-Gruppen sind grundsätzlich kleiner.......weil für 1 I-Kind mindestens 3 Regel-Plätze wegfallen ungefähr.

Bei meiner Tochter in der I-Gruppe sind es 17 Kinder insgesamt, bei 3 Erzieherinnen plus eine Praktikantin oder Aushilfe.

Beitrag von cludevb 26.05.10 - 10:17 Uhr

Hi!

Bei uns sind 2 feste Erzieherinnen auf 25 Kinder Standard in normalen Gruppen ab 3.

Also wenn dir dazu extra geraten wird un du selbst siehst dass etwas mehr Aufmerksamkeit in Form von Erzieherinnen doch passend wäre (sprachverzögert, klammert und co), dann versteh ich nicht, warum du nicht in die ingegr. Gruppe bzw Kindergarten wechelst... da wirst du dann auch weniger Kinder auf eine Erzieherin haben, wovon du ja geschwärmt hast ;-)

LG Clude, Lukas (3 1/2) und Michel (1)