Mir gehts nicht gut

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von spidi111 25.05.10 - 23:09 Uhr

Hallo hatte vor längere Zeit mal geschrieben ,das ich mit meinem 17j Sohn starke Probleme habe!Und heute ging alles den BERG runter!Er ist nun bei seinem Großvater und will morgen zum Jugendamt in eine WG!
Das tut so verdamt weh!Ich weiß gar nicht wie ich damit umgehen soll!
Er hat noch zu mir gesagt ,er will mich nie wieder sehen!
Ist das alles so einfach für Kinder?
Nur ,weil man Grenzen setzt?Und gesagt hat ich möchte nicht das er jedes Wochenende nur Alkohl trinkt bei seinen Freunden!Und ich enttäuscht war ,das er mir GELD geklaut hat!
Wer hat sowas auch erlebt und wie seid ihr damit klar gekommen?
GRUß

Beitrag von bruchetta 25.05.10 - 23:57 Uhr

Hallo!

Es tut mir wirklich leid, dass es Dir so schlecht geht... #liebdrueck

Ich habe keine Kinder in dem Alter, aber ich war auch so.
Geld von Mama genommen, geraucht, nicht zur Schule gegangen usw. usf.

Er wird sicher nicht gleich morgen in eine WG kommen, vielleicht beruhigen sich Eure (und vor allem seine) Gemüter ja ein wenig.
An Deiner Stelle würde ich mich an eine Beratungsstelle wenden (pro familie oder sogar Jugendamt) und mir dort Rat holen.

Man kann Dir dort sicher sagen, wie Du Dich ihm gegenüber verhalten sollst, damit Ihr wieder ein einigermaßen harmonisches Miteinander habt.
Auf jeden Fall mußt Du ihn sicher ein Stück weit loslassen und seine Erfahrungen machen lassen.
Denn gerade das Verbotene wird ja allein aus Trotz als erstes getan.

Vielleicht kannst Du ja mal für ein paar Tage mit ihm wegfahren(zelten, wandern, was auch immer), damit Ihr wieder ein wenig zueinander findet und eine (neue) Basis schafft!?

Alles Gute und
liebe Grüße!!

Beitrag von mansojo 26.05.10 - 08:06 Uhr

hallo,

eine räumliche trennung klingt erstmal gar nicht schlecht

wie geht es ihm denn bei seinem großvater?

das mit dem jugendamt würde ich locker angehen

betreute wg heißt nicht grenzenlose freiheit für den jungen

im gegenteil da muss er ein ganzes stück verantwortung übernehmen

lg manja

Beitrag von alpenbaby711 26.05.10 - 07:22 Uhr

Es ist ein Scheiß Alter ( auch wenn mein Sohn erst 5 ist). Beim Geld klauen wäre ich auch enttäuscht. ABer möglicherweise, auch wenns weh tut, tut euch der Abstand gut und vielleicht kriegt er über so ne WG auch proffessionell Hilfe und merkt man das man eben doch nicht alles haben kann.
Ela

Beitrag von gh1954 26.05.10 - 07:43 Uhr

So ganz einfach ist es nicht, in betreutes Wohnen zu kommen.
Mit "mal eben zum Jugendmt gehen" ist es da nicht getan. Diese Plätze sind nämlich schweineteuer.

Es wird so sein, dass das JA dich zu einem Gespräch bittet und andere Möglichkeiten durchgesprochen werden.

Auf der anderen Seite: Was wäre so schlimm daran, wenn dein Sohn woanders lebt?
Du bist mit deinem Sohn an deine Grenzen gekommen und weißt nicht weiter. Was spricht dagegen, einen eTil der Verantwortung abzugeben, wenn es für die Zukunft deines Sohnes vielleicht besser ist?

Das bedeutet ja nicht, dass du versagt hast.

Und viellecht brächte eine räumliche Trennung von deinem Sohn, dass euer Verhältnis irgendwann wieder besser wird.

Beitrag von karna.dalilah 26.05.10 - 11:20 Uhr

wenn ihr Sohn erklärt, dass er nicht mehr zur Mutter zurückwill, wird er vom Jugendamt nicht gezwungen.
Es wird eine Möglichkeit der Unterbringung suchen bei Familienangehörigen oder eben Heim, WG...
wobei in dem Fall die Unterbringung in einer WG für die weitere Entwicklung des Jungen am förderlichsten wäre.
Da die WG´s als Aufgabe haben, die Jugendlichen selbstverantwortlichkeit und Eigenständigkeit zu vermitteln, damit sie ihr Leben allein meistern können.
Da ist so manch Jugendlicher schnell auf den Boden der Tatsachen gekommen.
Ist ja toll eigenes Zimmer, eigenes Geld ABER die Betreuer verteilen Aufgaben, kontrollieren deren Erfüllung. Ist das Geld alle...ist es alle...

Beitrag von gh1954 26.05.10 - 11:26 Uhr

Das weiß ich alles...:-)

Beitrag von frauke131 26.05.10 - 09:09 Uhr

Hallo,

wart ab, er wird merken, dass er sich auch woanders an Regeln halten muss. Vielleicht geht es da sogar strenger zu, als zu Hause.

Meine Kinder sind noch kleiner, und auch wenn ich stark pubertiert habe und auch ausziehen wollte, war es nicht so heftig. Eine damalige Freundin zog auch mit 17 in ein besetztes Haus, nachdem es zu Hause nur Streit gab. Mit Hilfe einer Lehrerin, die sich mit Tochter und Mutter zusammensetzte, zog sie nach einem Jahr wieder zurück nach Hause.

Manchmal kann so ein Bruch auch ein Neuanfang sein, viellicht hilft die Distanz, dass ihr Euch annähert. Es kann eine Chance sein!

Ich drück Ech die Daumen!!!

LG