12 jähriger mit ADHS-Hilfeee

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von cbelana 26.05.10 - 07:46 Uhr

Hallo Ihr Lieben....

hier mal eine Frage , da es mich doch sehr belastet, und wir unseren nächsten Termin bei der Psychologin erst Ende Juni wieder haben:

Mit meinem Sohn (12 Jahre-ADHS`ler ) gibt es momentan sehr arge Probleme.
Mitte letzten Jahres haben mein Mann und ich uns getrennt und seit Dezember habe ich einen neuen Partner. Für meine Kinder kein Problem, im Gegenteil sie kommen mit meinem Partner sehr gut aus.
Mein Sohn hat unter meinem EX sehr gelitten und nun läuft es für ihn etwas lockerer hier . Wir sehen nicht alles allzu streng -alles in allem bisschen lockerer.
Das Problem ist aber, das seine 6 jährige Schwester schon immer als Prinzessin von meinem EX behandelt wurde. Sie konnte/durfte alles tun, wenn dies mein Sohn gemacht hat, wurde er sofort bestraft.
Da jetzt alles lockerer Gehandhabt wird, versteht er nicht , das meine Tochter nicht bestraft wird wofür er früher bestraft wurde. Er sieht es als ungerecht an.
Aussagen wie: ich hätte von Papa eine schlimme Bestrafung bekommen sind hier an der Tagesordnung. Dabei sehen wir bei ihm auch alles lockerer. Doch er hält da ein seiner Vergangenheit fest, und möchte das seine Schwester auch so leidet wie er leiden musste.....

Gespräche nützen nichts, er versteht es einfach nicht ....

Hat jemand ein Tipp für uns, denn die Situation spitzt sich täglich zu.

Danke und Grüße cbelana

Beitrag von schnuffkuss 26.05.10 - 08:41 Uhr

Hallo,

ich muss sagen, ich verstehe es auch nicht. Und das dein Sohn es nciht versteht kann ich gut nachvollziehen.

Wenn jemand (Vater, freund, wer auch immer) meine Kinder so ungleich und vor allem teils ungerecht behandeln würde, dann würde ich ganz klar machen, dass das so nicht funktioniert. Notfalls würde ich mich trennen, aber das jemand ein Kind so ungerecht behandelt würde es bei mir nicht geben. Du wirst wohl jetzt versuchen müssen, dass bei deinem Sohn durch ne extra Portion Aufmerksamkeit, Einfühlungsvermögen und Liebe wieder gut zu machen.

LG Tanja

Beitrag von 3wichtel 26.05.10 - 08:58 Uhr

Ich glaube, die TE meint, dass ihre Kinder nicht vom selben Mann ungerecht behandelt werden:

Der Sohn musste früher unter dem leiblichen Vater leiden.
Die Tochter lebt nun (im gleichen Alter wie der Sohn früher) mit einem anderen Mann der Mutter zusammen (Stiefvater). Dieser Stiefvater erlaubt der 6jährigen offenbar Dinge, die der leibliche Vater dem Jungen damals nicht erlaubt hat.

Beitrag von cbelana 26.05.10 - 09:04 Uhr

@3wichtel-
Ja genau richtig- der Stiefvater ist zu meinen Kindern -und zwar bei allen- sehr liebevoll und nicht eben so streng wie mein EXmann.
Als mein Sohn damals sechs Jahre alt war, war ja noch mein EXmann hier und hat ihn sehr streng erzogen-viel Bestrafungen etc.
Auch dies war ein Trennungsgrund!!
Der Stiefvater ist aber etwas lockerer-auch natürlich zu meinem Sohn-dieser versteht aber nicht das seine kleine Schwester nicht so "schlecht" behandelt wird, wie er damals im gleichen alter-wie sie jetzt.

Beitrag von 3wichtel 26.05.10 - 09:02 Uhr

Ich würde es trotzdem noch mal mit einem Gespräch versuchen.
Ganz in Ruhe und mit ihm alleine.

Vielleicht kannst Du mal mit ihm alleine nett Eis essen gehen. Und dann würde ich so etwas sagen wie:

"Ich weiß, dass das für Dich sehr ungerecht aussieht, wie Deine Schwester behandelt wird. Und ich wünschte, Du hättest auch nicht so leiden müssen.
Ich bin sehr froh, dass wir jetzt den (Namen des Stiefvaters) haben und er Euch besser behandelt, als Papa das getan hat.
Es tut mir leid, dass der (Name des Stiefvaters) erst jetzt bei uns ist und nicht schon damals, als Du einen netten Vater gebraucht hättest."

Vielleicht reicht es ihm schon, wenn er merkt, dass auch Dir auffällt, dass ein Ungleichgewicht in der Behandlung der Kinder vorliegt. (Ob man was dafür kann, ist ja letztlich egal).

Beitrag von cbelana 26.05.10 - 09:06 Uhr

@ 3 wichtel-

Vielen Dank-das werde ich in jedem Fall versuchen.

Danke für deinen Tipp und die Zeit die du dir genommen hast.

herzlich cbelana