UMFRAGE: Kleiner Kindergarten mit wenigen Kindern - Eure Erfahrungen??

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von schokoholic 26.05.10 - 09:00 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist vor kurzem (4 Wochen) in den KiGa gekommen-es ist ein Kleiner,mit ca. 15 Kindern.
Leider ist es so,das es an Jungs nur 4 Stück gibt,die dazu noch älter sind und ein eingeschworenes Team sind.
Sie ärgern ihn wohl ziemlich :-(
Ansonsten sind einige Mädels da,viel älter-kommen jetzt in die Schule oder gerade 3 geworden,zu jung.
Das einzige Mädchen,mit dem er oft gespielt hat,zieht jetzt weg..
Irgendwie sehe ich dort keine Perspektive für ihn-auch wenn im Sommer die "Neuen" kommen,die sind ja dann auch alle viel jünger -er wird im Herbst 5.

Wir haben hier auch noch ein paar andere KiGä in der Nähe,ich hatte mich aber für diesen entschieden,da mein Süßer Allergiker ist und es dort ein bißchen überschaubarer ist und wohlbehüteter #schein
Natürlich will ich ihn jetzt auch nicht gleich dort rausreißen..Hmh..

Wie seht Ihr das?
Ist das normal?
Wie ists bei Euch?
Haben Eure Kinder auch Anlaufzeit gebraucht?
Gibts bei Euch Kinder in allen Altersstufen?

Danke und lg,Schoko

Beitrag von engelchen28 26.05.10 - 09:10 Uhr

hi schoko!
meine große geht in einen kiga mit 15 kindern und wird nach den sommerferien ein vorschulkind sein. sie spielt zu 90 % mit mädchen und nach den ferien wird noch genau 1 mädchen in ihrem alter da sein, die beiden sind allerdings gut befreundet. in der mittleren altersklasse sind nur jungs - und dann kommen die kleinen 3jährigen. ich gehe davon aus, dass jeder von jedem lernen kann - so auch meine 5jährige von den 3jährigen. sie ist die große und kann ihr wissen und ihre erfahrungen an die kleinen weitergeben. das alter der spielkameraden ist für mich weniger entscheidend als das gesamtkonzept, das in diesem kiga absolut stimmt. der betreuungsschlüssel ist absolut super (15 kinder mit 2, teils 3 erziehern).
lg
engelchen28

Beitrag von 3wichtel 26.05.10 - 09:13 Uhr

Wir sind hier auch in einem kleinen Dorfkindergarten mit 35 Kindern.
(Alle andern KiGä haben 100-150 Kinder).

In unserem Kiga gibt es nur eine Gruppe, dafür aber auch 4 Erzieherinnen. Es gibt zwar 2 Gruppenräume, die unterscheiden sich aber nur durch die Einrichtung.
In einem Raum liegen die Gesellschaftsspiele und dort gibt es Frühstück und die Puppenecke.
Der andere Raum ist grösser und hat ein Bällebad, einen Bauteppich, etc.

Es ist alles sehr behütet, die Erzieherinnen kennen von jedem Kind die Namen der Eltern und Geschwister (ältere Geschwister waren sowieso auch alle in dem Kiga).

Die Vorschulkinder müssen immer mal zwischendurch spezielle Aufgaben erledigen und machen auch andere Ausflüge.

Ansonsten ist alles bunt durchmischt. Die Jüngeren lernene von den Älteren, die Älteren lernen dafür, auch mal Rücksicht zu nehmen und den Kleinen mal beim Anziehen o.ä. zu helfen.

Klar gibt es immer wieder mal Jahre, wo für das eigene Kind gerade kein adäquater gleichaltriger Spielpartner vorhanden ist. Aber da helfen dann auch die Erzieherinnen, das Kind sinnvoll zu integrieren.

Beitrag von sweethexi 26.05.10 - 09:49 Uhr

Hallo schoko,

Zoe ist auch Anfang des Monats in den Kindergarten gekommen.
Bei ihr gibt es 3 Gruppen:
1,5 Jahre bis 3 Jahre
3-4 Jahre
Vorschulkinder

In ihrer Gruppe wird gibt es maximal 15 Kinder,der ganze Kindergarten nimmt nicht mehr als 35 Kinder auf.Insgesamt gibt es 5 Erzieher/innen.
Bei uns ist es so,dass Zoe die Jüngste in ihrer Gruppe mit 1,5 Jahren ist,es gibt nur einen kleinen Jungen,der ca.2 Monate älter ist.
Ich find das aber nicht schlimm,es hat den Vorteil,dass sie von den Grösseren lernt. Bei uns sind die Gruppen außer bei den internen Beschäftigungen auch immer offen,sodass sich die Kinder selbst aussuchen können,mit wem sie spielen.Es gibt viele Große dort,die mit Zoe spielen.
Klar,Anlaufschwierigkeiten haben wir auch,sie weint morgens beim Abgeben noch und wenn ich sie abhole vor Freude,aber auch das wird sich legen.

Nur du allein kannst entscheiden,was du machst,aber ich finde das nicht schlimm,wenn er viele Jüngere dort hat.

Lg sweethexi

Beitrag von stern1974 26.05.10 - 18:32 Uhr

Hallo,

also unser Sohn ist in einem kleinem Kiga mit 15 Kindern. Es ist zwar schön, übersichtlich, der Betreuungsschlüssel passt , aber natürlich sehr schwierig, wenn es nicht auch neue Kinder gibt. Die Eltern als auch die Kinder, sind miteinander gut befreundet und meistens hat man da keine Chance. Wenn aber ein Kind dabei ist, das auch neu ist, ist es natürlich super und dann können auch schöne Freundschaften entstehen.

Unser Sohn hatte lange gebraucht bis er einen gefunden hat mit dem er gut spielen kann. Das war eine Clique und irgendwie war es schwierig. Mittlerweile hat er einen Freund, der auch neu ist, und es ist besser. Komischerweise haben die Betreuerinnen nicht viele Ideen und irgendwie ist immer alles gleich. Ich wünsche mir einfach mehr Engagement. Leider fehlt es, auch wenn es ein kleiner Kiga ist.

Es hat auf jeden Fall Vor- und Nachteile.


Es muss jeder für sich selber entscheiden!

LG
stern





Beitrag von janamausi 26.05.10 - 20:03 Uhr

Hallo!

Bei meiner Tochter (ist im Januar 6 Jahre geworden) war es letztens ähnlich. Ihre ganzen Freundinnen sind letztes Jahr in die Schule gekommen und sie war mit Abstand dann das älteste Kind in der Gruppe und hat sich sehr gelangweilt und ist immer trauriger geworden, weil sie keine richtige Freundin mehr in der Gruppe hatte.

Ich hab dann (hinter ihrem Rücken) einen Kiga gesucht. Als ich einen gefunden habe, der meine Tochter kurzfristig nehmen würde, hab ich meine Tochter eingeweiht und wir haben zusammen den Kiga angeschaut. Sie durfte dann dort auch einen Schnuppertag machen und ich hab sie dann selbst entscheiden lassen, ob sie wechseln will. Sie wollte (sie hat sich den Kiga angeschaut und sofort wohl gefühlt) und es war auch die Beste Entscheidung, weil seitdem blüht sie wieder richtig auf und hat Freundinnen in ihrem Alter in der Gruppe.

Ich finde Kinder im gleichen Alter schon wichtig in einer Gruppe. Dein Sohn wird ja auch bald 5 Jahre...rede doch mal mit ihm. Ich würde ihm aber auf keinen Fall Hoffnungen machen, dass er evtl. den Kiga wechseln kann, wenn Du noch keinen anderen Platz hast, sondern - wenn Du einen Wechsel in Erwägung ziehst - erstmal ohne sein wissen einen Kiga suchen. Nicht das ich dann keinen Platz in einem anderen Kiga bekommt und sich dein Sohn umsonst Hoffnungen gemacht hat.

LG janamausi