Süßigkeiten - "Phase"?

Archiv des urbia-Forums Kleinkind.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von jenny133 26.05.10 - 13:43 Uhr

Hallo

hab hier schon öfter mal wegen den Essgewohnheiten meines Kleinen geschrieben. Zur Zeit ist es wieder so: Frühstück nur ganz wenig, dafür noch Obst entweder gleich oder etwas später. Mittagessen wird fast ganz verweigert aber zum Kaffee wird ebenfalls was süßes (Kuchen Kekse - wenn wir bei Bekannten sind) gefordert. Abendessen fällt dann wieder spärlich aus. Vor dem schlafen gibts dann noch etwa 150-200 ml Kuhmilch.

Nun ist mir aufgefallen, das er manchmal ganz gut isst und dann eben wieder so Essensphasen auftreten. Kann das mit Wachstumsschüben zu tun haben? Er schläft nämlich im Moment auch fast 14 Stunden innerhalb des 24 Stundentages während er vor einigen Wochen noch nicht mal einen Mittagsschlaf haben wollte (waren damals dann ca. 12 Stunden schlaf).

Ich bin mir immer unsicher, wie ich wegen dem Essen reagieren soll :-( Aufgewachsen bin ich ohne Grenzen bei den Süßigkeiten. O-Ton meiner Mutter: "Hätten wir dir nichts süßes gegeben wärst du ja verhungert!" Zum Glück sieht man mir das nicht an, hab eher Untergewicht. Über meine eigene Gesundheit mach ich mir allerdings schon Gedanken. Obwohl ich seit der Fructose-intertoleranz in der SS (Vorstufe der SS-Diabetes) selbst auch darauf achte, das ich es mit dem süßen nicht übertreibe.

Kennt ihr so Phasen auch bei euren Kindern? Wie würdet ihr meine Situation einschätzen? Ich wollte mein Kind nie so erziehen, das es jeden Tag Süßigkeiten gibt. Aber wir wohnen noch im Haus meiner Eltern (nicht mehr lange) und wenn er von mir nichts bekommt, dann holt er sich einfach oben was.

LG
Melanie mit Nico (im September drei Jahre)

Beitrag von pegsi 26.05.10 - 13:56 Uhr

Ich lebe nach der Faustregel: Die Eltern bestimmen, was es gibt, dafür bestimmt das Kind, wie viel es davon ißt.

Wenn Dein Schatz im Moment nur bei Obst und Kuchen zuschlägt, dann wird da wohl etwas drin sein, was er dringend braucht.

Eigentlich haben Kinder ein gutes Gespür für ihren Körper, so lange man ihnen das nicht abtrainiert mit Sachen wie "Du mußt aufessen, sonst regnet es morgen". ;-)

Beitrag von jenny133 26.05.10 - 14:07 Uhr

Hallo

Danke für deine Antwort!
Vielleicht wäre es aber auch meine Pflicht zu sagen: "Es gibt jetzt keinen Kuchen!"? Gegen Obst sage ich ja nichts.

Wie geschrieben ich bin selbst mit wohl zu viel Süßigkeiten aufgewachsen. Teilweise hatte ich richtig Probleme, wenn ich mal nicht dazu kam was süßes zu essen (zittern, schwindel) Zum Glück noch kein Diabetes sondern nur Unterzuckerung, aber das machte mir schon Angst. Ich weiss auch, das wenn man zu viel süßes isst kann es auch wie eine Droge funktionieren und der Körper braucht immer mehr davon. Nun habe ich Angst, das ich bei meinem kleinen die Grenze verpasse, wann es zuviel ist?

Beitrag von bamsel 26.05.10 - 14:16 Uhr

Hallo!
Du bist die Mutter!! Wenn er sich mit Kuchen u. Süßigkeiten vollstopft ist es kein Wunder,daß er nichts anderes ißt. Denk auch mal an seine Zähne.

Gruss,
bamsel

Beitrag von jenny133 26.05.10 - 14:27 Uhr

Hallo Bamsel

ich kenne hier im Umkreis Kinder die mehr Süßigkeiten essen. Wenn er mittags Kuchen bekommt, dann eben abends nichts mehr. Er bekommt auch keine reine Schokolade oder Bonbons oder so.

Aber er isst im Moment einfach nicht viel anderes als das!! Wenn ich es ihm verbiete dann isst er einfach gar nichts. So siehts aus! Dann ernährt er sich mal einen Tag nur von Äpfeln- deswegen überlege ich ja auch, ob es vielleicht Phasenbedingt ist. Wachstumsschub oder Entwicklungsschub oder so?! Es war ja vor einigen Wochen auch wieder anders. Da ist er mit uns an den Tisch gesessen und hat hungrig mitgefuttert. Hoffe, das es bald wieder so abläuft #schwitz

Beitrag von fbl772 26.05.10 - 15:47 Uhr

Wenn es nach meinem Sohn gehen würde, dann würde es ausschließlich Fleisch, Käse, Süßes sowie Erdbeeren geben. Kann das gesund sein? Nein! War das zu Zeiten unserer Eltern gesund? Nein!

Sicherlich haben die Kleinen ein gewisses Gespür, aber eben nicht immer bzw. verlieren es mit der Zeit scheinbar. Anders wäre auch nicht zu erklären, warum es Menschen gibt die zuviel Fettes essen wo doch alle wissen das es schlecht für uns ist .... :-)

Dein Kleiner isst schon ziemlich wenig. Unser Kleiner hat in etwa folgenden Speiseplan:

Aufwachen 250 ml - 500 ml stark verdünnte Milch
Frühstück 1 Scheibe Brot mit Käse oder Wurst + Obst (keine Banane) oder Schale Müsli
Mittagessen komplette Portion - sprich etwa 75% einer normalen Erwachsenenportion
Kaffee Obst oder Joghurt oder Ähnliches / manchmal ein Gummibärchen oder ein Brötchen
Spätnachmittag hin und wieder eine Flasche Wasser mit "Milchfarbe"
Abendbrot 1 - 1,5 Scheiben Brot mit Wurst + Obst oder Gurke, Paprika

Ich würde trotzdem versuchen, ihn einigermaßen gesund zu ernähren und die Reaktionen auf dein Nein zu Süßigkeiten aushalten. Zum Kaffee kann es auch mal Trockenfrüchte geben. Es ist ja zu seinem Wohle, wie du an dir selbst merkst ist das kein Spass. Und deinen Eltern würde ich deine Regeln diktieren!

LG
B

Beitrag von jenny133 26.05.10 - 23:35 Uhr

Danke!

Nun wie geschrieben: Es gibt zeiten, da isst er richtig gut. Deshalb grade war ja meine Frage auch so auf die Phasen bezogen. Hab mal gelesen, das sie ihn Phasen bei denen sie wachsen auch wenig essen. Vielleicht liegt es daran? Abendessen hat er für mein empfinden heute gut gegessen. Zwar nur Nudeln pur und dazu Möhren-Rohkostsalat, aber immerhin ;-)