Kieferorth. - bietet Eurer auch "Außervertragliches Leistungspaket" an

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Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von katja1801 26.05.10 - 15:30 Uhr

Hallo zusammen!

Bei meiner Tochter (9) soll demnächst mit der kieferorthopädischen Behandlung begonnen werden. Wir waren zu einem 1. Beratungsgespräch beim Kieferorthopäden und sie bekommt erst mal etwas zum Weiten des Kiefers. Der Kieferorthopäde, von dem ich an sich einen guten Eindruck hatte, gab uns ein Blatt mit, das sich "Außervertragliches Leistungspaket" nennt und knackige 1.440,-Euro kostet, also zusätzlich zu dem, was wir ohnehin berappen müssen. Dieses Paket beinhaltet aber meiner Meinung nach Dinge, die ich bei einer kieferorthopädischen Behandlung für selbstverständlich halten würde, z. B. "Unterweisung zu Vorbeugung von Karies und paradontaler Erkrankungen" (d.h. es wird gezeigt, wie man mit fester Spange richtig putzt) oder auch "Kontrolle des Übungserfolges bzw. Zahnpflege". Dafür geht man doch dann regelmäßig zur Kontrolle, oder? Sollte nicht jeder Kieferorthopäde schauen, dass die Zähne i.O. sind und nicht nur ob die Spange Wirkung zeigt?

Wäre wirklich schön, wenn sich jemand melden würde, der mit einem solchen Leistungpaket zu tun hat(te), da ich ziemlich ratlos bin. Natürlich werde ich auch noch einmal mit dem Kieferorthopäden sprechen und ihn Verschiedenes fragen.

Liebe Grüße
Katja

Beitrag von ma2004 26.05.10 - 15:56 Uhr

Hallo!

Eine direkte Antwort auf deine Frage habe ich leider nicht.

Aber vielleicht holst du dir noch die Meinung bzw. Kostenvoranschlag eines zweiten Kieferorthopäden ein. Dann hast du einen Vergleich.

Zahlt die Krankenkasse denn gar nichts?

Gruß

Susanne

Beitrag von arienne41 26.05.10 - 15:57 Uhr

Hallo

Ich hab mal ne Frage

Hat der eine schicke neue Praxis?

Wenn ja braucht er Geld eine Praxis muß ja bezahlt werden.

LG

Beitrag von katja1801 26.05.10 - 16:03 Uhr

Die Praxis ist todschick und topmodern #kratz....

Beitrag von jazzy07 26.05.10 - 16:03 Uhr

Hi Katja,

mein Sohn hat auch seit 2 Monaten eine lose Zahnspange zum Weiten des Oberkiefers. Wir bekamen ebenfalls vom Kieferorthopäden eine Zusammenstellung der Zusatz-Kosten. #schock#schock

Ich dachte bisher, die Kosten würden komplett zu 80% übernommen werden, aber da habe ich mich gehörig getäuscht.
Ich zahle nun 36 Monate einen bestimmten Betrag. Insgesamt liegen wir bei 1240,00 Euro Zusatzkosten. + die 20% Eigenleistung.

Und wenn wir damit fertig sind muss meine Tochter eine Zahnspange haben. Für sie werde ich nun aber eine Zusatzversicherung abschließen.

Sprich einfach mal mit deinem Kieferorthopäden, dann wird er dir alles nochmal genau erklären.

Lg Jazzy

Beitrag von anja96 27.05.10 - 09:58 Uhr

Hi,

die Zusatzversicherung kannst Du Dir sparen, da diese nichts bezahlen wird, weil Dir schon bekannt ist, daß Deine Tochter eine Spange bekommen soll.

LG, Anja

Beitrag von whiskeykenner 26.05.10 - 16:14 Uhr

Für mich klingt das nach einen schönen Zusatzverdienst des Kieferorthopäden. Und da viele Eltern sich erst dann als gute Eltern fühlen, wenn sie für die Gesundheit der Kinder "alles Erdenkliche" getan haben, wird er genug finden, die unkritisch (früher durfte man sagen: dumm) genug sind, für so etwas Geld zu bezahlen.

Ich wäre das sehr skeptisch und würde tendenziell wohl auch eher noch mal mit einem anderen Arzt sprechen.

Beitrag von cashmere0815 26.05.10 - 16:32 Uhr

Also, dieses Leistungspaket erscheint mir in der Tat recht merkwürdig. Diese Anweisung der Zahnpflege etc. bekommt Deine Tochter beim Zahnarzt kostenlos. Vielleicht holst Du Dir mal eine Zweitmeinung bei einem anderen Kieferorthopäden. Mein Mann war mit unserem Sohn das 1. mal bei einem Kieferorthopäden und der meinte, die Krankenkasse würde überhaupt nichts zahlen und er macht uns ein tolles Angebot, daß wir das in monatlichen Raten in Höhe von 100 Euro abzahlen können. In einem Jahr wären die Zähne dann wieder o.k. Ich bin zwar kein Kieferorthopäde, aber mit der Fehlstellung der Zähne meines Sohnes ist es mit einem Jahr nicht getan. Da reden wir von 3-4 Jahren. Die Meinung beim 2. Kieferorthopäden gab mir recht. Die Krankenkasse zahlt komplett, bis auf 20% Eigenleistung, die man nach erfolgreicher Behandlung zurück erstattet bekommt.
Also, lieber Deine Tochter nochmal bei einem anderen Kieferorthopäden vorstellen.

Beitrag von manavgat 26.05.10 - 16:49 Uhr

Solche Ärzte kann man gut abbügeln, indem man erklärt:

das können wir uns nicht leisten!

und gut ist.

Gruß

Manavgat

Beitrag von thalia.81 26.05.10 - 17:23 Uhr

Ich kenne mich mit Zahnspangen nicht aus, aber mit Kieferorthopäden, die ausschließlich verdienen wollen, einem alles andrehen wollen, um im Luxus zu schwelgen.
Daher: Auf jeden Fall eine zweite und wenn nötig dritte Meinung einholen!

Beitrag von arkti 26.05.10 - 17:27 Uhr

Es gibt genügend Dinge die die Krankenkasse nicht bezahlt auch wenn sie sinnvoll sind.
Ein Kieferorthopäde ersetzt nicht den Zahnarzt, heißt also trotz regelmäßigem Kieferorthopädenbesuch muss man noch zum Zahnarzt.
Der Kieferorthopäde guckt nicht nach Karies.
Ein Kieferorthopäde kann die Behandlung auch jederzeit beenden wenn die Zähne mit der Klammer nicht richtig geputzt werden und er der Meinung ist das die Zähne dadurch extrem leiden.

Wir haben ein Zusatzpaket genommen, beinhaltet:
kleinere bzw andere Brackets
Versiegelung vor dem anbringen der festen Klammer
Retainer wenn die Klammer wieder raus genommen wird damit sich die Zähne nicht wieder verschieben
usw.

Die anderen Brackets haben sich positiv bemerkbar gemacht, da sie die Tragedauer erheblich verkürzt.
Meine Kinder haben letztes Jahr Ostern die festen Klammern bekommen.
Gestern sagte der Kieferorthopäde das meine Tochter in etwa 2 Monaten fertig ist, also nichtmal 1,5 Jahre.
Mein Sohn ist Ende des Jahres fertig.

Sie hatten beide recht komplizierte Kiefer.
Der erste Kieferorthopäde wollte meiner Tochter ein Kopfgestell verpassen oder bei den kleineren teureren Brackets noch zusätzlich eine Schraube in den Kiefer einpflanzen.
Bei meinem Sohn mussten 4 Zähne gezogen werden weil er viel zu große Zähne hat, haben aber mehrere Ärzte bestätigt.

Man kann sagen bei beiden mussten die Zähne in alle möglichen Richtungen verschoben werden.
Man konnte wirklich zuschauen wie sich das von Monat zu Monat verbesserte.



Beitrag von connie36 26.05.10 - 21:19 Uhr

hi
ist bei uns auch so. bei beiden töchtern sollte schon angefangen werden, da aber noch nicht genug zähne aus dem seitenzahnbereich erneuert sind, müssen wir noch warten. aber die kieferweitungsspange müssten wir auch privat zahlen. haben auch einen kostenvoranschlag von etwas über 1000 euro bekommen.
die kleine hat einen extrem schmalen kiefer, die neuen haben null platz und sind mittlerweile alle schräg. der eine seitl. frontzahn kommt auch nicht raus, weil er keinen platz hat, ist bei der grossen genauso gewesen. es mussten bei ihr die milcheckzähne gezogen werden damit der seit 2,5 jahren vermisste zahn endlich raus konnte, und genau 3 wochen nach dem ziehen war er dann da.
ich warte jetzt mal noch ein jahr ab, und schaue dann mal was die kasse dazugibt.
lg conny

Beitrag von rienchen77 27.05.10 - 06:30 Uhr

von Sonder oder Extraverträgen habe ich schon öfters gehört.... das man für Zusatz oder schönere Leistung extra zahlen muß und nicht nur den niedrigsten Standart zu haben

Beitrag von krokolady 27.05.10 - 09:48 Uhr

meine 11jährige bekam vor kurzem ihre feste Spange - hatte vorher ca. 3/4 Jahr die lose Spange.
Was wir extra zahlen müssen ist eine professionelle Zahnrteinigung und ne zusätzliche Versiegelung.
Und dann halt wenns darum geht welche Bracket genommen werden sollen.......bei den "besseren" muss man ja die Differenz selber zahlen, das sind 5 bis ca. 40 Euro pro Zahn.


Eine Anleitung wie man Zähne richtig putzt etc. täte ich nicht selber zahlen.....da geht halt zum normalen Zahnarzt - die machen das kostenlos

Beitrag von anja96 27.05.10 - 10:03 Uhr

Hi Katja,

schick doch das Leistungspaket mal an die Krankenkasse und frag dort nach, ich bin bei solchen Sachen immer skeptisch.

Viele Grüße, Anja



Beitrag von tine_frank 27.05.10 - 10:09 Uhr

Hallo Katja,

ich würde zur KK gehen und mit denen reden. Ich war zum Vorgespräch beim Kiefero. und der hat mir erklärt, dass meine Tochter eine sehr komplizierte Zahnfehlstellung hat. Er hat mir den Kostenvoranschlag erläutert, das Röntgenbild gezeigt und den Behandlungsplan inkl. Kosten. Insgesamt soll die Behandlung mit "Kieferweiten" etc. 1800 Euro kosten. Wir müssen im Quartal je nach Behandlungsumfang 20 % Eigenanteil zahlen. Ich selbst hatte auch eine "feste Zahnspange" und da war die Einweisung in Putzen kostenlos. Ich denke, da will einer Geld verdienen. Ihr wollt als Eltern ja nur das beste für euer Kind und das wird ausgenutzt.

LG Tine

Beitrag von magda0107 27.05.10 - 10:35 Uhr

Hi Katja,

also, zu der "Unterweisung zur Vorbeugung....", "Kontrolle des ...", kann ich Dir sagen, das das eine Individuelle Prophylaxe ist (IP), die ist Kassenleistung (er hat es natürlich als GOZ Leistung, sprich Privat aufgeführt). Ihr habt doch bestimmt einen Zahnarzt, evtl mit Prophylaxe Helferin, die dürfen 2x im Jahr (alle 1/2 Jahre) eine Prophylaxe bei Kindern machen. Leider nimmt es von den Kieferorthopäden immer mehr zu, das sie damit Patienten aus der normalen Zahnarztpraxis abwerben!

Wenn Du Fragen hast, oder mir evtl mal die Positionen des Kostenvoranschlages schicken magst, schaue ich gerne mal drüber, weil 1440 Euro für reine Propylaxeleistungen ist echt heftig, ist noch was anderes dabei?

Hast Du schonmal einen zweiten Kieferorthopäden gefragt? Weil 9 Jahre ist eigenlich recht früh, hat sie schon fast alle bleibenden Zähne?

LG Daniela