*** was haltet ihr vom waldorfkindergarten und deren pädagogik?***

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von niniwani 26.05.10 - 15:34 Uhr

Hallo, ;-)
mich würde ganz allgemeine eure meinung zu dem thema interessieren und vielleicht auch eure postiven sowie negativen erfahrungen..
liebe grüße;-)

Beitrag von marion2 26.05.10 - 15:45 Uhr

Hallo,

funktioniert, bis die Kinder in die Pubertät kommen. Dann geht gar nichts mehr. Die Kinder kommen im Leben nicht zurecht.

Unterm Strich bleibt nichts positives übrig.

Gruß

Beitrag von ratpanat75 26.05.10 - 22:39 Uhr

Hallo,

ich selbst halte zwar nicht viel von der Waldorf-Pädagogik, aber ich kenne einige Erwachsenen, die die Waldorfschule besucht haben und die alle ausnahmslos völlig normal im Leben stehen.

Wie gesagt, ich selber kann mit Anthroposophie auch nichts anfangen, aber ich finde, man sollte auch nicht verallgemeinern, dass die Leute dadurch nicht mehr mit ihrem Leben zurechtkommen.

lg

Beitrag von sassi31 27.05.10 - 01:32 Uhr

Hallo,

ich kenne auch Erwachsene, die auf der Waldorfschule gewesen sind und man merkt keinen Unterschied zu anderen Erwachsenen. Warum sollte man auch?

Interessant finde ich jedoch, dass keiner der Leute seine eigenen Kinder auf eine Waldorfschule oder in den Waldorfkiga schicken würde. Das ist etwas, was mir wirklich zu denken gibt. Wobei mir persönlich die Pädagogik eh nicht zusagt.

Gruß
Sassi

Beitrag von ratpanat75 27.05.10 - 13:31 Uhr

Hallo,

ich kenne 2 Ex- Waldorf- Schüler, deren Kinder auch in den Waldorfkiga gehen und eine, die noch keine Kinder hat, aber die es in Zukunft machen möchte.
Andererseits kenne ich auch andere Ex- Schüler, die ihre Kinder ganz klar nicht in den Waldorfkiga schicken.

Ich denke, es kommt darauf an, ob man sich mit dieser Pädagogik identifiziert und natürlich auf die individuellen Erfahrungen, die man gemacht hat- deswegen sollte man meiner Meinung nach auch nicht pauschalisieren.

LG

Beitrag von marion2 27.05.10 - 10:53 Uhr

Hallo,

das ist mein ganz persönlicher subjektiver Eindruck - geprägt durch ehemalige Waldorfkinder.

Gruß Marion

Beitrag von ratpanat75 27.05.10 - 13:35 Uhr

Hallo,

darauf hast du natürlich ein Recht.
Ich selber sehe das nicht so radikal.

Ich war schon oft überrascht, wenn Bekannte mir erzáhlt haben, dass sie auf der Waldorfschule waren- bei vielen hätte ich das nie vermutet, das sind "stinknormale" Leute.

lg

Beitrag von marion2 27.05.10 - 13:49 Uhr

Hallo,

die Frage war ja "was haltet ihr davon".

Da geb ich natürlich nur subjektiven Senf von mir.

;-)

Allerdings ist es auch wahrscheinlich, dass Waldorfschulen mit unterschiedlichen Qualitäten existieren und das Ergebnis - wie überall - von den unterrichtenden Fachkräften mehr abhängt als vom Schultyp.

LG

Beitrag von whiskeykenner 26.05.10 - 15:47 Uhr

Was fehlt ist eine auf die Bedürfnisse der Kinder aus Waldorfkindergärten und -schulen abgestimmte Waldorfwelt.

Beitrag von altehippe 26.05.10 - 16:11 Uhr

;-)

Beitrag von schneckerl_1 26.05.10 - 17:23 Uhr

ja, allerdings. Die armen Kinder bekommen nach Schulende einen Schock.

Beitrag von llewellynn 26.05.10 - 21:47 Uhr

Schöner hätte ich es nicht formulieren können. :-)

Greetz, Kira

Beitrag von wort75 26.05.10 - 16:19 Uhr

ich wollte unsere kinder in einen waldorf-kindergarten bringen. und dann in eine normale schule - was ggf. nicht so einfach geworden wäre. resp. es wäre einem nicht so leicht gemacht worden.

wir haben also mal gedacht, dass dann also die kinder in der waldorfschule landen würden.... und uns dann dagegen entschieden.

weisst du, so eine wahl ist ja auch eine selektion. mit der krippe wähle ich ja noch geziehlt, mit was für kinder mein kind umgang hat. beim waldorfkindergarten ginge das weiter... sie hätten umgang mit ganz besonderen kindern (kindern aus familien, die auf waldorf stehen udn sich das leisten können). tja.
ich denke, das geht nicth auf. er muss lernen, sich mit ganz normalen kindern zurecht zu finden.

waldorf geht dann auf, wenn man im anschluss an die schule dem sozius ein studium oder den einstieg in den eigenen betrieb ermöglicht - möglichst also so, dass er mit "normalem" pöbel nichts zu tun hat. oder aber des "pöbels" chef ist.
dass also aufgrund der hohen sozialen oder aber der schulischen selektion das "normale" leben ausgeschlossen ist.

aber das geht bei uns nicht. wir hätten genug mittel, den kindern die schule zu finanzieren - aber nachher müssten sie auf eigenen beinen stehen. und das nicht auf hohem finanziellem polster. somit: ihre spielkollegen werden aus der mittelschicht kommen und mittelschicht leben führen. also besser nein...

nicht dass waldorf den ansatz hat, elitär sein zu wollen. aber viel ist schon selektiert und viele probleme und soziale themen sind schon ausgeschlossen, weil die schüler bereits aus bildungsnahen und finanziell abgesicherten familien entspringen. eine gewisse weltfremdheit oder verklärung ist also schon da.

und die welt, in der sich meine kinder mal zurechtfinden können müssen wird eine ganz normale sein. keine schöngefärbte.

Beitrag von nisivogel2604 26.05.10 - 16:57 Uhr

Von wo hast du die Infos? Ich kenne mittlerweile viele Waldis und die bekommen zum Teil sogar ergänzendes ALG2. Keine Elterntei ist da elitär. Die sind alle absolut normal.

lg

Beitrag von anja96 27.05.10 - 09:54 Uhr

Hallo,

ich antworte mal, da ich mit der anderen Userin übereinstimme. Zumindest sehe ich, daß es hier bei unserem Waldor-Kiga und Waldorfschule genau so ist. Der Sohn meiner Freundin ist ein Waldorf-Kind und bei ihm ist es genauso wie sie schrieb, er wird wohl nie richtig arbeiten müssen, das wichtigste ist, daß er eine einfache Schulzeit hat und sich genauso wie seine Eltern jetzt bereits auf dem Geld der Großeltern ausruhen kann.

Auch die anderen Kinder aus der Waldorschule sind keine ALG-2-Empfänger oder sonstiges, sondern stammen nahezu allesamt aus Familien mit eigenem Betrieb, Akademikerfamilien etc.

LG, Anja

Beitrag von schneckerl_1 26.05.10 - 17:22 Uhr

Hallo,

mir sind Waldorfkindergärten- und schulen suspekt. Ich hab mal einen Waldorfkindergarten besichtigt und hab noch sehr in Erinnerung, dass es dort ganz schön weltfremd zuging.
Die Erzieher durften nur Röcke in Pastelltönen tragen. Sie durften keine Haare im Gesicht haben (z. B. Pony). Die Eltern sollten keinen Fernseher zu Hause haben.
Malen durften die Kinder nur mit Bio-Wachsmalkreiden in den 3 Grundfarben.
Wer´s mag...Mein Ding ist es nicht.
Für Kiga-Kinder kann das ja ganz nett sein, aber für Schulkinder??

LG

Beitrag von sassi31 27.05.10 - 01:40 Uhr

Ich hab mal die Tochter einer Freundin im Waldorfkindergarten abgeliefert. Wir haben den Gruppenraum betreten und ich hab zuerst auf einen Stuhlkreis geschaut. Morgens gibt es da dann erst eine ruhige Einstimmungsrunde. Dabei liegt die Betonung auf "ruhig". Allerdings wußte ich das nicht und habe beim Betreten des Raums freundlich und in normaler Lautstärke "Guten Morgen" gesagt. Wenn Blicke töten könnten, wäre mein Leben augenblicklich vorbei gewesen. Bevor ich wieder gegangen bin, habe ich mir kurz angesehen, was die so machen, wenn alle Kinder da sind. Es wurde nur geflüstert und gesummt. Einen Sinn habe ich darin nicht gesehen. Ich fand das eher befremdlich und konnte/kann damit nichts anfangen.

Beitrag von nisivogel2604 27.05.10 - 08:31 Uhr

Ich finde das eine sehr schöne Idee in dieser Welt die immer nur laut ist.

lg

Beitrag von schneckerl_1 28.05.10 - 12:39 Uhr

abe jeden Tag nur Geflüster?

Beitrag von nisivogel2604 28.05.10 - 12:46 Uhr

das zieht sich doch nicht durch den ganzen tag. es sind ca. 10 - 20 minuten. je nachdem

Beitrag von bine3002 26.05.10 - 18:26 Uhr

Ich halte davon gar nichts. Der antroposophische Gedanke ist mir zu seltsam und die Pädagogik als solche halte ich auch nicht für besser als die "staatlich anerkannte". Ist ja auch nicht viel moderner und Rudolph Steiner war aus heutiger Sicht... na ja, auch ein Idiot (sorry).

Beitrag von shorty23 26.05.10 - 18:50 Uhr

Hallo,

unsere Tochter ist in einer Waldorfkrippe und ich finde sie toll! Sie haben wunderschönes Haus, auschließlich Holz Spielzeug und eine super schöne Einrichtung, die Erzieherinnen gehen sehr liebevoll mit den Kinder um und und und ... ja, das ist jetzt alles nicht waldorfspezifisch und vielleicht wäre das in einer anderen Krippe (also nicht Waldorf) auch so, aber keine, die ich angeschaut habe (ca. 10) hat mir so gut gefallen. Von der "Pädagogik" spürt man in der Krippe noch nicht wirkich was, die Kinder sind ja noch viel zu klein für so was. Ich denke, wir werden sie auch in den KiGa dort geben, der macht auch einen sehr schönen Eindruck auf mich. Aber da muss halt auch mal wieder jede den eigenen Weg gehen, wir leben ja in einem freien Land. Ob mein Kind auch in die Schule dort geht, denke eher nicht, da stimme ich doch mit einigem nicht überein, aber da haben wir ja noch ein bisschen Zeit. Übrigens, die Familie meines Mannes war auf der Waldorfschule und aus allen ist was geworden, keiner hat nach der Schule einen Realitäts-Schock oder so was erlitten ... das aber nur am Rande.

LG

Beitrag von nicicolli 27.05.10 - 10:24 Uhr

Mit Waldorf wird vieles verbunden, und sehr viele haben einfach davon keine Ahnung! Die Kinder werden in keinster Form weltfremd, noch sind sie Sonderschüler oder ähnliches! Die Kinder werden genau so aufs Leben vorbereite wie andere auch!

Meine Freundin ist Gymnasiallehrerin an der hiesigen Waldorf Schule, ihre Kinder gehen selbst auf die Schule, und ich möchte ernsthaft behaupten sie haben mehr drauf wie manch anderes Kind! Und dabei sind sie sicherlich nicht hochbegabt! Der Vater ist übrigens nur Hausmeister, also nix mit Pädagogen Familie!

Ich persönlich habe mich aus Kostengründen gegen den Waldorfkindergarten und die Waldorf Schule entschieden!

Um mal zu erklären warum manches so ist wie es dort ist:

Die Erzieherinnen tragen Röcke (auch über den Hosen) das ist richtig! Dadurch haben sie den berühmten Rockzipfel an dem sich gerade die Kleineren hängen können! Durchaus sinnvoll!

Unsere Erzieherinnen können Ihre Haare tragen wie sie wollen!

Es wird viel mit Naturmaterialien gespielt! Die Kinder bauen sich z.B. Stöcke für den Laternenumzug selbst, in dem Sie Stöcke schleifen und bearbeiten! Finde ich jetzt nicht so schlimm!

Gemalt wird mit den Grundfarben, hauptsächlich Wasservermischbar! So lernen die Kinder welche Farben zu mischen sind, um andere zu erhalten! Normal ist das ja in der Natur genauso!

Was ich schade finde, es gibt halt kein richtig buntes Plastikspielzeug (Lego auch nicht) und auch kein Sandspielzeug in dem Sinne!

Man darf übrigens auch daheim einen TV haben und Radio hören, man muss nicht alles daheim weiter machen wie dort! Ein Kind aus unserer Straße geht in den Waldorfkiga und der hat sogar Elektroautos und spielt auch mit Lego usw!


Ach ja unser Nichtwissen ist es, was wir an unsere Kids weitergeben, die dann wieder genau den gleichen Mist verzapfen! Keiner ist gezwungen Waldorf, Montessori oder JenaPlan zu nutzen oder zu leben, aber ich finde es traurig das da immer falsches weiter gegeben wird!

Die Kinder unserer Waldorfschule haben derzeit übrigens eine Bestehensquote fürs Abi von fast 100%! Und ja sie haben das normale Abi!

Beitrag von jankar 27.05.10 - 16:45 Uhr

Hallo,auch unsere Kinder werden den Waldorfkindergarten besuchen und unser Jannick freut sich so wie ich auch tierisch drauf. Unsere Entscheidung hat nicht nur etwas mit Anthroposophie und Steiners Einstellung zum Leben zu tun sondern mit dem Tagesablauf im Kindergarten. JA es gibt den Stuhlkreis am Morgen und ich finde diesen Tagesbeginn wunderschön! Bei uns zu Hause beginnt der Tag auch ruhig und dann am Frühstückstisch zusammen und nicht mit einem Reinwurf ins Geschehen. In diesem Kiga gibt es den "Morgenkreis" und danach wird entweder Müsli geschnippelt oder es weden Brötchen gebaken....was kann es schöneres geben??? Alle essen zusammen und nur zur EINER bstimmten Zeit und das finde ich gut so!
Dann finde ich natürlich die Zeit die draussen mit Naturmaterialien verbracht wird einfach nur sehr lehrreich und phatasiefördernd. In unserem Kiga wird mit allen Farben gemalt und jeder darf sich anziehen wie er mag;-) Die Kinder machen jeden Montag einen Waldausflug und ich denke meinen Fernseher werde ich ebenfalls behalten dürfen:-p Meiner Meinung nach kann ein WaKiga nur gutes mit sich bringen und auf was für weierführende Schulen meine Kinder gehen entscheide ich dann später.
Ach so,was die soziale Stufe der Familien angeht denke ich schon,dass nicht Hunz und Kunz diese Einrichtungen besuchen aber das ist doch heute auch nur Einstellungssache.....es gibt ALG2 Empfänger die schicken ihre Kinder zum Wadokiga (sie kriegen meines Wissens auch da Zuschüsse vom Staat) und es gibt welche die kaufen sich für das Geld lieber zwei Stangen Zigartetten:-p.....alles im Rahmen des Möglichen.
Ich kenne nun ebenfalls mehrere Waldorfschüler und ehemalige und die stehen mit beiden Beinen im Leben:-D
LG Karina mit Jannick-Mikkel und Mija-Luna