Ungewollte Kaiserschnittmamis: wie war das mit dem Glücksgefühl?

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von stefferlw 26.05.10 - 16:35 Uhr

Hallo!

Da bei mir vielleicht/wahrscheinlich ein KS ansteht wegen BEL (bin morgen in der 36. SSW) und hier in Spanien keine spontanen BEL-Entbindungen gemacht werden (ja, ich würd's machen, ist meine 2. Geburt und ich würde mich trauen, aber nicht wenn der Doc sich damit nicht auskennt), muss ich mich wohl auf nen KS einstellen. #heul #heul
Das klappt momentan aber noch gar nicht, ich komm mit dem Gedanken nicht zurecht, nicht mitarbeiten zu dürfen und dass mir meine Kleine dann einfach mal präsentiert wird. Von der Angst der Taubheit bei Spinaler und dem Wegsein bei Vollnarkose reden wir mal gar nicht... #schwitz
Um es kurz zu machen, da wird gerade ein Alptraum für mich wahr. Mausi hat zwar noch ein bisschen Zeit zum drehen, aber sie bewegt sich so extrem wenig, dass ich nicht dran glaube.

Deswegen wollt ich euch mal fragen, ob ihr trotz ungewolltem KS das Glücksgefühl erleben konntet, als ihr die Kleinen dann bekommen habt??
Ich kann mir das momentan nämlich absolut nicht vorstellen, ich freu mich nicht mal mehr auf die Geburt und (ja, schimpft mich) auch nicht auf die Kleine Maus #schock...

LG
Stefferl

Beitrag von sternchen397 26.05.10 - 16:50 Uhr

Hallo,
ich habe mir nichts sehnlicher als eine normale Geburt gewünscht!
Dann war ich zur Vorsorgeuntersuchung (Us+Doppler) in der Klinik, da ich eine Plazentainsuffizienz (Unterversorgung) hatte.
Das war in der 34.ssw. Dann meinte der Arzt plötzlich:wir holen das kind jetzt!Ich war so geschockt, hab nurnoch geheult und hatte PANISCHE Angst! Vor dem Ks und dass meine Traumgeburt nichts wird war auch tragisch. Naja, dann ging auch noch alles schief- ich wäre fast bei der Geburt gestorben, die Narkose hat nicht bis zum Ende gewirkt und ich hab aufgehört zu atmen. Hatte tierische Schmerzen und hab den ganzen Kreissaal vollgebrüllt. Dann haben die mich mit Schmerzmitteln und weiterer Narkose (hatte Vollnarkose) abgeschossen.

War fix und fertig, da mein kleiner nur 1480g wog und auf die Neo musste. Lag dann traurig und traumatisiert im Aufwachraum und habe meinen Schatz ständig gebeten, Fotos von unserem kleinen Engel zu machen. Nur leider konnte ich nichts erkennen, da ich alles ganz verschwommen gesehen habe.

Doch nach 3 Stunden (wollte den Tag als schlimmsten meines Lebens abstempeln), kam eine Kinderschwester von der Neo und- brachte mir meinen Engel!!
Das ist bei denen noch nei gemacht worden, war ne riesen Ausnahme (da mein Kleiner außer einer Magensonde nix brauchte)!

HAbe ihn dann auf die Brust gelegt bekommen und wir konnten kuscheln. Und -JA- das war der schönste moment meines Lebens!!
Ich war soooo glücklich,das Glücksgefühl hat 2 Tage angehalten, so toll war dieses Erlebnis.
´
Egal, wie scheisse die Geburt auch ist- wenn du dein Kind das erste mal siehst und spürst, dann ist alles vergessen!

Viel Glück, dass es bei dir trotzdem klappt!

Lg

Beitrag von dragonmother 26.05.10 - 17:03 Uhr

Ich hatte jetzt 2 KS die ich nicht wirklich wollte.

Der Erste wegen Geburtsstillstand und der 2. jetzt weil wir wussten, das da kein Kind durch passt. (becken zu eng).

Nach dem Ersten hab ich mir sehr viele Vorwürfe gemacht weil ich keine normale Geburt geschafft habe, aber die Freude über mein Kind war sofort da.
Ich vermute das es anders war als bei einer normalen Geburt, aber es war da.
Als ich meinen Sohn das erste mal gesehen habe, hat er die Augen aufgemacht und meinen Finger gegriffen...da fließt man über vor Glück und es wird jeden Tag mehr.

Bei meiner Tochter hab ich schon die ganze Zeit den Aufwachraum genervt wann ich endlich zu ihr darf weil ich mich so auf sie gefreut habe.

Beitrag von leseratte.0232 26.05.10 - 18:51 Uhr

Ich habe bei der Geburt Unserer 2ten Tochter leider einen Notkaiserschnitt

bekommen.Und auch wenn man total schlapp ist und Schwierigkeiten hat

die Augen auf zuhalten - JAAA! es ist das schönste Gefühl der Welt den

kleinen Schatz im Arm zu halten, ob normale oder Kaiserschnittgeburt!

LG

leseratte

Beitrag von widowwadman 26.05.10 - 19:58 Uhr

Ich hab den Vergleich zur normalen Geburt nicht, aber wuerde schon sagen dass ich ein Riesengluecksgefuehl und sofortige Verliebtheitmeiner Tochter gegenueber hatte.

Der Geburtsmodus war mir am Ende voellig egal, ich wollte nur dass meine Kleine sicher und gesund und ohne Schaden auf die Welt kommt.

Beitrag von itsmyday 26.05.10 - 20:58 Uhr

Hi Stefferl!

Mit der Spinale hast Du ja eben den Vorteil, dass Du die Geburt des Kindes voll miterlebst. #freu
Für mich war das Glücksgefühl beim KS im Moment des ersten Schreis direkt ein wenig größer, als bei der Spontangeburt, weil ich da eben so konzentriert da lag und mehr auf das Baby achten konnte, als bei der normalen Geburt, wo ich mich nach der Anstrengung erstmal sammeln mußte, um das Kindchen in Empfang zu nehmen.....klingt jetzt irgendwie blöd, aber verstehst Du, was ich meine?? #hicks #gruebel

Ich war nach 5 Tagen Einleitung auch so super froh über den KS, dass ich einfach in freudiger Erwartung des Endes dieser Wahnsinnsgeburt war. Und wenn man das Baby dann erstmal stillt und dauerhaft bei sich hat, ist sowieso alles gleich, egal wie Du entbunden hast. #pro
Ich denke also, es macht die Einstellung zum KS aus.....vielleicht kannst Du Dich noch ein wenig positiv motivieren? #liebdrueck

LG Itsy

Beitrag von floria08 26.05.10 - 21:36 Uhr

Hallo!

Hatte auch einen Notkaiserschnitt und war gar nicht darauf vorbereitet. Habe aus Angst sowieso in Ohnmacht zu fallen auch eine Vollnarkose genommen.
Ich hatte große Schmerzen nach der Entbindung und bin ganz alleine gewesen als ich aufgewacht bin und wußte gar nicht ob die Maus schon da ist oder nicht. Aber mein Mann hat sie mir dann gebracht und von da an hätte ich nur noch weinen können vor Glück!!!#huepf Also mach Dir keine Sorgen, wenn Du die Maus erstmal im Arm hast ist Deine Welt sicher wieder mehr als in Ordnung.
Ich wünsch Dir alles Gute!

LG floria08 mit Floria (2Jahre) und 10. #ei SSW

Beitrag von hardcorezicke 26.05.10 - 22:39 Uhr

Hallo ich habe vor nen paar tagen ein geburtsbericht hier geschrieben

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=43&tid=2644147

Beitrag von andrea761 26.05.10 - 23:44 Uhr

Hallo
Also ich hatte ehrlich gesagt, absolut kein Glücksgefühl!
Ich muß dazu sagen, daß ich 22Std. in den Wehen lag und die letzten 5Std. keine Pause zwischen den Wehen hatte und dann ständiger wechsel zwischen Wehenhemmer (wegen abfallender Herztöne) und wieder Wehentropf, dann PDA und dann NotKS. Da die PDA beim KS nicht mehr wirkte, die Ärzte aber keine Zeit mehr hatte und Vollnarkose aufs Kind ginge (dem Kind gings zu schlecht), haben die mich bei lebendigem Leibe ohne Betäubung aufgeschnitten und mir das Baby rausgerissen-Baby mußte wiederbelebt werden und kam weg. Dann haben sie mir noch ein starkes Schmerzmittel(zum ausschaben und zunähen) gespritzt was aber auch nicht wirkte und dann bekam ich eine Vollnarkose. Als ich dann wieder wach war, ging es meinem Baby wieder gut und es wurde mir auf den Bauch gelegt. Ich war aber so dermaßen stoned und high und fertig, daß ich es gar nicht wirklich realisiert habe und somit auch gar kein Glücksgefühl hatte.
Ich kann mich heute auch nur sehr schwach und schemenhaft daran erinnern und vieles habe ich gar nicht mitbekommen, was mich echt traurig macht.
Ich hoffe beim zweiten Kind wird alles besser und ich darf eine normale spontane Geburt erleben!
Ich denke bei einem geplanten ZwangsKS kann man sich wenigstens ein bisschen darauf einstellen und man kann auch warten, bis die spinale wirkt und steht nicht so unter Zeitdruck wie beim NotKs.
Lg
Andrea

Beitrag von babybibi 27.05.10 - 00:11 Uhr

huhu

mein sohn wollte nicht raus,wir hatten es 3 tage per einleitung versucht,aber wehen waren nicht stark genug und gingen auch wieder weg...

am 13ten tag drüber wurde dann ein ks geplant...klar hatte ich auch panik,aber ich wusste "gleich hast du deinen sohn auf dem arm" und dann war alles gut... ich bekam vorher diese nette Netzunterhose+Binde und das nette Engelshemdchen!

Wurde dann erstmal noch zum Kreissaal gefahren,wo das letzte mal ein CTG gemacht wurde,danach kam ich in den OP..Ich sollte mich auf eine schwarze liege legen die sooo kalt war *bibber*,dann stellte sich ein Anästhesist vor mich,die andere war hinter mir,der der vor mir stand versuchte mich locker zu halten...Er sagte mir,ich solle in den Katzenbuckel gehen und meine Schultern mal so richtig hängen lassen ;-)

Tat ich auch,dann wurd eine Betäubung erstmal gemacht,danach kam die PDA wo ich nichts von mitbekommen habe,bis auf das ein kalter tropfen meinen restlichen rücken runter lief!So ca 2min später wurde mein Popo schön warm und meine Oberschenkel auch,dann sollte ich versuchen meine Beine noch in die Scharlen rein zu legen...

Dies ging aber dann nicht mehr so ganz gut,es war aber eher nen Lustiges Gefühl!So nach 10min testete die Anästhesistin ob ich noch was spühre,indem sie dann mit einer Sprühflasche wasser auf meine Haut sprühte..Als dann das "Okey" kam ging es los...Mein Freund durfte dann zu mir rein und setzte sich über Kopf bei mir hin...Ich habe nichts gehört,nur die Stimme meines Freundes und dann 5min später "Schreiiiiiii"..

Mein Freund und ich schauten uns an,ich dachte erst "ach das ist nicht dein Kind",aber wo der zweite Schrei kam wusste ich es und war überglücklich,selbst jetzt wenn ich daran zurück denke könnte ich noch vor freude #heul!

Es war zwar keine Spontan geburt,aber wo mir mein Sohn auf denn arm gelegt wurde im Op war mir plötzlich nicht mehr kalt und ich hörte auf zu zittern...Dann gaben sie denn kleinen meinem Freund in denn arm...Dort konnte ich ihn dann richtig begutachten :-D

Also habe keine Angst,sobald du deine Maus schreien hörst und dann siehst,hast du dein jetziges Gefühl vergessen und bist total gelassen..

Nachdem der kleine dann zur Untersuchung gebracht wurde,bin ich soger eingedöst im OP weil es soooo langweilig war :-D

glg und drück dir die daumen bibi mit bastian samstag 6 wochen alt

Beitrag von blinki007 27.05.10 - 09:56 Uhr

Hallo!

Also ich habe in der 36.SSW per Notkaiserschnitt entbinden müssen (Blutsturz aufgrund Plazenta Prävia).

Zwischen Beginn der Blutung und KS verging grad mal eine Stunde, da die Ärzte aufgrund der bestehenden Verblutungsgefahr schnell reagieren mussten.
Hatte gar keine Zeit zu realisieren, dass es jetzt soweit war!! Es ging alles soo schnell.

Aber wie ich dann den ersten Schrei meines Babys gehört habe, wurde ich total von meinen Gefühlen überwältigt und habe nur noch geheult!! Das war so ein ATEMBERAUBENDES Glücksgefühl, das ich garnicht beschreiben kann.
Leider konnte ich meinen Kleinen nur kurz sehen, da er Probleme mit der Atmung hatte und dann sofort in den Inkubator kam.
Konnte ihn dann leider erst 2 Tage nach der Geburt zum ersten Mal in die Arme schließen.

Aber das Glücksgefühl, dass ich verspürt habe, wird mir ewig in Erinnerung bleiben



Beitrag von josili0208 27.05.10 - 10:35 Uhr

Bei der Grossen hatte ich 2 Tage Wehen und empfand den KS als Erlösung. Hauptsache raus und gesund ;-) Hinterher war ich sogar ein bisschen stolz dass ich die schwierige Geburt so gut gemeistert hatte. Meine Maus konnte ich sofort lieben.
Beim 2. wollte ich unbedingt spontan und bekam wieder nach 2 Tagen Wehen einen KS, damals war ich unheimlich enttäuscht und wirklich traurig darüber. Zwar war ich sehr glücklich mit meinem Zwerg, aber ich hatte lange lange zu knabbern und eine leichte Depression. Beide Kinder wurden mir kurz gezeigt, dann aber weggebracht und ich bekam sie erst nach ca. 1/2-1std wieder.
Die 3.Geburt war danach logischerweise wieder ein KS, allerdings wurden die Wehen abgewartet (und wie! #schwitz) - ginge das bei Euch auch?
Die Kleine habe ich in einem anderen KH entbunden. Dort war sie die ganze Zeit im OP, direkt neben mir und wurde nicht weggebracht. Ich durfte zuschauen, wie sie aus meinem Bauch gehoben wurde. Es war was ganz anderes, ich bin mit dieser Geburt super klargekommen und schwebte wochenlang (und immer noch ;-)) auf Wolke 7, trotz KS.
Frag mal nach wie der Ablauf bei Euch ist, ich lebe übrigens in Portugal.
lg jo

Beitrag von stefferlw 27.05.10 - 12:28 Uhr

Erst mal #danke für eure Antworten, im grossen und ganzen habt ihr ja recht positives geschrieben.

Ich hoffe, dass ich mit der Zeit (offiziell sind's ja noch 5 Wochen) besser mit dem Gedanken klarkomme.

Es ist einfach so, dass schon meine 1. Geburt schief lief (Geburt ansich recht gut, ohne PDA und 9 Stunden Wehen, aber es ging. Nur hatte Jan Anpassungsschwierigkeiten, wurde mir nicht angelegt sondern schnellstens weggebracht und ich hab ihn erst 8 Stunden später sehen dürfen. er durfte auch gar nicht zu mir aufs Zimmer. dafür ging's mir super, bin nach 2 Stunden schon wieder aufs Klo und hab was gegessen) und ich sooooo auf eine entschädigende 2. Geburt gehofft hatte und jetzt soll die wieder nicht so laufen, wie ichs mir vorgestellt hab #schmoll#heul

Ich hab null Vorfreude mehr, diese Spannung und Erwartung ist total weg, weil ich nur noch Angst und Abneigung vor ner KS-Geburt hab, ich wehr mich innerlich noch total dagegen.

Naja, morgen hab ich nen Termin bei der Hebi, da werd ich mehr erfahren, wie das ganze bei BEL hier läuft, ich will nämlich auf jeden Fall nen spontanen Geburtsbeginn mit Wehen.

LG
Stefferl

Beitrag von josili0208 27.05.10 - 15:15 Uhr

Zur Not wartest Du einfach, bis die Wehen beginnen ;-) Die können Dich ja nicht zwingen ins Kh zu gehen. Alles Liebe und berichte mal, wie es in Spanien so läuft.
lg jo

Beitrag von babsi1972 27.05.10 - 17:18 Uhr

Ich hatte auch einen KS wegen BEL und das Glücksgefühl hatte ich nach dem ersten Schrei meiner Kleinen :-)
Ich wollte auch keinen KS. Im Wochenbett hatte ich nicht das Gefühl um ein Geburtserlebnis betrogen worden zu sein, allerdings vor der Geburt und jetzt 5 Monate später wieder.

Ich wünsche dir alles Gute.
Lg
Babsi