die Zwillinge in Indien

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Beitrag von purpur100 26.05.10 - 16:39 Uhr

im Nachgang zu diesem Beitrag:
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=64&tid=2525703

das hier:
http://de.news.yahoo.com/34/20100526/twl-indische-leihmutter-zwillinge-duerfe-6ae0455.html

sie dürfen mit/zu ihren Eltern nach Deutschland #freu

Beitrag von zeitblom 26.05.10 - 16:58 Uhr

Da das Kind bereits in den Brunnen gefallen war, war dies vielleicht die angemessene Lösung.... aber es bleibt menschenverachtend und ausbeutend, Frauen als Gebärmaschinen auszunutzen. Dass das Unrechtsbewusstsein hier offenbar völlig fehlte, ist erschreckend.

Beitrag von manavgat 26.05.10 - 17:30 Uhr

Mitten in Deutschland werden Frauen sexuell ausgebeutet. Jeden Tag.

Niemand unternimmt etwas dagegen.

Es ist scheinheilig, hier vom Schutz der Leihmütter anzufangen.

Da geht es um ganz was anderes!

Gruß

Manavgat

Beitrag von zeitblom 27.05.10 - 09:24 Uhr

um was?

Beitrag von manavgat 27.05.10 - 10:04 Uhr

Es geht darum, wer in unserem Land die Moral gepachtet hat.

Da sind auch kirchliche Kräfte am Werk, die leider immer wieder in unsere Gesetzgebung eingreifen.

Der Fall ist der: Leihmutterschaft ist dort erlaubt. Einer der Eltern oder beide sind genetischer Erzeuger. Ergo ist das Kind, da deutsche Erzeuger, deutsch.

Man ist jetzt einen Schritt zurückgerudert, weil man Angst hatte (von Seiten des Gesetzgebers) vom Gericht eine auf den Deckel zu bekommen! Dann hätte es ein Urteil gegeben und die ganze Angelegenheit müsste zukünftig anders behandelt werden.

Ich habe zur Leihmutterschaft keine klare Position, das Thema ist sehr komplex. Aber was mit dieser Familie gelaufen ist, spottet jeder Beschreibung. Man könnte meinen, wir lebten in einer Bananenrepublik.

Gruß

manavgat

Beitrag von dani.m. 26.05.10 - 23:40 Uhr

Hoffentlich wird dadurch kein Präzedenzfall geschaffen, in dessen Folge noch mehr Eltern angebliche Unwissenheit so ausnutzen!

Beitrag von marion2 27.05.10 - 10:44 Uhr

Hallo,

es sind nur potentielle Eltern.

Die Kinder sind noch nicht adoptiert.

Gruß Marion

Beitrag von parzifal 27.05.10 - 22:26 Uhr

Der Fall ist doch gerade interessant, weil biologische und rechtliche Eltern hier auseinanderfallen.

Wieso gehst Du hier davon aus, dass die TE die rein rechtliche Elterschaft und nicht die biologische Elternschaft gemeint hat?

Beitrag von marion2 27.05.10 - 22:47 Uhr

Steht denn fest, dass es die biologischen Eltern sind?

Ich gehe davon aus, dass Eltern entweder ihre Kinder gezeugt/ausgetragen haben und dies dann auch zweifelsfrei nachweisen können oder dass Eltern ihre Kinder adoptieren.

Jemand hat Zwillinge zur Welt gebracht. Da wären sogar zwei Samenspender möglich. In diesem merkwürdigen Fall vielleicht sogar zwei Eizellenspenderinnen. Mutter ist lediglich die Frau, die die Kinder zur Welt brachte - wenn auch eine Leihmutter.

Beitrag von parzifal 28.05.10 - 10:36 Uhr

War es streitig, dass es sich um die biologischen Eltern handelt? Habe ich etwas nicht mitbekommen? Kläre mich bitte auf?

Muss ich jetzt erklären was biologische Eltern und die Grundzüge der Genetik sind?

Wenn Du generell die Existenz biologischer Eltern verneinst heißt das nicht, dass es diese nicht gibt.

Beitrag von zeitblom 28.05.10 - 10:58 Uhr

Es gibt ja Frauen, die z.B. Väter nur als Erzeuger bezeichnen.... oder die den Kaiserschnitt als etwas weniger authentisch ansehen. Unter diesem etwas unwissenschenschaftlichen Blickpunkt kann einer biologischen Mutter, die ihr Kind nicht selber ausgetragen hat und es unter Gebärschmerzen zur Welt gebracht hat, ihr Muttersein absprechen....

Beitrag von marion2 28.05.10 - 15:05 Uhr

Vater wie auch Mutter wird nicht allein durch die Spende einer Ei- bzw. Samenzelle.

Deswegen degradieren sich viele potentielle Väter/Mütter zu Erzeugern bzw. Austrägerinnen.

Beitrag von marion2 28.05.10 - 15:03 Uhr

Steht es denn fest? Gibt es gesicherte Erkenntnisse?

Zum Thema Biologie: http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2007/0116/005_zwillinge.jsp?smonat=2010-3

Scroll runter bis: Reger Austausch unter Zwillingen

Wer garantiert, dass dies nicht auch zwischen Mutter und Kind geschieht und die Leihmutter zur Teilgenetischen Mutter wird?

Beitrag von parzifal 28.05.10 - 18:05 Uhr

Ich bezweifele das Zellen der Leihmutter das Kind genetisch verändern.

Selbst wenn? Sind dann die Spender der Ei- und Samenzellen damit als biologische Eltern abgemeldet?

Es geht doch um die Frage ob die Spender der Zellen die biologischen Eltern sind?

Du verneinst dies unter Hinweis vager Möglichkeiten. "Biologische Eltern" ist doch kein ausgedachter Begriff sondern wird in der Praxis verwendet. Das kannst Du doch nicht einfach wegwischen.

Beitrag von marion2 28.05.10 - 18:42 Uhr

ich wische nicht, ich räume auf.

Beitrag von parzifal 28.05.10 - 19:26 Uhr

? #kratz ?

Beitrag von curlysue2 28.05.10 - 10:57 Uhr

Hi,

so ganz kann ich Deiner Logik nicht folgen. Eine Leihmuter muss nicht dadurch dass sie das Kind austrägt auch die biologische Mutter sein. denn sowohl Eizelle als auch Samen können von anderen sein, die ihr dann eingepflanzt werden. Und auch da müssen nicht zwei Samenspender zur Verfügung stehen. Meines Wissens können Männer mehr als eine Samenzelle produzieren und auch das Einpflanzen zweier befruchteter Eizellen um sicher zu gehen, dass wenigstens eine sich weiterentwickelt und es dann beide "überleben" ist möglich.

und zweifelsfrei nachweisen kann man sowas dann mit einem Gentest.

LG

curlysue

Beitrag von schwarzbaer 28.05.10 - 14:34 Uhr

wenn ich mich erinnere, war das in diesem Fall sogar so: die genetischen, also biologischen Eltern sind das deutsche Paar. die Frau kann keine Kinder austragen, deshalb haben sie sich eine Leihmutter gesucht.

Ich finde es kurios, da in Deutschland das "Blutsrecht" herrscht, also leibliche Kinder deutscher Eltern hier IMMER einen Anspruch auf die deutsche Staatsbürgerschaft haben, daß das diesen Kindern abgesprochen wird, nur weil sie von einer anderen Frau ausgetragen wurden. Wenn ich mich an den Fernsehbeitrag korrekt erinnere, sind die beiden genetisch tatsächlich leibliche Kinder des deutschen Paares...

Beitrag von curlysue2 28.05.10 - 19:33 Uhr

Meine auch, dass es so gewesen ist, bin mir aber nicht ganz sicher.

Beitrag von marion2 28.05.10 - 14:55 Uhr

Hallo,

ich schrieb nie, dass die Leihmutter die biologische Mutter sein müsse.

Lediglich, dass sie die einzige ist, deren Status gesichert ist.

Gruß marion

Beitrag von zeitblom 28.05.10 - 15:14 Uhr

das habe ich auch so verstanden.

Beitrag von curlysue2 28.05.10 - 19:29 Uhr

Dann habe ich es falsch verstanden. Für mich klang es anders. Nichts für ungut.

LG

curly