Logopädie

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von 012 26.05.10 - 20:48 Uhr

Hallo,

hat jemand schon Erfahrungen mit einem Logopäden gemacht? Wie sehen die Erfolgschancen aus?

LG

Beitrag von 3erclan 26.05.10 - 20:51 Uhr

Hallo

meiner hatte Logo hat leider nichts gebracht.

WEgen was sollt ihr hingehen???

Beitrag von 012 26.05.10 - 20:55 Uhr

schlechte Aussprache und kleine zusammenhängende Sätze wie z.B. Katze springt in den Eimer kann er nicht sagen (wurde im April 3)

Beitrag von 3erclan 26.05.10 - 20:57 Uhr

Hallo

wer hat euch geraten in dem Alter zur Logo???

Beitrag von 012 26.05.10 - 21:00 Uhr

Kinderarzt

wir warten jetzt noch 2 Monate ab, wenn sich dann nicht wirklich was getan hat, dann gehts zum Logo

Beitrag von lenchen2002 26.05.10 - 20:57 Uhr

Hallo, wir sind ein gutes Jahr mit unserer Großen hin - es hat sich absolut gelohnt!!! Sie war gute 4 Jahre. Sie konnte kaum Buchstaben am Wortanfang also zb. kr, gr, sch, st, bl usw ging alles gar nicht!

Allerdings waren wir erst bei einem Logopäden, da hat so ein junges Ding die übungen gemacht, die war Anfang 20 und hat das irgendwie nur in ein paar Monaten in der Schule gelernt, hat sie erzählt - also nix gegen sie, sie war nett, aber gebracht hat es gar nichts.
Danach habe ich mich umgehört und mir wurde einer empfohlen. Ein älterer Logopäde, der auch viel im KH mit Schlaganfall-Patienten arbeitet und so, aber auch sehr viel mit Kindern.
Der Mann war klasse! Da konnte man wirklich zugucken, wie es besser wurde! Ich bzw. mein Mann waren auch immer dabei, wir haben auch immer HA aufbekommen, es war auch hilfreich, dabei zu sein, so konnten wir es zu Hause nochmal wiederholen...

Nach etwa 1 1/2 Jahren (1xwöchentlich ne Stunde) hat sie perfekt gesprochen, was ich vorher nie geglaubt hätte!

LG Lenchen

Beitrag von bine3002 26.05.10 - 21:08 Uhr

Meine Tochter wird im Juli 4 Jahre alt. Sie kann kein SCH und St, d.h. sie lispelt. Außerdem hat sie Probleme bei Konsonantenverbindungen wie BL, KL und BR. Das war schon auffällig im Gegensatz zu ihren Altersgenossen.

Ich habe das allerdings noch ziemlich gelassen gesehen... bis sie vor einigen Monaten anfing, sich zu "schämen". D.h. wenn sie jemand angesprochen hat und sie dann nicht verstanden wurde, legte sie den Kopf schief und sagte lieber gar nichts mehr. Das machte mir Sorgen.

Wir sind dann zum Kinderarzt und haben eine Verordnung für den Logopäden bekommen. Dort wurde ihr Sprachstand erfasst. Laut Logopädin sollte sie mit 4 alle Laute können, außer SCH und St. Auffällig war auch dort ihr ausgepärgtes Fehlerbewusstsein.

Wir bekamen dann 5 Wochen später einen Termin für die erste Stunde. In der Zwischenzeit machte Java aber einen gewaltigen Sprung beim Selbstbewusstsein und entwickelte eine "Scheißegal-Stimmung", d.h. das Schämen verschwand fast vollständig. U.a. durch das Lob der Kinderärztin ("Du sprichst doch super!"), dann dadurch dass ich sie selbst einkaufen ließ (z. B. beim Bäcker) und zuletzt dadurch, dass meine Eltern umzogen und sie dort viele neue (ältere) Freunde fand.

Wir gingen dann trotzdem zur ersten Stunde bei der Logopädin. Das war meiner Tochter aber zu albern und weil sie so gerne zum Ballett wollte (das zur gleichen Zeit stattfand) haben wir uns erstmal dafür entschieden, sie dorthin zu schicken. Dort findet sie Lob und Anerkennung und das hilft ihr momentan mehr.

Ich bin mir sicher, dass sich die Sprache ganz von selbst reguliert. Das braucht halt seine Zeit. Mir ist nur wichtig, dass sie nicht darunter leidet.

Beitrag von bine3002 26.05.10 - 21:09 Uhr

Ach so, der Kinderarzt sah das auch noch gelassen. Wir haben die Verordnung wohl nur bekommen, weil er MICH beruhigen wollte. Und letztlich war es ja auch gut, mal zur Diagnose zu gehen.

Beitrag von sandy_1 27.05.10 - 09:14 Uhr

Hallo,

also ich kann von meinem Großen berichten (heute 7,5Jahre)..

Wir waren lange in logopädischer Behandlung, teils sporadisch und es hat ihm sehr viel gebracht. Kann auf eine normale Grundschule gehen und ist auf dem gleich Stand wie andere Kinder in dem Alter.

Kurz zur Vorgeschichte..
Mein Sohn hatte körperlich durch viele Probleme die Sprache vernachlässigt. Mit 3 Jahren sprach er gerade mal paar Wörter, die dazu noch undeutlich.. Sch, Tr, Dr usw. konnte er nicht sprechen...

Nachdem er dann etwa ein Jahr im Kindergarten war, hat er zwar sehr viel mehr gesprochen aber undeutlich... Sch und S hat er verwechselt, Tr, Dr konnte er nicht bilden.

Wir waren dann von anfang an bei der Frühförderung und dort bei der gleichen Logopädin... Mein Sohn ist da gerne hin und es war für ihn normal. Er hat die Logopädin auch gemocht.. Wir waren am anfang regelmäßig und dann später sporadisch mit einzelnen Rezepten, weil er auch sehr schnell sprach.. Dazu kam das er dann stottern anfing usw..

Kann nur sagen, wir haben durch die Logo alles behoben bekommen und die Logopädin war super zurfrieden mit ihm, genauso wie wir auch. Es hat sich also gelohnt, diese Zeit zu investieren... Würden es immer wieder so machen...

Wenn ich manchmal lese, das die Kinder keine lust haben, weil sie lieber andere Sachen machen oder sonst was.. Oder das sich das alles alleine gibt usw.
Kann ich nur sagen, es ist oftmals eben nicht so.. Es ist meine Aufgabe als Mutter (Eltern) das ich meinem Kind beibringe wie wichtig das eben ist und das es eben manchmal sein muß...

Kann nur aus Erfahrung berichten.. In der Klasse meines Sohnes sind etwa 5 Kinder die jetzt mit Logopädie/Sprachförderung anfangen, weil es angeblich nie einer gemerkt hat das die Kinder z.b extrem lispeln oder teils Buchstaben nicht bilden können...
Da frage ich mich, ob da keiner was sehen wollte oder ob das wirklich nicht gemerkt wurde. Oder ob immer nur gesagt wurde, das wird schon alleine..
Wenn ich mit diesen Kindern spreche, höre ich eindeutig das da was in der Sprache nicht stimmt....
Auf jedenfall ist es so, das mein Sohn nicht in der Sprachförderung usw. in der Schule ist, da wir dies schon alles vorher in Angriff genommen haben und nicht erst wenn er in der Schule ist und dann alles auf einmal kommt.
Ich bin der Meinung, man merkt schon ob es sich im normalen Rahmen bewegt oder eben nicht. Und dann sollte man über seinen Schatten springen und dem Kind helfen und zwar so früh wie möglich....

Möchte niemanden verurteilen, kann auch nur aus meiner Erfahrung sprechen und was man eben so mitbekommt...
Oftmals wir die Logopädie negativ hingestellt usw. und ich kann nur sagen, wir waren sehr zufrieden mit den Erfolgen und würden den selben weg auch immer wieder so gehen. Allerdings muß man auch daheim etwas tun, alleine Logopädie 1-2mal die Woche alleine helfen nicht.
Hätten wir dies nicht früh genug in Angriff genommen, dann wäre mein Sohn heute 100% nicht auf einer normalen Schule.

Tatsache ist, das Logopädie meist erst ab 4Jahren begonnen wird, weil sich eben der Wortschatz/Sprache meist im 1.Kindergartenjahr enorm verbessert und erweitert.... Allerdings ein Kind bei schweren Sprachproblemen vorher schonmal vorstellen, kann da auch nicht schaden..

Bei uns hatte die Logo 100% Erfolg. Allerdings ist das auch mit sehr viel Arbeit verbunden, man muß auch schon was daheim machen (was viele oftmals vergessen)... Was sich aber auch lohnt...

Lg, Sandra

Beitrag von lenchen2002 27.05.10 - 09:40 Uhr

#pro

Beitrag von crumblemonster 27.05.10 - 12:45 Uhr

Hallo,

kommt immer darauf an, warum eine Kind Logo bekommen soll.

Bei meinem Kleinen sieht man wenig Erfolg. Er hat eine ganz schlechte Mundmotorik - allerdings spricht er dafür sehr gut - und die läßt sich nur schwer verbessern. Aber es wird.

Der Große hatte große Probleme mit S- und Zischlauten. Das holpert auch jetzt noch ein bißchen, aber das ist deutlich besser geworden. Allerdings hören wir jetzt auf. Er bekommt Ergo und für ihn wäre das zuviel. Außerdem bekommt er bald 'neue' Zähne und dann muß er sich ja sowieso wieder umstellen.

LG

Beitrag von sandy_1 27.05.10 - 16:11 Uhr

Hallo,

also auch bei schlechter Mundmotorik oder Muskelschwäche (hat meiner) gibt es sehr gute Übungen die Dir auch die Logopäden zeigen..
Mit Bildern, wo z.b der laut gebildet wird usw.
Was man machen kann damit die Muskelspannung gerade am Mund/Gesicht verbessert wird usw. damit die Kinder eben sauber die Laute bilden können..

Ich finde es kommt nicht darauf an,warum ein Kind Logo bekommen soll. Sondern das man wirklich jemand gutes findet..
Jeder gute Logopäde/Logopädin kann Dir zu allem passende Übungen zeigen... Ob es Mundmotorik ist, Zischlaute usw...
Klar sieht man bei manchen früher bei anderen später erst Erfolge, aber dafür gibt es halt keine Faustformel..
Bei Problemen mit der Sprache ist nunmal oftmals der Gang zu einem Fachmann (logopäde) besser, damit wenigstens mal eine Kontrolle gemacht wird. Ob sich das evtl. alleine gibt oder ob man da einfach nochmal in gewissen Abständen ein Auge drauf wirft..
Aber ab einem gewissen Alter sollten Kinder einfach gewisse Sachen können und leider sehe ich gerade in der ersten Klasse meines Sohnes, das es eben nicht immer so ist, das alles alleine kommt.

Genauso bei einer Freundin von mir, deren Tochter genauso alt ist wie mein Großer... Die ganze Zeit hat niemand anscheinend gemerkt das Ihre Tochter ein Sprachfehler hat und da wurde einfach zu spät mit der Therapie angefangen.. Das ende vom Lied, sie kam gleich auf eine Sprachheilschule. Weg von allen Freundinnen usw.
Da sage ich ganz klar, wollte meine Freundin nix sehen, denn ich habe Ihr öfters gesagt das ich die Tochter kaum verstehe bzw. sie ganz komisch spricht (dies ist mir als Laie sogar aufgefallen) . Das wurde immer abgetan, das ich alles einfach immer zu perfekt sehe usw. und das alles schon kommt.... Aber... es kam eben nicht und kurz vor der Schule hat auch dann schnell mal logopädie nix mehr gebracht.

Was ich mit allem sagen will und natürlich nicht Dir sondern allegemein..
Bei guten Logopäden ist man mit Sprachproblemen immer besser aufgehoben, anstatt nur warten. Klar kommt mal früher mal später der Erfolg. Man muß auch daheim was dafür tun, was oftmals einfach vergessen wird. Bei wirklichen Sprachproblemen hilft oftmals nicht nur da 2 mal die Woche eine 3/4Stunde zur Therapie zu gehen.
Kann aber nur aus Erfahrung sagen, es lohnt sich wirklich alles und jede einzelne Stunde war es dann im Endeffekt wert.

Achja und mein Großer hat gleichzeitig die oberen 2 Schneidezähne, dazu 2 unten verloren und an der Sprache hat sich nichts geändert. Stimmt also nicht immer das die Kinder sich dann komplett umstellen müssen.

Wünsche Euch alles Gute,
Sandra