Riester ja oder nein???

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Beitrag von tatjana1981 26.05.10 - 21:15 Uhr

Hallo,
ich hoffe ihr könnt uns helfen, die Bänker und der Versicherungsvertretter springen uns zur Zeit fast die Türe ein mit Ihrer Riester.
Um so mehr kommen umso weniger versteh ich das.........
wir haben zwei Kids 2005 + 2008 geboren.

Wenn ich den jahreszuschuss von knapp 400€ bekomme muß ich dann monatlich oder einmalig im Jahr den Beitrag bezahlen ich glaub das waren so 60€.

Meine frage ...... muß ich monatlich zahlen oder einmal im Jahr????

Herzlichen Dank

Tatjana

Beitrag von deborahw 26.05.10 - 21:46 Uhr

Riester wird monatlich bezahlt. Bei uns ist es so, das ich Hausfrau bin und 40 Euro zahle und mein Mann zahlt 60 Euro ein. Den Betrag kann man glaub ich selbst bestimmen. Minimalbetrag ist aber 40 Euro soweit ich weiß
LG
Deborah

Beitrag von frauimbestenalter 26.05.10 - 21:53 Uhr

dass du diese fragen nicht gleich bei den vertretern stellst.....
also ich arbeite bei der bank, von daher kann ich dir nur sagen:
du bekommst einen zuschuss von 154 für dich, 185 für das kind aus 2005 und nochmal 300 für das aus 2008 und zwar jedes jahr, allerdings nur, wenn du 4% deines zu versteuerndem einkommen insgesamt auf den vertrag einzahlst. insgesamt heißt, dein eigenbeitrag plus die zulagen.
du musst also mal die 4% ausrechnen, davon die zulagen abziehen, dann weißt du wieviel du noch einzahlen musst.
grundsätzlich kann man den vertrag ganz variabel besparen, musst aber mal nachfragen, wie die einzelnen anbieter das machen. evtl. wollen viele keine jahresrate sondern monatliche besparung. bei uns gibt es zb. auch einen mindesteigenbetrag von 20 eur monatlich
ich hoffe ich habe geholfen.

ps., wenn du nicht arbeiten gehst, dann kann DU nur die förderung beantragen, wenn dein mann ebenfalls einen vertrag macht.

Beitrag von miau2 27.05.10 - 11:13 Uhr

Hi,
dein letzter Satz stimmt so nicht.

Mit einem 2008 geborenen Kind wäre durchaus noch Elternzeit mit ruhendem Arbeitsvertrag möglich, und natürlich kann man dann auch selbst als "Hausfrau" einen Vertrag abschließen.

Ebenfalls ist die Förderung möglich, wenn man ALGI bezieht, also dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht, aber aktuell nicht arbeitet (da nun mal arbeitslos). M.W. nach - da bin ich mir aber nicht mehr sicher - würde das auch mit ALGII-Anspruch, wenn man eben arbeiten will gehen.

Ich habe einen Riestervertrag, zahle 60 Euro im Jahr ein, bekomme die vollen Zulagen für zwei Kinder und mich, und ich arbeite zur Zeit nicht - weil ich eben in Elternzeit bin mit einem ruhenden Arbeitsvertrag.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von frauimbestenalter 27.05.10 - 23:10 Uhr

da hast du vollkommen Recht. Ich wollte jetzt nicht auf ALLE Einzelheiten eingehen.

Beitrag von flausch 26.05.10 - 22:00 Uhr


Ich habe letzten Mi einen Riestervertrag nur für mich abgeschlossen.

Gerechnet wird immer vom sozialpflichtigen Bruttoeinkommen des Vorjahres und das müssen, glaube ich mind. 4% sein um die staatlichen Fördergelder zu erhalten. Den Eigenbetrag kann man monatlich, vierteljährlich oder jährlich einzahlen...

Da ich letztes Jahr in Elternzeit war, muss ich, um die Fördergelder (EUR 154 für mich, EUR 185 für Sohn geb. 2007 und EUR 300 für Sohn geb. 2010) den Mindestbetrag von EUR 60,00 pro Jahr einzahlen. Ich habe die Möglichkeit den Betrag montalich, das wären dann EUR 5,00 oder eben jährlich einzuzahlen...

Wie es genau abläuft, wenn der Vertrag auf Dich und Deinen Mann abläuft weiß ich leider nicht!

Solange ich jetzt wieder in Elternzeit bin, zahle ich weiterhin nur die EUR 60,00 pro Jahr und erhalten die oben genannten Fördergelder und wenn ich wieder 1 Jahr arbeiten gegangen bin, wird der Eigenanteil neu berechnet, um dass ich meine Fördergelder bekomme...

Ist etwas blöd zu schreiben, aber ich hoffe Du weißt wie ich es meine!

LG

Beitrag von litalia 26.05.10 - 22:15 Uhr

ich hasse es das mir jeder "heini" eine riester rente aufspitteln will.

es nervt und hat für mich einen ganz faden beigeschmack, aber sowas von!

vor 2 wochen bekam ich einen brief von der LVM (habe da eine versicherung) ich soll wegen einer wichtigen angelegenheit vorbei kommen (termin, uhrzeit vorgegeben) ich dachte mir, oh, bestimmt was wegen meiner versicherung.

was ist? ich komm da hin? ... und man will mir so eine riester rente andrehen.


riester kommt für uns definitiv nicht in frage! ... unser geld investieren wir lieber anderweitig für die rente.

Beitrag von miau2 27.05.10 - 11:22 Uhr

Hi,
das hängt davon ab.

Zunächst mal: bist du direkt förderfähig oder "nur" über einen Vertrag über den Ehemann?

Ersteres bist du, wenn du
- sozialversicherungspflichtig beschäftigt bist oder
- geringfügig beschäftigt bist und freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlst oder
- in Elternzeit bist mit ruhendem Arbeitsvertrag bist oder
- ALGI beziehst oder
- m.W. nach auch, wenn du ALGII beziehst, bin mir da aber nicht sicher.

Nicht direkt förderfähig wärst du, wenn ihr das Modell der klassischen Hausfrauenehe macht: Ehemann geht arbeiten, und Ehefrau bleibt auch außerhalb der Elternzeit zu hause. Wie das mit "Mann angestellt und Frau selbständig" wär - keine Ahnung.

Was es an Zulagen gibt wurde ja schon gesagt.

Die 4% beziehen sich allerdings m.W. nach auf das sozialversicherungspflichtige Vorjahreseinkommen.

Heißt, wenn ich im besten Fall ab Okober wieder arbeite (bis dahin komplett ohne Einkommen in Elternzeit) muss ich trotzdem für 2010 keinen Eigenanteil leisten.

Den Eigenanteil im Fall von z.B. Elternzeit, den man trotzdem leisten muss (bei mir 60 Euro im Jahr) schreibt nicht mal der Gesetzgeber vor, sondern das ist eine Sache, die die Banken bzw. Anbieter so haben wollen. Als ich damals abgeschlossen habe gab es Banken, die 10 Euro im Monat wollten, meine wollte 5 Euro im Monat (als einmalige Zahlung von halt 60 Euro im Jahr).

Dafür bekomme ich die Zulagen für beide Kinder (2006/2008) und mich, das ist schon eine ziemlich gute Rendite.

Ansonsten wird Riester gerne pauschal empfohlen, inzwischen haben mal einige nachgerechnet: wer viel einzahlen muss (hohe Einkommen) für die volle Förderung muss schon ziemlich alt werden, um das auch zurückzubekommen, was man eingezahlt hat...da sind andere Vorsorgeformen oft günstiger.

Wer eher wenig einzahlen muss für die volle Förderung (also z.B. mein Fall: vollzeit werde ich noch ewig nicht arbeiten, wenn es sich vermeiden lässt, also eher wenig verdienen, also auch wenig einzahlen müssen, und dafür halt die Förderung für mich und mind. 2 Kinder bekommen), für den lohnt sich Riester eher (bzw. ziemlich oft).

Geh mal auf die Seiten von Finanztests, da gabs immer mal wieder Specials über die verschiedenen Formen, was für wen günstiger ist, und Bewertungen der Anbieter. Und eine Menge Infos zu allgemeinen Fragen.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von lexa8102 29.05.10 - 21:47 Uhr

Hallo Tatjana,

zahlen musst du monatlich und jeweils mind. 4 % von deinem Vorjahresbrutto. Da bekommst du dann Zulagen drauf.

Es sind allerdings nur die Versicherungen, die daran verdienen denn:

- von den Zahlungen gehen noch Gebühren der Versicherungen weg ("Verwaltungsgebühren"). Je nach Vertragsart (Fonds, Versicherung usw.) können die mal schon die ganze Zulage auffressen.
- die meisten haben ca. 15 Jahre Rentengarantiezeit, d. h. stirbst du eher, erhält der Erbe nur für diese Zeit die Rente weiter
- die Auszahlung der Rente (also wie viel ausgezahlt wird) errechnet sich anhand einer Formel, die jedoch davon ausgeht, das es ca. 34 Rentenjahre gibt - man müsste also fast 100 Jahre alt werden, um das, was man eingezahlt hat, auch wieder aus zu bekommen

Viele Versicherer sprechen auch immer von einem Steuervorteil. Den hat man aber nicht wirklich, denn die Rente wird ja später auch besteuert - mit welchem Steuersatz das in x Jahren sein wird, weiß niemand - aber er wird garantiert noch steigen.

Legt das Geld lieber gut verzinst an.

VG
Lexa

Beitrag von pink1 11.08.10 - 21:08 Uhr

Hallo zusammen!

Haben vor 2 Jahren Riester abgeschlossen und haben jetzt eine dicke Nachzahlung vom FA!!!! DANK RIESTER!!!

Von wegen staatlich geförtert.... Die komplette Förderung in Höhe von 608,00 Euro wird bei uns voll angerechnet... sind total sauer!!!

Guckt mal unter den Punkt: Berechnung der Einkommensteuer

Da wird es wieder komplett draufgerechnet:-[

Jetzt legen wir Einspruch ein.. aber nur, damit wir das auch in der Hand haben.. also, die Begründung vom FA und dann lassen wir uns unseren Versicherungsmenschen kommen und hauen ihm mal das Ding um die Ohren .

Gut, dass wir noch seine Aufzeichnungen haben, wo er die Förderung abgezogen hatte.. bin mal gespannt was er dazu sagt

Beitrag von malamoni 15.03.11 - 14:24 Uhr

Hier noch ein guter Artikel zum Riestern...
http://www.biallo.de/finanzen/Versicherungen/riester_eigenbeitrag.php