Nochmal zur Aufbahrung

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von sunny_dani 26.05.10 - 22:28 Uhr

Hallo,

ich möchte mich nochmal bei euch bedanken! Ihr wisst garnicht wie sehr mir eure Beiträge geholfen haben! Das meine ich nicht nur so daher gesagt!

Ich habe mich dazu entschlossen zur Aufbahrung zu gehen. Bereut habe ich es nicht. Zuerst war ich sehr geschockt. Seine Hände sahen nicht schön aus und sie waren "unnatürlich" zusammen gefaltet worden. Sein Gesicht war schön, friedlich und für mich so liebevoll. Als ich mich dann neben ihn gestellt habe, fing ich plötzlich an zu flüstern. Ich habe ihm alles gesagt was mir in den Sinn kam. Habe mich bei ihm für die schöne, gemeinsame Zeit bedankt, ihm gesagt wie sehr er mir fehlen wird. Dann bin ich dicht neben sein Ohr und habe noch ein paar persönliche Dinge gesagt. Plötzlich konnte ich nicht mehr und fing bitterlich an zu weinen. Ich denke das es einfach raus musste. Es hört sich vielleicht komisch an, aber es tat einfach nur gut so doll zu weinen. Außerdem hatte ich das Gefühl das ich dort, neben ihm, endlich meine Gefühle und meine Trauer raus lassen kann.

Ich wollte euch eigentlich nur für eure Beiträge danken und euch ein wenig zurück geben.

Danke euch von ganzem Herzen, ihr habt mir wirklich sehr geholfen. Manchmal geht es hier "anonym" besser als im Familien- bzw. Freundeskreis.

Dani

Beitrag von stoltze-mami83 27.05.10 - 08:18 Uhr

hallo dani

kein problem wir haben dir gerne geholfen.
(ich bin jezze einfach ma so frech und spreche für alle sorry)

aber lass dich nochma in gedanken lieb drücken es war sicherlich ein schwerer gang aber ich denke grad in deinen fall ein notwendiger gang du hattest ihn soviel zu erzählen auch grad persönliches ich glaube wärest du nicht gegangen hätte es dich innerlich zermürbt.

ich wünsche dir für die weitere zukunft noch ganz viel kraft denn eines muss ich dir sagen der spruch mit zeit heielt wunden ähm naja wenn ich von mir ausgehe war dieser mensch für dich etwas ganz besonderes genauso wie mein opi für mich und bei meinen opi sind jezze schon 2 jahre vergangen und schmerzt immer noch.

deshalb wünsche ich dir ganz ganz viel kraft #liebdrueck

stille grüße

Beitrag von krokolady 27.05.10 - 09:05 Uhr

ich war vor knapp 2 Jahren auch an dem Punkt und wusste nicht ob ich mir meine Mutsch nochmal ansehen soll oder nicht.
Bin dann aber mit dem engsten Familienkreis rein, und der Pfarrer gab am offenen Sarg die letzte Segnung.
Dann sind alle raus, ausser meine Schwester und ich. Sie hat sich zuerst verabschiedet und ging dann.....und dann war ich alleine in der kleinen Halle mit meiner Mutsch.........hab ihr noch einen Kuß gegeben und sie gestreichelt......ein paar liebe Worte gesagt.
Dann gab ich ihr eine Karte in die Hände mit Bildern von uns allen........

Der Bestatter kam dann um den Sarg zu schliessen, und ich ging dann.

Ich habs nie bereut!

Beitrag von shpirti 27.05.10 - 20:19 Uhr

das freut mich sehr, dass es ein "schöner" abschied geworden ist und dass es dir gut getan hat.
ich wünsche dir nochmal viel kraft!