Hilfe!

Archiv des urbia-Forums Familienleben.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von susanatschka 26.05.10 - 23:00 Uhr

Hallo liebe Leute ,
ich muss mal wieder dringend mit Euch sprechen, vielleicht könt Ihr helfen, mir etwas empfehlen?
Also , nach 10 Jahren Auslansaufenthalt(Studium, Arbeit etc.) bin wieder mal zu Hause . Da ich hier erst seit 2 wochen angekommen bin, habe auch noch keine Arbeit, keine eigene Wohnung.
Also wohne ich noch bei meinen Eltern, natürlich vorübergehend. Mein vater lebt überwiegend auf dem Land setdem er seine Rentezeit erreicht hat. Meine Mutter arbeitete noch und fährt jedes WE zum Vater.
Natürlich war ich immer wieder zu Hause und habe mit meiner Familie Urlaub gemacht, bis ich eben mit Studium , etc. im Ausland fertig war. Jedesmal bin ich hier 6, 7 Wochen gewesen und alle 2 jahre mir Aufenthalt/Urlaub finanzieren können. Alle haben natürlich nur noch darauf gewartet, bis ich entgüldig nach Hause komme, immer gejamert, wann ich endlich für immer nach Hause komme.
Alles schön und gut, aber jetzt, wo ich eben für immer hier bin und auch nicht so einfach habe, da alles von vorne anzufangen, bzw. einzufinden und anzupassen ist, habe von meiner Familie weder Verständnis, noch Unterstützung.
Es gibt nur Vorwürfe, was hast Du denn solange gemacht, jetzt kommst Du hier, bist auch nicht mehr jung, kannst nicht mal eigene Wohnung kaufen , etc.
Eigentlich habe ich liebevolle Eltern, bin auch sehr rüchsichtsvoll und höre mir Rat und Empfehlung selbstverständlich an, da sie nur das beste für mich wollen. Doch , kann ich nicht mehr ertragen dieses ständiges Runtermachen, auf dem Kopf hauen und immer neagtive Sachen zu hören.
Ich bin gerade dabei mir eigene Wohnung zu mieten und es dauert. Das passt den Eltern nicht, hast Du nicht geschafft das Geld für die Wohnung zu sammeln? Was hast Du denn erreicht, lässt nichts mehr von den Eltern sagen, bist eingebildet. Gerade eben hat mir Meine Mutter gesagt, dass sie sich dafür schämmt meine Mutter zu sein. Da sie etwas nervös wurde bin ich aus dem Zimmer rausgeganegen, wollte dass sie sich beruhigt. jetzt versucht sie zu schlafen, sehe ich gerade.
Also, nachdem ich wirklich nicht einfach hatte im Ausland mein eigenes Leben zu bewältigen, aufzubauen, zu gestallten und zwar ohne jägliche Hilfe, bin etwas müde und eigentlich gar nicht wirklich angekommen. So erwarte ich vielleicht keine Unterstützung von meiner Familie, jedoch ein verständnis und nicht so ein Verhalten, dass man aus dem eigenene haus raus möchte. Ich würde sofort jetzt loslaufen, wenn ich wüsste wohin.
Ich kann nicht mehr.
Es ist zum Verrückt werden...
Danke und gute Nacht,
Sussi

Beitrag von echna_ton 26.05.10 - 23:05 Uhr

Warum bist denn nach 10 Jahren zurückgekommen ?

Das hört sich schon ein bischen nach "ich hab's nicht geschafft, dann geh ich halt wieder nach Hause" an....

Sorry, aber es kommt für mich nach deiner Schilderung so rüber, auch wenn es vermutlich ganz anders war, solche Situationen sind für Ausstehende ohne Hintergrundinfos immer sehr schwer zu verstehen.

Gute Nacht
echna_ton

Beitrag von susanatschka 27.05.10 - 07:37 Uhr

GUten Morgen,

danke für deine Gedanke- nein ich bin nicht im Ausland gewesen um dort erfolg zu haben oder dort zu bleiben. es war klar dass ich nach dem Studium etc. wieder zurückkehre. ich hatte keine Wahl , in meinem Land hatte ich keine Perspektive als junges Mädchen, herrschte Bürgerkrieg und bin mit viel Glück ins Ausland zum Studieren gegangen.
Was ist denn für Austehende so schwierig an diese Situation? mit Sicherheit müsseln sie sich daran gewöhnen, aber das muss ich auch. und am schwersten habe ich wohl oder?

Danke Dir vielmals.
Ciao,
Sussi

Beitrag von scrollan01 27.05.10 - 09:42 Uhr

In welchem Land warst du denn?
Und jetzt bist Du in München?

Ich denke, deine Familie ist neidisch?
Und sie haben ihr Leben 10 Jahre mehr oder weniger bereits ohne Dich im Hause gelebt - vielleicht können sie sich nicht so umstellen?

Mach dich nicht verrückt - such in Ruhe weiter nach Arbeit und Wohnung - die Wogen glätten sich - zur Not halte Abstand!

LG

Beitrag von emmapeel62 27.05.10 - 12:12 Uhr

Du gehst von Deutschland aus in ein Land in dem Bürgerkrieg herrscht um zu studieren ?

Bis eben dachte ich immer, junge Menschen kommen aus dem Ausland nach Deutschland um hier zu studieren #kratz

Beitrag von mansojo 27.05.10 - 08:34 Uhr

hallo,

so ganz schlau werd ich aus dem text nicht

ich nehm an du hast in einem "reichen"land studiert und bist in dein "armes"heimatland zurück?

deine eltern glauben du hast alles in sack und tüten kannst jetzt frei und unabhängig leben mmh

vielleicht solltest du ihnen erklären das man wärend eines studiums selten viel geld verdient

hast du denn jetzt eine arbeit?
da heißt es durchhalten
eigenes leben aufbauen
dann kommt auch das selbstbewusstsein wieder

lg manja

Beitrag von susanatschka 27.05.10 - 15:43 Uhr

Hi liebe Manja,
ja richtig hast Du es aufgefasst, muss ich eben a bisserl durchlaten, ist aber nicht leicht. Meine Mutter redet die ganze Zeit schon garn nicht mehr mit mir heute. Aber es wird schon, bald bin ich in meiner eigenen Wohnung , welche ich mir mieten möchte und dann sehe ich auch nach der Arbeit. Mit Gottes Hilfe wird alles gut, muss nur nach vorne schauen, wie immer.
Dir auch alles Liebe und danke für Deine Mühe!

#herzlich
Sussi

Beitrag von anne53 27.05.10 - 12:01 Uhr

Mit 35 Jahren kann man eigentlich von dir erwarten, dass du dir beruflich etwas aufgebaut hast und auf eigenen Beinen stehen kannst und vor allem während des Studiums deutsch gelernt hast.#kratz
Ich würde genauso reagieren wie deine Eltern !

Gruß

Anne#herzlich

Beitrag von susanatschka 27.05.10 - 15:55 Uhr

#blume Hallo liebe Anne,
wie süß und einfach Du das leben darstellst, hätte ich ja nichts dagegen. Doch die realität sieht eben anders aus , kennst Du auch, oder?

Wenn man in einem " aufgeräumten " und vor allem politisch stabilen Land lebt, wo man meist eher um eigenes Leben kümmert, könnte ich mit meinem Alter so einiges erreicht haben. Auch heute bin ich stolz auf mich, was ich so trotz allem geleistet habe.
Wie ich schon im anderen Antwort erwennt habe, bin ich wärend des Bürgerkriegs ins Ausland gegangen, was auch nicht selbstverständlich war. Und zwar mit geliehenem Geld, da das Einkommen damals (obwohl ich Uni absolviert hatte und einen guten Job hatte) hat nicht mal als Taschengeld gereicht. Im Ausland habe ich erfolgreich studiert, meine Familie von dort aus ernährt, da meine Eltern arbeitslos und mein Bruder auch ein Student( ohne Einkommen)war. Alle 2 Jahre konnte ich meine Familie besuchen, mehr konnte ich mir nicht leisten. anschließend habe ich alles abgeschlossen, sinvoll beendet und wie geplant wieder nach Hause gefahren und zwar für immer. Denn ich wollte trotzde in meiner Heimat meinen weiteren Lebenswege, eben zu Ende hier gehen.
So und ich sehe hoffnungsvoll nach vorne, denn auch das schaffe ich jetzt.
Ich habe hier davon deshalb erzählt, da ich traurig war , dass meine geliebten Eltern einfach nur nach der Phantasie leben und denken,- wenn man im Ausland war, sowie die Meisten, bringt man Geld und ist man erstmal versorgt. Das ist aber nicht so einfach wenn man nicht so lebt wie die Anderen und vom Arbeiten(vorallem körperlich) auch nicht mehr ganz gesund ist - habe Knie und rücken Ops hinter mir- Weißt Du das ist so, wenn man Nachst arbeitet und Tags über studiert.
Ich hatte mal Bedürfnis Dich bisschen auzuklären, da ich es für nötig hielt.
Also, nicht jeder hat im Leben einfach so mit 35 eigenes organisiertes leben, weißt Du?

Alles Liebe,
Sussi

Beitrag von lexenia1026 29.05.10 - 20:42 Uhr

Hallo,

kann es sein, dass du dich in den vielen Jahren im Ausland sehr verändert hast? Vielleicht kommen deine Eltern schwer damit zurecht. Wenn du "nur" im Urlaub in deiner Heimat warst, war es eventuell noch etwas anderes für sie, weil du zu Besuch warst. Aber jetzt lernen sie mehr und mehr kennen, wie du und dein Leben sich verändert haben. Und das kann schwer für Eltern sein, obwohl sie es nicht böse meinen.
Du schreibst ja nicht, wo genau du herkommst. Aber ist es ein Land mit slawischer Kultur? Ich war beruflich schon längere Zeit in Russland und habe ziemlich große kulturelle Unterschiede festgestellt. Obwohl ich das nie gedacht hätte. Ich kann jetzt nicht unbedingt sagen, dass es hier oder dort besser ist, es ist aber vieles anders. Und ich habe mich oft gewundert und Verhaltensweisen der Menschen nicht verstanden, weil ich sie durch meine kulturelle "Brille" gesehen habe. Und da hat dann nur Reden mit russischen Freunden geholfen. Dadurch konnte ich verstehen, warum wir in Deutschland manche Dinge so machen oder denken und die Menschen in Russland es anders tun oder denken. Aber eben nicht schlechter oder besser.
Was ich damit sagen will: Vielleicht hast du einige Verhaltensweisen, die deinen Eltern fremd sind und die sie durch ihre eigene kulturelle Sicht nicht verstehen. Erinnerst du dich möglicherweise an Sachen, die du ganz merkwürdig fandest als du neu im Ausland warst? Jetzt ist es für dich wahrscheinlich selbstverständlich geworden, aber für deine Eltern ist es neu und merkwürdig. Ich würde an deiner Stelle noch mal versuchen, mit meinen Eltern über die Kulturen zu reden und die Unterschiede zu erklären.
Wie war es denn als deine Eltern jung waren in eurem Land mit dem Studium? Hat man danach sofort einen Job bekommen und konnte gut leben? Dann denken sie vielleicht einfach, dass es heute immernoch so ist, und vor allem, wenn man im reichen Ausland studiert hat. Bei meinen Eltern ist das ein bisschen so. Die kennen das Studiensystem aus der ehemaligen DDR. Und es ist das einzige, was sie miterlebt haben, deshalb messen sie alles daran. Klar, man vergleicht immer erst mit den eigenen Erfahrungen. Das hat nichts mit bösem Willen oder so zu tun. Und wenn meine Eltern dann auch nicht verstanden haben, warum ich nach meinem Studium nicht sofort vom Staat eine Arbeitsstelle bekommen habe und es für mich so klang, als würden sie mich dafür verantwortlich machen, dann war ich auch oft traurig. Aber dann habe ich mit ihnen diskutiert und ihnen gesagt, dass heute alles ganz anders ist und dass es so, wie es bei mir läuft, jetzt normal ist. Und das haben sie dann auch irgendwann verstanden. Gut, sie haben sich über die heutige Gesellschaft gewundert und gesagt, dass früher alles besser war, aber das ist ja normal ;-)

Ich hoffe, ihr nähert euch bald wieder an. Aber gib euch Zeit. Und versuch, mit ihnen zu reden. Und zeige, dass du deine alte Kultur zu schätzen weißt und nur Neues dazugewonnen hast. Gib deinen Eltern das Gefühl, dass sie so, wie sie sind, als Menschen, die im (ehemaligen?) Bürgerkriegsgebiet leben, trotzdem tolle Menschen sind. Dann werden sie dir das Verständnis und die Anerkennung bestimmt auch zurückgeben können.

Alles Gute,
Lexi

Beitrag von susanatschka 31.05.10 - 09:24 Uhr

Liebe Unbekannte!#sonne


Ich binso dankbar, was für welche liebe Menschen hier auch sein können, einfach grossartig.
Für Ihre menschliche Mühe und einzigartige Hilfsbereitschaft möchte ich mich herzlich bedanken.
Ich werde Ihre ratschläge nicht nur berücksichtigen, sondern immer wieder lesen und mich bemühen.
Alles erdenklich Liebe und Gute,
Susanatschka #herzlich

P.S. ist es möglich, dass wir uns auch privat per E- mail kontaktieren , ist nur eine Idee...#blume