Stillen?? Ja/Nein???

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von sternchen.83 27.05.10 - 04:37 Uhr

Hallo, ich wollte euch mal nach eurer Meinung fragen, wie Ihr für euch und eure Kinder entscheiden würdet.

Und zwar habe ich seit Anfang des Jahres Bakterien (Hib), welche durch die in der Schwangerschaft gängigen Antibiotika nicht zu beseitigen sind (habe mittlerweile schon 3 Antibiotikatherapien).

Wahrscheinlich sind die Bakterien schon länger vorhanden und können ggf. nur mit einem "richtigen" also effektiverem Antibiotika, welches in SS und Stillzeit nicht genommen werden darf beseitigt werden.

Da eine Hib-Infektion sehr gefährlich für Ungeimpfte Kinder ist und sogar tötlich sein kann nun meine Frage.

Würdet ihr auf Stillen verzichten, um ein Antibiotika nehmen zu können welches eher wirkt??
Oder würdet ihr euch eher fürs Stillen entscheiden, hoffen das Baby nicht anzustecken und es direkt mit 8 Wochen impfen lassen?

Schwierige Situation, vor allem wenn man von mehreren Ärzten mehrere Antworten/Meinungen bekommt...

Freue mich auf eure Meinungen.

LG

Beitrag von 36grad 27.05.10 - 06:45 Uhr

Ich würde das AB nehmen und in der Zeit Abpumpen, wenn dann alle Keime weg sind kannst du ja Stillen.

Vielleicht ist das ja eine möglichkeit für Dich;-)

#winke

Beitrag von swety.k 27.05.10 - 07:29 Uhr

Würde ich auch so machen. Muttermilch ist einfach das Beste fürs Baby und es wäre schade, wenn Du nicht alles versuchen würdest, um stillen zu können.

Fröhliche Grüße von Swety

Beitrag von hope001 27.05.10 - 07:37 Uhr

Ich würde nicht das Risiko eingehen, dass sich das Baby ansteckt.

Ich schließe mich da meiner Vorschreiberin an, abpumpen und wegkippen bis die Infektion beseitigt ist, als Option, wenn man unbedingt Stillen möchte.

Ich finde Stillen wunderschön, hätter aber total Angst, dass mein Kind sich ansteckt.

Allerdings weiß ich nicht, welche Konsequenzen eine Ansteckung für das Neugeborene hat, oder wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung ist und diese Punkte wären erstmal für mich zu klären.

Die Frage ist auch, wie findet eine Infizierung statt, kann es unter der Geburt passieren....

LG, Hope mit Finn 6 Monate und 2 Wochen

Beitrag von sternchen.83 27.05.10 - 07:44 Uhr

Also die Bakterien sitzen "nur" bei mir im Hals, also geburtstechnisch macht dies zum Glück nichts aus.

Anstecken könnte ich das Baby durch Tröpfcheninfektion. Also schnell passiert.

Durch die Ansteckung kann ist bei Kleinkindern zu Kehlkopfentzündungen mit Erstickungsanfällen oder sogar zur Hirnhautentzündung kommen. Diese Bakterien sind die schlimmsten bakteriellen Infektionen die es im Kleinkindalter gibt.

Beitrag von hope001 27.05.10 - 08:10 Uhr

Dann würde ich 100% Stillen, weil Wahrscheinlichkeit geringer ist, sich beim Stillen anzustecken, als durch die Tröpfcheninfektion.
In den ersten Wochen müsste der Nestschutz hoffentlich gut greifen und Stillen schütz zusätzlich und das Baby bekommt noch Abwehrkräfte von der Mutter und mit 8 Wochen impfen.

Die erste Milch (Kolostrum) ist die wichtigste Milch, die sollte das Baby noch bekommen, bevor du erstmal abpumpst und dein Baby vorrübergehend die Flasche bekommt.

Kolostrum -Auszug aus Wikipedia-

Die Zusammensetzung der Muttermilch ist in den ersten Tagen und Wochen anders als später, entsprechend den altersabhängigen Bedürfnissen des Säuglings. Auf die Verzögerung von 1 bis 2 Tagen nach der Geburt ist der Organismus eines Neugeborenen eingerichtet. Das häufige Anlegen ist in den ersten Tagen sehr wichtig, da es die Milchbildung anregt. Das Neugeborene trinkt in dieser Zeit die erste Milch, das Kolostrum, das noch wenig nach Milch aussieht, sondern einem gelblichen Schleim gleicht. Diese Milch ist besonders reich an Stoffen, die die Immunabwehr fördern und schützt das Neugeborene somit vor Krankheiten. Die gelbe Farbe kommt durch den hohen Anteil an Carotinen zustande.

LG, Hope

Beitrag von rmwib 27.05.10 - 08:25 Uhr

HUHU

Ich würde stillen und früh impfen lassen.

GLG

Beitrag von miau2 27.05.10 - 09:08 Uhr

Hi,
vorab eine Frage: habt ihr (also am besten dein Arzt, und wenn der - wie meine #augen - dazu keine Lust hat, du selbst) mal bei Embryotox nachgeforscht?

Nicht alles, wo draufsteht, dass es in der Stillzeit nicht genommen werden soll (eigentlich steht das ja fast überall drauf) ist auch wirklich ungeeignet.

Vielleicht gäbe es ja noch eine Alternative. Vielleicht nicht der perfekte Weg, denn i.d.R. wird bei allem das eigentlich gesunde Baby "mitbehandelt" (auch bei allseits beliebten Dingen wie Paracetamol), aber die Frage ist - was ist das kleinere "Übel", also was kann in Kauf genommen werden, um zu stillen?

Wie schnell nach Beginn der AB-Behandlung wäre denn zu erwarten, dass du nicht mehr ansteckend bist?

Ist schon schwierig...Normalerweise bin ich absolut für das Stillen, aber wenn es nicht geht...

Wie wäre diese Option: die ersten paar Tage (Kolostrum, das nun mal sehr wertvoll ist) stillen bzw. abpumpen und diese Milch per Flasche füttern, und danach mit der AB-Behandlung beginnen? Dafür halt in Kauf nehmen, dass du eine Zeitlang mit Mundschutz herumlaufen musst...darauf würde es ja eh hinauslaufen, oder? Dadurch würden es halt ein paar Tage mehr werden...

Und je nachdem, wie lange das AB genommen werden muss kann man immer noch in der Zeit abpumpen (damit die Milch auch in Gang kommt) und danach versuchen, das Baby an die Brust zu holen (dafür ist eine Hilfe vor Ort - stillerfahrene Hebamme oder Stillberaterin - dann mehr als sinnvoll). Oder danach weiter abpumpen und die MuMi aus der Flasche füttern.

Stimmt schon, Mumi bietet Antikörper, aber ob genau gegen diesen Erreger bin ich überfragt (einen Nestschutz nach der Geburt gibt es dagegen leider nicht).

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von sisi1976 27.05.10 - 10:07 Uhr

Hallo!

Also mir wäre das zu gefährlich!
Ich würde an Deiner Stelle nicht stillen, oder eben abpumpen, bis die Medikamente sicher draussen wären, wenn du unbedingt Muttermilch geben willst!

LG

Beitrag von diana1101 27.05.10 - 10:29 Uhr

Hi,

ich hätte gerne gestillt, konnte aber nicht. Da ich keinen Milcheinschuss hatte.
Deswegen bin ich für das stillen.

Aber wenn du damit die Gesundheit von dir und von deinem Kleinen auf´s Spiel setzt, würde ich es nicht machen.

Abpumpen wäre eine Möglichkeit, aber da das AB ja nun auch in die Muttermilch übergeht, fällt diese Möglichkeit ja nun flach.

Was sagen denn deine Ärzte?

LG Diana

Beitrag von gwendolie 27.05.10 - 10:49 Uhr

Ich glaub, ich würde gar nicht erst mit dem Stillen anfangen.

Unser Kleiner musste im KH intensiv betreut werden und wurde dementsprechend sehr viel mit Flasche gefüttert. Dadurch ist er sehr saugfaul geworden. Er geht entweder gar nicht an die Brust oder trinkt nur mir großen Quängelein.

Da die Milch bei mir nun schon eingeschossen ist, versuche ich wenigstens bis zum 2.Monat die Muttermilch abzupumpen und ihm per Flasche zu geben.

Was ich damit sagen will, ich hätte gar nicht erst mit dem Stillen angefangen, wenn ich das vorher gewusst hätte. Zudem leidet die Lebensqualität schon arg, wenn der Busen ständig voll ist (was auch schmerzt) und tropft (alle 4 Stunden muss ich spätestens abpumpen).

LG
Gwendolie mit Felix im Arm

Beitrag von hej-da 27.05.10 - 15:30 Uhr

Hallo!

Also, erstmal würde ich bei embryotox nachfragen, ob es wirklich kein Antibiotikum gibt, dass du während der Stillzeit nehmen darfst.
Sollte keins zu Auswahl stehen, würde ich definitiv auf das Stillen verzichten und mit der Therapie beginnen, um schnellstmöglichst gesund zu werden und das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten.

Selbstverständlich kannst du dann auch die abgepumpte Milch nicht geben.
Ich weiß ja nicht, wie lange du dann das Antibiotikum nehmen mußt, aber vielleicht kannst du trotzdem währenddessen regelmäßig abpumpen, um den Milchfluß zu erhalten und im Anschluß mit dem Stillen beginnen.
Ich selbst habe erst nach 10 Tagen mit dem Stillen begonnen, da mein Sohn auf der Intensiv lag und abgepumpte MuMi bekommen hat.

LG