Töpchenfrage!

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von millamaus 27.05.10 - 09:55 Uhr

Guten Morgen!

Ich probiere unsere Kleine so langsam an die Toilette zu gewöhnen.(auf dem Töpchen bleibt sie nicht sitzen)
Da sie schon ab und zu Kacka sagt, schnappe ich sie mir dann, und setze sie auf die Toilette.
Nur leider kommt dann nix...ich schätze sie traut sich nicht.
Jetzt weíß ich nicht so recht wie ich weiter vorgehen soll! Sie ist 22 Monate alt!

Lg Millamaus

Beitrag von sandysiedel 27.05.10 - 10:22 Uhr

Ich hatte vor ein paar tagen hier auch die gleiche frage reingestellt.
Die meisten sagten,dass ich mein Kind nicht zwingen soll und dass mein Sohn es von ganz allein machen würde.
Also mein Sohn ist 2Jahre und 4 Monate.
Ich lasse Ihm öfter die Windel ab (5-6 Std.) aber im moment erstmal nur zu hause....
Sein Töofchen steht griffbereit...
Trotzdem pullert er einfach los....
Ich weiß auch nicht weiter:-(

lg Sandy

Beitrag von jollymax 27.05.10 - 11:16 Uhr

Hallo Millamaus,
also wir haben es so gemacht. Erst einmal habe ich viele Bücher zum Thema gekauft und wir haben die immer wieder gelesen. Die besten sind "Moritz Mopelpo braucht keine Windel mehr" und "Willi ganz ohne Windel", aber wir haben auch andere. Als wir die Bücher schon eine ganze Weile hatten und immer wieder zusammen gelesen haben, fing ich an. Erst malte ich gemeinsam mit unserm Sohn einen Fisch auf ein Papier, das klebten wir an die Wohnzimmertüre. Dann erklärte ich ihm, dass ist ein Töpfchenfisch und er ist ganz traurig, weil er keine Schuppen hat. Für jedes kleine Geschäft auf dem KLo bekommt der Fisch eine Schuppe, für das große Geschäft gibt es drei Schuppen. Und dann ging es los! Vorsicht, fang an einem Tag an, an dem du wirklich viel Zeit hast. Unser Sohn ging daraufhin nämlich bestimmt zwanzig Mal hintereinander auf das Klo und immer war ein bisschen PiPi drin und der Fisch hat sich riesig gefreut. Mein Sohn durfte die Farbe aussuchen und dann bekam er eine Schuppe. Nach drei Tagen brauchten wir keine Windel mehr. Ein paar kleine Unfälle gab es, aber die waren wenig dramatisch. Nur einmal ging eine große Portion in die Hose und das war schon etwas nervig. Mein Tip, im KLo mit Hilfe der Spülung vorspülen. Wobei ich die Unterhose einfach weggeworfen habe. Zum Glück war es nur einmal ;o)


Liebe Grüße
Jollymax

PS: Unser Sohn war damals allerdings schon 2,5 Jahre und wir hatten im Sommer zuvor schon ein bisschen im Garten und im Urlaub geübt. Sprich wir hatten einfach ein Töpfchen dabei und unser Sohn war unten rum nackig.

Beitrag von stin79 27.05.10 - 12:08 Uhr

22 Monate - lass deinem Kind Zeit.

Das Interesse kommt von ganz allein und wenn nicht, würde ich persönlich mit 3 Jahren "üben" anfangen.

Es ist ein Entwicklungsschritt wie laufen, erst wenn Kinder laufen KÖNNEN werden sie es auch tun. Erst wenn Kinder ihre Ausscheidungen steuern KÖNNEN, werden sie es tun. Zugegeben, da gibts immer mal bequeme, aber mit 22 Monaten ist das wohl noch nicht der Fall.

Alles Gute und nicht traurig sein, wenn es erst nächsten Sommer klappt, dafür aber viel stressloser!

LG
Stin

Beitrag von gingerbun 27.05.10 - 13:54 Uhr

Hallo,
ich warte bis unsere Tochter (jetzt 2,5 Jahre alt) von selbst drauf kommt. Wir haben Töpfchen und Klositz und manchmal geht sie aufs Klo. Es ist aber so dass sie es einfach noch nicht merkt wenn sie mal muss, bzw. es zu spät merkt. Das sagt mir ja, dass sie einfach noch nicht so weit ist.
In 2 Monaten geht sie in den Kindergarten - ich denke dass sie dann "annimiert" wird wenn die älteren Kinder aufs Klo gehen.
Gruß!
Britta

Beitrag von uridine 27.05.10 - 20:50 Uhr

Hi,

vielleicht hilft es ja, wenn Du Dir mit ihr zusammen auf der Toilette ein Bilderbuch anschaust und sie dann gar nicht mehr so unbedingt darüber nachdenkt,wo sie ist.
Aber auf jeden Fall immer reagieren, wenn sie Bescheid sagt. Dann merkt sie , dass sie alles richtig macht. Und natürlich ganz viel Geduld mitbringen.

Bei uns kam das ganze von alleine. Maja hat auch zuerst immer Bescheid gesagt, aber noch die Pampers um war. Dann hat sie das Bescheid sagen für zwei Monate komplett aufgegeben und wir haben sie gelassen. Mittlerweile ist sie seit vier Wochen tagsüber komplett windelfrei und auch trocken - Maja hat uns einfach vehement und mit Nachdruck erklärt, dass sie keine Pampers mehr braucht. Es kam für uns überaschend und von ganz alleine.

Ich drück Dir die Daumen, dass alles gut klappt.

Liebe Grüße und viel Geduld,
Uridine + Maja (25 Monate)

Beitrag von zahnweh 27.05.10 - 23:17 Uhr

Zeit lassen und Windel frei rumrennen lassen (wenn sie das möchte!) und zeit lassen dabei. wenn sie sagt, dass sie nicht will, Windel an und rennen lassen.

meine hat mit 1,5 Jahren von sich aus angefangen.
sie wollte keine Windel anhaben und hat jede ausgezogen.
also hab ich ihr zwei Töpfchen gekauft (pro Stockwerk). Das eine hat einen flachen rand, ist birnenförmig und jungs würden alles unterbringen. das andere ist klein rund, hat vorne und hinten spitze ränder...

so, töpfchen waren da.
meine, die schon immer mit mir zur toilette mitdurfte und auch schon immer genauer reinschauen wollte, was da nun vorher und nachher drinnen ist, zog sich eines morgens die windel aus, holte ihr töpfchen (das birnenförmige), setzte sich drauf und machte rein. Zufallstreffer, aber es sie war megastolz!
hab sie dann auch immer gelobt.
am nächsten tag wieder und sie fand mein comic-taschenbuch so toll. das durfte sie dann immer auf dem töpfchen lesen...

nach zwei zufallstreffern kam ihre motivation von sich aus, es immer wieder zu versuchen...

so. die nächsten wochen waren geduldig...
die erste woche spürte sie es mitten im spielen und da kam es auch schon heraus. sie schaute, machte ein verwundertes gesicht
- meine reaktion: schau, du spürst es schon. da kommt grad dein pippi raus. (als sie von sich aus runtergeschaut hatte). nebenbei erwähnte ich das töpfchen und sie durfte mir wenn sie wollte beim aufwischen helfen

ich hatte übrigens in jedem raum küchenpapier aufgestellt und in ständiger benutzung

in der zweiten woche, spürte sie es, rannte los und unterwegs kam es schon. sie schaute an sich runter und dann zum töpfchen und schien ratlos, weil sie es nicht geschafft hatte.
- wieder freute ich mich für sie, dass sie es gespürt hatte und lobte ihren VERSUCH, schnell zum Töpfchen zu kommen (wenn ich schnell muss, darf mir auch keiner im Weg stehen, nur hab ich das innehalten schon lang geprobt)
wieder ein paar tage später schaffte sie es rechtzeitg, saß schon und stand im moment des kommens auf vor schreck.
- auch hier, geduld und "super du hast es rechtzeitig geschafft!! das nächste mal darfst ruhig sitzen bleiben. ist nicht schlimm. das wischen wir einfach auf"

wieder ein paar tage später schaffte sie es fast immer. nach vielen windeltagen (viel unterwegs) musste sie es wieder neu lernen. also brauchte wieder 2-3 tage bis es besser wieder besser klappte.

damit war meine eher früh dran.

die meisten in unserem umfeld brauchten so 2,5 - 3 Jahre. manche sagten auch mit 3 Jahren "Mama das spüre ich nicht, wenn es kommt" oder "wenn ich in den Kindergarten gehe, klappt das ohne Windel, vorher nicht" (das Kind hatte recht ;-)

manche bestehen noch eine Weile nach dem Ankündigen auf ihre Windel, weil das ein neues Gefühl ist und dann wenn sie das Gefühl schon besser kennen, sagen sie "Mama ich geh mal schnell auf's Klo" und sind von einem Tag auf den anderen trocken.

ach so, zu dem kleinen runden Töpfchen: auf das wagte sie sich erst mit 2,5 jahren zu setzen. anfangs mit windel und gaaaaaaaaanz vorsichtig. bei dem muss sie auch noch rückwärtslaufen und genau steuern, damit sie drauf kommt, beim anderen kann sie von drei seiten und breitbeinig von oben drauf. mit der windel war sie schon sehr vorsichtig und nach noch einigen ehreren wochen mehr, traute sie sich dann auch mal ohne windel drauf. mit viel übung nutzt sie das jetzt auch (die ränder sind so hoch und spitz, dass sie sich da leicht mal was reinrammen kann. nun kann sie auch prima rückwärtslaufen und ihre beine sind deutlich länger, dass es damit auch klappt ohne probleme).

ring haben wir auch. den fürchtete sie sehr lange. jetzt geht's. nur ganz ohne ring hat sie noch angst. aber auch das wird kommen.

und falls doch mal was daneben geht, zeigt sie es mir sofort oder sagt "Mama Pipi macht, daaa. Saubermachen" und will mir dabei helfen.

Lass ihr Zeit, ohne Druck (auch innerlichen können Kinder spüren), achte auf ihre Signale, positiver Zuspruch, wenn es geklappt hat, nicht schimpfen, wenn was daneben ging (das macht nur Angst und manche trauen sich dann umso weniger was zu sagen).
Im Sommer draußen oder bei Wischböden auch mal ohne Windel.