Bettnässen mit 6 - Wieder Windeln?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von muttertierchen 27.05.10 - 12:00 Uhr

Hallo Ihr Lieben!!

Mein Sohn ist im März 6 Jahre alt geworden und kommt im Sommer zur Schule. Er ist tagsüber trocken seit er 3 ist, nachts noch nie länger als zwei, drei Nächte und das ist die Ausnahme. Viell sollte ich noch erwähnen, daß sein großer Bruder auch recht lange damit Probleme hatte, allerdings nicht in DEM Ausmaß, das heißt nahezu jede Nacht und von der Menge her sehr viel.

Lange haben wir das recht gelassen gesehen, weil der KA uns immer beruhigte, auch wegen der familiären Vorgeschichte (mein Großer Sohn, allerdings kenne ich keinen weiteren Fall in beiden Familien.)

Wir sollten es Ihm halt so angenehm wie möglich machen, er trug Windeln, hat eine Lampe , die er bei Bedarf vom Bett aus einschalten kann, wenn er nachts wach wird, das Licht im Flur schaltet sich automatisch ein, wenn die Tür geöffnet wird, wir hören ihn, falls er nachts nach uns ruft. Weil er das so wollte und es ihn beruhigt,steht unter seinem Bett für den großen Notfall ein Nachttopf, den er auch hin und wieder benutzt, das Bett ist trotzdem jede Nacht nass...

So, nun sagte ich er TRUG Windeln, weil mir vor mehreren Wochen auffiel, daß die Windel beim Aufstehen morgens sehr warm ist und manchmal nicht besonders voll, was ja heißt, daß er hin und wieder erst da rein pieselt, wenn er schon wach ist. Das hat er dann bestätigt und wir haben uns dann darauf geeinigt,es mal ohne zu probieren...

Mit dem Ergebnis, daß ich jetzt seit etwa drei Monaten zu meinen sonstigen Wäschebergen noch extra zwei Maschinen täglich mit Pipi-Nachtwäsche habe...

Langsam sind wir BEIDE so verzweifelt,daß ich geneigt bin, ihm wieder Windeln anzuziehen und gut is... Aber meine große Sorge ist eben, daß er sich wieder zu sehr darauf verläßt... Kann das passieren???????

Meinem KA vertraue ich in der Hinsicht nicht mehr, wir haben vor ein paar Wochen über drei Tage ein Blasentagebuch geführt,er hat sich das nicht mal richtig angeschaut, ich konnte gar nicht so schnell gucken, wie ich mit einem Rezept für Minirin(?) wieder im Watrezimmer stand... Habe das aber nicht gegeben, weil mir das dann doch zu heftig war.

Jetzt isses doch soooo lang geworden, SORRY, bin aber wirklich verzweifelt so langsam.

Also, was würden mir andere Betroffene raten? Windeln: ja oder nein????

Ganz lieben Dank schonmal vom traurigen und unfähigen(?) muttertierchen...

Beitrag von snuggel 27.05.10 - 12:08 Uhr

Kenne Eltern, die Ihre Kinder nachts wecken und im Halbschlaf mit ihnen auf´s Klo gehen - allerdings sind das alles Kinder, die dann auch sofort wieder einschlafen. Vielleicht versucht ihr das ja mal?

Gehe mal davon aus, dass er immer vor dem Schalfen gehen noch mal zur Toilette geht, oder?

Wie geht denn Dein Sohn selbst damit um, dass sein Bett immer wieder nass ist? Ist ihm bestimmt auch total unangenehm, oder? Windeln würde ich ihm nicht mehr anziehen, dann eher diese "UnderJams"!

Beitrag von muttertierchen 27.05.10 - 12:21 Uhr

Ja, mit nachts wecken haben wir auch schon probiert, er wird nicht wirklich wach, pieselt zwar, aber Bett bzw. Windel war trotzdem IMMER nass.

Abends mit Pipi und Zähneputzen ist sowieso Ritual und er denktauch selbst daran, genauso, wie er ab 17 Uhr weniger zu trinken bekommt.Er hat sich schon daran gewöhnt, die Hauptmenge verteilt über den Tag zu trinken.

Ja, ihm ist es schon unangenehm, aber er spricht auch offen darüber.

Wenn ich Windeln sage, meine ich diese Trainingshöschen, die er selbst hoch und runter ziehen kann, weil er selbst ja manchmal schon nachts wach wird. Aber das Prinzip ist ja glaube ich dasselbe.

Danke dir erstmal sehr für deinen Strich auf der Pro-"Windeln"-Seite der Liste!! ;o)

Beitrag von 3erclan 27.05.10 - 12:25 Uhr

Hiii

wart ihr schon bei einem Urologen??Fehlt ihm evlt das HOrmon??

Habt ihr die neuen von Pampers probiert.

Ohne Windel ist für euch alle frustrierend

lg

Beitrag von muttertierchen 27.05.10 - 12:39 Uhr

Naja, zu einer Überweisung zum Urologen ist es nicht gekommen, weil mein KA uns da ziemlich schnell mit einem Rezept für Minirin abgespeist hat, was ich ihm so auf Verdacht aber auch nicht geben wollte.

Von Pampers dieneuen kenne ich nur vom Lesen und Werbung.Aber das Prinzip ist doch das Gleiche wie bei Trainingshöschen oder? Und auf Dauer find ich das schon sehr teuer.

Aber probieren werd ich die sicher mal.

Danke Dir!!!

Beitrag von nuckenack 27.05.10 - 13:17 Uhr

Hallo von den Underjams kann man sich im Moment eine Probepackung zuschicken (plus Rabattcoupon) lassen, vielleicht hast du ja noch VIELE Bekannte und Verwandte die das (für euch )auch machen ;-)

Ansonsten wirklich mal zum Urologen gehen oder eben abwarten (mein Neffe hat auch noch laaaaaaaange nachts dir Trainers angehabt)

Minirin ist ja auch dafür gedacht dass sich nachts weniger Urin ansammelt. Bevor man das nimmt sollte man aber alles abgeklärt haben.

nuckenack

Beitrag von zahnweh 27.05.10 - 22:02 Uhr

das problem kenne ich jetzt nicht direkt, habe selbst aber eine schwache blase und immer mal wieder ärger damit.

an deiner stelle würde ich ihm denke ich erst mal windel anziehen. um euch beide zu entlasten!

du bist unter druck wegen der sorge und der zusätzlichen wäsche
er ist unter druck, weil ihn das selbst belastet und deinen innerlichen druck spürt
dadurch wird es noch schwieriger!

diese runterziehwindeln sind klasse. meine (fast 3 Jahre) hat die vom schlecker an. zur zeit wieder häufiger, obwohl sie tagsüber schon zu hause trocken war, klappt das zur zeit überhaupt nicht. bei ihr liegt es wie bei mir vermutlich mit am wetter. (da ihr blasentagebuch geführt habt: sind euch da zufällig schwankungen bei wetteränderungen aufgefallen?)

also deinem kinderarzt würde ich da ehrlich gesagt nicht mehr trauen!!!

ok, euer großer sohn hat lange gebraucht. mag sein, dass euer kleiner da auch länger braucht. aber einmal zum urologen wäre schon ganz gut.
da verstehe ich euren arzt überhaupt nicht. schreibt irgendein rezept aus, statt euch einfach mal zum fachmann zu schicken. ... dann wäre er (der arzt) das problem doch viel einfacher los. so kommt es mir jedenfalls vor, dass er keine lust hat sich damit zu befassen.

gibt es die möglichkeit bei kindern auch ohne rezept zu einem facharzt zu gehen?
oder wenn man überweisung braucht, könntest du dir vorstellen mal den ein oder anderen kinderarzt anzuschauen oder zu fragen?

das mittel hätte ich nach so kurzer zeit auch nicht gegeben. nicht bei so viel desinteresse.

Beitrag von aiobel 27.05.10 - 23:15 Uhr

Hallo,

Also mit 6 Jahren sind eigentlich die meisten Kinder auch nachts trocken. Insofern finde ich es gut, dass er keine Windeln mehr hat.
Was ist denn beim Blasentagebuch aufgefallen?
Habt ihr protokolliert was, wieviel und wann er trinkt und wann und wieviel er pinkelt?
Oft fällt beim Durchsehen schon auf, dass oft viel abends getrunken wird.
Wichtig ist insgesamt genug trinken, aber abends die Trinkmenge zu reduzieren, vielleicht ab 18.00 Uhr nichts mehr trinken, abhänging wann er ins Bett geht. Keine kohlensäurehälötigen Getränke vor dem schlafen gehen.
Sollte es damit nicht klappen kann man versuchen das Kind einmal in der Nacht zu wecken und aufs Klo zu setzen.
Es gibt auch Klingelmatten, die man unter das Leintuch gibt und die laut klingeln sobald sie nass werden.
Es wäre gut wenn dein Sohn selber mithilft die nassen Sachen zu wechseln oder es ganz selber macht.
Aber es wäre sicher auch sinnvoll das ganze einmal mit einem Urologen zu besprechen.
LG