Wütendes Verhalten, immer unzufrieden -15 Monate

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von sadi84 27.05.10 - 12:44 Uhr

Hallo zusammen,

meine Süsse ist 15 Monate alt und seit ein paar Tagen ist sie wie ausgewechselt. Sie schmeißt ihr Spielzeug wütend durch die Gegend (richtig kraftvoll macht sie das), ist die ganze Zeit am meckern und man kann ihr nichts recht machen. Sie möchte immer gerne in den Garten, was zur Zeit bei dem Regen nicht geht und sie natürlich nicht versteht. Wenn wir dann draußen sind, will sie auf die Schaukel, ist sie dort, will sie in den Sandkasten. Setze ich sie dahin, will sie sofort wieder raus. Vor ein paar Tagen war das Nachbarskind (4 Jahre) hier und die beiden saßen zusammen im Sandkasten. Aber Sophia wollte immer das Spielzeug haben, was das andere Kind hatte. Das andere Kind wollte natürlich nicht alles abgeben und soll es natürlich auch nicht. Aber Sophia hat sich so in Rage geschrien, weil sie das Spielzeug nicht bekam, dass ich mit ihr reingehen musste. Sie war gar nicht zu beruhigen... Dann war ein anderes Kind -auch 15 Monate- hier und saß in ihrer Schaukel. Da hat sie ebenfalls ein solches Theater gemacht, auf die Schaukel gezeigt und wie wild geschrien. Natürlich kriegt sie nicht immer ihren Willen. Aber ist es normal, dass ein solches Verhalten schon mit 15 Monaten auftritt???

Die Kleine kann noch nicht laufen (macht auch keine Anstalten), spricht nichts außer "Mama" und "Papa" (aber das auch nicht gezielt) und "da", kann noch nicht alleine mit dem Löffel oder Gabel essen... Irgendwie mache ich mir ein bisschen Sorgen, weil es scheint, dass die meisten Kinder weiter sind. Dabei beschäftige ich mich soviel mit ihr... In der letzten Zeit macht sie kaum Fortschritte, außer die "negativen" Sachen, die dazugekommen sind... Das ist nicht böse gemeint, ich liebe mein Kind über alles, aber so langsam werde ich doch ein bisschen ungeduldig... Aber wenn man um sich herum die Kinder sieht, die laufend was neues können, schon lange laufen usw. ist es auch schwer, das nicht zu sein... Natürlich weiss ich, dass sich jedes Kind in seinem eigenem Tempo entwickelt und das man das nicht beeinflussen kann und soll... Was meint ihr dazu? Kommt wohl irgendwann alles auf einmal???

Will ich ihr z.B. beim selbstständigen Essen helfen und den Löffel in ihrer Hand führen, schlägt sie gegen meine Hand oder fängt an zu schreien. Überlasse ich ihr aber den Löffel, haut sie aufs Essen oder packt das Essen vom Teller auf den Tisch und mascht dann darin herum. So geht es schon seit 2 Monaten. Das es anfangs so ist, ist für mich ja auch ok, aber so langsam denke ich, sollte sie akzeptieren, dass man mit dem Essen nicht spielen kann

Noch dazu fährt mein Mann bald für 2 Wochen beruflich weg, was mich sehr traurig macht. Weiss gar nicht, wie ich die Zeit rumkriegen soll...

Was meint ihr dazu? Habt ihr auch mal solche Tiefpunkte???

LG, sadi

Beitrag von mautzilein 27.05.10 - 13:15 Uhr

Endlich!
Ich meine endlich schreibt mal jemand das, was ich die ganze Zeit fühle und immer wieder hört man von andren Leuten wie toll und lieb ihre Kinder doch sind, es macht einen wütend denn man hat einfach das Gefühl alles falsch zu machen.
Mein Sohn hätte garnicht mehr liebe von mir bekommen können und trotzdem scheint es so als wenn, Leute die sich weniger intensiv mit Ihren Kindern beschäftigen, weniger solch ein "Theater" haben.
Unser Kleiner rastet im mOment bei jeder Kleinigkeit aus, ja beisst sogar manchmal.Manchmal denke ich es geht ihm selbst alles nicht schnell genug denn er kann nämlich voll all dem was du geschrieben hast, auch noch nichts.
Manchmal ist man mit seinen Nerven echt am Ende und wenn er dann auch noch Nachts nicht schläft ist man total fertig.
Natürlich denkt man dann auch mal das das eigene Kind nervt ( und alle die die jetzt schreiben wollen, das sie nie von ihren Kindern genervt sind, die lügen!) ich hab hinterher immer ein solch schlechtes gewissen.
könnte noch so viel mehr schreiben, wenn du lust hast dich mal über unsere "sorgenkinder" auszutauschen, kannst du ja schreiben.
Lg Mautzilein#winke

Beitrag von knueddel 27.05.10 - 13:15 Uhr

Hallo sadi,

ich glaube, dass jeder mal solche Tiefpunkte erlebt, das ist ganz normal.
Unsere Kleine war mit 15 und 16 Monaten auch sehr anstrengend, wollte nur das, was sie sich gerade in den Kopf gesetzt hat, nichts anderes war akzeptabel und sie hat dann teilweise auch schon mal ne Zeit lang geschrien, wo ich sie auch nicht trösten durfte oder anfassen oder so. Zu dieser Zeit haben wir auch Mal ne viertel Stunde im Flur gestanden und konnten uns nicht auszeihen oder weiter rein gehen, weil meiner Tochter nix recht war.
Zu dieser Zeit hat sie auch total schlecht geschlafen und wurde nachts wieder mehrmals wach, hat da teilweise auch geweint und ich konnte sie nicht beruuhigen.

Sprechen konnte meine Kleine da auch nur Mama und Papa. Das kommt jetzt seit sie 18 Monate alt ist ganz Explosionsartig, ich hab gerade gestern mal wieder aufgeschrieben, was sie jetzt sagen kann, ich fand fast gar kein Ende und alles gelernt in jetzt 8 oder 9 Wochen.

Den kleinen Mäusen wird halt so langsam bewusst, dass sie eine eigene Persönlichkeit haben und sie wollen sich von Mama abgrenzen und da sie halt noch nicht sprechen können müssen sie es über weinen machen.

Hab noch etwas Geduld, es wird alles wieder besser, bei uns ging es dann ganz schnell, innerhalb von drei oder vier Tagen war unsere Maus wieder viel ausgeglichener und zufrieden.

Kopf Hoch und liebe Grüße
Cindy