Der EX klar machen, daß man ihr das Kind nicht weg nehmen will????

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von hummelsumse 27.05.10 - 14:43 Uhr

Hallo ihr Lieben, vielleicht könnt ihr mir und meinem Freund ein weing helfen- denn ich weiß nicht mehr weiter.

Ich hoffe ich kann euch das Problem leicht verständlich beschreiben, denn eigentlich ist alles ein wenig kompliziert.
Mein Freund hat mit seiner Ex zusammen einen fast 6 jährigen Sohn, mit dem ich mich sehr gut verstehe. Der Kleine sagt auch immer wie gern er mich hat und wie lieb etc. Die Mutter des Kleinen scheint damit nicht klar zu kommen das er sich so gut mit mir versteht und wohl auch so viel zuhause von uns erzählt.
Es kommt ganz oft vor (wenn wir dem Kleinen glauben können, wovon ich ausgehe), daß uns der Kleine erzählt das er zuhause Ärger bekommt wenn er von uns bzw mir erzählt. Ich muss dazu sagen, daß wir auch was mit dem Kleinen unternehmen und uns mit ihm beschäftigen, was die Mutter leider nicht macht. (Man hat ihr auch schon 2 Kinder weg genommen, die lt meiner Info auch nie wieder zu ihr wollen-traurig aber wahr)
Sie macht da auch kein Geheimniss daraus das sie mich nicht leiden kann,womit ich zwar gut leben kann- aber sie lässt dieses jetzt an meinem Freund aus.
Eigentlich ist abgemacht das der Kleine alle 14 Tage bei seinem Vater ist fürs komplette Wochenende. Jetzt weil sie mich "schief" angemacht hat und ich ihr mal ein wenig die Meinung gesagt habe, will sie nur noch das der Kleine nur Samstag/Sonntag zum Vater kommt- und ich sei an allem Schuld. Ich hab oft ein schlechtes Gewissen weil ich nicht weiß ob sie das wirklich so durchzieht und ich wirklich Schuld bin. Mein Freund leidet sehr unter der Situation, denn übers Jugendamt erhalten wir auch keine Hilfe, obwohl die Kindsmutter und der Betreunung einer Sozialarbeiterin steht.

Vielleicht könnt ihr ein wenig verstehen was ich sagen will und könnt mir helfen. (Wollte kein mega Roman schreiben, obwohl das wohl besser wäre)

Beitrag von michi0512 27.05.10 - 16:13 Uhr

hi,

also einerseits kann ich verstehen dass ihr herz blutet wenn der kleine von der "neuen" schwärmt. und ja, wenns bei euch so perfekt läuft hätte ich wohl angst dass ihr das kind "wegnehmen" wollt. der gedanke dass meine beiden eine "andere" auch so lieb haben... schmerzt :-P

aaaaber: es geht absolut NICHT dass sie negativ auf das kind einwirkt und jetzt auch noch den umgang "einschränken" will.

ich würde wohl folgendes machen: nochmals ein intensives gespräch von euch erwachsenen. ohne kind - nur ihr 3. ihr klar machen dass du den kleinen magst, sie aber die MUTTER ist. ihr klarmachen dass ihr dem kleinen nur was gutes wollt.

sollte so ein gespräch nicht helfen würde ich ggf. den weg über den anwalt nehmen....

glg
michi

Beitrag von hummelsumse 27.05.10 - 16:30 Uhr

Hi danke für deine Meinung. Leider ist die Kindsmutter noch nie gewillt gewesen mich überhaupt kennen zu lernen und weiß eigentlich gar nicht wer ich bin. Mein Freund sagt ihr mehrfach das wir ihr das Kind nicht weg nehmen wollen und ich alles daran setze das er mich nur als Freundin sieht. Nur gibt sie mir gar nicht erst die Gelegenheit ihr maql die Dine aus meiner Sicht zu schildern. Selbst ihr Freund weiß da mittlerweile nicht weiter.

Beitrag von unilein 27.05.10 - 17:06 Uhr

Also wenn ihr schon zwei Kinder weggenommen wurden, dann ist es wahrscheinlich mit ihrer Sozialkompetenz nicht so weit her. Dann wundert es mich auch nicht, dass sie das Kind zum Machtkampf missbraucht, anstatt dem Kind zuliebe ihre Abneigung gegen dich zu verbergen (was jede 'normale' Mutter tun würde). Der Vater meiner Halbgeschwister führt auch so einen Machtkampf, zum Glück sind die Kinder schon alt genug, sich nicht mehr (so extrem) beeinflussen zu lassen. Gut für ihre Seele ist es natürlich trotzdem nicht, so zwischen den Stühlen zu stehen.

Was meinst du denn, wenn du sagst, das Jugendamt hilft euch nicht? Wobei sollen sie euch denn helfen? Wenn ihr euer 14-tägiges Umgangsrecht einklagt, wird das euch doch gewährt werden oder was sollte dagegen sprechen? Oder wollt ihr mehr? Das alleinige Sorgerecht?

Kenne mich ja in Sorgerechtsfällen kaum aus, weiß nur, wie es meiner Mutter ergangen ist. Sie wollte alles friedlich regeln und die Kinder ab und zu bei sich haben, aber der Vater hat das komplett boykottiert. So ging es dann vor Gericht und nun sieht sie die Kinder zweimal im Monat. Einmal mit Übernachtung und einmal ohne. Alles peinlich genau geregelt. Den Weg würde ich wohl an eurer Stelle auch wählen. Mit dieser Mutter würde ich nichts mehr über bloße Abmachungen regeln, mich nicht ihrem Gutdünken aussetzen.

Ansonsten könnt ihr nur hoffen, dass euer positiver Einfluss den schlechten Einfluss, den die Mutter anscheinend hat, wieder ausgleicht. Ich denke aber eher, dass das Kind einen 'Knacks' behalten wird, wenn es von der Mutter immer derartig bearbeitet wird.

Beitrag von hummelsumse 28.05.10 - 10:17 Uhr

Sie steht unter sozialer Betreuung durchs Jugendamt, wie bereits erwähnt die Sozialarbeiterin die sie betreut kommt von Mo-Fr tgl vormittags vorbei. In der Zeit macht die Frau natürlich alles super gut aber wenn ich dir bzw euch erzählen würd wie der Kleine aussieht und wie oft er die Wäsche wechseln darf dann werdet ihr auch nur den Kopf schütteln. Und ja sie hat Sozialkompetenz gleich null: Schule abgebrochen, Schulabschluß wollte sie nach machen , das lernen war ihr aber zu anstrengend, gearbeitet hat sie noch nie (sie ist fast 32), die Kinder sind von 4 verschiedenen Männern (das letzte kam letztes Jahr im Juni). Vielleicht könnt ihr euch jetzt ein Kleines Bild machen sonst könnt ihr mich auch gern weiter anschreiben.
Nein das alleinige Sorgerecht wollen wir bzw mein Freund gar nicht, er möchte eigentlich nur das das Kind kein Druckmittel für sie sein kann.

Beitrag von petra1982 29.05.10 - 06:47 Uhr

Hallo,

Ich hätte mich da rausgehalten, die ex meines Mannes verhält sich ähnlich, sie macht die Kinder heiss mit dingen die sie mit ihnen macht wenn sie nicht zu uns kommen. Die Meinung von mir halte ich zurück weil sie das wütend macht und mein Mann und die Kinder drunter leiden. Ihren senf bekommt sie ab wenn die Kinder eigentständig entscheiden dürfen ob sie kommen wollen und es auch begreifen wann mama sie manipuliert. Halte dich am besten da raus und steh drüber

Beitrag von lilly7686 30.05.10 - 08:57 Uhr

Klingt irgendwie nach unserer Familie... Zumindest der erste Post. 4 Kinder von 4 Männern hat meine Mutter ja zum Glück nicht ;-)

Meine Eltern ließen sich scheiden, da war mein Bruder 10, ich war 12. Mein Vater hatte meine Mutter schon ein Jahr vor der Scheidung betrogen mit meiner jetzigen Stiefmutter. Die beiden sind nun seit 10 Jahren verheiratet.

Meine Mutter ging von jeher auf meine Stiefmutter los. Anfangs hab ichs ja noch verstanden. Immerhin hat mein Vater uns verlassen und eine neue Frau gehabt. Aber jetzt, 12 Jahre nach der Scheidung, ist es immernoch so, dass meine Mutter IMMER gegen meine Stiefmutter arbeitet. Und auch ich komme und kam immer mit meiner Stiefmutter wesentlich besser zurecht, als mit meiner Mutter.

Weißt du, ich glaube, wenn die Ex deines Mannes auch nur annähernd so ist wie meine Mutter, dann wirst du keine Chance haben, vernünftig mit der Frau zu sprechen. Sie wird dich immer als Feindin ansehen und wird immer eifersüchtig auf dich sein. Sie wird immer versuchen, euch alles mies zu machen und sie wird ihren Sohn immer gegen dich versuchen aufzubringen.

Das Einzige, was du machen kannst, ist auf deinen Stiefsohn aufzupassen. Ihm zu zeigen, dass ihr ihn liebt und ihn bloß nicht reinziehen. Also soweit es in eurer Macht liegt, ihm nicht zu zeigen, dass ihr im Konflikt mit seiner Mutter steht.
Ist natürlich nicht immer zu verhindern, dass das Kind mit reingezogen wird, wenn die Mutter nicht mitspielt. Aber zumindest wenn er bei euch ist, könnt ihr versuchen, die ganzen Konflikte außen vor zu lassen. Damit er zumindest bei euch unbeschwert sein kann.

Weißt du, so ein Konflikt kann ein Kind zerbrechen. Mein Bruder ist heute noch psychisch fertig, braucht immernoch Therapie (wegen diverser Dinge, nicht nur wegen der Konflikt-Sache). Ich selbst habe jedesmal ein schlechtes Gewissen, wenn ich mit Problemen lieber zu meiner Stiefmutter gehe, als zu meiner Mutter.
Solche Situationen können wahnsinnig schlecht für ein Kind sein.
Deswegen ist es wichtig, dass du und dein Mann das Kind nicht mit rein zieht. Wenn die Mutter das macht, könnt ihr es nicht verhindern. Aber zumindest bei euch sollte er frei davon sein. Er soll sich geliebt fühlen!

Versuch nochmal, mit der Mutter zu sprechen. Sag ihr klar, dass sie die Mutter ist und du ihr das Kind auf keinen Fall wegnehmen willst. Vielleicht hilft es ja was. Ansonsten eben: deinen Stiefsohn nicht mit reinziehen. Nicht vor ihm streiten und solche Dinge nicht vor ihm besprechen. Er sollte das so wenig wie möglich mitbekommen.

Alles Liebe!

Beitrag von hummelsumse 30.05.10 - 12:22 Uhr

Vielen Dank für deine Antwort und deine Meinung. Natürlich hab ich schon mehrfach versucht mit ihr zu reden aber sie blockt immer ab. Und uns ist es auch ganz wichtig klar zu stellen das wir den Kleinen nciht als Druckmittel nutzen wollen und alles sogut es geht von ihm fern halten- da er sowieso schon in seiner Entwicklung zurück liegt.