Kindergartenfrage... Bitte viiiele Antworten :-)

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von nadjamitronja 27.05.10 - 14:50 Uhr

Hallo...

Es geht um folgendes:
Wir haben eine Tochter, die Anfang Mai 2 Jahre alt geworden ist. Ich bin hochschwanger- wir erwarten etwa Mitte Juni unser zweites Kind.

Ich war sonst immer der Meinung, dass Ronja erst mit drei in den Kiga kommt. Jetzt hat sie die letzten zwei Monate einen großen Sprung gemacht und ich könnte mir es doch sehr gut vorstellen, dass sie doch schon bald rein geht.
Mein Mann ist immer zwei Wochen beruflich unterwegs und dann im Ausgleich zwei Wochen am Stück daheim. Deswegen habe ich so langsamm doch etwas Muffensaussen...

Jetzt zu meiner Frage...
Würdet ihr euer Kind (Voraussetzung der Kiga hat Plätze frei- was bei uns der Fall wäre) so kurz vor dem Entbindungstermin noch in den Kiga geben oder lieber eine Zeit danach?! Vielleicht fühlt sie sich ja 'abgeschoben' wenn das Baby dann erstmal da ist?!

Bn für viele Meinungen dankbar

LG
Nadja

Beitrag von 3erclan 27.05.10 - 14:53 Uhr

Hallo
nein ich würde mein Kind weder kurz davor noch kurz danach abgeben.

Lass sie noch das Jahr zuhause sie braucht es auch.Du kannst trotz Baby viel mit ihr machen.
Das erste Kigajahr sind sie oft auch dauerkrank das muss dir auch bewusst sein.

lg

Beitrag von hannah1010 27.05.10 - 16:58 Uhr

Hallo!

Also meine Tochter kam in den Kiga 2 Wochen, nachdem ihr kleiner Bruder auf die Welt kam.

Und es war perfekt so. Ich konnte mich bis mittags in Ruhe um den Kleinen und Haushalt kümmern und der Nachmittag war dann nur für die Kids da.,

Und meine Tochter hat sich keines WEgs abgeschoben gefühlt, ganz im Gegenteil..sie war stolz wie Oscar, dass sie wie Papa "in die Arbeit" geht.

Vorallem hätte ich ihr daheim gar nicht mehr das bieten können an Spielen und Bespassung, was sie gebraucht hätte.

lg tina

Beitrag von 3erclan 27.05.10 - 17:03 Uhr

Dass du es ihr nicht bieten konntest ist total traurig

Beitrag von hannah1010 27.05.10 - 17:07 Uhr

Hallo!

Wieso ist das traurig?

Meiner Meinng nach brauchen einfach Kinder so ab 3 Jahren eine Abwechslung und andere Kinder und Reize, um sich weiterzuentwickeln.

Und das, was sie im Kiga so erleben und machen, kannst du daheim einfach nicht in dem Masse tun.

lg tina

Beitrag von mabo02 27.05.10 - 19:32 Uhr

Das ist nicht traurig sondern durchaus normal und legitim.

Nicht alle Kinder sind gleichgut zufrieden zustellen und es soll Kinder geben die sehnen sich nach Gleichaltrigen bzw. anderen Kindern.

Von denen lernen sie sowieso viel mehr als von uns Eltern.
Zumindest nehmen sie sich oftmals andere Kinder als Vorbild.

Beitrag von agrokate 27.05.10 - 15:01 Uhr

Hallo Nadja,

ich würde, wer ich in Deiner Situation meine kleine Große weder vor noch kurz nachdem ET in den Kindergarten geben!


Alles Gute für die Restschwangerschaft (Endspurt)!
GLG,agrokate!

Beitrag von chini 27.05.10 - 15:05 Uhr

Hallo,

gar nicht so einfach hier die richtige Entscheidung zu treffen.
Ich erzähl dir mal, wie es bei uns war:

Unsere Tochter kam zur Welt, als unser Sohn knapp 2 war. Mein Mann ist im Schichtdienst tätig, so dass die Kinderversorgung zum größten Teil meine Aufgabe war. Mit 2,5 kam unser Sohn in den Vorkindergarten an zwei Vormittagen in der Woche. Bei mir kam da schon Streß auf, weil ich es mit einem Stillkind von 7 Monaten und einem 2,5 Jährigen kaum geschafft habe pünktlich um 9 Uhr im Vorkindergarten zu erscheinen. Da er bereits um 12:00 Uhr wieder abgeholt werden musste, war es für mich Null Erleichterung. Dennoch bin ich der Meinung, dass ihm diese Zeit gut bekommen hat. Der Übergang in den richtigen Kindergarten mit 3,5 war für ihn kinderleicht.

Ob sich deine Große jetzt abgeschoben vorkommt? Schwer zu sagen. Was wäre denn die Alternative? Du bist mit Säugling und Kleinkind alleine zu Hause. Auch nicht immer leicht. Besonders schwer war für mich der anhaltende Schlafentzug. Beim ersten Kind war das noch einfach auf den Rat der Hebamme zu hören, sich dann hinzulegen wenn das Kind auch schläft.... Mit zweien war das ein Ding der Unmöglichkeit, weil ich sie einfach nicht in denselben Rythmus bekommen habe. Immer war einer wach und wollte bespaßt werden #gaehn Einkaufen mit zwei Kindern ist auch schwieriger....

Ich glaube, ich würde es mit dem Kindergartenplatz versuchen. Vielleicht bekommst du ja einen 25-Stunden-Platz und kannst sie mittags nach Hause holen. Meiner hat allerdings darum gebettelt endlich länger in der Kita bleiben zu dürfen. Seit ich wieder arbeiten gehe, bleiben beide jetzt bis 14:30 Uhr und sind glücklich :-)

LG Chini

Beitrag von tragemama 27.05.10 - 15:18 Uhr

Hallo Nadja,

nein, würde ich nicht. Meine Kinder sind auch zwei Jahre auseinander und ich finde es sehr schön, dass sie noch zwei gemeinsame Jahre komplett miteinandern daheim sind. Kathrin (die Große, jetzt 2,5 Jahre) geht sehr gern zwei mal die Woche für drei Stunden in eine betreute Spielgruppe, das reicht mir, um die Buchhaltung zu machen oder mit Christina zum KiA zu gehen o.ä. Für uns eine perfekte Lösung. Kathrin wird auch erst mit vier in den KiGa gehen, ich finde, zwei bis drei Jahre reichen völlig und möchte die unbeschwerte Spontaneität noch ein bißchen nutzen.

VG Andrea

P.S. Mein Mann ist im Alltag auch nicht anwesend, das klappt trotzdem (oder deswegen?) super.

Beitrag von esk 27.05.10 - 16:16 Uhr

frag sie!

meine tochter fing an zu reden, dass sie in den kindergarten will, da war ich kurz vor der entbindung. wir haben dann versucht, einen platz zu bekommen, das hat anderthalb monate gedauert. in der zeit hat johanna jeden tag vom kindergarten geredet.

und sich so gefreut, als sie endlich gehen durfte. eingewöhnung ging innerhalb von 2 tage, nicht in den von uns geplanten wochen.

abgeschoben fühlt sie sich nicht, sie freut sich noch immer jeden tag.

und es ist wirklich einfacher, wenn die große im kindergarten ist, ich bin auch den ganzen tag allein, hab es nicht glauben wollen, aber es ist tatsächlich so.

also nochmal: frag sie. und wenn sie will, ist das gar kein problem.

übrigens hatte sich johannas meinung darüber innerhalb von 3 wochen oder so komplett gedreht. im dezember hieß es noch ganz klar nein, im januar wollt sie dann plötzlich unbedingt.

lg

Beitrag von yvschen 27.05.10 - 17:25 Uhr

Hallo

Na klar würde ich sie dort hinschicken.Die kinder sind ab 2 jahren dort super aufgehoben. Du darfst ihr nicht das gefühl geben das sie abgeschoben wird sondern das sie das privileg hat da hinzugehen. Meine zwillis waren mit 2 jahren kaum noch zu unterhalten zu hause.Die wollen soviel machen soviel erleben soviel sehen, gerade das kannst du mit nen neugeborenen nicht tun.
Meine kids kamen dann mit 2,5 jahren in den kiga und das für 9 stunden am tag-Die beste entscheidung mines lebens.

Lg yvonne

Beitrag von sohnemann_max 27.05.10 - 17:54 Uhr

Hi Nadja,

nein, ich würde es weder kurz davor noch kurz danach machen. Ich denke eher, dass Du jetzt ein wenig Panik hast, dass Du das mit zweien nicht mehr so locker flockig gebacken bekommst. Richtig, es wird eine Umstellung werden, aber auch Du schaffst das.

Deine Tochter fühlt sich sicherlich eh schon Zweigespalten wegen dem Geschwisterkind. Noch dazu die neue Erfahrung im KiGa - nein, das artet dann in richtigen Stress aus.

Mach es so, wie Du es von Anfang an geplant hast. Sicher, Du bist lange Zeit am Stück alleine, aber insgesamt auch nur 2 Wochen pro Monat. Da bin ich wesentlich länger im Monat alleine mit meinen beiden als Du.

LG
Caro mit Max bald 6 Jahre und Lara 1 Jahr

Beitrag von mabo02 27.05.10 - 19:26 Uhr

Also zwei meiner Bekannten haben es so gemacht.

Das zweite Kind kam kurz vor dem 2. Geburtstag und die Kinder sind kurz nach der Geburt des Geschwisterchens in den KiGa.

Sie haben es beide sehr gut angenommen.

Was mich nur so gestört hat, als ich meinen Sohn zwecks Arbeit zur TaMu gegeben habe kamen Sprüche wie, also das könnte ich nicht, aber wenn dann das zweite ansteht und man doch merkt das ist Stress, dann geht es auf einmal doch.

Beitrag von zahnweh 27.05.10 - 22:32 Uhr

Hallo,

viel kann ich dir dazu nicht sagen, da ich dein kind nicht kenne. Auch vom erwähnten Entwicklungsschub her.

meine kommt jetzt dann mit 3 Jahren in den Kiga. Fast alle haben auf mich eingeredet, wie toll und nötig es sei, dass sie in den Vorkindi mit 2,5 Jahren käme etc.
Für meine wäre das der Horror gewesen.

Mit zwei Jahren fing sie an zu fremdeln. Kurz drauf ging nur noch Mama. Selbst bei Bezugspersonen blieb sie nicht ohne Mama.

Hier wurde mir "empfohlen" ich sollte sie zur TaMu und dann in den Vorkindi zwingen, weil sie das sonst NIE lernen würde ohne mich etc.

Tja. Jetzt ist sie 2 Jahre 9 Monate und ruft "Kindergarten, tschüß Mama. Mama nicht mit" und freute ich bei der Besichtung richtig drauf. Bei Bezugspersonen bleibt sie auch wieder ohne mich und fordert mich auf auch mal zu gehen. So viel dazu, dass sie das ohne Vorkindi oder TaMu NIE schaffen würde :-p

Für manche Kinder ist es ein Segen, wenn sie schon früher hindürfen und freuen sich total drauf!

Die Erzieherinnen, die ich gefragt habe, sagten unabhängig folgendes:
- sprachlich sich verständlich machen zu können oder mit Gestik hilft sehr viel.
- wenn es beruflich geht, lieber ein guter Start mit 3 Jahren, als ein erzwungener früher (vor allem wenn sie so sind wie meine)
- die Phase, dass sie nicht mehr hinwollen macht fast jedes Kind durch

Wenn sie sehr an dir hängt oder eher doch einfach noch Mama braucht, kann ein weiteres Jahr für sie zu Hause super sein. Auch mit Geschwisterchen. wenn sie sprachlich und körperlich soweit ist, die Herausforderung liebt, auch mal gerne ohne Mama ist, kann es einen Versuch wert sein.

Meine habe ich übrigens zum Kiga mitgenommen. Einmal zum besichtigen mit 2 1/4 J. da war sie neugierig, aber immer noch Mama. jetzt mit 2 3/4 J. war sie begeistert, wäre auch dort geblieben und kann es kaum noch erwarten.

Gibt es die Möglichkeit, dass sie beispielsweise auch "erst"/"schon" mit 2,5 Jahren einen Platz bekäme?

Darf ich fragen, was ein Platz für unter 3jährige bei euch kostet?
Bei uns sind sie zwischen 150 und 200 Euro im Monat.

Ansonsten, bei Freunden kenne ich viele mit Kindern mit 1 3/4 bis 2,5 Jahren Altersunterschied. Alle in der Zeit zu Hause. Klappt überwiegend prima. Stressig wurde es für die Eltern meist erst, wenn das Kleine mobil wurde und so dem Größeren bedenklich nahe kam. Wobei auch manche Kleineren so auf die Größeren Fixiert waren, dass sie in dem einen Jahr beide zu Hause ganz eng zusammengewachsen sind und Mama auch mal in Ruhe längere Zeit den Haushalt machen lassen...

Hör auf dein Bauchgefühl. Schau auf deine Tochter. Nimm sie zum Anschauen des Kindergartens mit und achte auf alles Signale die sie dir gibt. Nicht nur auf rückwärts wieder raus oder Sturm nach drinnen. Sondern auch auf die Feinen.

Überleg dir auch für dich, wie ihr das mit dem Hinbringen und abholen machen wollt. Grade wenn dein mann nicht zu Hause ist.

Bei manchen fallen die Wegzeiten in die Schlafenszeiten des Kleineren oder im Winter BEIDE Kinder immer an und ausziehen zu müssen für 1x hinbringen, 1x abholen, ggf. 1x noch was erledigen. Wenn sich deine Große schon selbst Schuhe und Jacke anziehen kann, auch prima.

Ich will dir keine Angst machen. Nur die Möglichkeit geben, alles einfach zu durchdenken. so wie ich es von vielen mitbekommen habe. Alles ist machbar!!
Die Frage ist nur, das zu finden, was zu euch am Besten passt #klee

Beitrag von n.b.82 28.05.10 - 13:58 Uhr

auch wenn sie jetzt einen großen Sprung gemacht hat glaube ich nicht, dass sie so reif wie eine 3 oder 3,5 Jährige ist.

Ich würde es nicht machen - ob kurz vorher oder kurz nachher - sie wird sich abgeschoben fühlen und du kannst sie zuhause auch schön mit einbeziehen und sie helfen lassen ...

Wenn sie 2,5 oder 3 ist kannst du ja nochmal überlegen oder auch mal einen Schnuppertag vereinbaren wenn es das bei euch gibt...

LG Nina