3.Klasse -Probleme mit der Rechtschreibung!

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Beitrag von utetor 27.05.10 - 23:56 Uhr

Hallo!
Mein Sohn geht in die 3.Klasse und hat die letzten beiden Jahre ziemliche Probleme mit der Rechtschreibung.
Im Diktat hat er ständig mehrere Fehler, in der Regel Flüchtigkeitsfehler.
Da werden die i-Punkte vergessen, ie und i verwechselt, Groß-und Kleinschreibung falsch, aus denn wird den und umgekehrt, ich werde noch wahnsinnig.
Irgendwie komme ich mit dem Üben nicht vorwärtz, habe schon entspr. Bücher zum Üben aus der Bücherei geholt und benutze Übungskarten. Zu Hause klappt das ganz gut, das mündliche Buchstabieren klappt in der Regel 1a. Kaum muß er schreiben, macht er massiv Fehler. Da wird gestrichen, neu angefangen, wieder gestrichen, übergemarkert, die Seiten sehen furchtbar aus.
Er kann auch ein Wort richtig haben, im nächsten Satz ist es wieder falsch.
Schreibt er langsamer, schafft er das Diktat in der Zeit nicht.
Englisch ist genauso katastrophal.
Da üben wir vorher, es klappt perfekt, dann im Diktat völlig falsche Übersetzung und logischerweise ein Haufen Fehler. Beim Schreiben versagt er völlig.
Habt ihr ein Tipp für mich?
Ute G.

Beitrag von jannika21 28.05.10 - 08:05 Uhr

Hallo Utetor!

Ich habe das Problem bei meinen beiden Kindern.
Ich habe sie bei einer Lerntherapeutin auf LRS testen lassen. Meine Tochter hat eine leichte und mein Sohn eine schwere Rechtschreibschwäche.
Er geht jetzt schon über 1 Jahr zum Rechtschreibtraining und es bringt ganz viel. Er verbessert sich langsam aber sicher!
Wir haben im 3. Schuljahr begonnen--nun ist er im 4.
DAs Üben zu HAuse wird von den Therapeuten nicht empfohlen.
Hör Dich doch mal um, ob es bei Euch in der Nähe auch so etwas gibt.
LG jannika

Beitrag von marion2 28.05.10 - 08:09 Uhr

Hallo,

solche Probleme haben hier fast alle Kinder.

Unterhalte dich mit anderen Müttern, wie es bei ihren Kindern aussieht, bevor du auf LRS testen lässt.

Wir hier glauben, dass die neuen Methoden fragwürdig sind.

Gruß Marion

Beitrag von fraz 28.05.10 - 09:41 Uhr

Hallo

Das kommt daher, dass dein Sohn auditiv lernt. Ich kenne das selber von meinem Sohn und habe folgendes gemacht:
Lass ihn das Wort, das er immer falsch schreibt, anschauen, dann soll er "gedanklich" ein Foto schiessen und die Augen schliessen.
Wenn das Foto richtig gut geworden ist, so kann er dir jetzt das Wort buchstabieren, und - sehr wichtig: Auch von hinten nach vorne! Somit verankerst du das Wort in seinem Hirn.

Was auch hilft: Lesen, lesen, lesen.
Unser Sohn hat das Lesen erst in der 3. Klasse für sich entdeckt. Seither macht er viel weniger Fehler.

Wünsche dir alles Gute!

Fraz

Beitrag von utetor 28.05.10 - 23:48 Uhr

Danke, werde ich mal ausprobieren, aber es betrifft sehr viele Wörter. Die er heute richtig schreibt, sind morgen garantiert falsch.
Er liest auch sehr gerne, aber nur abends im Bett vor dem Einschlafen.
Wirkt sich leider nicht positiv auf seine Rechtschreibung aus.
LR-Schwäche hat er garantiert nicht, werde ich auch nicht testen lassen.
Manchmal habe ich das Gefühl, das er gedanklich noch beim ersten Wort ist, das zweite aber schon schreibt.
Das Problem ist auch, das er zu hastig schreibt, aus einem h wird dann schnell ein l, weil er den Bogen vergißt und ein p wied zum n, ein a sieht dann fast wie ein u aus, weil er den Bogen nicht richtig schließt.
Ute G.

Beitrag von shorty23 28.05.10 - 11:59 Uhr

Hallo Ute,
vielleicht ist er einfach zu sehr unter Druck? Daheim in "entspannter" Atmosphäre geht es gut, aber sobald er unter Druck ist, macht er Fehler ohne Ende, oder? Vielleicht geht ihr mal zum Beratungslehrer (wenn es das an der Schule gibt) und sprecht mal mit ihm, der kann euch bestimmt auch Tipps geben. Ansonsten würde ich mal mit den Lehrern sprechen, vielleicht wäre es ja gut, wenn er einen Nachteilausgleich wegen LRS bekommt, das würde den Druck ja auch etwas wegnehmen.
LG

Beitrag von utetor 28.05.10 - 23:56 Uhr

Danke für die Antwort.
Die Lehrerin habe ich schon angesprochen, sie meint auch, es sind Flüchtigkeitsfehler, weil er schnell fertig werden will. Er hat Probleme langsam zu schreiben. Kann schon sein das er unter Druck steht, die anderen in der Klasse stehen fehlermäßig immer besser da.
Ute

Beitrag von katici 28.05.10 - 12:03 Uhr

abgesehen von all den tipps gibt es ein phänomen, welches sich
übergeneralisierung nennt und bei allen kindern auftritt, die schreiben lernen.
sie haben von bestimmten regeln gehört und sie aber noch nicht völlig erfasst.
so wollen sie diese anwenden und wenden sie zu häufig an.
dadurch passieren häufig fehler, wie umlautverdopplung, ie, h,...an der falschen stelle anzuwenden.

man muss den kindern manchmal auch einfach etwas zeit lassen, vielleicht gibt sich das dann von alleine! was nicht heißt, es zu ignorieren.
hast du mal mit der lehrerin oder dem lehrer gesprochen?

lg

Beitrag von martina-38 24.09.10 - 20:43 Uhr

Hallo


ich habe deinen Bericht aufmerksam gelesen und wollte einfach mal nachfragen wie es deinem Sohn inzwischen geht.

Ich habe mit meinem Sohn haargenau das gleiche problem.
Ich weiß nicht wie ich ihn helfen kann.
Es tut mir in der Seele weh wenn ich das Heft ansehe. Die anderen Kinder in seiner Klasse haben noch das erste Schreibheft und meiner hat schon mit dem 2. Schreibheft angefangen. Da er immer wieder die falschen Wörter durchstreicht bzw. einklammert, ist das Heft naturlich schneller voll.
Mein Sohn ist trotz allem mutiviert und hat zum glück immer noch lust auf Schule.
Meine Frage wäre auch hast du was anders gemacht Hilfestellung und wie?
Wäre schön wenn du mir antwortest.
Gruß Martina