Total unglücklich!!!

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von lieber nicht 28.05.10 - 09:28 Uhr

Hallo,

ich weiß garnicht wo ich anfangen soll. Ich denke es wird etwas länger.

Also: Mein Mann und ich sind seit 10 Jahren zusammen und seit 3 Jahren verheiratet. Unsere Tochter ist fast 3.

So, jetzt ist es so, dass ich im Moment ziemlich damit zu kämpfen habe, das mein Leben nicht so wirklich ist wie ich es mir vorgestellt habe. Es fängt schon damit an, dass ich immer von einer kirchlichen Hochzeit in weiß geträumt habe und auch gerne einen Heiratsantrag gehabt hätte (kein spektakulärer, sondern überhaupt einen). Mir war immer klar, dass ich zwei Kinder haben möchte. Diesen Wunsch hatten wir eigentlich biede. Er sagte auch immer er will auf jeden fall zwei Kinder. Jetzt, wird er richtig aggressiv, wenn ich überhaupt von einer zweiten Schwangerschaft spreche. Er ist einfach nicht mehr der, der er mal war. Er ist nur noch großkotzig. Ich geh 2 Tage die Woche arbeiten (20 Stunden). Ansonsten bin ich Zuhause bei meiner Tochter. Er motzt nur noch rum ich würd nix machen, ich soll mich mal wieder wiegen, ich würd mich net richtig um unsere Tochter kümmern, (ich renn net gleich zum Arzt, wenn sie 2mal am Tag hustet #augen) und #bla#bla#bla. Ich könnte noch sovieles aufschreiben, aber das wird mit der Zeit langweilig. Wir hatten dieses Jahr genau 1mal Sex ansonsten ist er "zu faul".#augen

Ich freue mich wenn er net da ist und bei der arbeit ist, weil es mir dann einfach besser geht. Ich bin auch grad in einer Therapie wegen Angstzuständen. Sie hilft mir ganz gut. Wenn ich dann mal, nachdem er wieder was blödes gesagt hat, was dagegegen sag, kommt immer, "nehm deine Tabletten regelmäßig und red net immer so ein Scheiß" und solche Sachen.

Ich blocke innerlich total ab, ich kann es net mehr leiden wenn er mich berührt, ich will ihn nicht mehr küssen und irgendwie habe ich das Gefühl, dass des alles davon kommt, weilich eben so unzufrieden bin und mir einfach mein Leben anders vorgestellt habe. Am liebsten würde ich manchmal meine Tochter nehmen und einfach mal wegfahren.

:-(

Beitrag von hier_auch 28.05.10 - 09:47 Uhr

Hallo,

haben wir den gleichen Mann????

Wir sind 11 Jahre zusammen, davon 8 Jahre verheiratet. Unsere Kinder sind 3 und 5 Jahre alt.

Sex hatten wir schon seit 2007 nicht mehr, weil mein Mann Angst hat, das ein 3. Kind kommt. Ich nehm die Pille! Ich werde auch ständig angemotzt und mache alles falsch.

Ich freue mich auch, wenn er nicht zu Hause ist.

Eigentlich würde ich mich soooo gern trennen, aber er droht, mir die Kinder wegzunehmen, drum bin ich noch bei ihm.

Also #liebdrueck du bist nicht allein.

LG von einer Leidensgenossin

Beitrag von lieber nicht 28.05.10 - 13:41 Uhr

Hallo,

#liebdrueck

ich hätte nicht gedacht, dass es noch ein Mann gibt der (sorry) so bescheuert ist. Meiner hat auch gesagt, lieber kein Sex wie noch ein Kind und ich hab die Spirale.

Ich hab nur mal erwähnt, dass ich gerne eine Mutter-Kind-Kur machen würde. Seine Antwort war: "Mutter-Kur ja, aber ohne die Kleine, die bleibt bei mir". Toll, oder???

Beitrag von gustav-g 28.05.10 - 09:51 Uhr

Schritte zur Erkenntnis und Hilfe:

Warum hat er sich geändert?

Hast du dich geändert und damit sein Verhalten ausgelöst?

Könnt ihr einander wieder Respekt und Anerkennung schenken?

Wie könnt ihr einander zuhören und verstehen?

Lässt sich Liebe und sexuelle Anziehung wieder herstellen?

Allein werdet ihr das nicht schaffen. Eine Paartherapie kann helfen.

Beitrag von lieber nicht 28.05.10 - 13:44 Uhr

Er hat sich sehr geändert, seit er mit dem Studium fertig ist.

Natürlich habe ich mich geändert, ich habe schließlich Verantwortung für meine Tochter.

Respekt und Anerkennung???? Ich wüßte net wie.

Er sagt immer wenn ich mit ihm reden will ich würde mir das alles nur einbilden und ich soll doch mehr Tabletten nehmen.

Es ist nicht so, dass ich ihn net liebe.

Er würde niemals mit zu einer Paartherapie gehen.

Beitrag von willnix 28.05.10 - 09:56 Uhr

Ich frag mich immer, wie man in so einer Beziehung leben kann. Ich könnte es nicht. Ich würd dabei vor die Hunde gehen.
Dann lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

So, genug der platten Weisheiten.

Es tut mir echt immer in der Seele weh, wenn ich so etwas erlebe oder lese.
Lass dich mal tröstend knuddeln.

Hast du nicht die Möglichkeit, mal Freunde oder Verwandte zu besuchen, damit du mal rauskommst um Abstand zu gewinnen?
Vielleicht merkt er ja dann, dass Du ihm fehlst.

Wenn nicht, entwickelt sich vielleicht ja daraus die Möglichkeit, sich friedlich zu trennen.
Ein Patentrezept gibt es ja leider nicht, da jeder Mensch anders "tickt".


Liebe Grüße und ich wüsch Euch Alles Gute

Beitrag von lichtchen67 28.05.10 - 10:08 Uhr

Ich bin mir immer nichtmal sicher, ob man das überhaupt Beziehung nennen sollte.....

Furchtbar wie manche Frauen sich behandeln lassen und wie manche Paare miteinander umgehen. Ich könnte das auch nicht.

lichtchen

Beitrag von hier_auch 28.05.10 - 10:20 Uhr

Jetzt melde ich mich nochmal zu Wort ;-)

Mir geht es ja ähnlich wie der TE. Ja, du hast Recht, man geht dabei vor die Hunde. Ich lebe seit der Geburt meiner Kleinen (04.2007) in solch einer "Ehe" mit meinem Mann.

Ich habe auch schon an Paartherapie etc. gedacht. Aber da würde zumindest meiner nicht mitgehen, denn er ist ja der supertolle Kerl, macht keine Fehler, hat immer Recht #bla#bla#bla.

Von seiten meiner Verwandtschaft brauche ich nun auch keine Hilfe erwarten. Ich hab schon mehrfach versucht, mit meinem Mann zu reden, aber er sieht keine Fehler. Die einzige Antwort, die ich bekomme: Spinnst du jetzt???

Und im nächsten Schritt, dass ich zwar gehen kann, er aber dann die Kinder mitnimmt, weil ich eh unfähig bin, sie zu erziehen #aerger

Da ist echt guter Rat teuer....

#winke

Beitrag von willnix 28.05.10 - 11:17 Uhr

*Trösteknuddel*
Das ist doch sicherlich die Frage, ob er dann tatsächlich die Kinder bekommt, oder?
Das entscheidet ja nicht unbedingt er.
Als Aussenstehender ist es immer leicht, "tolle" Tipps zu geben, aber ob die wirklich immer helfen, wage ich zu bezweifeln.
Ich find es einfach nur schade, wenn Menschen nicht zugeben können, dass sie auch mal etwas falsch machen.

LG

Beitrag von lieber nicht 28.05.10 - 13:47 Uhr

Danke!!!

Ich dachte an eine Mutter-Kind-Kur. Allerdings war er davon überhaupt nicht begeistert. Er meinte ich kann gehen aber die Kleine nicht. Und in Kuren gehen nur bescheuerte. Ich sagte ihm dann bin ich eben bescheuert aber ich würde das gerne machen.

Es ist nicht so, dass er mir nicht zeigt dass er mich liebt, er will mich immer in den Arm nehmen und auch kuscheln und er sagt mir auch, dass er mich liebt, aber dann verhält er sich wieder so respektlos!?!?!!?