Er kann nicht...

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von frage-antwort 28.05.10 - 11:40 Uhr

Ich habe ein Problem mit dem ich überhaupt nicht klar komme.

Bin seit fast 1,5 Jahr mit meinem Traummann zusammen und bin mit ihm überglücklich. Das gleiche gilt für ihn auch, man kann es uns förmlich ansehen.
Das Problem ist, dass es die ganze Zeit über noch niemals zu einem intakten, komplett vollzogenen Liebesakt gekommen ist.
Das Problem steigert sich in der letzten Zeit auch noch, denn trotz Austausch von Zärtlichkeiten, kommt es bei ihm zu keiner, oder nur bedingter Erektion. (Ich muss dazu noch sagen, dass er immer mehr Stress auf der Arbeit hat in letzer Zeit)
Bei jedem versuchten Ansatz beginnt alles scheinbar normal, die Stehkraft ist da, teilweise auch beträchtlich und sobald es zum Eindringen kommt, schlafft er allmählich ab, und ein weiteres Eindringen ist nicht mehr möglich. Auf Kondome verzichten wir, weil es ihn damals schon in seiner Erektion störte, und wir mittlerweile verheiratet sind . Kinderwunsch besteht auch, allerdings ist es nichts was wir uns fest vorgenommen haben. Also kann es nicht mit diesem Stress zusammen hängen.
Auf die Frage wie es denn bei ihm mit vorherigen Beziehungen geklappt hat, kam die Antwort, dass es noch nie vorgekommen ist. Und ich glaube ihm auch.
Ich kann dazu sagen, dass ich jeden Mann mit dem ich bisher geschlafen habe, beim ersten Mal ausser Gefecht gesetzt habe. Ich weiss nicht wieso, aber das erste Mal war Sendepause in der Hose, so sehr wir uns das auch wünschten. Beim 2ten Anlauf hat es dann aber geklappt. Davon ging ich auch bei dieser Beziehung aus. Jedoch hat sich eine Besserung nie eingestellt. Ich bin am Ende mit meinem Latein, weiss weder ein noch aus, fühle mich elend, ungeliebt, unattraktiv, nicht begehrenswert und habe immerzu den Eindruck ich bin an dieser Situation schuld. Ich kann nicht sagen das ich mir aus körperlicher Nähe nichts mache. Es ist mir in einer Beziehung sehr wichtig, und ich hätte nie gedacht dass ich mal förmlich dafür "betteln" würde. Ich weiss nicht ob ich ihn mit meinen Wünschen überfordere. Mir ist bis jetzt nie ein Mann untergekommen, den ich mit meiner Libido derartig überfordert habe.
Er ist sehr einfühlsam, verständnissvoll, liebevoll und merkt auch wie sehr es mich belastet. Ihn belastet es auch sehr, und er fühlt sich durch meine Frustration um so mehr belastet. Es kam endlich zur Sprache und wir sind uns einig das wir einen Arzt konsultieren sollten. Ich habe jedoch Angst er fühlt sich durch mich gedrängt, oder gar genötigt etwas zu tun, was er nicht will. Es ist ihm peinlich, dass er unseren gemeinsamen Wünschen nicht nachommen kann. Aber unausgesprochen kann und will ich es nicht lassen.
Kann mir jemand mir Rat beistehen?
Danke im voraus

Beitrag von ab zum doc 28.05.10 - 11:46 Uhr

Dein Mann sollte wahrscheinlich doch mal zum Urologen gehen und abklären lassen, ob es wirklich am Penis, Schwellkörper etc. liegt, oder ob es eine reine Kopfsache ist, die mit Stress verbunden ist o.ä.
Wir hatten im Urologischen OP eine Menge Männer die einen Test bekamen dabei wurde ein Medikament in den Penis gespritzt und geschaut, ob es eine Errektion gibt und ob diese auch hält, war dies der Fall, lag es an einer Kopfsache und der Mann wusste was los war und konnte sich ggf. psychologische Hilfe holen.

LG

Beitrag von frage-antwort 28.05.10 - 11:51 Uhr

Danke für die rasche Antwort,

eine Frage hätte ich aber auch noch.
Sollte er lieber alleine zum Urologen, oder sollte ich dabei sein und ihn dabei unterstützen? Er besucht nicht wirklich gerne Ärtze, mir geht es da auch nicht wirklich anders, aber manchmal ist es halt unumgänglich.

Beitrag von lichtchen67 28.05.10 - 11:52 Uhr

Frag doch Deinen Mann, wie es ihm lieber ist. Diese Frage sollte er beantworten denke ich.

lichtchen

Beitrag von frage-antwort 28.05.10 - 11:55 Uhr

Stimmt auch wieder,

Danke#danke

Beitrag von ab zum doc 28.05.10 - 12:26 Uhr

Als erstes würde ich mit meinem Partner sprechen. Darüber das du dir Gedanken machst und das du dir Sorgen machst denn es könnte ja auch organische Ursachen haben das er eben nicht "kann". Sag ihm aber wohl, das es notwendig ist das abklären zu lassen, denn gerade in diesem Bereich ist eine frühe Diagnostik wichtig.
Ich finde es in der Tat merkwürdig das er sich so damit abfindet, bzw. nichts unternimmt herauszufinden warum er nicht kann, nur mit Angst vor dem Arzt kann man nicht alles erklären. Er braucht doch auch mal Sex, genau wie du. Wie soll es zu Kindern kommen, wenns nicht geht? Vielleicht ist das aber auch ein Punkt, der zsätzlich hemmt, das haben einige Männer.

Beitrag von sonne.hannover 28.05.10 - 11:49 Uhr

Ja, zum Arzt wäre schon mal ein guter Ansatz. Vielleicht sollte er es mit Viagra probieren ?

Beitrag von frage-antwort 28.05.10 - 11:53 Uhr

Ich habe schon daran gedacht, allerdings ist ein ALter von 36 nicht etwas früh um damit anzufangen?
Und ich habe von einigen unangenehmen Nebenwirkungen gelesen.
Naja, wie gesagt, besser als garnichts....

Beitrag von sonne.hannover 28.05.10 - 11:59 Uhr

Mein aktuell Davongeganener hat Viagra genommen und es hat geholfen.

Beitrag von frage-antwort 28.05.10 - 12:13 Uhr

In welchem Alter begann er aber damit?

Beitrag von sonne.hannover 28.05.10 - 14:37 Uhr

Aktuell ist er 36... wann er damit angefangen hat, weiß ich nicht.

Beitrag von mirhatsgeholfen 28.05.10 - 19:23 Uhr

Hi,

Ich hatte ähnliche Probleme knappe 2 Jahre lang und nix ging mehr. Es war wie eine Blockade, durch Trennung und viel Stress.
Der Druck den man sich dann selber macht,obwohl man es gar nicht will, ist einfach eine Kopfsache.

Ich bin jünger als dein Mann und der Gang zum Urologen fiel mir auch nicht leicht. Aber er war sehr nett und kannte das Problem natürlich zu Genüge.

Ich bekam Cialis und nach einer Tablette und einer sehr heißen Nacht war alles wie vorher.

Alles funktioniert wieder und die Tabletten liegen ungebraucht rum.

Also nur Mut und abchecken lassen.

Lg

Beitrag von caterina25 28.05.10 - 13:20 Uhr

Wie meine Vorschreiberinnen schon schrieben, sollten erstmal körperliche Ursachen ausgeschlossen werden. Er sollt sich also beim Urologen untersuchen lassen.
Ist dort alles in Ordnung, könnte eine Paartherapie/Sexualtherapie helfen. Für Euch beide! Daran ist nichts schlimmes und man man sich nicht schämen, Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Alles Gute!

Beitrag von curie1 28.05.10 - 13:38 Uhr

Hallo,

also ich kenne das problem aus einer meiner früheren beziehungen:

mein damaliger freund und ich brauchten WOCHEN ehe endlich ein komplett vollzogener liebesakt zustande gekommen ist.....es war furchtbar und dazwischen dachte ich echt: Wieso klappt es nicht?

Bei uns war es auch so, dass er schnell erregt wurde, da gabs keine Probleme, aber als es dann soweit sein sollte, erschlaffte er plötzlich - das war immer wieder der fall.......bei den ersten malen dachte ich noch: Ok, er ist nervös, setzt sich zu sehr unter druck etc. Aber als sich nach einigen Wochen noch immer nichts geändert hatte, wurde ich langsam aber sicher unruhig und ehrlich gestanden etwas genervt. Ich zweifelte an mir, fühlte mich ebenso unattraktiv - ich habe bis dato noch nie so etwas erlebt gehabt, von daher war ich mehr als verwirrt.

Ich kann nicht mehr genau sagen was wir dann gemacht haben (außer darüber reden und ich ihn zu vermitteln versucht habe, dass er sich nicht unter druck zu setzen braucht), aber irgendwann hat es dann gott sei dank endlich geklappt. Der Grund für sein "Problem" war, dass er sooooo verliebt in mich war, dass er dermaßen Angst hatte zu versagen und mich nicht zu befriedigen. Ich versuchte ihm diese Angst zu nehmen und es hat irgendwann geklappt. Was ich gemacht hätte wenn es nie geklappt hätte, kann ich nicht sagen.....auf jeden Fall haben wir uns dennoch nach 10 Monaten getrennt - aber sein anfängliches Problem war nicht der Grund.

Ich kann dir daher nur raten, wenn reden nichts hilft und der Druck nicht verschwindet, dann geht auf jeden Fall zum Arzt. Vielleicht ist es ja doch was körperliches und nichts psychisches.

LG

Beitrag von fetisch 28.05.10 - 17:29 Uhr

Hallo,

ich will Dich bestimmt nicht verunsichern und sicher ist ein Arzt die beste Wahl, aber es gibt Männer, die können nur, wenn sie einen Fetisch geboten bekommen.

Das muss jetzt nichts super Spezielles sein, aber es kann sein, dass er ganz bestimmste Anreize braucht und eben nicht ohne kann.

Im Allgemeinen redet man nicht unbedingt darüber, außer mit Gleichgesinnten #aha

Und ja, die Erfahrung habe ich auch gemacht und erst seitdem ich weiß, was ihn reizt, läuft alles super :)

lg

Beitrag von braut2 28.05.10 - 19:34 Uhr

Meine Güte, in der ganzen Zeit wart ihr nciht einmal beim Arzt?? Das hätte ich niiiee solange ausgehalten und ich weiß wovon ich spreche, denn mein jetziger Mann hatte das anfang unserer Beziehung auch.
Wir waren beide gefrustet, aber für uns gab es gar keine andere Lösung als zum Arzt zu gehen. Und das war auch gut so, denn es hat sehr wohl an körperlichen Dingen gelegen und nicht an seelischen oder am end an mir #schock
Er wurde behandelt und einige Wochen später war alles so wie es sein sollte. Heut bin ich in der 19.SSW und bekomme mein 3.Kind #winke

Tut euch doch nicht so ein unglücklich-Sein an.........ab zum Arzt. Wer weiß, was er schon solange mit sich rumschleppt.

Lg b2

Beitrag von mloda 29.05.10 - 01:42 Uhr

Beim Oralverkehr funktionierts?
Wenn ja , dann scheint es ein psychologisches Problem zu sein.
Wenn er beim Oralverkehr zum vernünftigen Ende kommt, dann kannste ja mal den Überraschungseffekt starten. Z.B. die 69er und dann schwubdiwupp rittlinks draufsetzen:-p

Ansonsten schließe ich mich den anderen an. Ein Arztbesuch ist angesagt.