endlich abstillen! (15monate)

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von muschel15.02 28.05.10 - 14:55 Uhr

hallo ihr,

hier mein problem:
mein sohn will immer noch gestillt werden. tagsüber noch ca. 3mal und nachts mindestens alle 2std.
er ißt und trinkt tagsüber echt gut. schlafen tut er bei mir im bett.

wir hatten schonmal eine phase in der es immer weniger wurde, aber seit ca. zwei wochen will er auch tagsüber wieder häufiger an die brust.

aber ich würde doch gerne abstillen! vorallem nachts ist es langsam echt nervig.
ich hab schon versucht ihm wasser anzubieten. wenn er nicht gleich seinen mama-busen kriegt fängt er furchtbar an zu weinen und hört auch so schnell nicht wieder auf.

habt ihr vielleicht einen rat für mich, wie ich den kleinen mann von meinem busen entwöhnen kann?
danke schonmal#blume;-)

Beitrag von maulix98 28.05.10 - 15:35 Uhr

Hallo Du!
Leider kann ich Dir nicht die gewünschte antwort geben aber dennoch werde ich die antworten sehr genau verfolgen!
Meine Maus ist 13 Monate und vom abstillen scheinen wir auch noch weit entfernt! Mein "Problem" ist ich geh in 14 Tage wieder als Krankenschwester arbeiten und mein Mann macht die Elternzeit! Viele meinen wenn das Agebot nicht da ist, wird auch nicht nachgefragt, aber wir Stillen immer noch erfolgreich in den Schlaf! Und das kann er ja nun mal eindeutig nicht:-p! Jetzt mit Gewalt abstillen ist auch nicht so mein Ding, da wir auch im Urlaub sind und wir b ald nach Hause fliegen und sie sich nur durch den Mamanuckel beruhigen lässt!
So nun waren es viele Worte um das selbe Problem wie Du es hast und deshalb bin ich ganz gespannt welche antworten da abgegeben werden!

Sei lieb gegrüßt von maulix mit ihrem Brustjunkie#winke

Beitrag von muddi08 28.05.10 - 22:29 Uhr

Weißt du, dass du ein Recht auf 1 Stunde Stillpause pro Tag hast und nicht zwischen 20 Uhr und 6 Uhr arbeiten brauchst, wenn du noch stillst? Schau mal im Mutterschutzgestz nach.
Ich bin auch Kinderkrankenschwester und nehme diese Gesetz in Anspruch. Vielleicht ist das ja ne Lösung für euch.

LG

Beitrag von maulix98 29.05.10 - 01:12 Uhr

Danke für Deine Antwort!
Ja das weiß ich , aber ich muss ehrlich gestehen das ich mich nicht traue von diesem Gesetz gebrauch zumachen! Du kennst ja das Gesundheitswesen und ich habe Angst versetzt zuwerden da ich auf einer ITS arbeite( mittlerweile seit 10Jahren)! Wie wurde es aufgenommen als Du auf Deiner Arbeit bescheid gesagt hast? Und wie alt war Dein Kind?
Achja ich komme am Mittwoch aus dem Urlaub wieder und muss Freitag geh ich arbeiten, also ganz schön knapp zu Bescheid sagen!!
LG maulix die aus Florida schreibt und deshalb erst jetzt antworte#scheint( bei uns ist es Abends(Urlaub) )

Beitrag von muddi08 29.05.10 - 23:01 Uhr

Naja, begeistert war die Pflegeleitung nicht, aber Gesetz ist Gesetz. Es gab sogar ein Gespräch mit der höheren Pflegedienstleitung und dem Betriebsrat, ich wurde, fand ich, unter Druck gesetzt, aber letztendlich mit Hilfe vom Betriebsrat kann ich die Stillpause am Ende des Spätdienstes nehmen, sprich, ich arbeite nur bis 19 Uhr. Es wäre mir aber egal gewesen, wenn sie mich versetzt hätten, mein Kind geht da eindeutig vor. Er war zu dem Zeitpunkt 14 Monate, jetzt ist er 19 Monate und es läuft immer noch so. Nun ist es so, dass 2 Kollegen schwanger sind und nächste Woche findet wieder ein Gespräch statt. mit Sicherheit werde ich wieder unter Druck gesetzt, aber das ist mir egal, ich stille so lange, wie mein Kind es will, das Gesetz ist eindeutig auf meiner Seite.

LG

Beitrag von giri 28.05.10 - 16:17 Uhr

Hallo,

ursprünglich dachte ich auch mal, ich stille so 12 - 14 Monate maximal. Im Endeffekt habe ich dann 2 Jahre und 9,5 Monate gestillt...#schein

Solange es für dein Kind und dich selbst o.k. ist, weiterzustillen, bleib dabei. Wenn du aber nicht mehr magst und die kleine "Brustklette" mag nicht aufhören, liegt es eindeutig bei dir, die Signale zu setzen.

Diese Signale funktionieren aber nur, wenn du nicht "rumeierst". Rumeiern zeigt deinem Kleinen nur, dass dir das Abstillen anscheinend doch nicht soooo wichtig ist ;-) (klingt hart, ist aber tatsächlich so).

Leicht ist das nicht, keine Frage... Ich war auch hin und her gerissen, habe aber schließlich kleine Schritte gemacht:
1. Wenn stillen, dann nur wenn wir zu Hause sind (nicht unterwegs...)
2. Tagsüber nicht mehr, nur noch abends, nachts bei Bedarf und morgens
3. Nur noch abends zum Einschlafen.
4. Gar nicht mehr.

Ich hatte das Glück, dass ich das 4. Signal nur bedingt setzen musste;
Steffi war krank und hat die letzte Stillmahlzeit wegen Fieber sozusagen verschlafen. Nach etwa einer Woche fiel ihr das auf, und sie wollte wieder "Mamitrinken". Ich habe ihr dann erklärt, dass das nicht geht (hätte bestimmt noch geklappt, aber ich habe die Gelegenheit beim Schopf gepackt), weil Mamis Brust jetzt leer ist, aber auch, dass sie Glück hatte, dass es überhaupt so lange ging + Gegenbeispiel aus Freundeskreis. Klar war sie traurig. Am 2. Abend hat sie schon weniger geweint, am 3. hat sie mir selbst erklärt, warum es nicht mehr geht...

Bei den anderen Zwischenschritten, war es eigentlich ähnlich: 2 - 3 Mal Geheule und Protest, und dann ging es auch so. Immer sagen, ist nicht schlimm, wir können ja auch so kuscheln + auch machen!

Soweit meine Erfahrenswerte.

Liebe Grüße und alles Gute
giri (unfreiwillig Langzeitstillende :-p)

Beitrag von woelkchen1 28.05.10 - 20:40 Uhr

Mir ging es so wie Giri!

Fang in Schritten an- laß am Tage nach und nach eine Mahlzeit aus. Fragt er nach, sage, die Brust ist alle.

Ich hätte es nie erwartet, aber es hat gut geklappt. In der 1. Nacht hat sie kurz geweint, 2x keine 30 Sekunden. In der 2. Nacht hat sie 1x danach gefragt, ist aber ohne weinen wieder eingeschlafen. Und das war es dann- sie schläft tatsächlich durch.

Das ist jetzt ca.2-3 Wochen her. Heute allerdings haben wir zusammen gebadet-danach hat sie im Bett immer nach "Brust essen" gefragt. Muß mich also noch eine Weile verhüllen!

Beitrag von 20girli 28.05.10 - 21:47 Uhr

Ich würde ihn nicht entwöhnen. Mein Sohn war etwas so alt als ich aufhören musste wegen der Medis. Besser wurden die Nächte ohne Stillen nicht...eher schlimmer. Ich hab lange gebraucht mich nicht darüber zu ärgern das das einzigste was super geholfen hat den kleinen wieder zum schlafen zu kriegen vorbei war.

Sie werden trotzdem wach...schlecht geträumt...durst ...schnuller weg...ach was weis ich. Ein Kind was Nachts stillt braucht das um wieder in den schlaf zu finden. Denn nicht jedes Kind kann das von alleine. Und wenn es nicht mehr gestillt wird...müssen andere Varianten her...und ob die besser sind'?

Warum sich selbst das leben schwerer machen...ich würde nicht mehr abstillen.

Ich habe auch noch nie ein Kind gehabt und ich bekomme das 6 Kind...was wirklich durchgeschlafen hätte. Nicht jeder hats so prima schläfer.

lg Kerstin

Beitrag von cherie 28.05.10 - 23:07 Uhr

Mein Süßer ist 18 Monate und ich stille noch. Und sehr gern. Aber nachts musste ich z.T. fast stündlich ran und das ging mir einfach wahnsinnig auf die Nerven. Ich habe dann das Programm zum nächtlichen Abstillen nach Dr. Jay Gordon durchgezogen, seitdem schläft er fast immer durch. Zum Einschlafen und morgens vor dem Aufstehen bekommt er jetzt seine Milch und das können wir beide total genießen. Tagsüber möchte er auch gern bei jeder unpassenden Gelegenheit (z.B. im Bus) an die Brust, aber das gibt es halt nicht mehr. Zu Hause, bei Oma oder in der Krabbelgruppe gibt es Milch, sonst nicht, außer ausnahmsweise mal als Trost, wenn er ganz schlimm hingefallen ist.
Ich bin froh, dass das nächtliche Abstillen fast ohne Tränen geklappt hat, ich aber nicht ganz abstillen musste. Wir schlafen im Familienbett, er ist also ständig der "Versuchung" ausgesetzt, da die Brust in der Nähe ist, aber er fragt nicht mehr danach, seit ich ihm erklärt habe, dass die Milch nachts schlafen muss. ;-) Und das Einschlaf- und Aufwachstillen möchten wir uns beide nicht nehmen lassen. Ich denke, man kann ein Kleinkind ruhig länger stillen, wenn beide Parteien damit zufrieden sind, auch wenn es gesellschaftlich nicht besonders akzeptiert wird.

Beitrag von lexa8102 29.05.10 - 22:03 Uhr

Hallo,

mein Kleiner hat bis vor ca. 2 Monaten auch noch nachts alle 2 Stunden trinken wollen. Bzw. ließ er sich nur durch die Brust wieder einschläfern.

Bei uns hat der Papa geholfen. Er hat ihn zu Bett gebracht (habe vorher trotzdem gestillt). Er hat ihn ins Bett gesetzt, noch kurz erzählt und ist dann raus. Mein Kleiner hat dann mal ganz kurz geweint und ist dann eingeschlafen. Hätte er länger geweint, wären wir wieder rein gegangen. Und nach ca. einer Woche, habe ich es genauso gemacht: Stillen, ins Bett setzen, Gute Nacht sagen und dann raus gehen. Manchmal weint er noch kurz, aber ich würde erst noch mal rein gehen, wenn er länger als 30 Sekunden weinen würde (habe mir da eine Frist gesetzt).

Tja und seit dem schläft er nachts und auch mittags durch.

Ich stille übrigens immer noch: vorm schlafen (mittags und abends) und morgens.

VG
Lexa

Beitrag von mijo05 29.05.10 - 22:07 Uhr

Wenn ich all das lese, dann fuehle ich mich gleich viel besser und weiss, ich bin nicht allein #huepf

Ich mache mir schon die ganze Zeit einen Kopf darum wie ich meine Tochter zum abstillen bekomme (wird 14 Mon alt), da eben gerade das naechtliche Abstillen wirklich nervt...

Aber es beruhigt mich eben nun zu lesen das es doch eigentl auch eher ne suesse Geste des Kindes ist...es die Mama auf diese Art und Weise zu geniesen weiss-auch suess #herzlich

Dann warte ich einfach weiterhin auf ihre Signale :-D