Zum 10000.....das Schwiegermutterproblem...lang.....

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von nurse1984 28.05.10 - 15:31 Uhr

So, ich muss jetzt mal Dampf ablassen über die liebe Schwiegermutter!
Zuerst mal, es ist nicht so, dass ich sie nicht mag, ich hab sie sehr gern und versuche Verständnis für ihre Situation aufzubringen, aber dennoch!

Kurz zur Vorgeschichte: Ich kenne meinen Freund seid 9 Jahren, die ersten 7 Jahre haben wir eine Wochenendbeziehung geführt. Vor 2 Jahren bin ich ihm und seinen Eltern zuliebe hierhin gezogen (Von Groß in Kleinstadt). Als ich meinen Freund kennengelernt habe, wurde bei seinem Vater eine schwere Nierenerkrankung festegestellt, von heut auf morgen dialysepatient etc. Seine mutter war zu diesem zeotpunkt seid ca.18 Jahren alkoholikerin. Die ersten 5 bis 6 jahre der beziehung waren nicht leicht, da seine eltern oft verboten haben, dass ich am we da bin oder seine mutter hat solange geweint bis er nicht gefahren ist. vor ca.5 1/2 jahren war sein vater in kur, ich hatte 3 wochen urlaub und war bei ihm (er lebte noch zu hause). Seine mutter hat zu diesem zeitpunkt massivst getrunken. stand nachts vor seinem bett und bat uns bei ihr zu schlafen. Mitten in der nacht hat sie mich dann geweckt und gefragt wie sich sich am besten selbst umbringt. da ich gesagt habe ich kann und will diese verantwortung nicht für sie tragen und es müsse was passieren, haben wir reagiert. daraufhin wurde sie zur entgiftung zwangeingewiesen und hat danach einen entzug gemacht-seitdem ist sie trocken. ein danke haben wir nie gehört, dafür aber sein bruder nebst frau (die sich in der zeot nicht einmal bei uns haben blicken lassen-nicht geholfen haben-null interesse-nichts,naja egal).
im laufe der letzten 3 jahre hat sich das verhältnis zu den eltern von ihm verbessert. vor etwa einem jahr ist der schwiegervater dann plötzlich verstorben, diese situation macht ihr schwer zu schaffen. sie fühlt sich alleine und nutzlos, das verstehe ich einerseits, andererseits hätte sie die chance gehabt zu ihrem anderen sohn in eine einsiedlerwohnung zu ziehen und bei den beiden enkeln zu helfen, die sie abgöttisch liebt. sie wollte aber nicht.
seitdem ist sie oft hier. sie will mir helfen, meint es auch gut, kommt bügeln, nimmt die wäsche manchmal zum waschen mit, hilft bei den tieren und beim putzen.....das alles ungebeten. sie sagt sie macht es gerne, das ist ja auch okay. ich möchte meine sachen aber selbst machen. bei einem gespräch reagierte sie verletzt und sauer, deswegen habe ich ihr angeboten dass sie das bügeln übernimmt wenn sie es denn so will und ich den rest alleine mache. auch das passt ihr nicht. sie taucht vllig unangemeldet auf( Wenn wir auf arbeit sind, aber auch wenn ich zu hause bin). vor 2 wochen stand sie mittags um 12 uhr vor meinem bett und wollte bügeln (zur info ich war um halbneun im bett weil ich nachtdienst hatte). das war auch nicht das erste mal. wenn ich sage ne heute nicht kommt sie trotzdem. sie geht ans telefon wenn wir nicht da sind, telefoniert mit meinen freunden und sagt ich könne heute nicht anrufen weil ich zu viel zu tun habe, geht an die post etc.
mein freund versteht sie, will auch nicht mit ihr reden. meine gespräche habe bisher nichts genutzt, außer dass sie traurig war und mir ein schlechtes gewissen von ihr und meinem freund gemacht wurde.
permanent ruft sie an und mischt sich in alles ein. jetzt kommt sie auf den trichter dass sie doch nicht will dass wir heiraten, weil sie sich dann noch mehr alleine fühlt (hallo??????????).
Ich versuche sie ja zu verstehen und ihr zu helfen, aber ich möchte hier mein privatleben führen und ich möchte nicht dass sie sich ständig einmischt und alles durcheinander bringt.
reagiere ich über? was kann ich ihr noch sagen? stehe kurz davor ihr den schlüssel wirder abzunehmen.....
haha heute mittag war sie auch da als ich grad von abeit kam (bügeln), hatte die betten frisch bezogen. hab sie gefragt wenn sie doch schon bügelt, ob ihr nicht aufgefallen ist dass ich am montag bettwäsche gewaschen habe....meinte ne habe sie nicht gesehen, aber sie würde sowieso alle 5 tage ab sofort unsere betten abziehen....ich hätte ausrasten können....
sorry für den langen text aber musste mal sein

Beitrag von scrollan01 28.05.10 - 15:54 Uhr

chronisch kranke Alkis können einem permament ein schlechtes Gwissen suggerieren! Ebenso depressive Menschen!

ABER: das bedeutet nicht, dass man sich alles gefallen lassen muss nur damit die sich nicht noch etwas antun!

Du hast genau eine Möglichkeit: alle Schlüssel geben lassen sonst Schlossaustausch. Sie hat bei euch nix zu suchen und wenn sie gebraucht werden will - was verständlich ist - kann sie ja ehrenamtlich arbeiten gehen für die tafel o.ä.

Beitrag von braut2 28.05.10 - 16:31 Uhr

Meine Güte bin ich froh solche Schwiegereltern zu haben wie ich sie habe. Sie nerven mich zwar auch manchmal und haben seltsame Ansichten und haben auch manch unbedachten Spruch drauf (gerade mein SchwieVa) ... aber solche Probleme wie sie hier beschrieben werden, die haben wir nicht.

Ich glaub, vieles bei euch ist auch einfach hausgemacht. Schlüssel? Warum hat sie eure Schlüssel? Spätestens wenn jemand unangemeldet in meiner Wohnung steht ohne dringenden Grund- Schlüssel weg !! Privatsphäre.
Selbst mein Mann klingelt bei seinen Eltern wenn wir hinfahren oder auch eingeladen sind und schließt nicht einfach wie selbstverständlich alle Türen auf. Es sind zwar die Eltern, aber auch die haben noch ein Privatleben !!

Und Dein Freund findet all die Aktionen okay oder traut er sich nciht mit ihr zu reden? Das wäre schonmal kein Mann den ich heiraten würde. Sagt er nix dazu, daß sie euch jetzt auch noch die Hochzeit "verbietet" ??

Auch wenn man Angst hat, daß sich ein Ex-Alki was antut oder voll depressiv wird, darf man sich nicht dermaßen beeinflussen lassen. Dann wird das Verhältnis nciht gerade besser.
Es gibt durchaus auch Hilfe für Angehörige von Alkoholikern. Da lernt man auch, wie man damit und mit den Personen umgeht. Immer kleinbei-geben........ damit ist keinem gut getan. Aber Dein Freund muss da schon mitziehen, sonst wird das nix....

Alles Gute
b2

Beitrag von syhana 28.05.10 - 16:43 Uhr

Hallo :-)

Nein du reagierst nicht über.... ich finde du hast so gar sehr viel verständniss gezeigt!
Das würde ich nich mal bei meiner eigenen Mutter ertragen und wir haben wirklich ein enges verhältniss.

Was sagt den dein Partner da zu? Vielleicht sollte er mal mit Ihr sprechen und ihr grenzen auf zeigen!

Ich denke das sie hilfe braucht aber die könnt ihr ihr nicht geben... vielleicht wäre da eine Therapie gefragt?
Hat sie kein Hobby... Freunde mit dennen sie sich beschäftigen kann ?

lg Syhana

Beitrag von olivia76 28.05.10 - 16:45 Uhr

Hallo!

Oh Gott, Deine Schwiegermutter überschreitet permanent Grenzen. Wenn ich mir vorstelle, meine Schwiegermutter würde unsere Betten neu beziehen.... Ich denke, der Schlüssel MUSS wieder weg, das geht ja so nicht. Dass Deinem Freund das nicht einleuchtet ist mir unerklärlich.

18 Jahre Alkoholismus gehen nicht spurlos an einem Menschen vorbei. Die Distanzlosigkeit, die emotionale Abhängigkeit und Erpressung, und die wohl immernoch anhaltende, wenn auch nicht wörtlich ausgesprochene Präsenz von Suizidgedanken - das alles überschreitet das normale "Schwiegermuttermaß" (:-p) doch erheblich.

Sie sollte nochmal eine Therapie dranhängen. Mit "gutem Zureden" wird da -so wie Du es beschreibst- wohl nicht viel zu machen sein. Dass sie ihr Verhalten selbst als unnomal bezeichnen würde, bezweifle ich.

Dennoch - Ihr müsst Euch Euer Leben zurückholen. Was schwiegig sein wird. Mann mann mann, ich kenne ähnliches Verhalten von meiner Mutter (übrigens auch dem Alk mehr als zugetan). Ist schwierig, da deutliche Worte zu finden, weil sie immer die Opfer sind am Ende.

Hab keinen Rat. Wollte Dich nur darin bestärken, dass DAS nicht normal ist und Ihr jedes Recht der Welt habt, Euer eigenes Leben zu leben!

Alles Gute,
O.

Beitrag von asimbonanga 28.05.10 - 17:21 Uhr

<<<<Ich denke, der Schlüssel MUSS wieder weg, das geht ja so nicht. Dass Deinem Freund das nicht einleuchtet ist mir unerklärlich. <<<<<
das denke ich bei jedem Thread dieser Art-----------
unbegreiflich

Beitrag von nurse1984 28.05.10 - 17:46 Uhr

Also erst einmal danke für die Antworten. Ich wollte immer dass sie einen Schlüssel hat, weil ich immer Angst habe was mit den Tieren ist, falls wir z.B mal in Oberhausen bei meiner family sind und was passiert. Nur dass ich mittlerweile tatsächlich überlege, ihn zurückzufordern.
Ich denke ich muss meine Klappe da mehr aufmachen, sonst wird sich das nie ändern. Aber ich will sie weder kränken, noch sie ärgern, ihr weh tun oder sie entäuschen, aber wenn ich das weiter so hinnehme, wird es im Laufe der zeit immer schlimmer - und da nette worte nichts nützen, bleibt mir ja nur diese Maßnahme. Ich hábe ihr immer wieder gesagt, sie kann kommen so gerne sie mag-auch einfach mal ne Tasse Kaffee trinken, aber bitte nicht einfach im Zimmer stehen, zumindest schellen muss doch drin sein.
Tja das ist so ne Sache mit meinem Freund, er hatte mit ihr immer eine schwere Zeit, hatte nie eine richtige Kindheit mit ihr, deswegen versuche ich es zu verstehen. Aber es ist auch nicht okay, wenn ich seid 9 Jahren darunter leide.
Habe sie für morgen abend zum essen eingeladen, später werde ich nochmal mit meinem freund reden und morgen einen letzten versuch starten es vernünftig mit ihr zu bereden.....

Beitrag von braut2 28.05.10 - 17:52 Uhr

Sei mir nicht böse. Aber das ist eine Sache, die Dein Freund mit seiner Mutter zu bereden hat !! Wie Du schon sagst: DU sagst andauernd was. DU leidest darunter schon seit Beginn eurer Beziehung. JETZT muss Dein Freund den Mund aufmachen. Denn solange nix von seiner Seite kommt.... wird sie Dich nciht wirklich ernst nehmen.
Und die Schlüssel gibts Du ihr halt immer dann, wenn ihr bei Deiner Familie seid. Und den Rest der Zeit halt nicht.

"Ich denke ich muss meine Klappe da mehr aufmachen, sonst wird sich das nie ändern." Wie gesagt: ich finde, das ist jetzt auch mal die Sache Deines Fast-Ehemannes !!

viel Glück
b2

Beitrag von nurse1984 28.05.10 - 17:57 Uhr

Danke nochmal, das stimmt deswegen möchte ich mit ihm heute reden, damit er bzw. wir das morgen endlich mal geregelt kriegen:-p

Beitrag von braut2 28.05.10 - 17:59 Uhr

Drück euch die Daumen

Beitrag von nurse1984 28.05.10 - 18:09 Uhr

Danke ;-)

Beitrag von alpenbaby711 28.05.10 - 19:29 Uhr

Ich hab ja Verständnis dafür das sie krank zu sein scheint, aber nicht dafür wie sie über euch hinweg latscht. Ich denke sie braucht mehr Beschäftigung aber ich würde auch nicht wollen das ständig einer in meiner Wohnung ist weil ein wenig was machen will ich auch noch selbst.
Setz ihr klarer Grenzen: Schlüssel wegnehmen damit sie nicht mehr unerwünscht einfach reingeht. Wie kommt sie letztendlich überhaupt in die Wohnung wenn ihr nicht da seid. Klar weil sie nen SChlüssel hat nehmt ihr den doch endlich mal weg.
Und versucht vielleicht über einen Therapeuten Hilfe zu finden weil sie klammert zu arg.
Ela