Nachbarsjunge nahm sich das Leben.....

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von 20girli 28.05.10 - 19:11 Uhr

...ich kannte ihn eigentlich gar nicht. Wohnt- e zwei Häuser weiter. Wir leben auf dem Dorf.
Aber mich frisst das gerade auf. Ich bin schockiert würde die Mutter gerne in den arm nehmen, die Sorge um die eigenen Kinder...der todestag meiner Mutter der ansteht...das alles lässt mich nicht schlafen.

Den ganzen Tag laufen die Gedanken durch meinen kopf--was hat ihn dazu getrieben, war ihm wirklich klar - mit 17 jahren - was er da tut. Am Sonntag noch gesehen und heute war die Beerdigung.

Auf einmal wird einem wieder mal so deutlich vor Augen geführt das uns alle nichts nützt - kein geld - kein tolles haus- wenn die Menschen die wir lieben nicht da sind. Wenn es ihm so schlecht ging und er sich nicht zu helfen wusste vor lauter schmerz. Seine Freundin hat woh schluss gemacht - ich weis es nicht.

Jetzt gibt es ihn nicht mehr...seine Mutter - ich kann nur erahnen was sie durchmacht. Die Vorwürfe die sich sich machen wird...obwohl es nicht ihre Schuld ist.

Da wurde heute ein Junge begraben, und alles drumherrum läuft weiter. Er ist weg...da ist jetzt was leer...Freunde von ihm die ihn vermissen haben überall Kerzen aufgestellt.

Ich muss einfach mal alles kreuz und quer rausschreiben weil ich im Moment - auch noch Schwanger- voll damit beschäftigt bin.
Ich hab das Gefühl als könnte ich ihren Schmerz fühlen....meine Mutter ist vor fast 6 Jahren gestorben..da war ich auch Schwanger - das kommt plötzlich so alles wieder deutlich hoch...und mir wird bewusst und klar..was Leben dürfen eigentlich bedeutet.

Ich meine - ich bin dankbar dafür mal wieder so aufgerüttelt zu werden...ich drücke meine Kinder einmal mehr und sage ihnen noch einmal deutlich - das ich sie Liebe und das meckern ein zeichen meiner Liebe ist ;-) nein im ernst.

ich denke ein Kind zu verlieren ist das schlimmste was einer Mutter passieren kann...aber ein Kind zu verlieren was sich auch noch selbst das leben nahm- das muss erst recht unerträglich sein.

Ich hoffe Sie bekommt genug Kraft das zu überstehen und wünscht ich könnte ihr sagen wie sehr leid mir das tut. Obwohl ihr das nicht helfen würde.

Danke das ich mal alles rauslassen konnte...vielleicht hilft mir das ja.

Nachdenkliche Grüße Kerstin

Beitrag von erik2008 30.05.10 - 20:23 Uhr

Hallo Kerstin,

das mit dem 17-jährigen habe ich auch mitbekommen. Das passt zwar jetzt nicht ganz als Antwort, aber ich glaube ich wohne im Nachbarort von Euch.

Ich finde das auch ganz furchtbar. Wie schwer das für die Eltern sein muss, kann man sich wohl gar nicht vorstellen. Wie schwer muss es auch für den Jungen gewesen sein, diesen Schritt überhaupt zu tun. Mir tut das auch wirklich sehr, sehr leid.

Liebe Grüße
Andrea

Beitrag von 20girli 30.05.10 - 22:29 Uhr

Hi Andrea,

das wäre ja mal ein Zufall das ich bei "Urbia" jemanden treffe der aus der Nähe kommt. ;-)

Darf ich fragen wo du herkommst?

Liebe Grüße Kerstin