selbständige Trainer hier? Fragen zu Abgaben...

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von ein.stern.78 28.05.10 - 19:53 Uhr

Hallo,

ich kann bei einem alten Arbeitgeber als (freie) Trainerin eingestellt werden.

Gibt es jemanden, der ebenfalls als Trainer (Erwachsenenbildung, Bereich Kommunikation) arbeitet und mir einen Tipp geben kann, welche Abgaben ich hier habe, wenn ich mich selbständig mache?

Ich werde vermutlich monatlich ca. 20-25 Std arbeiten - der Verdienst ist noch nicht klar, liegt aber im Bereich 50-75€ die Stunde.

Derzeit bin ich in Elternzeit, werde aber meinen alten Job aufgrund der Entfernung nicht mehr antreten können.

Vielen Dank im Voraus!

Beitrag von nobility 29.05.10 - 19:10 Uhr

Du bist im falschen Forum. Das hier ist nur für ALG II Empfänger. Es sei denn, du hättest von Urbia eine Sondererlaubnis.

Beitrag von jono 30.05.10 - 12:28 Uhr

Hallo,

dann lese Du bitte die Überschrift von Finanzen&Beruf, sie ist hier richtig!! Seit wann ist ALG II Bezug ein Beruf?

Jono

Beitrag von jono 30.05.10 - 12:36 Uhr

Hallo,

ich denke, Du begibst Dich hier eventuell in eine Scheinselbständigkeit, oder hättest Du noch andere "Kunden"?

Wenn Du für deinen alten AG als freie Trainerin mit 20-25 Stunden arbeiten könntest, kann er Dich auch einstellen.
Denn, mal ehrlich, würde er Dich für einen normalen Tagessatz (bei freien Trainern liegt der je nach Branche zwischen 600 und 1500 bzw,. mehr..) einstellen, dann würde ich Dir sagen probiere es, aber nicht bei dem "Mickerlohn" von minimal 1250€. Du musst mit ca. 33% Einkommensteuer rechnen (412€ mtl.) zzgl. PKV ca. 350-450, private Rente, Büromaterial, Vorbereitungszeit (wer bezahlt die?) u.s.w., was bleibt denn da noch übrig?

Rechne es genau durch und triff dann die Entscheidung, viel Erfolg und
Beste Grüsse
Jono

Beitrag von manavgat 30.05.10 - 13:51 Uhr

Das ist hochpreisig mit 75 Euro/Std. und nein sie kann bei Projekten auch zeitweilig nur für einen Auftraggeber arbeiten, wenn nicht mehr als 80 % ihres Lebensunterhaltes dadurch kommen, sowieso. Es gibt ja einen Ehemann der auch verdient.

Wichtig ist, werblich am Markt aufzutreten und auch andere Projekte an Land zu ziehen. Ich gehe davon aus, dass sie das tun wird.

Gruß

Manavgat

Beitrag von jono 30.05.10 - 17:33 Uhr

allo,

warum mal wieder so aggressiv unterwegs? Und, ich habe nicht falsch gelesen.

Da wir wohl beide nicht wissen, was sie trainiert, gehe ich von den normalen Tagessätzen im Kommunikationsbereich aus, die liegen weit höher als 75,00€ die Stunde, ausser Du bist grottenschlecht, sorry, aber so ist das nun einmal.

Aber, auch bei 75,00€ die Stunde käme sie auf einen Tagessatz von 600,00€ bei 8 Std. arbeitstäglich, bei den von ihr beschriebenen 20-25. Std, hätte sie im Monat 1500,00 (Maximun), ohne Vor- und Nachbereitung, wo ist das bitte schön hochpreisig? Wenn Du dann noch die Einkommenssteuer (Minimalsatz), KK, private Rente, Berufsunfähigkeit etc. berücksichtigst bleibt ein "Taschengeld" und nun, ja eine Selbständigkeit, das war`s.

Wenn ich das natürlich mit dem Gehalt einer Kassiererin vergleichen würde, hättest Du wohl recht, das wäre aber "Äpfel mit Birnen vergleichen".

Grüsse
Jono

Beitrag von jono 30.05.10 - 18:07 Uhr

ach, ja noch eins, ich beziehe mich hier auf die private Wirtschaft und nicht auf den öffentlich-rechtlichen Bereich (da isses vielleicht wirklich hochpreisig...).

Beitrag von manavgat 31.05.10 - 09:36 Uhr

Ich glaube, wer hier die aggressive Zicke ist, muss nicht diskutiert werden.

Sieht man auch so.

grußlos

Manavgat

Beitrag von manavgat 30.05.10 - 13:48 Uhr

Du bist als Trainerin freiberuflich, solange der AG nicht weisungsbefugt ist.

Dann bist Du nicht verpflichtet in die gesetzlichen Kassen einzuzahlen, weder Renten, noch Krankenversicherung.

Da der AG - anders als bei Angestellten - dir jeden Tag! den Auftrag kündigen kann, würde ich Dir empfehlen in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben, die sich nämlich deinem Einkommen anpasst. Du musst außerdem Geld für die Steuerzahlung zurücklegen. Der Höchstsatz in der gesetzlichen Krankenversicherung liegt bei ca. 600 Euro, den wirst Du eventuell erreichen, wenn du dieses Geld bekommt.

Alle Ausgaben musst Du beleghaft sammeln. Am Ende des Jahres machst Du eine Einnahmeüberschussrechnung und machst dann eine Steuererklärung. Vergiß keine Ausgaben, jede Kleinigkeit (auch die neue Glühbirne für Deine Schreibtischlampe!) zählt da mit.

Zusätzlich würde ich Dir empfehlen an Deine Rente zu denken und Geld dafür anzulegen.

Gruß und viel Erfolg

Manavgat

Beitrag von ein.stern.78 01.06.10 - 22:48 Uhr

Hallo und sorry für die späte Reaktion... meine Maus war krank! :-(

Danke schon mal für die Infos!

Einige Fragen noch:

MUSS ich mich auf jeden Fall selbständig machen?
Oder kann ich bei 2-3 Trainingseinheiten (weiß leider erst morgen mehr) auch auf Honorarbasis arbeiten und muss dann "nur an das FA versteuern"?

Wann muss ich mich denn freiwillig (ggf. privat) versichern? Gibt es da eine Verdienstgrenze??

Wie gesagt: Der "Hauptjob" besteht weiter. Ich bin in Elternzeit.

DANKE euch sehr!

Beitrag von manavgat 02.06.10 - 16:29 Uhr

Du bist als Trainerin freiberuflich, solange der AG nicht weisungsbefugt ist.


Was meinst Du mit selbsständig machen?

Ein Gewerbe musst Du nicht anmelden, da Freiberufler.

Gruß

Manavgat

Beitrag von ein.stern.78 02.06.10 - 16:57 Uhr

Danke, das meinte ich.

Mir war unklar, ab welcher Grenze ich ein Gewerbe anmelden muss, bzw. wann ich mich selbst versichern muss.

Danke und Grüße
Steffi

Beitrag von manavgat 02.06.10 - 18:02 Uhr

Gewerbe anmelden müssen Trainer nie!

Egal wieviel Umsatz.

Krankenkasse hat andere Grenzen, meine 340/Monat bei familienversicherung.

Du hast aber einen Job über den Du selbst versichert bist. Letzen Endes musst Du Deinen Gewinn nur beim Finanzamt angeben. Die Krankenkasse erfährt davon nichts.

Gruß

Manavgat