Hartz Vier und mit feund zusammen ziehen wollen!

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von jennypuhh 28.05.10 - 22:12 Uhr

hallo ihr lieben urbianerinnen,

ich bin alleinerziehende mama von einem kleinen sohn. Ich bin noch zu hause, nicht weil ich faul bin, sondern weil ich weder kindergartenplatz noch eine tagesmutter gefunden habe. Ich lebe im moment von Hartz 4.

Jetzt hab ich einen neuen partner gefunden, gerne würden wir seine wohnung aufgeben.

Jetzt zu meiner fragen: mein freund verdient 1100 euro bei einer leiharbeitsfirma und zahlt für seinen sohn 272 euro unterhalt.

kann mir jemand sagen, ob der unterhalt den er zahlt bei der berechnung die dann vom jobcenter erfolgt berücksichtigt wird??

lg jenny

Beitrag von tweetme 29.05.10 - 01:20 Uhr

Ja wird es.

Beitrag von glueckskind86 29.05.10 - 11:45 Uhr

Hallo,

um als Bedarfsgemeinschaft angesehen zu werden muss man mindestens 1 Jahr zusammen leben.
Das tut ihr ja dann nicht.
Das Amt stellt sich da zwar am Anfang etwas quer, aber diesen Zusatzparagraphen gibt es tatsächlich. (Einer Freundin ging es mal so)
Also dürfte im ersten Jahr noch überhaupt gar kein Geld von ihm in die Berechnung einfliessen, kann aber sein, dass es etwas Kampf bedarf.
Vielleicht hast du ja dann in einem Jahr schon einen Kitaplatz und dann ist das Problem hinfällig.

#winke

Beitrag von silbermond65 29.05.10 - 12:13 Uhr

um als Bedarfsgemeinschaft angesehen zu werden muss man mindestens 1 Jahr zusammen leben.

Ich glaube ,so einfach ist das in ihrem Fall dann nicht mehr ,weil ein Kind mit im Haushalt lebt .auch wenn es nicht das Kind des Partners ist.

Beitrag von linagilmore80 01.06.10 - 13:30 Uhr

Doch, weil es nicht das gemeinsame Kind ist. Aber der alleinerziehendenzuschlag wird gestrichen.

Beitrag von spumsel 29.05.10 - 14:25 Uhr

Sorry, aber das ist Quatsch:

Eine Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft wird vom Leistungsträger regelmäßig angenommen, wenn die Partner

* länger als ein Jahr zusammenleben
* oder mit einem gemeinsamen Kind zusammenleben
* oder Kinder oder Angehörige im Haushalt versorgen
* oder befugt sind, über Einkommen oder Vermögen des anderen zu verfügen.


Quelle:http://www.sozialleistungen.info/con/hartz-iv-4-alg-ii-2/bedarfsgemeinschaft.html

lg

Beitrag von glueckskind86 29.05.10 - 15:11 Uhr

Und welcher von den Punkten sollte auf die TE zutreffen?

Sie wohnen bisher nicht zusammen, also entfällt Punkt 1.
Soweit ich das verstanden habe, ist es nicht das gemeinsame kind. Punkt 2 entfällt also auch.
Da zudem auch zu der Partenerin kein Verwandschaftsverhältnis besteht, ist sie und ihr Kind auch kein Angehöriger => Punkt 3 entfällt.
Zuletzt: warum sollte so eine Befugnis bestehen? Ich schätze nicht, dass sie über sein Konto eine Vollmacht hat.
Punkt 4 entfällt also auch.

Ergo: Sie sind keine Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft.

Beitrag von manavgat 29.05.10 - 15:36 Uhr

soweit ich weiß, reicht es, dass ein Kind (wessen auch immer) mit im Haushalt lebt.

und ich gebe zu bedenken:

unterstellt die ARGE - auch wider besseren Wissens - es bestünde eine Bedarfsgemeinschaft, dann fließt auch kein Geld. Bis das über Gerichte geklärt ist, sind sie alle verhungert.

gruß

Manavgat

Beitrag von nick71 29.05.10 - 19:03 Uhr

Punkt 3, denn es wird ein Kind im Haushalt versorgt.

Beitrag von spumsel 30.05.10 - 10:43 Uhr

Punkt 3, denn es ist irrelevant, ob der Partner der Vater des Kindes ist, Fakt ist, das Kind wird im Haushalt versorgt und die TE wäre dann in der Beweispflicht, daß es sich nicht um eine BG handelt...

Beitrag von linagilmore80 01.06.10 - 13:33 Uhr

Die TE würde den Zuschlag für allein erziehende verlieren. Aber ansonsten würden die Beiden im ersten Jahr nicht als BG gewertet.
So wurde es bei mir gehandhabt.

Beitrag von windsbraut69 30.05.10 - 11:03 Uhr

Ihr lest immer nur den Teil des "Zusatzparagraphen", der Euch in den Kram paßt....

Es gibt weitere Kriterien, u. a., dass im gemeinsamen Haushalt ein Kind versorgt wird und das ist hier der Fall.
Es muß nicht das gemeinsame Kind sein!

Gruß,

W

Beitrag von bobb 30.05.10 - 13:51 Uhr

"um als Bedarfsgemeinschaft angesehen zu werden muss man mindestens 1 Jahr zusammen leben. "

Sorry,aber wirklich ein Quatsch! Dann wären mein Freund und ich erst ab übermorgen eine Bedarfsgemeinschaft. Wir waren es ab dem 1.Tag des Zusammenlebens.Habe auch noch nie was anderes gehört.

Beitrag von manavgat 29.05.10 - 13:22 Uhr

Ich rate Dir aus mehreren Gründen davon ab:

Du machst Dich abhängig, wirst vom Job-Center nicht mehr so wie bisher gefördert

Du wirst insgesamt weniger Geld haben, was auch Deinem Kind fehlen wird

Die Beziehung wird insgesamt leiden, weil Dein Partner sich auch wird einschränken müssen.

Lass es bleiben.

Alternativ: ihr zieht zusammen und beantragt gemeinsam ergänzendes ALG2.

gruß

Manavgat

Beitrag von windsbraut69 30.05.10 - 11:05 Uhr

"Alternativ: ihr zieht zusammen und beantragt gemeinsam ergänzendes ALG2. "

Genau DAS hat sie doch vor!

Gruß,

W

Beitrag von manavgat 30.05.10 - 12:42 Uhr

redest Du eigentlich mit Dir selbst?

Ich krieg immer irgendwelche Antworten von Dir, die völlig obsolet sind.

Gruß

Manavgat

Beitrag von windsbraut69 30.05.10 - 13:04 Uhr

Ich frag mich, warum Du die Beiträge nicht vor dem Antworten liest.
Sie fragt, inwiefern sein Einkommen nach dem Zusammenzug angerechnet wird beim ALGII und Du bietest Ihr als eine der möglichen Alternativen, zusammen zu ziehen und ALGII zu beantragen....

Aber Du rätst ja auch kinderlosen Frauen, Unterhalt für die nicht vorhandenen Kinder zu beantragen ;-)