Berufsverbot in Schwangerschaft - ist das ein Grund?

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Beitrag von fallen-angel89 28.05.10 - 23:18 Uhr

Hallo,

habe heute schon im Forum Schwangerschaft gepostet das ich einen 400 Euro Job habe der körperlich sehr anstrengend ist.
Denkt bitte nicht das ich jetzt gleich daheim rumsitzen möchte/würde. Habe ja bisher erst 2 positive Test und den Termin beim Arzt erst in 2 Wochen.

Ich frage nur deshalb weil ich denke das wenn ich mal nen richtig runden Bauch habe ich die Arbeit nicht mehr machen kann (Stallarbeit). Das ich über 10 kg ständig heben muss ist ja erstmal nicht so "wild" solange ich es eben kann und es mir dabei gut geht, denn ich bin es ja schon gewohnt.

Da man aber eigentlich in der Schwangerschaft nicht regelmäßig über 5 kg heben soll/darf wie auch immer, würde es mich einfach interessieren ob mich meine Chefin weiter beschäftigen darf, wenn ich es wünsche. Denn eine andere Arbeit kann mir dort nicht zugeteilt werden.

Was ist wenn ich also nicht mehr weiter arbeiten darf, oder später mal nicht mehr kann? Bekomme ich dann meinen Lohn von der Krankenkasse oder gibt es bei einem 400 Euro Job dann nichts mehr?

Würde mich einfach von vornherein interessieren, denn bisher will ich gerne weiter arbeiten, aber wer weiß was in ein paar Monaten ist. Hoffe ihr versteht das richtig und bekommt es nicht in den falschen Hals. Ich weiß ich bin nur schwanger und nicht krank und gerade mal am Anfang aber ich kläre Sachen lieber so früh wie möglich ab, nicht das ich nachher meiner Chefin davon erzähle und sie darf mich nicht weiter beschäftigen und ich falle aus allen Wolken. Aber es geht hier eben nicht nur um 5 oder 10 kg sondern um regelmäßig 20-40kg heben bzw 500-700kg auf Rollen ziehen.

Lg

Beitrag von fallen-angel89 29.05.10 - 00:02 Uhr

Danke dir :)

Also habe ich das richtig verstanden, ja ich würde Geld bekommen und das vom Arbeitgeber. Bekommt dieser das dann von der Krankenkasse erstattet oder wie ist das?

Liebe Grüße und vielleicht kann du mir da auch weiterhelfen.

Beitrag von myimmortal1977 29.05.10 - 00:18 Uhr

Du musst auf der Seite bei den Unterpunkten mal weiterlesen. So wie ich verstanden habe, kann es nur umlegen, ab einer Betriebsgröße von mehr als 30 Mitarbeitern. Dann bei der Knappschaft.

Bin mir aber nicht ganz sicher.

LG Janette

Beitrag von susannea 29.05.10 - 09:41 Uhr

Wo hast du das denn her?!? Dort steht doch ganz klar die Erstattung beträgt 100%, ncihts von Betriebsgröße usw.
Gibts nämlich auch nicht mehr, bei der U2-Umlage ist inzwischen jeder verpflichtet mitzumachen!

Beitrag von myimmortal1977 29.05.10 - 14:17 Uhr

http://www.minijob-zentrale.de/nn_170318/DE/2__AG/5__arbeitgebervers/1__Teilnahme_20am_20Umlageverfahren/Inhaltsnav.html?__nnn=true

Zitat: "Erstattungsberechtigte Arbeitgeber
Am Ausgleichsverfahren bei Krankheit nehmen grundsätzlich alle Arbeitgeber mit maximal 30 Beschäftigten teil. Die Grenze von 30 Arbeitnehmern ist für alle Krankenkassen einheitlich. Die Feststellung über die Teilnahme am Ausgleichsverfahren bei Krankheit hat der Arbeitgeber jeweils zu Beginn eines Kalenderjahres zu treffen und gilt für das gesamte Kalenderjahr. Ein Arbeitgeber beschäftigt in der Regel nicht mehr als 30 Arbeitnehmer, wenn er im Vorjahr des zu beurteilenden Kalenderjahres für mindestens acht Monate nicht mehr als 30 Mitarbeiter beschäftigt hat. Falls ein Betrieb nicht das ganze maßgebliche Kalenderjahr bestanden hat, nimmt der Arbeitgeber am Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen bei Krankheit teil, wenn er während des Zeitraums des Bestehens des Betriebes in der überwiegenden Zahl der Kalendermonate nicht mehr als 30 Mitarbeiter/innen beschäftigt hat. Bei der Feststellung ist jeweils von der Zahl der am Ersten des Kalendermonats beschäftigten Arbeitnehmer auszugehen. Grundsätzlich sind alle Arbeitnehmer/innen des Betriebes bei der Berechnung zu berücksichtigen.

Nicht mitgezählt werden:

Auszubildende; gleichgestellt sind Volontäre und Praktikanten
schwerbehinderte Menschen
Bezieher von Vorruhestandsgeld
Wehr- und Zivildienstleistende
Personen in Elternzeit
Beschäftigte in der Freistellungsphase der Altersteilzeit
Unterschiedlich berücksichtigt werden Teilzeitbeschäftigte:

bei regelmäßiger wöchentlicher Arbeitszeit von bis zu 30 Stunden mit einem Faktor 0,75
bei regelmäßiger wöchentlicher Arbeitszeit von bis zu 20 Stunden mit einem Faktor 0,5
Beschäftigte mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von bis zu 10 Stunden mit einem Faktor von 0,25
Folgende Arbeitgeber und Personen sind jedoch - unabhängig von der Betriebsgröße - generell vom Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen bei Krankheit ausgeschlossen:

Bund, Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände sowie Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts
Hausgewerbetreibende
Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege
Die Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege einschließlich ihrer selbständigen und nichtselbständigen Untergliederungen, Einrichtungen und Anstalten können schriftlich und unwiderruflich ihre Teilnahme am Umlageverfahren 1 (Krankheit) gegenüber jeder Krankenkasse abgeben, die das Ausgleichsverfahren durchführen.

Hier können Sie sofort prüfen, ob Sie am Ausgleichsverfahren bei Krankheit teilnehmen. Fragebogen zur Beurteilung der Teilnahme am Ausgleichsverfahren bei Krankheit.

Am Ausgleichsverfahren bei Schwangerschaft / Mutterschaft nehmen grundsätzlich alle Arbeitgeber - unabhängig von Ihrer Betriebsgröße - teil.

Erstattungsfähige Arbeitgeberaufwendungen
Folgende Erstattungen können Sie als Arbeitgeber geltend machen:

Aufwendungen für Entgeltfortzahlung bei Krankheit nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) - bis zum 31. Dezember 2005 nur für Arbeiter und Auszubildende -
Aufwendungen für den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld nach dem Mutterschutzgesetz (§ 14 Absatz 1 MuSchG)
Aufwendungen für den Mutterschutzlohn bei Beschäftigungsverboten nach dem Mutterschutzgesetz (§ 11 MuSchG)" Zitat Ende

Für Kosten der Mutterschaft gelten wohl tatsächlich keine Beschäftigungsanzahlgrenzen. Aber für Krankheitskosten.

Beitrag von susannea 29.05.10 - 14:26 Uhr

Wer lesen kann ist klar im Vorteil, da steht doch ganz klar drin:

"Am Ausgleichsverfahren bei Schwangerschaft / Mutterschaft nehmen grundsätzlich alle Arbeitgeber - unabhängig von Ihrer Betriebsgröße - teil."

Also nein, jeder kriegt es zu 100% erstattet, alles ander ist das U1-Verfahren. Mutterschaft aber U2!

Beitrag von myimmortal1977 30.05.10 - 01:16 Uhr

Ach ne, sag an, deswegen hatte ich mich auch nach dem Zitat korrigiert....

Tja, wer lesen kann....

Beitrag von traumkinder 29.05.10 - 12:17 Uhr

wenn du BU bist, bekommst du dein kompl. gehalt vom AG weiter!!

von der KK bekommst du erst im Mutterschutz geld!

Beitrag von zwiebelchen1977 29.05.10 - 13:04 Uhr

Hallo

Wenn sie nicht selber versicert ist, bekommt sie kein Mutterschaftsgeld von der KK


Bianca