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Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von babynana06 29.05.10 - 09:41 Uhr

Folgende Situation:
Seit 1.4 habe ich eine sozialversicherungspflichtige Arbeit als Fahrerin im Transport und Kurierbereich. Vollzeit.
Laut Arbeitsvertrag arbeite ich 50-60 Stunden die Woche. Bei einem Festgehalt von 1100 Euro Brutto. Ist schon recht wenig aber das war mir egal. Mir ging es darum zu arbeiten. Nun ist es aber so das ich wirklich im Monat auf mind 300 Stunden komme. Macht wenn ich richtig gerechnet habe ca 3,50 Euro Brutto an Stundenlohn. Die Zeiten sind für mich nicht mehr zu tragen. IOch habe eine 4 jährige Tochter. Diese sehe ich nur noch in der früh für 20 minuten. Wenn ich abends heim komme schläft sie schon. Habe mit meinem Chef schon einmal gesprochen, das ich weniger Arbeiten möchte. D.h. das was auch im Vertrag steht. Darauf lässt er sich nicht ein. Auf meinen Abrechnungen sind die Stunden, die ich tatsächlich arbeite nicht zu sehen, da ich ja mein Festgehalt bekomme. Die in dem Sinne angefallenen "Überstunden" kriege ich nciht extra bezahlt und von Freizeitausgleich kann ich nur träumen.
Noch bin ich in der Probezeit. Meine Frage ict nun, was kann ich machen? Wenn ich kündige, reichen die Gründe aus, um die Kündigung bei der Arge zu begründen und das ich keine Sperre bekomme?
Dazu kommt noch, im Moment ist mein Partner zu Hause, da unsere Tochter nur einen KIGA PLatz bis 13 UHr hat (Von 8 an): Er möchte aber wieder arbeiten jetzt. Dann kann ich die Arbeitszeiten sowieso nicht mehr machen wegen unserer Tochter. Was kann ich da tun? Ich schaffe das körperlich gar nicht mehr und gutes Reden mit dem Chef bringt gar nichts.
Hat jemand vielleicht ne Gesetzesgrundlage bzg einer Kündigung?

LG und Danke schon mal

Beitrag von manavgat 29.05.10 - 10:51 Uhr

Wende Dich umgehend an den ADAC. Diese Lenkzeiten sind nicht zulässig. Solltest Du am Steuer einschlafen und den Unfall überleben, dann kannst Du ein Strafverfahren bekommen, solltest Du nicht überleben, dann hat Dein Kind keine Mutter mehr.

Zum anderen würde ich den AG anschreiben, den Lohn für die Überstunden einfordern und mitteilen, dass Du in diesem Umfang keine mehr machen wirst, weil es gesetzlich verboten ist und Du Dir die Gesundheit ruinierst.

Wenn sie Dir dann kündigen, dann kann Dich keiner sperren, weil Du lediglich Dein Recht wahrgenommen hast und das kann und darf nicht sanktioniert werden.

Der andere Punkt ist die Betreuung. Wenn Dein Partner wieder Arbeit hat, dann kannst Du - wenn der Betrieb groß genug ist - Teilzeit verlangen. Wenn Du dann kündigst , weil der antrag auf Teilzeit abgelehnt wurde und Dich teilzeitarbeitslos meldest, dann wirst Du nicht gesperrt. Leider bekommst Du dann nur anteilig ALG1.

Sei standhaft, duck Dich nicht weg und denk an Dein Kind!

Gruß

Manavgat

Beitrag von kleinehexe1606 29.05.10 - 11:30 Uhr

Leider ist das in dieser Berufssparte so, machen kann man nichts ausser verweigern, was dann die Kündigung mit sich zieht. Wobei man da dann wieder zum Arbeitsgericht gehen kann......
Mein Mann ist seit 20 Jahren Berufskraftfahrer, nach Stunden wurde dieser noch nie bezahlt, er arbeitet 14-16 Stunden täglich. Wenn er sich weigert ist er morgen den Job los. Wenn Du gehen möchtest, ist der einfachste Weg die Stunden zu verweigern.
Die Chefs sind inzwischen so das wenn der es nicht macht, steht morgen ein anderer da.........
Auch eine Selbstanzeige wegen nicht einhalten der Lenkzeiten ( ich denke Du mußt Fahrtenbuch schreiben ) zieht eine Strafe für Dich mit, da Du diese geleistet hast.

Beitrag von manavgat 29.05.10 - 12:09 Uhr

Auch eine Selbstanzeige wegen nicht einhalten der Lenkzeiten ( ich denke Du mußt Fahrtenbuch schreiben ) zieht eine Strafe für Dich mit, da Du diese geleistet hast.

Kannst Du das belegen?

Gruß

manavgat

Beitrag von bruchetta 29.05.10 - 17:07 Uhr

Wenn Du sowieso schon überlegst zu kündigen, fahr doch zur regulären Feierabendszeit auf den Hof und stell den Bock dort ab.
Muss der Chef eben sehen, wer die Sendungen dann noch ausfährt und das nächste mal die Mitarbeiter- und Stundenzahl besser koordinieren.
Vielleicht "darf" er Dich sogar nicht entlassen, wenn Du Deine Arbeitswoche auf 50 - 60 Stunden senkst und kriegt selbst noch was auf den Deckel....

Beitrag von windsbraut69 30.05.10 - 10:17 Uhr

Warum kündigen?
Mach künftig Dienst nach Vorschrift, wenn Du die Mehrarbeit nicht erstattet bekommt und gut ist.
Ich verstehe aber nicht wirklich, wie Ihr Euch vorgestellt hattet, das zu regeln, wenn Dein Partner wieder arbeitet...Ihr müßt Euch doch um die Betreuung des Kindes vorab Gedanken gemacht haben, oder?
Ansonsten solltet Ihr das jetzt schleunigst tun.

Gruß,

W

Beitrag von babynana06 30.05.10 - 11:26 Uhr

Ich kann leider nicht diesen Dienst nach Vorschrift machen. Ich bin nicht hier in der Stadt, bin ca 250 km weit weg. Wenn das so eonfach wäre hätte ich das getan.
Wir hatten uns am Anfang ja Gedanken wegen der Betreuung gemacht. Eigentlich sollte es dann ja so laufen, das ich so arbeite, das ich dann daheim bin wenn sie nach Haus kommt. Aber man sieht ja wie super man sich auf Vereinbarungen (die leider nicht schriftlich erfolgt sind) verlassen kann. Nämlich gar nicht.

Mein Arbeitsvermittler bei der Arge...Bei dem hab ich das schon angesprochen. Klar er gibt mir recht das das ja viel zu viel ist was ich arbeite, vor allem für das Geld. Er will das überprüfen und ich soll Lohnabrechnungen einreichen. Nur stehen auf diesen nicht meine Stunden drauf, da es sich ja um ein Festgeehalt handelt. Es sind ja 2 Betriebe für die ich im Namen meines Chefs arbeite. Bin mir da auch gar nicht sicher das er bei der einen das Geld so einsteckt (also Schwarzgeld): Und somit ist auch für niemanden ausser mich nachvollziebar, welche Stunden ich leiste.
Ihr könnt denken was ihr wollt, aber hätte ich vorher gewusst was da auf mich zukommt hätte ich diesen JOb nicht angenommen..
Danek für eure Antworten..

Beitrag von woodgo 30.05.10 - 13:51 Uhr

Hallo,

Und warum kannst Du nicht einfach zur "Feierabendzeit" das Auto hinstellen? Da würde ich es lieber auf eine Kündigung ankommen lassen, denn das ist eine absolute Frechheit und Du bist im Übrigen auch dran, wenn das rauskommen sollte und Du das einfach so hinnimmst!
Stell das Auto nach Deiner regulären Arbietszeit ab, was kann Dir schon passieren, außer die Kündigung? Und da wäre ich in Deinem Fall sehr froh;-)

LG und alles Gute

Beitrag von windsbraut69 31.05.10 - 10:29 Uhr

Was hat die Entfernung damit zu tun, dass Du pünktlich nach vertraglichen oder gesetzlichen Bedingungen Feierabend machst?