30+3 und noch immer 1100g - langsam wirds ernst - Wer kennt das?

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von emilysmami 29.05.10 - 23:00 Uhr

Hallo liebe Frühchenmamis.
Wie ihr ja inzischen wisst, ist meine Bauchmausi sehr klein und scheint nicht mehr weiter zu wachsen im Bauch. Jetzt habe ich diese Woche im KH die Lungenreife bekommen und durfte übers WE nochmal Heim, bevor am Dienstag die Entscheidung fallen wird, ob die Kleine endlich zugenommen hat, oder ob man sie "holen" muss um sie "außerhalb" vom bauch besser versorgen zu können. Wer kann mir Mut machen und mir sagen, wie das dann ablaufen wird? Liebe Grüße Nora

Beitrag von jeannine1981 30.05.10 - 08:15 Uhr

Hi,

ersteinmal drücke ich Euch ganz ganz gaaaaaanz fest die#pro das die Maus noch da bleiben kann wo sie hin gehört.

Aber natürlich ist sie wenn sie sich nicht weiter entwickelt draußen besser aufgehoben und versorgt und die Ärzte haben jederzeit ein Auge auf sie.

Wie es danach ablaufen wird kann man so pauschal nicht sagen, da es davon abhängt wie sich die kleine schlägt und ob sie soweit fit ist.

Sicherlich wird sie erstmal in den Inkubator kommen und später dann in das Wärmebettchen.

Man wird die kleine Maus langsam an das Trinken aus der Flasche oder vielleich auch schon Brust gewöhen, hängt davon ab wieviel Kraft sie hat.

Sie wird tgl. untersucht und gewogen werden und natürlich sind die Eltern in dieser Zeit unabdingbar. Nehmt Euch möglichst viel Kuschelzeit und auch Zeit für die Versorgung (Windeln und füttern), das bindet und gibt dir ein bisschen Sicherheit im Umgang mit dem kleinen Zwerg.

Wie gesagt wie die medizinische Situation aussieht kann dir momentan keiner sagen, aber ich hoffe das soweit alles gut laufen wird.

Würde mich freuenin ein paar Wochen von dir zur hören MAus dürfte doch noch ein bisschen verweilen.

Mach dir nicht zuviele Sorgen.

Liebe Grüßé
Jeannine und Lena

Beitrag von fruehchenomi 30.05.10 - 10:45 Uhr

Es gibt durchaus Situationen, wo Dein Schatz "außen" wohl besser versorgt wird als "drinnen" . Enkelschatz Leonie hat sich von alleine "entschieden", aus ihrer Mini-Fruchtwasserpfütze zu flüchten und spontan auf die Welt zu rutschen, mit 980 Gramm. Ich denke im Nachhinein, das war auch gut so.
Sicher musste sie auch 3 Monate auf der Frühchenstation bleiben, bis zum eigentlichen ET. Aber dort wurde sie natürlich bestens versorgt und umsorgt. Meine Tochter war täglich bei ihr und mit dem Känguruhen, was es Gottseidank heute gibt, kannst Du durchaus auch eine gute Beziehung zu Deinem Kind aufbauen. Vielleicht ist Dein Bauchmausi ja auch schon etwas schwerer, denn manchmal verschätzen sich die Ärzte ganz schön mit dem Gewicht.
Schau auf meine VK, da siehst Du Leonie im Inkubator - und was heute draus geworden ist - eine kleine süße freche Madam, die die ganze Familie aufmischt #verliebt
LG und alles Gute von Moni

Beitrag von sternchen397 30.05.10 - 11:38 Uhr

Huhu,
ich hatte das auch- hatte eine Plazentainsuffizienz (Unterversorgung), und musste jede Woche bangen. Habe es allerdings noch in die 34. ssw geschafft. Trotzdem wog mein Kleiner nur 1480g. Echt wenig.
Er wurde dann per KS geholt und kam erstmal auf die ITS. Zum Glück war er fit und hat lediglich eine Magensonde gebraucht. Nach 6 Tagen wurde er auf die normale Päppelstation verlegt. Musste dann zunehmen und lernen, die Tempi zu halten.
Nach 4 Wochen konnte er dann mit einem Gewicht von 2330g nach Hause.

Allerdings hatte ich großes Glück, da der Kleine so schnell zugenommen hat und auch ansonsten seeehr weit entwickelt war für sein Alter, andere BAbys mit dem Gewicht liegen teilweise bis zu 7 Wochen da, kommt also ganz auf das Kind drauf an. Wenn du schon Über 30.ssw bist ist das super. Allerdings ist jede Woche, die du weiter bist, ein riesen Gewinn. Ich drück dir ganz doll die Daumen, dass die Kleine noch zunimmt.

Leider wird sonst eine sehr anstrengende Zeit auf dich zukommen, aber keine Angst, das geht vorbei. Freude und Leid wechseln sich ab. Du musst immer denken, dass es das Beste für dein Kind ist, hauptsache, sie kommt gesund zur Welt, der Rest wird von alleine mit der Zeit.

Wenn du Fragen hast oder Tipps/Hilfe brauchst, frag mich ruhig. Kannst mich auch privat anschreiben. Mein Kleiner ist auch erst seit 3 Wochen daheim, also alles noch ganz frisch. Kannst dich auch gerne melden, wenn du dir einfach nurmal was von der Seele schreiben willst, ich kann das verstehen.

Lg sternchen

Beitrag von star26 30.05.10 - 15:34 Uhr

Hallo,

am 03.02.10 kam unsere Saskia wegen des selben problems per Kaiserschnitt auf die Welt.
Erst mal #pro das es vielleicht bei dir nicht so sein muß!!
Habe zu erst einen schock gehabt als man mir sagte sie habe nur 20g in einer Woche zugelegt und sie würde besser geholt. Heute kann ich dir sagen das war die beste Entscheidung die die Ärztin treffen konnte. Saskia kam zwar 6 Wochen zu früh und mußte 3 Wochen auf der Kinder intensiv bleiben aber es hat sich echt gelohnt. Sie ist fast 4 Mon. alt und kann alles was ein Baby können muß in ihrem alter. Sie hat auch gewichts und größen mäßig sehr gut aufgeholt!!;-)

lg star

Beitrag von purzel 31.05.10 - 08:43 Uhr

Hallo,

mein Sohn wurde bei 36+4 wegen Unterversorgung per Kaiserschnitt geholt. Er wurde die Woche vorher auf 1800gr geschätzt und am Entbindungstag auf 2100gr, was genau gestimmt hat.
Ich will dir keine Angst machen, aber ich habe es so erlebt. Sobald die Ärzte von holen sprechen, kann man sich meist sicher sein, dass es in der nächsten Zeit geholt wird. Ich war auch immer optimistisch und dachte, naja das ist halt dann die lezte Option. Aber ich lag nur 2 Tage in der Klinik, dann wurde er geholt.
Wie ist denn der Doppler bei euch? Bei mir rutschte er schon in den kritischen Bereich, trotz Infusionen.
Mein Sohn war übrigens nur dünn, ansonsten fit. Aber ich war ja auch schon ein paar Wochen weiter als du.
Du bekommst ja wahrscheinlich einen Kaiserschnitt, das ist aber nicht so schlimm. (jedenfalls fand ich es nicht so schlimm) Mir wurde mein Sohn dann kurz gezeigt und dann von den Kinderärzten untersucht. Danach bekam mein Mann ihn fürs Bonding. Nach einer Stunde ca. kam er dann in den Inkubator. Dort konnten wir ihn dann jeden Tag besuchen. In der Nacht ließen uns die Schwestern dann die ersten Tage noch schlafen, dann haben sie uns geweckt, wenn er Hunger hatte (ich habe nicht gestillt) Nach 3 Tagen kam er ins Wärmebett, hing aber noch am Monitor zur Beobachtung. Nach einer Woche kam er zu uns ins Zimmer, nach 11 Tagen durften wir heim.
Aber da dein Mausi ja noch viel jünger ist, wird sie länger im Inkubator liegen müssen, vielleicht noch eine Magensonde und eine Atmungsunterstützung brauchen. Aber das können sie dir in der Klinik besser erklären!
Liebe Grüße
Purzel
Ich wünsche dir alles Gute!
Lg, Purzel